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Content Marketing ist nicht alles

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Wenn man sich die Online-Business-Bubble so anschaut, dann entsteht leicht der Eindruck, dass Content Marketing der einzig richtige Weg ist, um zu Kunden zu kommen. Social Media, Blog, Website, Podcast, YouTube etc. scheinen alternativlos.

Dabei gibt es noch viele andere Formen von Marketing, die genauso gut und genauso möglich sind. Schau dir mal die großen Unternehmen an: Die machen auch nicht nur Content Marketing, sondern setzen auch auf andere Pferde. Viele Unternehmen machen gar kein Content Marketing, und es funktioniert für sie bestens!

Eine Form von Marketing, die für uns Solopreneure besonders effektiv ist, die wir aber meistens nur erbärmlich beherrschen: Empfehlungsmarketing. Unvergleichbar effektiv, selten gut gemacht.

Wenn du also wieder mal vor der Frage stehst: Was soll ich bloß wieder posten?, dann wäre es unter Umständen besser, dich hinzusetzen und dir in 20 Minuten zu überlegen: Wie kann ich meine bestehenden Kunden und Kontakte aktiv um Empfehlungen fragen? Wie könnte eine planvolle Strategie aussehen? Was wäre möglich, wenn ich das richtig, richtig gut mache?

Die wahre Kunst

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Für alle, die sich gerade Ziele für 2024 zurechtlegen:

Dinge haben zu wollen, ist keine Kunst. 

Die wahre Kunst ist es, die Arbeit und die Konsequenz reinzulegen, die es braucht, um diese Dinge zu erreichen.

Das Spiel entscheidet sich daher nicht im Jänner beim Ziele-Setzen, sondern irgendwann im Juni oder so, wo man merkt: Jössas, das ist ja viel mühsamer als gedacht.

Also überleg dir jetzt, im Jänner, schon mal: Was wirst du in der Situation tun? Welche Geschichte wirst du dir dann erzählen? Und: Ist dein Ziel stark genug, um die Mühen der Ebene zu überstehen?

Exzellentes Management

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Eine gute Geschäftsidee verdient ein gutes Management.

Exzellentes Management kann die Welt verändern.

KI, ein strategisches Thema

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Ich denke, dass viele Österreicher*innen die Auswirkungen von Generative AI (also ChatGPT, Perplexity, Claude etc.) vollkommen unterschätzen.

Einer aktuellen Studie zufolge nutzen gerade mal 18 Prozent der Österreicher*innen ChatGPT oder haben es bereits benutzt. Je jünger, desto mehr. In meiner Altersgruppe sind es 22 Prozent.

Das bedeutet, optimistisch geschätzt, dass sich nur rund jede*r vierte Gründungsberater*in und nur jeder vierte Solo-Selbständige überhaupt jemals mit ChatGPT und Co. auseinander gesetzt hat. Und ich traue mich sagen: Kaum jemand davon hat kapiert, wie tiefgreifend die Veränderungen sein werden, die da auf die Gründerszene und die Arbeitswelt der Solopreneure zukommen.

Ich bin sicher: Das ist nicht nur ein Hype, der vorbei gehen wird wie Metaverse und NFT. Generative AI wird alles verändern!

Ich habe Künstliche Intelligenz deshalb zu einem zentralen strategischen Thema für mein Business im Jahr 2024 ausgerufen. Denn mir ist klar geworden:

  • Durch KI wird sich die Natur meines Jobs als Gründungsberater verändern!
  • Durch KI wird sich die Natur meiner Arbeit als EPU verändern!

Das sind keine kosmetischen Änderungen. Hier geht es an die Substanz!

Pfeif drauf!

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Manchmal ist die beste Lösung eines Problems, das Problem nicht zu lösen.

Einfach zu sagen: Geh, pfeif doch drauf!

Wir müssen sehr genau aufpassen, ob ein Drauf-Pfeifen das Problem auch tatsächlich löst. Ob ein Drauf-Pfeifen eine legitime Lösung für das Problem ist. Denn: Längst nicht jedes Problem ist für’s Drauf-Pfeifen geeignet.

