Ein wichtiger Reminder von Dan Miller:
Selling creates money, not creating content.
Ein wichtiger Reminder von Dan Miller:
Selling creates money, not creating content.
Unlängst, nach dem Spiel der Admira gegen den GAK (Endstand 1:0 für GAK) meinte der Admira-Trainer Thomas Pratl im Interview sinngemäß: Die Mannschaft hat nicht genügend zwingende Tor-Chancen kreieren können, deswegen haben wir verloren. Wir wissen also ganz genau, wo wir den Hebel in der Zukunft ansetzen müssen.
Das erinnert mich an meinen Job als Gründungsberater. Im besten Fall entsteht bei der gemeinsamen Arbeit mit einem Gründer bzw. einer Gründerin auch ein klares Bild davon, wo wir den Hebel ansetzen müssen, damit die Gründungsidee Erfolg hat.
Aber: Dieses Erkennen garantiert noch keine Verbesserung. Zur Verbesserung gehört nicht nur das Erkennen, sondern auch das Umsetzen dessen, was diese Verbesserung auslösen soll. Es braucht taugliche Mittel, und es braucht Konsequenz.
Und auch das haben ein Fußballtrainer und ein Gründungsberater gemein: Wir können den Hebel ansetzen, wir können die Richtung vorgeben, wir können in Richtung Verbesserung einwirken – aber was, wenn die Verbesserung nicht eintritt? Wenn der Hebel zwar angesetzt ist, aber keine Wirkung entfaltet?
Wer ist dann “Schuld”?
Im Fußball ist der Trainer dann meistens seinen Job los…
Durch die Wolken zu fliegen ist unangenehm.
Für jeden. Auch meine Sitznachbarin krallt sich an ihren Armlehnen fest. Das lässt sich nicht vermeiden. Man kann nur tief durchatmen, ruhig bleiben und darauf vertrauen, dass alles gut wird.
The only way out is through.
Unlängst war ein Bücherflohmarkt in der Volksschule meines Sohnes.
Jedes Kind hatte dabei die Möglichkeit, Bücher, die es nicht mehr brauchte oder wollte, zu verkaufen. Eine Stunde lang dauerte der Spaß, und jedes Kind betreute seinen eigenen kleinen Verkaufsstand. Auch die Eltern waren eingeladen zu kaufen.
Ich finde diese Aktion super. Nicht nur, weil man da echte Schnäppchen bekommt, sondern weil die Kinder spielerisch lernen, mit Verkaufssituationen umzugehen. Mit der Freude, wenn man was verkauft und mit dem Frust, wenn man nichts verkauft. Sie lernen, was bei Kindern und Erwachsenen gut ankommt und was nicht. Sie beginnen, ein Gespür dafür zu entwickeln, wie ein “Markt” funktioniert – im wahrsten Sinn des Wortes.
Man kann sich vorstellen: Es gab dort eine Menge Bücher zu kaufen. Überwältigend viele. Es ist gar nicht so leicht, in dieser Fülle etwas zu finden, paradoxerweise.
Ich habe tatsächlich bei einem Kind was gekauft. Warum bei diesem Kind und nicht bei all den anderen?
Verkaufen funktioniert immer und überall gleich, und es ist im Grunde ziemlich simpel.
Kann jedes Kind.
Unlängst hat eine Podcast-Kollegin ihren Podcast mit folgender Aussage gestartet:
Das Kaufverhalten der Kunden, ob on- oder offline, hat sich im aktuellen Wirtschaftsklima gegenüber der letzen Jahre grundlegend verändert. Das ist ganz einfach ein fact.
Diese Taktik kann man immer wieder beobachten: Jemand behauptet etwas und tut so, als wäre diese Behauptung eine unwiderlegbare Tatsache.
Bei mir als gelernten Sprachwissenschaftler schrillen hier aber die Alarmglocken. Weil ich kenne das Konzept der Prämissen.
Prämissen sind die Vorbedingungen, damit eine Aussage gültig sein kann. Und hinter praktisch jeder Aussage, die uns als Tatsache verkauft wird, stecken jede Menge Prämissen – also Vor-Annahmen, die auch alle gültig sein müssen, damit diese Aussage gültig sein kann.
