Tag#LifestyleBusiness

Es geht zu langsam!

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Ungeduld ist ein Gefühl, das viele Gründer*innen begleitet. Die Youtube-Abonnenten werden nicht schnell genug mehr, die Newsletter-Liste wächst nicht rasch genug, beim Webinar waren nicht so viele Teilnehmer*innen wie erwartet.

Wir Unternehmer*innen unterschätzen regelmäßig, wie lange der Beziehungsaufbau mit unseren Kund*innen dauert. Wie viel wir investieren müssen, bis es zu einem Return On Investment kommt. Wie viel Zeit vergehen kann, bis unsere Kund*innen (endlich) kaufen.

Wenn alles einfach und schnell ginge, würde ja jede*r Unternehmer*in werden.

Flow

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Du weißt, dass deine Arbeit Sinn hat, wenn du dir am Ende deines Arbeitstages denkst: Was? Schon wieder vorbei? Wo ist die Zeit hin?

Solche Flow-Gefühle in seiner Arbeit zu erleben, ist ein Geschenk. Es ist ein Privileg und gleichzeitig der Auftrag, so viel wie möglich von dieser Arbeit zu tun.

Haben wir dieses Flow-Gefühl erleben dürfen, sind wir quasi verpflichtet, unsere Arbeit, unser Business, ja unser ganzes Leben darauf auszurichten, nie wieder etwas anderes zu tun.

Hammer und Nagel

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Als Gründungsberater beobachte ich folgendes Phänomen immer wieder: Die Leute nehmen sich zu viel vor – nämlich zu viel gleichzeitig.

Jeden Tag sage ich mindestens einem Gründer/einer Gründerin, dass es besser ist, sich auf eine Idee wirklich zu konzentrieren und alle Energie da reinzulegen, als zwei oder drei Ideen gleichzeitig zum Laufen bringen zu wollen.

Stell dir vor, du hast einen Hammer. Was ist gescheiter: Mit dem Hammer mit voller Kraft auf einen Nagel zu schlagen oder zu versuchen, drei gleichzeitig einzuschlagen?

PS: Erst heute habe ich wieder einen Unternehmer an das Hammer-Prinzip erinnert – nämlich mich selbst.

Besser als erwartet

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Was bedeutet es eigentlich, wenn der Kunde sagt: “Das war viel besser als erwartet.”?

Natürlich freut man sich. Es ist schön, einen zufriedenen Kunden zu haben.

Aber: Was sagt das über das Unternehmen/Produkt aus? Sehr viel erwartet scheint sich der Kunde nicht zu haben. Warum eigentlich nicht?

Ohne Kunden kein Business

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Die Gleichung ist ziemlich einfach:

  1. Ohne Kunden kein Umsatz.
  2. Ohne Umsatz kein Gewinn.
  3. Ohne Gewinn kein Business

Oder, kurz gesagt: Ohne Kunden kein Business. Dann kann es immer noch ein lohnendes Hobby sein, aber es ist eben kein Unternehmen.

Immer wieder erstaunlich, wie viele „UnternehmerInnen“ diese Tatsache lieber ignorieren wollen.

Unternehmer sind risikoscheu!

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Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass man als Unternehmer sehr risikoaffin sein muss. Das Gegenteil ist der Fall: Die erfolgreichsten Unternehmer scheuen das Risiko wie der Teufel das Weihwasser.

Wenn man ein Unternehmen aufbaut, sollte es das Ziel jedes Gründers sein, ein Geschäftskonzept zu entwickeln, das sicher funktionieren wird. Das bedeutet, dass vor der Gründung die wesentlichen Annahmen des Geschäftskonzept intensiv überprüft und getestet werden müssen. Wohlgemerkt: VOR der Gründung, nicht nach der Gründung!

Gründen bedeutet nicht, mit irgendeiner Idee ins kalte Wasser zu springen. Gründen bedeutet, mit gut abgesicherten Annahmen ein Unternehmen aufzubauen, dass zu einem selbst passt und gleichzeitig zur Gesellschaft. Das bedeutet viel Nachdenk-Arbeit, und das braucht Zeit, und das braucht Muße – das genaue Gegenteil von Risiko.