Aber mehr, als wir mitunter denken.

Das heiße Eisen schmieden

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Es gibt Zeiten, da läuft es in unserem Business rund. Da haben wir Schwung, da sprühen wir vor Freude und Kreativität. Alles geht leicht, und das wirkt auch auf unsere Umgebung anziehend. Wir stecken andere Menschen mit unserer Begeisterung an und können so (scheinbar mit Leichtigkeit) neue Kund*innen gewinnen.

Und dann gibt es Zeiten, da ist der Wurm drin. Da strengen wir uns an, da bemühen wir uns nach Leibeskräften, aber der Output ist dürftig. Wir scheinen festzustecken. Die Kund*innen kommen nicht daher, und Zweifel schleichen sich ein, ob das alles die viele Mühe überhaupt wert ist. Nichts Neues wächst, sondern alles stagniert.

Wenn wir uns in einer Hoch-Phase befinden, dann müssen wir das nach besten Kräften ausnutzen. Mit Rückenwind kommt man weiter, und deswegen sollten wir versuchen, in diesen Phasen besonders fleißig zu sein und die Ernte für alle unsere Anstrengungen einzufahren.

Solche Phasen des Wachstums sind keine gute Zeit, um auf Urlaub zu gehen oder sich auszuruhen. Im Gegenteil: Jetzt volle Power geben und das Eisen schmieden, so lange es heiß ist!

Ausruhen können wir uns in Phasen der Stagnation noch genug. Tatsächlich ist Ausruhen das vielleicht Beste, was wir in solchen Zeiten tun können.

Ausruhen und vorbereitet sein auf die nächste Phase des Wachstums, die sicher kommen wird.

Geringe Markteintrittsbarrieren

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Es ist ein ziemlich einfaches Gesetz:

Viele Selbständige starten mit Dienstleistung-Angeboten. Das ist schlau, weil der Investitionsaufwand für Dienstleistungen verhältnismäßig gering ist. Wenn man ausreichend Know-How hat, kann man praktisch sofort mit seinen Angeboten loslegen.

Das hat zur Folge, dass es am Markt für Dienstleistung ziemlich dicht gedrängt ist. Weil es relativ einfach ist, Dienstleistungen anzubieten, gibt es auch viele Anbieter. Mit anderen Worten: Die Markteintrittsbarrieren sind gering, und deswegen betreten auch viele Gründer*innen diesen Markt.

(Im Gegensatz z.B. zum Markt für Keksproduzenten. Oder Düngemittelerzeuger. Oder Flughäfen. Denn da sind die Markteintrittsbarrieren viel, viel, viel höher.)

Die Konsequenz ist ebenfalls sehr einleuchtend: Es muss unser Bestreben als Selbständige sein, mit der Zeit und Schritt für Schritt die Markteintrittsbarrieren auf unseren Markt zu erhöhen. Zum Beispiel durch Spezialisierung. Oder durch Positionierung, Personal Branding, Networking usw.

Je schwerer es ist, unseren Markt zu betreten, desto entspannter werden wir sein.

Gepitcht, aber nicht verstanden

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Und noch ein drittes Learning vom Forum “Erfolgreiche Unternehmensgründung” an der FH St. Pölten:

Wer sich nicht verständlich machen kann, bekommt kein Geld.

Das gilt für den Startup-Founder, bei dem ich auch nach zehn Minuten Präsentation nicht verstanden habe, was sein Startup eigentlich macht (und ich habe mich wirklich bemüht, es zu verstehen!). Er wird sich schwer tun, Investoren für seine Geschäftsidee zu finden – auch wenn sie noch so genial ist.

Und das gilt genauso für uns Solopreneure: Wir haben zwar keine Business Angels, aber unser Investoren sind unsere Kunden. Und deshalb gilt für uns das gleiche: Wenn unsere Kunden nicht verstehen, was wir tun und womit wir ihnen helfen können, werden sie uns kein Geld geben.

Auch, wenn sie uns eigentlich brauchen würden wie einen Bissen Brot.