Hinter der Aussage meiner Podcast-Kollegin stecken unter anderem folgende Prämissen:
Jede einzelne dieser Prämissen kann richtig sein, oder sie kann falsch sein. Aber darum geht es mir hier gar nicht. Es geht mir nicht darum, dieser Aussage zuzustimmen oder sie zu widerlegen.
Es geht mir darum, darauf hinzuweisen, wie leicht und wie oft es uns passiert, dass wir die Prämissen einer Aussage als gegeben hinnehmen und gar nicht mehr hinterfragen. Wir nicken sie einfach ab. Und damit tun wir uns keinen Gefallen.
Denn man sieht: Hinter jeder Aussage stehen eine Menge Annahmen. Und es ist höchst unwahrscheinlich, dass alle zutreffen.
[PS: In der Startphase deines Lifestyle Business gibt es kaum etwas Wertvolleres, als wenn du jemanden hast, der deine Prämissen hinterfragen kann. Also jemanden, der einen Blick auf die Annahmen lenkt, von deinen du bei deiner Geschäftsidee (unbewusst) ausgehst. Ein leiwander Gründungsberater macht das – behutsam, aber konsequent.]
Es gibt Sachen, die passen dir gut. Wie eine zweite Haut.
Es gibt Sachen, die stehen dir gut. Sehr schick.
Es gibt Sachen, die trägst du gerne. Dein Lieblings-T-Shirt, das dir eigentlich schon zu klein ist, das schon verwaschen ist und bei dem deine Freundin den Kopf schüttelt, weil du es immer noch nicht ausgemustert hast.
Vielleicht gibt es in deinem Kasten auch Sachen, die dir gut stehen und dir gut passen. Vielleicht auch Sachen, die du gerne trägst, aber die dir nicht (mehr) passen. Siehe Lieblings-T-Shirt.
Aber gibt es in deinem Kleiderkasten auch Sachen, die dir gut passen, dir gut stehen UND die du gerne trägst?
Warum hast du nicht nur solche Sachen?
Das ist die neue Aktion meiner gesetzlichen Interessensvertretung.
(Dass ich Pflichtmitglied bin bei einer Lobby-Organisation, die sich mit meinem Geld für etwas einsetzt, das meinen Interessen als Lifestyle Entrepreneur gar nicht entspricht – und nicht nur in diesem Fall –, darüber werde ich ein anderes Mal wettern.)
Ich hab schon mal gesagt, dass sich meine Einstellung zum Thema Leistung und Leistungsgesellschaft in den letzten Jahren gewandelt hat. Dank schlauer Bücher von Wolf Lotter und Evi Hartmann habe ich eingesehen: Wenn es keine Menschen gibt, die sich einsetzen und die mehr tun, als unbedingt notwendig wäre, werden wir die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht lösen können.
Deshalb kann ich dem Gedanken durchaus was abgewinnen, diese Menschen dafür zu belohnen, dass sie etwas beitragen wollen, dass sie etwas leisten wollen. Wir brauchen ja schließlich mehr von diesen Menschen!
Mein Problem mit dieser Initiative: Leistung wird (wieder einmal) gleichgesetzt mit Einkommen. Oder, präziser formuliert: Die Leistung einer Person wird anhand seines Einkommens beurteilt. Und daher sind die Forderungen der WKO auch:
Das alles hat bestenfalls mit einem Teilaspekt von Leistung zu tun, und auch nur dann, wenn die Prämisse stimmen würde: Wer viel leistet, bekommt auch viel bezahlt.
Aber das stimmt entweder nicht (Stichwort: Care-Arbeit) oder ignoriert die Tatsache, dass es genügend Menschen gibt, die viel Einkommen haben aber wenig gesellschaftlich Wünschenswertes leisten (Stichwort: Vorstand eines Glückspielkonzerns).
Ja, Leistung muss sich lohnen. Aber die Definition von Leistung müsste anders aussehen, und entsprechend anders müsste auch die Belohnung dafür aussehen.
Deshalb unterstütze ich diese Initiative “meiner” Interessensvertretung aus vollem Herzen – NICHT.
Not all clothes have come to you to be worn threadbare. Sagt Marie Kondo.
Das gilt auch für Geschäftsideen.
Kleine Misserfolge stellen nicht die Richtigkeit deines Unternehmertraums in Frage.
