Tag#LifestyleBusiness

Der Selfcare-Imperativ

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Unlängst bei mir selbst beobachtet:

Selfcare ist wichtig, besonders für Solopreneur:innen. Weil wir haben ja nur uns, und wer soll denn bitte unser Business führen, wenn nicht wir selbst? Deswegen müssen wir fit und gesund sein, und dafür tragen wir selbst die Verantwortung. Wird uns ja auch immer wieder so gesagt.

Diese oft gut gemeinten Hinweise, auf Selfcare zu achten, sich nicht zu überarbeiten, rechtzeitig und regelmäßig Pausen zu machen usw., haben bei mir zu einem paradoxen Effekt geführt: Aus Sorge, dass ich sonst irgendein mögliches Burnout “übersehe”, mache ich vorsorglich Urlaub, obwohl es mir im Moment rundum gut geht.

Nichts gegen Urlaub, und nichts gegen Urlaub, wenn man nicht schon am Zahnfleisch daher geht. Alles gut. Für Urlaub gibt es keinen “falschen” Zeitpunkt.

Aber meinem eigenen Gefühl über mein derzeitiges Wohlbefinden nicht mehr zu vertrauen, ist Selfcare, die über das Ziel hinausschießt.

Weisheit und Mut

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Beides braucht es in jeder Beziehung – und bei jeder Unternehmung. 

Weisheit, um kluge Entscheidungen zu treffen.

Mut, um diese Entscheidenden umzusetzen und durchzuhalten.

[Danke für diesen schönen Gedanken, Sarah Spiekermann!]

Aufruf zum Gestalten

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Eine Selbständigkeit ist, wie alles im Leben, nicht vorhersehbar.

Aber sie ist gestaltbar.

In diesem Gestaltungsspielraum liegt unsere Chance für unternehmerisches Denken und Handeln.

Und diese Chance sind wir aufgerufen zu nutzen — zum Wohle unserer Kund:innen, und damit letztlich auch für unseren eigenen Erfolg.

[Danke Götz Werner für diese Gedanken.]

Die Mühen der Ebene

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Wir sprechen nicht viel über die Misserfolge im Business.

Ja, es gibt die Fuckup Nights. Die sind gut und wichtig. Aber da wird über die spektakulären Misserfolge gesprochen, weil die spannend sind.

Die Mühen der Ebene jedoch, wenn scheinbar nichts weitergeht, wenn alle Bemühungen im Sand zu verlaufen scheinen, wenn die Oase des Erfolgs noch nicht mal in Sichtweite ist – darüber wird sehr selten gesprochen. Weil die Mühen der Ebene sehr unspektakulär sind. Es gibt kein Drama, das eine Schlagzeile hergeben würde.

Aber jedes Mal, wenn ich mit Lifestyle Entrepreneur:innen über die Mühen der Ebene spreche, ist sofort Kopfnicken und Zustimmung. Weil wir alle dieses Gefühl kennen.

Und trotzdem glauben wir oft, wir sind allein auf dem Weg durch die Wüste.

Seth Godin: Graceful (2011) 📙

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“Long after people forget the details, they’ll remember your kindness.” Seth Godins kurzes Büchlein ist ein Beitrag dazu, was es bedeuten könnte, in einer “Kindness Economy” zu arbeiten und zu leben. Super!

(mehr …)

Wir wollen frei sein

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Lifestyle Entrepreneure streben in erster Linie nach Freiheit.

Es dreht sich immer um die Freiheit, aber in verschiedenen Formen und Ausprägungen. Freiheit und immer wieder Freiheit.

Das Streben nach größtmöglicher Freiheit ist das verbindende Element aller Lifestyle Entrepreneure, so unterschiedlich sie sonst auch sein mögen

Das Spielfeld abstecken

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Du brauchst dich nicht um alles kümmern. Du bist nicht für alle(s) zuständig.

Wähle weise!

Wie Marketing funktioniert

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Einer der schönsten Aspekte am Marketing: Es gibt ganz, ganz viele verschiedene Wege zum Erfolg.

Aber eines haben die verschiedenen Wege gemeinsam: Es muss wirklich leiwand gemacht sein, und du musst den eingeschlagenen Weg durchhalten.

Meine bittere Erkenntnis: An der ersten Voraussetzung scheitern viele Solopreneur:innen, und an der zweiten scheitert dann der Rest.

Leidenschaft und Geduld, mehr braucht es im Marketing nicht. Aber auch nicht weniger.

Klare Abgrenzung

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Eine Kundin, die dir genau sagen kann, warum dein Angebot nicht passt für sie, ist mindestens so wertvoll wie ein Kunde, für den dein Angebot passt wie die sprichwörtliche Faust auf’s Auge.

Wir definieren unser Business nämlich nicht nur über unsere Wunschkund:innen (= unsere Fans), sondern auch anhand der Personen, die wir niemals als unsere Kund:innen gewinnen werden (= die Fans unserer Konkurrenz).

Nehmen Sie Hilfe an!

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Das sagte einmal unser Nachbar zu uns.

Nicht als Frage formuliert wie „Kann ich Ihnen helfen?”

Sondern als Aufforderung: “Lassen Sie sich helfen!”

Meine geliebten Ideen

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Ich mag meine Ideen. Manchmal bin ich sogar in sie verliebt.

Es bereitet mir regelmäßig Schmerzen, wenn mir bewusst wird, dass ich nicht jede meiner geliebten Ideen umsetzen können werde. Dafür ist mein Leben schlicht zu kurz.

