Tag#LifestyleBusiness

Immer wieder einladen

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Was machst du, wenn du deinen Arbeitskollegen schon dreimal eingeladen hast, dich mal daheim zu besuchen oder zu einem Abendessen vorbeizukommen – und dein Arbeitskollege ist dieser Einladung bei keinem Mal gefolgt. Immer ist irgendwas dazwischen gekommen, nie hat es gepasst.

Wirst du ihn noch ein viertes Mal einladen? Oder sagst du dir: Jetzt habe ich ihn eh schon dreimal eingeladen, jetzt ist er dran. Er soll sich selber melden, wenn’s ihm irgendwann mal passt. Oder sonst soll er es halt bleiben lassen.

Früher oder später geben wir das Einladen auf. Wir wollen ihm ja nicht auf die Nerven gehen. Und wir sind uns zu schade dafür, immer wieder eine Abfuhr zu bekommen.

Genau hier liegt einer der schwierigsten Herausforderungen, wenn wir uns selbständig machen.

In der Selbständigkeit sind wir nämlich aufgefordert, unsere potenziellen Kund*innen immer und immer und immer wieder einzuladen, mit uns zusammenzuarbeiten. Nicht dreimal, nicht dreißigmal, sondern dreihundertmal.

Wir müssen lernen, die Ablehnungen und dem Nicht-Folgen unserer Einladungen nicht persönlich zu nehmen, sondern darauf zu vertrauen, dass es irgendwann schon passen wird.

Und bis es soweit ist, sprechen wir unsere Einladungen aus. Immer und immer und immer wieder.

Günter kocht (2)

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Das Personal Project “Günter kocht” hat eine hidden agenda.

Ja, es geht natürlich darum, dass ich kochen lerne. Dass ich mir und meiner Familie ein gutes Essen kochen kann, ohne dass das zu einem Riesentamtam für mich wird.

Darüber hinaus geht es aber noch um zwei weitere wichtige Punkte:

  1. Ich will meine Inkompetenz normalisieren.
  2. Ich will üben, mutig zu sein, indem ich Dinge ausprobiere, die ich noch nie gemacht habe.

All das in der Sicherheit meiner eigenen Küche. Niemand schaut mir zu.

Und trotzdem bewegt sich was in mir… in die richtige Richtung.

Fehlende Klarheit

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Es ist relativ selten, dass man Menschen trifft, die klar sind in ihrer Kommunikation. Das betrifft natürlich auch Lifestyle Entrepreneure.

Der Regelfall ist Unklarheit. Das sieht man z.B. auf vielen Websites. Oder in Produktbeschreibungen. Oder an den Auftritten in den Social Media.

Warum ist das so?

  • Klarheit entsteht nicht einfach so, sondern Klarheit muss man sich erarbeiten. Sie fällt einem nicht zu, sondern der Weg zur Klarheit ist anstrengend.
  • Klarheit braucht Entscheidungen. Wer notwendige Entscheidungen vor sich her schiebt, kann nicht klar sein.
  • Klarheit braucht Mut. Nämlich den Mut, diese Klarheit gegen Widerstände zu verteidigen – nicht zuletzt gegen Widerstände aus dem engsten Umfeld.

Wer aber über Klarheit verfügt, besitzt damit eines der wertvollsten assets, die man im Business überhaupt nur haben kann.

Denn: Klarheit ist wahnsinnig attraktiv!

Die neue Mitbewerberin

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Jössasna, jetzt hast du schon wieder eine neue Mitbewerberin entdeckt!

Plötzlich war sie da, wie aus dem Nichts. Du bist zufällig im Internet auf sie gestoßen. Und sie bietet genau das an, was du auch anbietest. Oder behauptet das zumindest. Auf jeden Fall könnte sie dir Kunden wegnehmen – und das ist nicht gut.

Wie reagierst du? Zunächst mit Panik. Mit einer Mischung aus Ärger und Verzweiflung. Warum muss das Business nur so hart und ungerecht sein?