Learning by doing

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Unlängst war ich beim Forum “Erfolgreiche Unternehmensgründung” der FH St. Pölten.

Darin präsentierten Startup-Gründer*innen nicht nur ihre Geschäftsidee, sondern auch, was sie auf ihrer unternehmerischen Reise bisher gelernt haben und welche Tipps sie Interessierten mitgeben wollen.

Am Ende der vielen Präsentationen und Podiums-Diskussionen bin in mich gegangen. Ich habe mich gefragt: So verschieden die ganzen Geschäftsideen sind, so verschieden die Gründer*innen selbst sind, so verschieden die Start-ups in ihrer Entwicklungsphase sind… Gibt es einen roten Faden? Gibt es etwas, das alle diese verschiedenen Geschichten gemeinsam haben?

Ich denke, ich habe ihn gefunden. Die Meta-Story aller Start-up-Gründer*innen lautet ungefähr so:

Als wir anfingen, hatten wir keine Ahnung, was wir da tun und worauf wir uns einlassen. Dann haben wir dazugelernt, Schritt für Schritt, learning by doing. Jetzt wissen wir ein bisschen mehr. Aber wie es weitergeht, wissen wir auch nicht. Und deswegen ist das einzige, was wir euch mitgeben können: Euch wird auch nichts anderes übrig bleiben, als euren eigenen Weg zu finden. Von uns könnt ihr nicht allzu viel lernen, weil unser Weg ist nicht euer Weg. Learning by doing ist eure beste Chance!

Immer das gleiche Problem

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Es ist egal, ob es sich um ein Solo-Business oder einen Fußballverein handelt, der highway to hell hat folgende Stationen:

  1. Zuerst übernimmt man sich mit einem Investitions- oder Entwicklungsprojekt. Das Projekt dauert länger und wird teurer als in den schlimmsten Befürchtungen.
  2. Dann, wenn das Projekt endlich fertig ist, bleiben die Einnahmen (Umsätze) hinter den Erwartungen zurück. Der erhoffte Sprung nach vorne entpuppt sich als kleiner Hupfer.
  3. Dadurch sind die Kosten höher als die Einnahmen. Nicht einmalig, nicht ausnahmsweise, sondern dauerhaft. Die Kosten laufen den Einnahmen davon. Jeder Tag, an dem man weiterarbeitet, vergrößert das Problem nur.
  4. Schließlich geht irgendwann das Geld aus. Die Liquidität ist futsch, und der Hut brennt lichterloh.

Ist dieser Prozess erst mal in Gang gesetzt, ist es ganz schwer, wieder raus zu kommen. Was tatsächlich hilft, ist, sich gar nicht erst in diese Situation zu begeben. Sprich: Sich dreimal zu überlegen, ob man sich diese Rieseninvestition wirklich leisten kann.

Meine Faustregel: Geh bei der Kostenschätzung vom Worst Case aus, und dann verdopple den Betrag. Dann bist du einigermaßen realistisch dabei.

Zahlt sich deine großartige Investitionsidee dann immer noch aus? Wenn ja: Go! Wenn nein, dann weißt du jetzt, wie du dir eine Menge Schmerzen sparen kannst.

Unsicherheit

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Das Gefühl, das die Entwicklung deines neuen Podcasts oder den Launch deines Newsletters begleitet. Das Gefühl, wenn du dir wieder mal überlegst, ob dein neues Angebot wirklich eine gute Idee ist. Das Gefühl, wenn du lieber in den Untiefen des Internet abtauchst, statt den Text für die neue Website zu erstellen.

Dieses Gefühl, das du da erlebst und das dir Schmerzen bereitet, ist wahrscheinlich einfach Unsicherheit.

Un-Sicherheit. Weil das Ergebnis nicht sicher ist, nicht sicher sein kann. Niemand kann die Zukunft voraussagen.

Es kann daher nicht darum gehen, die Unsicherheit wegzukriegen. Das Ziel muss sein: Handlungsfähig bleiben trotz Unsicherheit.