Mache meiner Ideen lasse ich los, aber die meisten halte ich fest. In der Hoffnung, dass sich irgendwann doch noch irgendwo ein Zeitfenster für sie auftun wird.

Die Hoffnung ist meist vergebens. Aber wie jedem Menschen fällt es mir schwer, das aufzugeben, was man liebt.

Wäschewaschen

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Social Media “is like doing laundry”, sagt Andréa Jones. “You do it every day, and there’s always more laundry to do.”

Es gibt kein Ende. Es gibt kein Entkommen. Auch nicht, wenn du auf Urlaub bist.

Daher: Wenn du Social-Media-Marketing machst, dann hab besser Spaß am Wäschewaschen.

Das Hobby zum Beruf

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Eine Warnung von Seth Godin an alle Gründer:innen:

“Hobbies are great. Hobbies help make us more human.”
Aber:

„Don‘t sell your hobbies! Do your hobbies for you.“

Ich kann das aus meiner Erfahrung als Gründungsberater bestätigen: Hobbys verlieren schnell an Freude und Leichtigkeit, wenn man sie mit Umsatzdruck belädt.

Und damit ist keinem gedient – weder dir noch deinem Hobby.

Das Wirtschaftlichkeitsprinzip

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Das Wirtschaftlichkeitsprinzip ist ein grundlegender Gedanke in der Betriebswirtschaftslehre: Mit möglichst wenig Geld oder Mühe möglichst viel erreichen.

So werden Unternehmen erfolgreich.

Nach diesem Prinzip funktioniert auch unser gesamtes Wirtschaftssystem, die Marktwirtschaft. Und auch die “Philosophie” dahinter, der Kapitalismus, folgt diesem Prinzip

Im falschen Kontext verwendet, richtet das Wirtschaftlichkeitsprinzip aber großen Schaden an – z.B. in Politik, Bildung oder Kunst. Man muss extrem aufpassen, wenn man versucht, einen Staat, eine Schule oder ein Theater wie einen “Betrieb” nach wirtschaftlichen Kriterien zu führen. Meistens hat das zahlreiche unerwünschte Nebeneffekte.

Aber das wertet das Wirtschaftlichkeitsprinzip im richtigen Kontext nicht ab. Und wir Solopreneure sind in der Verantwortung, uns damit auseinandersetzen.

Denn Hobbys unterliegen nicht dem Wirtschaftsprinzip – ein Business hingegen schon.

Wehleidigkeiten

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Es gibt einen Unterschied zwischen Bedürfnissen und Befindlichkeiten.

Deine Bedürfnisse, die nimm ernst. Achte gut auf dich.

Aber deine Befindlichkeiten (die oft nichts Anderes sind als Selbstmitleid), die verstellen dir nur den Weg zu deinen Kund:innen – und damit zu deinem Erfolg. 

Viel zu viele

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Viel zu viele Solopreneur:innen führen ihr Business, ohne dass sie auch nur die grundlegendsten betriebswirtschaftlichen Kenntnisse haben.

Viel zu viele Solopreneur:innen führen ihr Business alleine aufgrund ihres Bauchgefühls, nicht abgesichert mit rationalen wirtschaftlichen Überlegungen.

Viel zu viele Solopreneur:innen führt dieser Umstand ins Verderben.

Der Selbstbetrug der Solopreneure

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Spannender (und beunruhigender) Gedanke von Felix Klopotek aus dem Buch “Zonen der Selbstoptimierung” zum Thema “der Selbstbetrug der Solopreneur:innen”:

Die Kreative, der alles auf die gute Kommunikation ankommt, redet sich nicht nur ihr austauschbares Rädchen-Dasein schön, sie weiß noch nicht einmal, an welcher Stelle in der Megamaschine Kapital sie sich dreht.

Diesem Gedanken folgend, müssen wir als Solopreneure akzeptieren, dass wir in Wirklichkeit nur ein sehr kleines Rädchen in einer ganz großen Maschine sind, die sich Kapitalismus nennt. Wir können uns zwar einbilden, dass wir uns durch unsere Selbständigkeit individuelle Freiheiten schaffen, aber diese Freiheiten sind klar umgrenzt.

Oder, anders formuliert: Diese Freiheiten werden dem individuellen Solopreneur zugestanden, damit er seine Rolle im Gesamtsystem optimal erfüllen kann. Und wenn er diese Rolle nicht (mehr) erfüllt, dann ist er auch die verdient geglaubten Freiheiten los.

Solche Gedanken hören wir Solopreneure nicht sehr gern. Sie beunruhigen. Sie legen uns nahe, dass wir vielleicht sehr naiv sind. Da hören wir lieber weg.

Und dennoch: Ich finde, dass es gut tut, sich mit dieser Sichtweise auseinanderzusetzen. Weil es den Blick auf das Ganze vervollständigt.

Ertragsmechanik

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Die Ertragsmechanik ist der Herzschlag deines Geschäftsmodells – der Rhythmus, der bestimmt, wann, wie viel und wodurch Geld in deine Kasse kommt. Es geht also um die Frage, wie du deinen Kund:innen den Wert, den du schaffst, in Rechnung stellst.

Die Ertragsmechanik ist entscheidend, weil sie bestimmt, ob dein Geschäftsmodell wirtschaftlich tragfähig ist.

Also: Ob du nur Applaus bekommst oder auch Gagen