Dann versuchst du, so viel wie möglich über die neue Mitbewerberin herauszufinden. Du suchst und recherchierst. Und schließlich findest ihre Schwachpunkte, denn die hat jede*r. Und diese Schwachpunkte studierst du so lange, bis es dir wieder besser geht und du denkst: Alles wieder gut, die ist eh nicht so toll. Keine Gefahr.

So weit, so vorhersehbar. Aber was geschieht jetzt? Reicht es dir, deine neue Mitbewerberin abzuwerten und ziehst dann gedanklich weiter?

Oder wärst du bereit, für einen Moment aus dem Gefühl des Mangels in ein Gefühl der Fülle zu gehen? Wärst du bereit, dir zehn Minuten zu nehmen und dich zu fragen: Was kann ich von meiner neuen Mitbewerberin lernen? Welche Chance tut sich da gerade auf, um etwas in meinem eigenen Business besser zu machen, das ich vorher gar nicht gesehen habe? Welches Geschenk habe ich da heute bekommen?

Es liegt an dir zu entscheiden, ob die neue Mibewerberin ein Fluch oder ein Segen für dein Business ist.

Drama im Kopf

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Marketing-Aktivitäten fühlen sich für viele Solopreneure anstrengend an. Aber nicht, weil die Arbeit an sich so mühsam wäre.

Anstrengend macht Marketing das Drama, das wir uns im Kopf zu unserem Marketing dazu-phantasieren. Die Reaktionen, die wir damit auslösen könnten. Die Reaktionen, die vollkommen ausbleiben könnten. Die Kritik und die Ablehnung, die wir uns einhandeln könnten.

Versuche, beim Marketing das eingebildete Drama wegzulassen oder zumindest für eine Zeit auf die Seite zu stellen.

Es wird dir leichter fallen.

Chef auf Urlaub

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Gestern habe ich meinen Chef in den Urlaub geschickt.

In letzter Zeit ist er mir schon auf die Nerven gegangen mit seinen ständigen neuen Ideen. Immer kriegt er irgendwo irgendwelche Inspirationen daher, und dann will er immer, dass alles sofort und gleichzeitig umgesetzt wird. Weil andere es auch so machen. Weil andere genau das Gegenteil machen. Weil

Ich habe auch genug gehabt von seinen ständigen Zweifeln. Sollen wir lieber so tun oder doch besser so? Zeitweise ist er herumgelaufen wie ein kopfloses Huhn und hat alle mit seinem selbstgemachten Stress angesteckt. Er war überhaupt keine Hilfe mehr in letzter Zeit.

Also habe ich, der Mitarbeiter in mir, mit dem Chef in mir ein ernstes Gespräch geführt und gesagt: Chef, geh bitte in den Urlaub. Du machst mich ganz wurlert in letzter Zeit. Mach doch bitte mal zwei Wochen Pause. Lass mich mal in Ruhe arbeiten an den Projekten, die wir uns vorgenommen haben. Lass mich einfach mal machen, ohne dass du dich ständig einmischt. Zwei Wochen, mehr verlange ich gar nicht. Wirst sehen, das wird dir gut tun. Und mir auch.

Gott sei Dank hat’s der Chef in mir eingesehen. Jetzt ist er also weg. Und der Mitarbeiter in mir kann endlich in Ruhe arbeiten. Hallelujah!

Vorauskasse

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Wenn es dir nur irgendwie möglich ist, dann verlange Vorauskasse für deine Leistungen. Und zwar konsequent. Mach keine Ausnahmen!

Du ersparst dir ganz viel Kopfweh im Nachhinein, wenn die Bezahlung schon erledigt ist. Es gibt nicht viel was Mühsameres in einem Lifestyle Business, als nicht bezahlten Rechnungen nachzuwassern.

Ja, es kann schon sein, dass vereinzelt jemand damit nicht einverstanden ist und du diesen Auftrag deshalb nicht bekommst. Aber ich verrate dir ein Geheimnis: Das sind genau die Typen, denen du hättest nachwassern müssen, wenn du den Auftrag bekommen hättest. Und solche Kunden willst du gar nicht haben. Denn: Nicht jeder Kunde ist auch ein guter Kunde.

