Tag#LifestyleBusiness

Subventionen

S

Wenn du regelmäßig zu niedrige Preise verlangst, dann ist das, wie wenn du mit deinem Geld die Unternehmen deiner Kund*innen subventionierst.

Bist du dir sicher, dass du das willst?

[Danke Maggie Patterson für diesen Blickwinkel.]

Hochpreis-Strategie

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Hochpreis-Strategie? Von mir aus. 

Aber vergiss nicht: Kein Kunde der Welt möchte sich veräppelt fühlen!

Eine Hochpreis-Strategie braucht viel, viel Nachdenken, einen extrem hohen Wert und ein sehr, sehr gutes Konzept.

Fata Morgana

F

Egal, wie es auf Social Media aussieht:

Das Business läuft bei niemandem so glatt, wie es vielleicht aussieht.

Wunschträume

W

Meine Tochter (5) hat mir heute von ihrem aktuell größtem Wunschtraum erzählt: Ein Haus mit Garten zu kaufen, um dann einen Hund zu haben.

Das rationale erwachsene Papa-Ich hat daraufhin gemeint, dass die Sache aus meiner Sicht wahrscheinlich so bald nichts werden wird.

Daraufhin hat mir meine Tochter etwas ganz Wichtiges gesagt, das ich nie vergessen sollte:

“Du kannst es nicht wissen, Papa!”

Langstrecke

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Ein Lifestyle Business ist ein Marathon, kein Sprint.

Deshalb ist ein wirklich resilientes Lifestyle Business konsequent auf die Langstrecke ausgerichtet.

Denn wir haben nur dieses eine Leben.

Hanteln heben

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Unlängst habe ich meinem Sohn (7) Folgendes über das Hanteltraining erklärt:

Es geht nicht darum, eine sehr schwere Hantel einmal zu heben.

Es geht darum, eine relativ leichte Hantel mehrmals hintereinander zu heben – und das über Wochen und Monate.

Stärke kommt nicht von einer einmaligen großen Anstrengung, sondern davon, die “Mühen der Ebene” zu bewältigen.

Unternehmerischer Mut

U

Unternehmerischer Mut ist nicht das Ergebnis eines großen strategischen Wurfes.

Mut ist die Summe von vielen kleinen mutigen Entscheidungen, jeden Tag. 

Gscheit machen

G

Man muss als Unternehmer nicht unbedingt was Neues machen.

Sondern: Etwas so machen, wie es eigentlich gehört.

Da liegt Riesenpotenzial drinnen.

Künstler vs. Unternehmer

K

In meiner Gründungsberatung erlebe ich immer wieder Gründer*innen, deren Geschäftsidee irgendwo zwischen Künstler und Unternehmer angesiedelt ist. Fotograf*innen oder Designer*innen oder Theaterpädagog*innen fallen mir als Beispiele ein.

In dem Moment, wo eine künstlerische Tätigkeit auf einen unternehmerischen Kontext stößt, entstehen Reibungsflächen. Weil Kunst und Unternehmertum, das ist zwar verwandt, aber doch auch sehr unterschiedlich.

Gründer*innen, die sich als Künstler*innen begreifen, haben es meist schwer in der Marktwirtschaft. Weil eben die Spielregeln des Business andere sind als in der Kunst.

Ein Beispiel: Ein Künstler schafft zuerst seine Werke und schaut dann, wie/ob er Käufer dafür findet. Ein guter Unternehmer handelt nur, wenn er dafür auch einen Auftrag hat, also wenn er einigermaßen sicher weiß, dass er Käufer haben wird.

Ein anderes Beispiel: Ein Künstler schafft seine Werke aus sich selbst heraus, wenn ihn “die Muse küsst”. Ein guter Unternehmer braucht keine Musenküsse, um seine Aufträge qualitätsvoll abzuwickeln. Er handelt professionell.

Man sieht schon aus diesen wenigen Beispielen, dass da zwei ganz verschiedene Denkschulen aufeinander treffen.

Wer sich in beiden Welten, in der Welt der Künstler und der Welt der Unternehmer, kompetent bewegen kann, dem stehen jedoch ungeahnte Türen offen.

Selbstvermarktung

S

Ich glaube, dass es unter vielen Solopreneuren ein Missverständnis gibt, wenn es um ihr Marketing geht.

Es geht nicht darum, dass Solopreneure sich selbst vermarkten.

Es geht darum, dass sie ihr Angebot vermarkten.

Aber das persönlich.

Investitionen finanzieren

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Bei Investitionsentscheidungen ist es hilfreich, zwei verschiedene Fragen auseinanderzuhalten:

  1. Ist die geplante Investition sinnvoll?
  2. Wie lässt sich die geplante Investition finanzieren?

Bei Gründer*innen und Solopreneur*innen beobachte ich mitunter, dass diese beiden Fragen vermischt werden.

Wenn wir die erste Frage positiv beantworten können, also wenn wir gut und vernünftig nachgedacht haben und wir zum Schluss kommen, dass die Investition sinnvoll ist, dann ist das OB geklärt.

Im Anschluss geht es dann um die Frage WIE. Wenn eine Investition sinnvoll ist, dann werden wir auch Möglichkeiten finden, diese Investition zu finanzieren.

