Tag#Gründungsberatung

“No Bullshit”-Beratung

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Die Idee: Ich berate dich offen und ehrlich, ohne versteckte Agenda. Ich sage, was ich mir denke, auch wenn es für dich vielleicht unbequem ist. Ich habe einzig dein Bestes im Blick und halte nicht zurück.

“No Bullshit”-Beratung ist nicht selbstverständlich, auch wenn sie es sein sollte.

Selbsternannte Experten

S

Selbsternannte “Experten” sind oft diejenigen, die noch am meisten zu lernen haben. Die Meinung mit Wissen verwechseln. Die sich ihrer Wissenslücken gar nicht bewusst sind.

Also keine Angst davor, diese selbsternannten Experten zu beraten oder zu unterrichten.

Sie werden von dir mehr lernen, als sie dachten.

Blinde Flecken

B

Auch sehr gute Unternehmensberater*innen können sich nicht selbst zu ihrem Business beraten.

Weil sie ihre blinden Flecken nicht sehen. Sie sehen das wahre Problem gar nicht, deswegen können sie es auch nicht selbst lösen.

Jeder gute Berater braucht daher selbst gute Berater, um weiterhin gut zu bleiben.

Erfolgsfaktoren, im Plural

E

Es ist nie diese eine Sache, die ein Lifestyle Business erfolgreich macht.

Es ist immer ein Gesamtkonzept.

Ein Gesamtkunstwerk. 

Wir trauen uns nicht

W

Weil das finanzielle Risiko zu groß ist.

Weil unsere Kinder unter der Selbständigkeit leiden würden.

Weil ein eigenes Unternehmen zu viel Stress bedeuten würde.

Weil ich noch so viel lernen muss.

Weil ich nicht weiß, ob ich in drei Monaten genügend Kunden haben werde.

Es ist okay. Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen für die Entscheidung, doch kein eigenes Unternehmen zu gründen.

Die Hauptsache ist, dass du eine Entscheidung triffst. Mit der Entscheidung ist dieses Kapitel für dich abgeschlossen, und es wird Platz für neue Möglichkeiten in deinem Leben.

Reden und Zuhören

R

Beides ist wichtig.

Beides ist wertvoll.

Beides hat seine Zeit.

Der Schmerz ist echt

D

Ich habe einige Künstler*innen unter meinen Kunden in der Gründungsberatung.

Besonders sie tun sich schwer mit Ablehnung und Misserfolgen. Weil in ihren Kunstwerken so viel von ihrer eigenen Persönlichkeit, von ihrem Herzblut und ihrer Weltsicht drinnen steckt, nehmen sie jede Form von Ablehnung sehr persönlich. Natürlich.

Es nützt wenig, ihnen zu versichern, dass nicht sie als Künstler*in per se oder gar sie als Mensch abgelehnt werden. Das wissen sie eh selber. Zumindest theoretisch, im Kopf.

Der Schmerz, den sie spüren, ist echt. Er lässt sich nicht wegargumentieren. Er bleibt „part of the game“, wenn man seine Kunst zum Business machen möchte.

Künstler*innen können vielleicht lernen, mit dem Schmerz der Ablehnung umzugehen. Ganz weggehen wird er jedoch nie.

Das schönste Logo

D

Ich beobachte immer wieder, wie viel Zeit Gründer*innen auf ein Logo für ihr Business verwenden. Ein Logo steht sehr häufig ganz oben auf der To-Do-List einer Gründung.

Es ist ja auch verständlich: Das Logo macht das neue Business zum ersten Mal sichtbar. Die Gründungsidee bekommt ein Gesicht, ein Bild, wird plastisch und farbig. Das ist für viele Gründer*innen ein erhebendes Gefühl.

Es ist aber auch klar, dass für die Kund*innen kaum etwas unwichtiger ist als ein Logo. Kein einziger Kunde kauft jemals wegen des Logos – und wenn es noch so schön ist.

Deshalb hat sich eine Gründer*in von mir, die demnächst einen Friseursalon eröffnet, entschieden, kein Logo zu haben. Sie hat das so ausgedrückt: “Das Logo ist die Kundin selbst.”

Ich finde das wunderbar. Weil: Es gibt wohl kein schöneres Logo auf der Welt als das Lächeln zufriedener Kund*innen.

Baustelle

B

In Wien eröffnet demnächst eine tolle neue Pizzeria. Der Gründer hat mir heute das Lokal gezeigt – mitten im Umbau, alles eine einzige Baustelle.

Der Unterschied zu anderen Gründungsprojekten ist allerdings nur, dass diese Baustelle sichtbar und handfest ist.

Alle Gründungen sind Baustellen. Manche sieht man halt nicht so deutlich.

Irritation

I

Ein bisschen Irritation bietet die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen.

Zu viel Irritation sorgt für Vermeidungsreaktionen.

Gar keine Irritation ist langweilig.

Persönliche Entwicklungen

P

Wenn man sich überlegt, warum Gründungen scheitern, dann fällt einem ein:

  • Liquiditätsprobleme.
  • Keine oder zu wenige Kunden.
  • Das Produkt war nicht gut.
  • Misslungenes Marketing.
  • Schlechte Wirtschaftslage.
  • Corona-Krise.
  • Und so weiter.