Was macht es dem Ozean, wenn irgendwo ein Hund hineinpinkelt?
Auch wenn du ein Solo-Business hast: Dein Weg ist kein Solo-Projekt. Andere Menschen gehen ihn mit dir.
Lass sie nicht zurück!
Um weiterzukommen, muss man Entscheidungen treffen.
Entscheiden bedeutet immer auch, auf etwas zu verzichten.
Lass die Dinge los, gegen die du dich entschieden hast.
Sie bedeuten nichts mehr.
Selbstironie ist schon okay. Selbstironie ist ein deutlicher Schritt weg vom Ego.
Aber Güte wäre besser. Denn Güte ist ein großer Schritt hin zum Anderen.
Was machst du, wenn du deinen Arbeitskollegen schon dreimal eingeladen hast, dich mal daheim zu besuchen oder zu einem Abendessen vorbeizukommen – und dein Arbeitskollege ist dieser Einladung bei keinem Mal gefolgt. Immer ist irgendwas dazwischen gekommen, nie hat es gepasst.
Wirst du ihn noch ein viertes Mal einladen? Oder sagst du dir: Jetzt habe ich ihn eh schon dreimal eingeladen, jetzt ist er dran. Er soll sich selber melden, wenn’s ihm irgendwann mal passt. Oder sonst soll er es halt bleiben lassen.
Früher oder später geben wir das Einladen auf. Wir wollen ihm ja nicht auf die Nerven gehen. Und wir sind uns zu schade dafür, immer wieder eine Abfuhr zu bekommen.
Genau hier liegt einer der schwierigsten Herausforderungen, wenn wir uns selbständig machen.
In der Selbständigkeit sind wir nämlich aufgefordert, unsere potenziellen Kund*innen immer und immer und immer wieder einzuladen, mit uns zusammenzuarbeiten. Nicht dreimal, nicht dreißigmal, sondern dreihundertmal.
Wir müssen lernen, die Ablehnungen und dem Nicht-Folgen unserer Einladungen nicht persönlich zu nehmen, sondern darauf zu vertrauen, dass es irgendwann schon passen wird.
Und bis es soweit ist, sprechen wir unsere Einladungen aus. Immer und immer und immer wieder.
Das Personal Project “Günter kocht” hat eine hidden agenda.
Ja, es geht natürlich darum, dass ich kochen lerne. Dass ich mir und meiner Familie ein gutes Essen kochen kann, ohne dass das zu einem Riesentamtam für mich wird.
Darüber hinaus geht es aber noch um zwei weitere wichtige Punkte:
All das in der Sicherheit meiner eigenen Küche. Niemand schaut mir zu.
Und trotzdem bewegt sich was in mir… in die richtige Richtung.
Seit Jahresanfang habe ich ein neues Personal Project. Es heißt: Günter kocht. Jedes Monat probiere ich, ein Gericht zu kochen, nach Rezept.
Für viele ist das keine große Sache, für mich schon. Weil: Ich bin ein Anfänger in der Küche.
Und deshalb mache ich bei diesem Projekt auch ständig Anfängerfehler:
Es ist nicht angenehm, so inkompetent zu sein. Aber das muss ich aushalten (auch wenn mir das nicht leicht fällt). Denn so funktioniert Lernen: Du bist ein Anfänger und machst Anfängerfehler, bis du es nicht mehr bist und die Fehler von Fortgeschrittenen machst.
Vorausgesetzt, du bleibst dran. Und Dranbleiben ist exakt das, was ich vorhabe.
Ich werde meine Anfängerfehler einfach aussitzen.
Es ist relativ selten, dass man Menschen trifft, die klar sind in ihrer Kommunikation. Das betrifft natürlich auch Lifestyle Entrepreneure.
Der Regelfall ist Unklarheit. Das sieht man z.B. auf vielen Websites. Oder in Produktbeschreibungen. Oder an den Auftritten in den Social Media.
Warum ist das so?
Wer aber über Klarheit verfügt, besitzt damit eines der wertvollsten assets, die man im Business überhaupt nur haben kann.
Denn: Klarheit ist wahnsinnig attraktiv!
Jössasna, jetzt hast du schon wieder eine neue Mitbewerberin entdeckt!
