Tag#Gründungsberatung

Aha-Erlebnis-Brücken

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Etwas zu wissen und etwas zu verstehen, das ist nicht das Gleiche. Jeder Berater und jede Lehrerin wird das bestätigen können.

Anthony de Mello sagt: Der Unterschied zwischen Kenntnis und Bewusstheit ist das Aha-Erlebnis.

Oder, anders formuliert: Das Aha-Erlebnis ist die Brücke, die dich vom Wissen zum Verstehen bringt.

Negativ ist attraktiv

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In Diskussionen aller Art lässt sich folgendes interessante Phänomen feststellen:

Diejenigen, welche sich auf die negativen Aspekte konzentrieren, werden eher als smart und intellektuell wahrgenommen. Nach dem Motto: Ein Wahnsinn, an was du alles denkst!

Diejenigen, welche sich auf die positiven Aspekte konzentrieren, werden primär als naiv wahrgenommen. Nach dem Motto: Du hast halt nicht alles bedacht.

Diese Wahrnehmung hat ganz viele üble Folgeeffekte, nicht zuletzt den Überhang von negativen Kommentaren auf Social Media, sobald jemand den Mut hat, einen Gedanken oder eine Idee zur Diskussion zu stellen.

Mein Wunsch: Lassen wir uns nicht verführen von der intellektuellen Anziehungskraft der Negativität und schalten wir als default mode den positiven Blick ein.

Das ist nicht naiv. Das ignoriert nicht, dass Sachen auch schief laufen können.

Aber es beginnt damit, dass wir wertschätzen, was jetzt schon da ist.

Gründungs-Esoterik

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Yves Bellinghausen schreibt in brand eins (September 2024) einen lesenswerten Artikel über den wissenschaftlichen Unsinn, Persönlichkeitstests wie den Myer-Briggs-Typenindikator im Recruiting und im Personalmanagement einzusetzen.

In diesem Zusammenhang spricht er auch von “Management-Esoterik”:

“Esoterische Methoden liefern einfache Antworten auf komplexe Fragen und sind deshalb attraktiv für Menschen.”

Das kommt mir als Gründungsberater bekannt vor. Es gibt nämlich auch eine Gründungs-Esoterik. Dabei versuchen (nicht selten wohlmeinende) Business Coaches, angehenden Selbständigen “esoterische” Antworten auf handfeste wirtschaftliche Fragestellungen zu liefern.

Und weil wir schon dabei sind: Nein, “die richtige Positionierung” wird nicht alle deine Gründungs-Probleme lösen.

Gegründet ist schnell

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Gründen an sich ist nicht kompliziert. Es gibt ein paar behördliche ToDos, ein paar Stellen, wo man sich melden muss, aber insgesamt ist das keine Raketenwissenschaft. Das kriegt man auch alleine hin.

Aber ein Business aufzubauen, das ist schon anspruchsvoll. Das intensive Nachdenken über die Geschäftsidee, die Entwicklung eines funktionierenden Geschäftsmodells, die Umsetzung der Vision an jedem einzelnen Tag, auch wenn’s mühsam ist…

Gegründet ist schnell, aber dadurch hast du noch kein Business.

[Danke Camillo Patzl für diesen Gedanken.]

Ulf D. Posé: Führen durch Überzeugen 📙

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Dieses Buch über Kommunikation und Rhetorik aus dem Jahr 1983 ist mir bei einer Bücher-Telefonzelle in die Hände gefallen. Ganz viel darin ist überholt, einiges sogar richtiger Humbug. Aber ein paar Gedanken sind auch heute noch wertvoll — zumindest als Reminder.

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Im Wettbewerb

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Manchmal sind wir mit Anderen im Wettbewerb. Das ist auch in Ordnung.

Dann gilt es einfach besser zu sein als die Anderen. 

Willst du springen?

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Die meisten Menschen werden sich ihr ganzes Leben lang nicht selbständig machen.

Viele Menschen werden ihr ganzes Leben lang darüber reden, dass sie sich “irgendwann” selbständig machen – und es nie tun.

Unter diesen Menschen wird es einige geben, die sich nie trauen zu springen. Die nie den Mut oder die Gelegenheit finden, mit ihrem Traum Ernst zu machen.

Aber noch mehr Menschen machen sich nie selbständig (obwohl sie immer davon reden), weil sie sich insgeheim nicht eingestehen können oder wollen: Ich rede zwar immer wieder davon, weil es gut klingt und weil es eine schöne Vorstellung ist, aber… In Wahrheit werde ich nie springen. Weil ich eigentlich gar nicht springen will. Mir taugt es eh im Job.