Was aber unterschätzt wird: Viele Gründungen scheitern an den Menschen hinter der Gründung. Also an den Gründern selbst. Streit im Gründerteam. Unterschiedliche Zielsetzungen. Gründer verlieren das Interesse. Persönliche Krisen wie Scheidungen oder Krankheit.

Ja, oft sind es betriebswirtschaftliche Fehler, die Unternehmen scheitern lassen.

Aber genauso oft ist es auch einfach das Leben, das sich nicht immer so entwickelt, wie wir es uns wünschen.

Länger als gedacht

L

Als Faustregel gilt für alle Gründungsprojekte: Es dauert immer länger, als gedacht.

Das bestätigt sich immer und immer und immer wieder, sogar bei kleinen Gründungsprojekten, und bei großen sowieso.

Weh dem, der das ignoriert.

Keine Konkurrenz

K

Wenn Gründer*innen mir mit leuchtenden Augen erzählen, dass Sie etwas völlig Neuartiges machen werden und dass es keine Konkurrenz gibt, reagiere ich meist skeptisch.

Es gibt keine Konkurrenz? Okay, aber warum gibt es keine Konkurrenz?

Meistens aus einem von zwei Gründen:

  1. Es ist wirklich eine völlig neue Idee, an die bisher noch überhaupt niemand gedacht hat. (Selten)
  2. Es gibt deswegen keine Konkurrenz (mehr), weil die Konkurrenz, die es gegeben hat, mit der Idee Schiffbruch erlitten hat und untergegangen ist. (Wesentlich häufiger)

Wenn es Konkurrenz gibt, ist das also ein gutes Zeichen, kein schlechtes.

Weil: Wo es Konkurrenz gibt, da gibt es auch Kunden.

Wo die Angst ist

W

Als Daumenregel gilt bei jedem Gründungsprojekt: Dort, wo die größte Angst ist, lohnt es sich, besonders gut hinzusehen.

Und: Sehr wahrscheinlich ist es so, dass genau dort, wo die größte Angst ist, der richtige Weg für dich ist.

Folge der Angst.

Unruhe

U

Es ist ganz normal, dass Gründer*innen zu verschiedenen Phasen ihres Gründungsprozesses nervös werden. Dass sie unruhig werden, weil vermeintlich zu wenig weitergeht. Dass sie zu grübeln beginnen, was alles passieren könnte, wenn…

So normal diese Unruhe ist, so wenig hilfreich ist sie auch. Die Dinge entwickeln sich deswegen nicht schneller, besser oder erfolgreicher.

Deswegen rate ich in solchen Fällen gerne: Entspannen Sie sich, soweit Sie können – und bleiben Sie trotzdem dran!

Selbstverantwortung

S

Meine Aufgabe als Berater ist es, zuzuhören, mitzudenken und jene Inputs zu geben, die mir nützlich erscheinen.

Meine Kund*innen jedoch sind es, die die Verantwortung tragen für die Fragen, für den Fokus, für das Ziel der Beratung – und auch für die Vorbereitung auf das Gespräch.

Ich kann nur liefern, was eingefordert wird.

Von Gott gegeben

V

Jesus sagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist. (Joh 6,65)

Jesus weiß, dass es Menschen gibt, die nie oder nur schwer Zugang zu ihm finden werden.

Jesus weiß, dass er niemandem helfen kann, der nicht bereit ist dazu – selbst wenn dieser Jemand die Hilfe von Jesus dringend brauchen könnte.

Jesus weiß, dass er nicht die ganze Welt auf einmal retten kann.

Warum sollte es uns Lifestyle Entrepreneuren, uns Edupreneuren, uns Beratern und Lehrerinnen anders gehen als Jesus?

Faktenangst

F

Haben auch Lifestyle Entrepreneure. Lieber nicht so genau hinsehen. Lieber nicht so genau nachfragen. Wer weiß, was da ans Licht kommen würde.

I wüüs garned wissn, zumindest ned so genau, würde Kurt Ostbahn sagen.

Wie Jansens Melkmaschine

W

Dirk Stermann berichtet von einem Autor, der seit Jahren an einem Buch schreibt. Jedes mal, wenn er nach seinem Buch gefragt wird, antwortet er: „Alles bestens. Es läuft wie Jansens Melkmaschine.“

Bis er seinem Freund einmal beichtet, wie es tatsächlich läuft:

Gar nicht. Jansens Melkmaschine ist noch nie gelaufen. Er melkt mit der Hand. Aber ihm ist es peinlich, das zuzugeben.

Dirk Stermann: Sechs Österreicher unter den ersten fünf. S. 91

Wenn man ein bisschen hinter die Fassade sieht, läuft auch das eine oder andere Lifestyle Business wie Jansens Melkmaschine.

Aber es ist halt peinlich, das zuzugeben.

Wenn es fertig ist

W

Wir Lifestyle Entrepreneure sind schnell begeistert von einer neuen Idee. Aber wir denken sie oft nicht zu Ende.

„Was soll das werden, wenn es fertig ist?“ ist eine sehr hilfreiche Frage.

Von Anfang an.