Vorauskasse for the win!

Designsünden

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Manchmal sehe ich ein Buch-Cover oder ein Website-Design oder ein Foto und denke mir: Sag, sieht denn der nicht, dass das ur schiach ist?

Es stimmt schon: Geschmäcker sind verschieden. Und dennoch glaube ich, dass es bestimmte universelle Design-Regeln gibt, die weitgehend unstrittig sind. Wer dagegen verstößt, produziert schiache Sachen.

Das Tragische dabei: Wahrscheinlich sieht es derjenige wirklich nicht. Die meisten von uns sind ja keine Profi-Designer. Und so haben wir unsere blinden Flecken, die uns beim besten Willen nicht auffallen.

Was aber auch sein kann: Derjenige sieht sehr wohl, dass es schiach ist, hat aber nicht die Fähigkeiten oder das Know-How, um es schöner zu machen. Er muss mit der Designsünde leben, weil er es nicht besser zusammenbringt.

Das ist sogar noch tragischer. Weil so jemandem könnte von einem echten Experten rasch und unkompliziert geholfen werden.

Bellezza

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Das italienische Wort für Schönheit.

Salvatore, ein Jugend-Coach aus Italien, sagt, er legt Wert darauf, dass in seiner Arbeit mit den Jugendlichen bellezza wirkt. Dass etwas Schönes herauskommt. Schönheit des Resultats, aber auch Schönheit im Arbeiten selbst, im Prozess. 

Bellezza kann es in jedem Bereich des Lebens geben.

Was, wenn wir bellezza öfter mal zum Ideal unserer Arbeit machen würden?

Zeitrechnung für Gründer

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Eine Gründung geht relativ schnell.

Aber das Sich-Selbständig-Machen… Das ist eine Lebensaufgabe!

Bruce Judson: Go It Alone (2004) 📙

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Die Idee von “Go It Alone” ist einfach: Du kannst ganz alleine ein profitables Geschäft aufbauen, ohne Mitarbeiter, Kredite oder Venture-Capital-Finanzierung. Und: Dein neues Geschäft muss nicht „klein“ sein. Mit etwas klugem Nachdenken und vorausschauender Planung gibt es kein Limit für deinen geschäftlichen Erfolg.

(mehr …)

Preis-Bevormundung

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Relativ oft erlebe ich es, dass besonders Gründer*innen, die sehr emphatisch und beziehungsorientiert sind, ziemlich strugglen bei der Preisfindung.

Ein Gedanke, der sie besonders beschäftigt: Was, wenn ich zu teuer bin und damit die Kunden, die meine Hilfe am meisten brauchen würden, sich meine Angebote dann nicht mehr leisten können?

Grundsätzlich ist es ja löblich, sich solche Gedanken zu machen und zu hinterfragen, wie sich die Preisstrategie auf die Zielgruppe auswirkt. So weit, so gut.

Das Problem beginnt hier: In dem Moment, wo wir annehmen, dass sich ein bestimmter Kunde unser Angebot nicht leisten kann, dann nehmen wir diesem Kunden seine Selbstbestimmung. Wir sind es, die diesem Kunden unterstellen: Ui, das wirst du dir wahrscheinlich nicht leisten können!

Wer sind wir denn, dass wir besser wissen als unsere Kunden, was sie sich leisten wollen und was nicht?

Biete dein Angebot zum regulären Preis an und überlass deinem Kunden die Entscheidung, ob ihnen dieses Angebot den Preis wert ist oder nicht.

Aber lass die Entscheidungsmacht dort, wo sie hingehört.

Wunder gescheh’n – nicht

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Du kannst davon ausgehen, dass kein Wunder geschehen wird. Wunder passieren ausgesprochen selten – sonst wären es ja keine Wunder.