Das ist voll okay. Wir brauchen Menschen, die gute Angestellte sind mindestens so sehr wie Menschen, die gute Unternehmer sind. Niemand muss sich selbständig machen.

Aber vielleicht wäre es eine gute Idee, damit aufzuhören, sich selbst zu belügen.

[Danke Philipp Maderthaner für diesen Gedanken.]

Erfolgsgesellschaft

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Es heißt immer wieder mal, wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Das beschäftigt mich immer wieder, z.B. da und da und da.

Unlängst habe ich einen neuen spannenden Gedanken zu diesem Thema gehört: Wir bewegen uns von einer Leistungsgesellschaft hin zu einer Erfolgsgesellschaft.

Es geht also nicht (mehr) so sehr um die Leistung, sondern um den Erfolg. Was bedeutet, dass wir zwar (immer noch) den Erfolg wollen, aber die Anstrengung, die Leistung als Weg dort hin hat nicht mehr den Stellenwert wie früher. Jede Abkürzung zum Erfolg ist uns recht, und wenn wir Erfolg haben können ganz ohne Leistung, umso besser.

Wenn diese Hypothese stimmt, dann könnten Gründungsberatung und Hochschullehre sehr spannend werden in den nächsten Jahren.

Ein Geschäftskonzept

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Eine Sammlung von einzelnen Punkten ergibt noch kein Geschäftskonzept.

Ein Geschäftskonzept, das tatsächlich eine Strategie darlegt, ist von vorne bis hinten durchdacht. Es hat einen Anfang, eine Mitte und einen Schluss. Es hat einen Spannungsbogen, und es ist nicht an einem Nachmittag hingefetzt.

Aber auch das allerbeste Geschäftskonzept hat mit einer Sammlung von einzelnen Punkten begonnen.

Sorgen verstehen

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Meine Sorgen entspringen meiner Sicht der Dinge. Es ist unwahrscheinlich, dass sie von anderen Menschen geteilt werden. (“Kommunikation ist unwahrscheinlich”, sagt Niklas Luhmann.)

Es ist genauso unwahrscheinlich, dass du die Sorgen eines Anderen wirklich verstehst. Es entsteht die Illusion des Verstehens, wenn deine und ihre Sorgen ähnlich sind. Aber ähnlich ist nicht gleich. 

Aber oft ist ähnlich gut genug.

Die besten Methoden

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Die besten Methoden sind einfach. Die Kunst ist, aus der Einfachheit die Tiefe herauszuholen. Sonst sind sie nur flach.

Das kann ein:e gute:r Berater:in.

Und das kann Keith Richards.

Ungehobene Schätze

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Wir Solopreneure haben viel mehr Potenzial in unserem Business, als wir denken.

Das Problem dabei: Wir erkennen diese Chancen nicht. Weil wir sie im wahrsten Sinne des Wortes nicht sehen. Wir nehmen diese Potenziale nicht wahr, weil wir sie für “selbstverständlich” oder “nichts Besonderes” halten – und dadurch bleiben uns vielversprechende Türen verschlossen.

Außenstehende tun sich da viel leichter. Sie sehen das Offensichtliche. Und wenn Außenstehende uns das großzügige Geschenk machen und uns auf das Offensichtliche hinweisen, dann können wir es auch sehen. Dann fällt es uns wie Schuppen von den Augen.

Das Gold liegt sprichwörtlich auf der Straße. Aber wir brauchen Andere dazu, um es zu sehen.

Auf uns allein gestellt, laufen wir selbst am größten Goldbarren vorbei.

Ärzte aller Art

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Es gibt die Kassenärzte. Die sind eh okay. Vielleicht ein bisschen überlastet, vielleicht ein bisschen weniger Zeit oder Interesse, als du gerne hättest. Aber wahrscheinlich bekommst du eine richtige Diagnose. Auf jeden Fall zahlst du nichts (oder nicht viel).

Dann gibt es die Wahlärzte. Die nehmen sich Zeit, bis alle deine Fragen beantwortet sind. Die tun mehr, als notwendig. Dafür kostet es aber auch (deutlich) mehr.

Und schließlich gibt es die “Alternativmediziner”. Die sind eigentlich gar keine Ärzte. Aber sie behaupten trotzdem, dass sie dir helfen können. Ihre Herangehensweise ist mitunter eigenartig, aber manchmal gelingt es ihnen tatsächlich, die Probleme ihrer Patientnen zu lösen. Es ist halt ein bisschen Glückssache. Und manchmal geht gewaltig was schief.

Alles hat seine Berechtigung, und jeder Arzt findet seine Patienten. Wichtig ist nur, dass Ärzte und ihre Patienten wissen, worauf sie sich miteinander einlassen.