Natürlich läuft es in der Praxis nicht immer so fein-säuberlich wie in diesem Denkmodell. Und dennoch ist es hilfreich, die zwei Fragen gut von einander zu trennen, weil verschiedene Fragen auch verschiedene Antworten verdienen.

Langer Atem, viel Geduld

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Wir wohnen bei unserem Waldviertel-Urlaub immer bei sehr netten Gastgebern auf einem Biobauernhof.

Der Hof hat eine sehr interessante Geschichte. Die Familie Mayerhofer hat den Hof 1979 gekauft, musste aber zuerst in einem Nebengebäude wohnen, weil die ehemalige Besitzerin weiterhin am Hof lebte. Nach deren Tod 1984 wollte Familie Mayerhofer, “sobald es finanziell möglich war” auf der Sonnenseite einen neuen Wohntrakt errichten und darin umziehen.

Zunächst musste allerdings der Stall neu gebaut werden. Das war wichtiger.

Der Bau des neuen Haustraktes begann dann 1991, der Bezug erfolgte 1995.

Es dauerte also 11 Jahre von der Idee zur Verwirklichung.

Respekt für diese Konsequenz, die Ausdauer und den langen Atem!

Künstlicher Stress

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Unlängst Familienurlaub im Waldviertel, wie jedes Jahr. Und wie jedes Jahr ein Zwischenstopp bei der Mini-Dampfbahn.

Ich habe voriges Jahr ja schon darüber reflektiert, dass ich die unternehmerische Leistung dort aller Ehren Wert finde.

Heuer waren wir so früh dort, dass wir bei der ersten Fahrt der Mini-Dampfbahn an Board waren. Nur: Weit ist sie nicht gekommen, weil sie noch zu wenig Druck am Kessel hatte. Sie ist zu früh los gefahren. Der Eigentümer hat das mit folgenden Worten kommentiert: “Hier sind eh alle auf Urlaub und haben Zeit, nur wir machen uns einen künstlichen Stress.”

Wie oft glauben wir, dass etwas dringend ist und unbedingt jetzt geschehen muss – obwohl das keiner von uns verlangt hat? Wie oft machen wir uns selbst Druck, ohne Anlass und ohne Not? Wie oft legen wir los, obwohl wir noch gar nicht richtig vorbereitet sind?

Da hilft es innezuhalten und zu fragen: Wer macht hier eigentlich den Stress – meine Kunden oder nur ich mir selbst?

Mahnung

M

Profis mahnen. Bis das Geld am Konto ist.

Mehr gibt es zu diesem Thema nicht zu sagen.

Ignaz Semmelweis

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Ignaz Semmelweis hat die Blutvergiftung entdeckt und wie sie übertragen wird.

Er war Arzt in einer Wiener Geburtenstation. Die behandelnden Ärzte sezierten zu Ausbildungszwecken auch Leichen, ohne sich danach die Hände zu desinfizieren. (Ihre Hände haben sie sehr wohl gewaschen, aber das reichte nicht.) Dadurch wurden Keime übertragen, welche über die Schleimhäute bzw. die Gebärmutter ins Blut der Frauen gelangten und tödliches “Kindbettfieber” auslösten.

Seine Entdeckung war bahnbrechend. Sie hat Millionen Menschen das Leben gerettet und die moderne Chirurgie im 20. Jahrhundert erst möglich gemacht.

Er war aber kein lupenreiner Held. Er war lange zu passiv. Er war viel zu lange schweigsam. Er hat viel zu lange nichts zu seinen Erkenntnissen publiziert. In der Zeit sind viel zu viele Frauen gestorben. Er hätte viel mehr tun können, um seine Entdeckung zu verbreiten.

Wie so viele Lifestyle Entrepreneure auch hat er viel zu lange geglaubt, dass seine Arbeit für sich spricht und sich Vernunft und Qualität von selbst durchsetzen werden.

Ein teurer Aberglaube.

Lösungen

L

In einem Interview zum Start der neuen Saison, spricht der Trainer der Admira, Thomas Pratl, öfters von “Lösungen”, die seine Mannschaft im Spielaufbau finden muss.

Ich finde, das ist eine sehr passende Beschreibung dafür, wie Fußball (und auch jedes andere Spiel) funktioniert. Es gibt Herausforderungen, und dafür sind Lösungen zu entwickeln. Es gibt nicht die eine richtige Lösung, es gibt verschiedene, und man darf auch durchaus kreativ sein und noch nie da gewesene Lösungswege finden (wenn man kann). Hauptsache, man löst das Problem. Und das nicht einmalig und zufällig, sondern systematisch, immer und immer wieder.

Insofern ist ein Lifestyle Business auch nichts anderes als ein Spiel, bei dem wir täglich antreten und aufgefordert sind, Lösungen zu finden.

Konkurrenzlos

K

Wenn es darum geht, möglichst interessant für deine Zielgruppe zu sein, hast du viel Konkurrenz.

Wenn es darum geht, möglichst interessiert an deiner Zielgruppe zu sein, hast du praktisch keine Konkurrenz.

[Danke Dan Sullivan für diesen Gedanken.]

Hebt nicht ab

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Ein sehr wahrer Gedanke von Gudrun Lange zum Gründen:

Wenn du nicht mit dir selbst im Reinen bist, wenn du die innere Klarheit nicht hast, wenn du nicht weißt, wer du bist und was du willst, dann ist es unheimlich schwierig, ein eigenes Business aufzubauen.