AutorGünter Schmatzberger

Professionelle Herzlichkeit

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In der Beratung ist sind “Abgrenzung” und “Professionalität” immer wieder ein Thema: Wie kann man seine Rolle als Berater*in bestmöglich erfüllen, ohne von all den großen und kleinen privaten Problemen der Kund*innen überwältigt zu werden?

Gerade in der Beratung von Lifestyle Entrepreneuren ist diese Trennung besonders schwierig. Denn per definitionem ist ein Lifestyle Business sehr stark verknüpft mit dem Privatleben des Lifestyle Entrepreneurs, und eine klare Trennung ist nicht nur nicht möglich, sie ist auch alles andere als sinnvoll.

Das Ziel wäre, den Lifestyle Entrepreneuren mit professioneller Herzlichkeit gegenüber zu treten: Wir arbeiten zusammen wie Profis (und nicht wie Amateure), und gleichzeitig anerkennen wir, dass sich hier zwei Menschen gegenüber sitzen – mit all ihrer individuellen Stärke und Verletzlichkeit.

Bastlerhit

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Wenn du eine Immobilie als “Bastlerhit” angeboten siehst, weißt du, worauf du dich einlässt: Es wird viel zu tun geben, bis die Sache einigermaßen rund ist – möglicherweise sogar mehr, als du dir jemals ausgemalt hättest. Hinterholz 8 eben.

“Bastlerhits” gibt es nicht nur in der Immobilienbranche. “Bastlerhits” gibt es auch unter Kunden, Lieferanten, Kooperationspartnern und Software-Tools.

Es gilt das Gleiche: Wenn du einen “Bastlerhit” angeboten bekommst, dann überlege dir gut, worauf du dich da einlässt.

Überlege es dir gut.

Gründen zum Abgewöhnen

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Ich sehe als Gründungsberater so viele Angebote da draußen, wo sich Gründer*innen über das Gründen informieren können: Kompakte Infos in Form von Booklets, Videos, Webinaren und Live-Workshops.

So viele dieser Angebote kümmern sich fast ausschließlich um die technischen Aspekte der Gründung: Administrative To-Dos, Steuern, Sozialversicherung, Rechtsformen und so weiter.

So viele dieser Angebote haben deswegen weder Herz noch Seele. Nicht, dass sie inhaltlich nicht gut wären, aber sie holen die Gründer*innen nicht dort ab, wo die Gründung eigentlich beginnt: Bei ihren Emotionen, bei ihren Träumen und Unsicherheiten.

Die meisten Gründer*innen gründen ihr Unternehmen, weil es ihr Herzensprojekt ist. Dieses Herz sollte auch in den Angeboten für Gründer*innen spürbar sein – nicht als Nice-to-have, sondern als Ausgangspunkt für alles, was danach an (notwendigen) technischen Infos folgt.

Der Spitzengastronom

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Für die einen ist ein Spitzengastronom ein begnadeter Koch.
Für die anderen ist es ein super Wirt.
Für wieder andere ist es ein innovativer Unternehmer.
Und für andere ist es ein geschickter Manager.

Was ist er nun? Alles davon? Nichts davon? Oder je nachdem?

Was das Leben von dir will (7)

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Das Leben will, dass du das Erbe deiner Vorfahren annimmst und es auf deine ganz besondere Art weitergibst.

Was das Leben von dir will (5)

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Das Leben will, dass du gesund und stark bist.

Damit du dich wehren kannst gegen die Widrigkeiten des Lebens.

Und damit du die Möglichkeiten ergreifen kannst, die dir das Leben bietet.

Was das Leben von dir will (2)

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Das Leben will, dass du deine Gaben, deine Talente annimmst, sie mehrst und sie zum Wohle deiner Nächsten gibst.

Dir wurde geschenkt, damit du geben kannst.

Was das Leben von dir will (1)

W

Das Leben will, dass du mithilfst, den Himmel auf Erden mit zu verwirklichen.

Mit deinen Gedanken, deinen Worten und Werken. Mit all deinem Herzen, deinem Verstand und deiner Kraft. Mit allem, was du hast, bist und kannst.

Jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde deines Lebens. No hurry, no pause.

Ausruhigen

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Meine zweijährige Tochter hat unlängst in unserem Urlaub gemeint, dass wir uns nach dem Spielen „ausruhigen“ müssen.

Sie hat völlig recht: Ausruhen bedingt, dass es ruhig wird – im Außen und im Innen gleichermaßen.

Ruhigen Urlaub allerseits!

Was will das Leben von dir?

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Wir versuchen oft, dem Leben noch ein Projekt und noch eines und noch eines abzupressen. Was passt noch alles rein von dem, was wir erledigt haben wollen, bevor unsere Zeit um ist?

Hast du dich schon mal gefragt: Nicht, was willst du vom Leben, sondern was will das Leben eigentlich von dir?

Die Antwort könnte dich überraschen.

Nein sagen

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Wenn wir unsere Arbeit gerne machen, dann machen wir sie gut. Wenn wir unsere Arbeit gut machen, dann entstehen Gelegenheiten. Und wenn sich Gelegenheiten ergeben, dann ich es wichtig, die besten Gelegenheiten auszuwählen.

Wenn wir auswählen müssen (oder dürfen, je nach Perspektive), dann müssen/dürfen wir auch “nein” sagen zu vielen Gelegenheiten – auch zu sehr guten Gelegenheiten.

Wenn wir nicht (genug) nein sagen, dann werden wir über kurz oder lang unsere Arbeit nicht mehr gerne machen. Sie ist dann auch nicht mehr so gut, und die Gelegenheiten nehmen von selbst ab.

Übrig bleiben die Gelegenheiten, zu denen wir von Anfang an hätten “nein” sagen sollen.

Porsche

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Neid ist eine sehr mächtige Emotion. Im besseren Fall motiviert sie uns, im schlechteren (und häufigeren) Fall zerfrisst sie uns und macht uns blind für alles Gute, das wir haben.

Spürst du auch manchmal diesen Anflug von Neid, wenn du jemanden aus einem nagelneuen Porsche aussteigen siehst? Wenn ja, wie können wir am besten mit dieser Emotion umgehen?

Folgendes lohnt den Versuch: Wie wäre es, wenn wir statt mit Neid mit Freude reagieren? Freude darüber, dass wir heute so ein schönes Auto zu sehen bekommen haben. Freude darüber, dass wir uns nicht (wie der Besitzer) ständig Sorgen machen müssen, dass dem teuren Auto was passiert oder es gestohlen wird. Freude darüber, dass es Menschen gibt, die ihr Geld im Kreislauf der Wirtschaft halten.

Und schließlich Freude darüber, dass wir uns an etwas erfreuen können, ohne es besitzen zu müssen.