[Und, falls es nicht offensichtlich ist: Was für Ärzte gilt, gilt genauso sehr für Gründungsberater und ihre Gründer.]

Gründungsfehler

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Kein Gründungsberater der Welt kann dir garantieren, dass dein Business dauerhaft erfolgreich sein wird. Diese Glaskugel wurde noch nicht erfunden.

Aber: Laut einer aktuellen Studie des KSV war 2023 jede fünfte Insolvenz in Österreich auf Gründungsfehler zurückzuführen – also auf fehlendes branchenspezifisches oder betriebswirtschaftliches Know-how (11,2 %), auf ein Fehlen jedweder Eignung, ein Unternehmen zu gründen (4,8 %) oder auf zu wenig Eigenkapital (4,5 %). 

Diese Fehler wird dir ein guter Gründungsberater zu vermeiden helfen.

Und sofort hast du die Erfolgsaussichten deines Business um 20 % erhöht.

Abkürzungen

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Wenn dir ein Gründungs- oder Unternehmensberater eine Abkürzung (für deinen Business-Erfolg) verspricht, dann kannst du dich an folgende Faustregel halten:

Was kurzfristig aussieht wie eine Abkürzung, ist langfristig wahrscheinlich ein Umweg.

Was kurzfristig aussieht wie ein Umweg, ist langfristig wahrscheinlich eine Abkürzung.

Paradoxe Beziehung

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In gewisser Weise ist die Beziehung zwischen einem Solopreneur und einem Gründungs- bzw. Unternehmensberater paradox.

Gerade, wenn der Solopreneur den Input am nötigsten hätte, ist die Hürde, den Berater zu kontaktieren, am höchsten.

Leiwand wäre, wenn sich der Berater in diesem Moment von selber melden könnte.

Elefanten reiten

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Andrew Wilkinson sagt: Mit Menschen zu arbeiten ist sind wie einen Elefanten zu reiten. 

Elefanten sind groß und schwerfällig, und sie bewegen sich in die Richtung, die sie sich in den Kopf gesetzt haben. Ja, man kann ihnen hier und da mal eine Erdnuss hinhalten, damit sie für einen Moment das tun, was man von ihnen will. Aber dann werden sie ihren gewohnten Trott wieder fortsetzen, egal wie sehr man ihnen zuredet oder wie viel man ihnen droht.

Auch Menschen sind wie Elefanten: Sie sind schwerfällig, und sie verändern sich im Grunde nicht. Du kannst versuchen, sie hier und da mal mit einem guten Argument oder mit einem Hinweis zur rechten Zeit zu beeinflussen, aber:

Menschen sind, wie sie sind, und sie werden machen, was sie sich einbilden.

Ein guter Coach (2)

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Niemand, der im (Online-)Business erfolgreich ist, hat es ohne Hilfe von außen geschafft. 

Du brauchst den Blick von außen – sowohl um overconfidence zu entlarven, als auch um eingebildete Defizite aufzulösen. 

Das kriegst du allein nicht hin, so selbstreflektiert kannst du gar nicht sein.

Ein guter Coach (1)

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Du brauchst jemanden, die es als ihre Aufgabe sieht, dich zu unterstützen.

Ein guter Coach arbeitet für dich. Er ist dein Mitstreiter und hat daneben überhaupt keine Eigeninteressen, keine eigene Agenda. 

Ein guter Coach ist ein professioneller Unterstützer. Für einen bestimmten Zeitrahmen, vielleicht für einen knappen Zeitrahmen, ist sie voll und ganz für dich da.

Ein guter Coach, das ist keine Mastermind-Gruppe. 

Hybride Unternehmen (1)

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Ein “Hybrides Unternehmen” ist ein Konzept, in dem du als Selbständiger gleichzeitig eine Anstellung hast. Du versuchst, die Vorteile beider Welten zu nutzen und eine optimale Balance zwischen Selbständigkeit und traditioneller Beschäftigung zu finden. 

Hybride Unternehmen haben einen ganz klaren Vorteil: Sie ermöglichen es, die finanzielle Stabilität einer Anstellung mit der Freiheit und den Wachstumschancen der Selbständigkeit zu kombinieren.

Aber aus meiner Erfahrung als Gründungsberater weiß ich auch, dass sie wahrscheinlich die herausforderndste Form der Gründung überhaupt sind. Denn wir kombinieren nicht nur die Vorteile der beiden Welten, sondern auch deren Nachteile.

Deshalb: Wenn du ein Hybrides Unternehmen vor hast: Bitte, in Gottes Namen, lass dir dabei helfen!