Stell dich lieber ein auf einen Marsch durch die Wüste. Es wird anstrengend. Tagelang wirst du einen Schritt vor den anderen setzen, und du wirst keinen Fortschritt erkennen. Es wird Tage geben, da möchtest du lieber umkehren – oder überhaupt aufgeben.

Auch auf dem Marsch durch die Wüste werden keine Wunder passieren.

Aber von Zeit zu Zeit wirst du in eine Oase kommen. Und dafür lohnt sich der Weg.

Der Leidensweg

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Wir haben zwei Möglichkeiten, mit einer Situation umzugehen: Akzeptieren oder verändern.

Wir wählen aber meistens die dritte Option: Wir leiden.

[Danke Marcel Clementi für diesen Gedanken.]

Freischwimmen

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In der ersten Zeit nach der Gründung ist man als Solopreneur schnell mal überfordert. Es gibt viel aufzubauen, viel zu erledigen, viel zu lernen. Vieles muss man zum allerersten Mal machen, und es fehlen Routine und Routinen.

Aber das ist nur eine Phase. Das geht vorbei. Irgendwann wird dieser ganze Wahnsinn normal, und wir denken nicht mal mehr groß darüber nach.

Irgendwann hat jeder Gründer schwimmen gelernt” , sagt Frank Probst.

Dauerschuldverhältnisse

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Vulgo: Abos

Es werden immer mehr, und sie greifen um sich. Auch in meinem Business, auch in unserem Haushalt.

Und wenn man sie nicht regelmäßig im Auge hat, dann beginnen die Abos zu wuchern. Dann sammeln sich Mitgliedsbeiträge, Lizenzen, Monats- und Jahresgebühren etc. an, die man eigentlich gar nicht mehr braucht.

Und dann heißt es: Zurückstutzen – und zwar radikal. Von unnötigem Ballast trennen. Ressourcen frei machen für sinnvollere Investitionen.

Zweimal im Jahr gehe ich die Liste mit meinen Abos durch und entscheide: Was darf bleiben, was kann weg? Und was weg kann, wird sofort gekündigt. Damit ich nicht irgendeine Frist übersehe und das Abo noch ein Jahr an der Backe habe.

Heute ist wieder so ein Tag. Ich habe meine Abo-Heckenschere schon neben mir liegen.

Härter werd’n

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Unlängst ist dieser 25 Jahre alte STS-Song zufällig auf meine Playlist gerutscht. Darin singt Günter Timischl:

Der Rock’n’Roll muass gschwaßt sein und da gibt’s nur ans: Härter werd’n!

Ich denke, was für den Rock’n’Roll gilt, gilt auch für die Selbständigkeit als Lifestyle Entrepreneur: Wenn du in die Arena steigst, wenn du das Spielfeld betrittst, wenn du dich darauf einlässt, dann musst du dich auch ganz darauf einlassen.

Mit Halbherzigkeit wirst du nichts erreichen. Und wenn du noch halbherzig unterwegs bist, dann gibt’s nur eins: Härter werd’n!

Das Angebot auch verkaufen

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Du hast ein Angebot auf deiner Website stehen. Endlich, denn du hast eh wochenlang daran herumgedoktert. Die Texte optimiert, passende Bilder gesucht und wieder ausgetauscht, dir tausend Gedanken gemacht über den richtigen Preis.

Und dann kommt er tatsächlich, der langersehnte Moment, wo ein potenzieller Kunde dir eine Nachricht schreibt und Interessen an einer Zusammenarbeit mit dir ausdrückt.

Und was tust du? Du verkaufst nicht dein Angebot auf der Website, sondern du bastelst an einer Sonderlösung. Weil dieser Kunde so ein spezieller Kunde ist. Weil du ihn mit dem Standard-Preis nicht verschrecken willst. Weil du ihm einen Rabatt geben willst, um den er gar nicht gefragt hat.

Was ist da los? Warum stehst du nicht zu seinem Angebot, in das so viele Gedanken und so viel Herzblut geflossen sind?

Was braucht es (noch), damit du dein Angebot auch “stehen” kannst?