Plötzlich war sie da, wie aus dem Nichts. Du bist zufällig im Internet auf sie gestoßen. Und sie bietet genau das an, was du auch anbietest. Oder behauptet das zumindest. Auf jeden Fall könnte sie dir Kunden wegnehmen – und das ist nicht gut.
Wie reagierst du? Zunächst mit Panik. Mit einer Mischung aus Ärger und Verzweiflung. Warum muss das Business nur so hart und ungerecht sein?
Dann versuchst du, so viel wie möglich über die neue Mitbewerberin herauszufinden. Du suchst und recherchierst. Und schließlich findest ihre Schwachpunkte, denn die hat jede*r. Und diese Schwachpunkte studierst du so lange, bis es dir wieder besser geht und du denkst: Alles wieder gut, die ist eh nicht so toll. Keine Gefahr.
So weit, so vorhersehbar. Aber was geschieht jetzt? Reicht es dir, deine neue Mitbewerberin abzuwerten und ziehst dann gedanklich weiter?
Oder wärst du bereit, für einen Moment aus dem Gefühl des Mangels in ein Gefühl der Fülle zu gehen? Wärst du bereit, dir zehn Minuten zu nehmen und dich zu fragen: Was kann ich von meiner neuen Mitbewerberin lernen? Welche Chance tut sich da gerade auf, um etwas in meinem eigenen Business besser zu machen, das ich vorher gar nicht gesehen habe? Welches Geschenk habe ich da heute bekommen?
Es liegt an dir zu entscheiden, ob die neue Mibewerberin ein Fluch oder ein Segen für dein Business ist.
Damit sich das Leben lebendig anfühlt, muss es auch ein bisschen gefährlich sein.
Man könnte sagen: Im Normalzustand lebt ein Mensch, in Gefahr aber wird er lebendig.
Gefahr bedeutet aber nicht lebensbedrohende Gefahr. Gefahr bedeutet eine gewisse Unruhe, eine Veränderungsbereitschaft, eine Neugier auf das Neue, die wir uns kultivieren sollten. Eine gewisse Spannung, die uns auf Trab hält. Diese Spannung bringt Lebendigkeit.
Ent-Spannung ist schön, aber nicht auf Dauer.
Marketing-Aktivitäten fühlen sich für viele Solopreneure anstrengend an. Aber nicht, weil die Arbeit an sich so mühsam wäre.
Anstrengend macht Marketing das Drama, das wir uns im Kopf zu unserem Marketing dazu-phantasieren. Die Reaktionen, die wir damit auslösen könnten. Die Reaktionen, die vollkommen ausbleiben könnten. Die Kritik und die Ablehnung, die wir uns einhandeln könnten.
Versuche, beim Marketing das eingebildete Drama wegzulassen oder zumindest für eine Zeit auf die Seite zu stellen.
Es wird dir leichter fallen.
Gestern habe ich meinen Chef in den Urlaub geschickt.
In letzter Zeit ist er mir schon auf die Nerven gegangen mit seinen ständigen neuen Ideen. Immer kriegt er irgendwo irgendwelche Inspirationen daher, und dann will er immer, dass alles sofort und gleichzeitig umgesetzt wird. Weil andere es auch so machen. Weil andere genau das Gegenteil machen. Weil
Ich habe auch genug gehabt von seinen ständigen Zweifeln. Sollen wir lieber so tun oder doch besser so? Zeitweise ist er herumgelaufen wie ein kopfloses Huhn und hat alle mit seinem selbstgemachten Stress angesteckt. Er war überhaupt keine Hilfe mehr in letzter Zeit.
Also habe ich, der Mitarbeiter in mir, mit dem Chef in mir ein ernstes Gespräch geführt und gesagt: Chef, geh bitte in den Urlaub. Du machst mich ganz wurlert in letzter Zeit. Mach doch bitte mal zwei Wochen Pause. Lass mich mal in Ruhe arbeiten an den Projekten, die wir uns vorgenommen haben. Lass mich einfach mal machen, ohne dass du dich ständig einmischt. Zwei Wochen, mehr verlange ich gar nicht. Wirst sehen, das wird dir gut tun. Und mir auch.
Gott sei Dank hat’s der Chef in mir eingesehen. Jetzt ist er also weg. Und der Mitarbeiter in mir kann endlich in Ruhe arbeiten. Hallelujah!