Oder, anders formuliert: Unsicherheit spüren, aushalten – und trotzdem weitermachen.

Ziemlich simpel

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Es kommt nicht darauf an, was du weißt.

Es kommt darauf an, was du daraus machst.

Wir müssen reden!

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Im deutschsprachigen Raum haben wir oft folgenden Zugang: Ich als Experte (Hochschullehrer, Wissenschaftler etc.) schreibe komplizierte Bücher, Artikel Vorträge etc., und es ist die Aufgabe meiner Leser/Hörer/Studierenden, sich in meine Bücher/Artikel/Vorträge “einzuarbeiten” und sich meine Konzepte zu “erschließen”.

Im englischsprachigen Raum gibt es folgenden Zugang: Es ist meine Aufgabe als Experten, dass ich mich so verständlich mache, dass meine Leser/Hörer/Studierenden mich möglichst gut verstehen. Ich muss mein Bestes geben, dass möglichst viele Menschen mir “folgen” können.

Zwei ganz verschiedene Zugänge. Der eine fördert den Diskurs, der andere eher nicht.

Dabei hätten wir Expert*innen und und unsere Schüler*innen sehr viel zu besprechen!

Exponentiell mehr Arbeit

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Einer der größten Unterschiede zwischen “nebenbei selbständig” (neben einer Anstellung) und “voll selbständig” ist, dass in der vollen Selbständigkeit sehr viel mehr Marketing notwendig ist.

Ist ja logisch. Man braucht in der vollen Selbständigkeit mehr Umsatz und damit mehr Kunden, als wenn man daneben noch einen Angestelltenjob hat.

Das Verflixte daran: Der Marketing-Aufwand steigt in der vollen Selbständigkeit nicht proportional, er steigt exponentiell.

Die richtige Hilfe

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Wenn du in deinem Business feststeckst, ist ein guter Zeitpunkt, dir Hilfe zu holen.

Aber mit der Hilfe ist es nicht so einfach. Hilfe ist nur dann Hilfe, wenn sie die richtige Hilfe ist. Und es ist gar nicht so leicht herauszufinden, welche Hilfe dich im Moment tatsächlich weiterbringen würde? Ein Coach? Ein Berater? Eine VA? Ein Kurs? Ein Gruppenprogramm? Ein externer Dienstleister? Ein Business- oder Kooperationspartner? Ein Buch? Ein Gespräch mit einer Freundin? Ein Babysitter? Ein Co-Working-Space? Ein Social-Media-Post?

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, und deswegen ist es zwingend erforderlich, dass wir gut nachdenken, bevor wir uns irgendeine Art von Hilfe holen.

Denn: Wenn wir ein Problem mit der falschen Art von Hilfe angehen, vergrößern wir es eher, als es zu lösen.

Nur ein Spiel

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Unlängst habe ich in einer Lehrveranstaltung ein Kahoot-Quiz zur Wiederholung von letzten Mal gemacht.

Wieder mal war ich überrascht, wie ehrgeizig meine Studierenden dabei werden. Nicht alle, aber einige nehmen das sehr, sehr ernst.

Um die Sache in bisschen zu entspannen, habe ich zwischendurch mal gesagt: Es ist nur ein Spiel!

Darauf ein Student: Ja, aber einer wird gewinnen.

Und damit hat er die Zwiespältigkeit vieler Dinge im Leben auf den Punkt gebracht. Auch im Lifestyle Business.

Denn auch im Lifestyle Business geht es in erster Linie darum zu spielen. Aber das Spiel macht halt auf Dauer keine Freude, wenn man das Gefühl hat, man hat gar keine Chance zu gewinnen.

Kunden zu verstehen lohnt sich

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Je besser du die Bedürfnisse deiner Zielkunden verstanden hast, desto erfolgreicher werden deine Angebote sein. Oder, anders gesagt: Desto mehr Umsatz wirst du machen.

Das bedeutet: Es zahlt sich aus, ernsthaft und immer wieder darüber nachzudenken, was deine Zielkunden wirklich bewegt und welches Nutzenversprechen sie wirklich vom Ofen hervorholt.