Feuer der Begeisterung

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Wenn das Feuer der Begeisterung nicht in uns brennt, wenn wir selbst nicht überzeugt sind von unserem Business, wenn Zweifel an uns nagen… der Kunde wird das spüren.

Und der Kunde wird uns diese Zweifel bestätigen, immer und immer wieder. Es ist ein Teufelskreis.

Darum ist es so immens wichtig, gerade für Lifestyle Entrepreneure, dass wir uns wohl fühlen in unserer Haut, dass wir an das glauben, was wir tun. Wie sollen wir jemanden anzünden, wenn wir selbst nicht brennen?

Endlichkeit

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„Vor Kurzem ist mein Papa gestorben“, sagte letztens eine Gründerin zu mir auf meine Frage, warum sie gerade jetzt gründen möchte, nachdem sie so lange überlegt hatte.

Der Tod eines geliebten Menschen hält uns vor Augen, dass auch wir nicht ewig leben werden.

Wenn du also immer schon ein Unternehmen gründen wolltest: Worauf willst du noch warten? Fang heute an. Auch in deinem Leben wird es keine Nachspielzeit geben.

Jeder ist egoistisch

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Jeder Mensch ist egoistisch. Selbst die Menschen, die dich mögen, sind egoistisch.

Wenn du als Lifestyle Entrepreneur das ignorierst, tust du das zu deinem eigenen Schaden.

Kompetenz wird zugeschrieben

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Oft glauben wir, dass man sich Kompetenz und Autorität durch viel Wissen und harte Arbeit erwerben muss.

Dabei stelle ich aber immer wieder fest: Kompetenz wird in den allermeisten Fällen von anderen Menschen zugeschrieben, und das meist bereitwillig und ohne viel Kritik.

Nach dem Motto: „Wenn er sagt, dass er das kann, dann kann er das auch.“

Das ist vielleicht nicht ganz intuitiv, aber deswegen ist es nicht weniger wahr.

Einfache Rezepte

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Manchmal bestehen erfolgreiche Geschäftsmodelle nur aus ganz wenigen Komponenten: Einem hervorragenden Produkt, einer exzellenten Distribution und einem großartigen Marketing.

Wie beim Essen können aus ganz wenigen Zutaten die köstlichsten Speisen entstehen. Bei diesen einfachen Rezepten kommt es jedoch ganz entscheidend auf die Qualität der Zutaten an: Je weniger Zutaten, desto höher muss die Qualität der einzelnen Zutaten sein, weil man jede einzelne davon schmeckt. Ist nur eine Zutat nicht in Ordnung, ist das ganze Gericht ruiniert.

So ist es auch bei diesen „einfachen“ Geschäftsmodellen: Ist nur eine dieser wenigen Komponenten nicht hervorragend, fällt das gesamte Geschäftsmodell wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

Schlechte Zeiten

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Auch wenn wir Lifestyle Entrepreneure unser Business noch so lieben… Wir alle haben mit schweren Zeiten zu kämpfen.

Es wird Zeiten geben, in denen uns unser Privatleben von unserem Business ablenkt. Es wird Zeiten geben, wo uns Sorgen um unsere Lieben mehr beschäftigen als unsere Kunden. Es wird Zeiten geben, wo sich die Arbeit, die uns normalerweise Spaß macht, zäh und über die Maßen anstrengend anfühlt.

Keine Selbstmanagement-Technik der Welt kann uns vor diesen schweren Zeiten bewahren. Wir können uns darauf nicht vorbereiten, wir können uns davor nicht schützen.

Alles, was wir tun können, ist, die Vision unseres Lifestyle Businesses nicht zu verlieren und darauf zu vertrauen, dass auch wieder gute Zeiten kommen werden.

Soft Skills

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Das, was wir gerne “soft skills” nennen, das sind in Wirklichkeit die “hard skills” unserer Zeit.

Empathie zeigen, zuhören können, Widersprüche aushalten können, verletzlich sein, Probleme erkennen und lösen…

Viel “harder” geht es kaum, aber gerade deswegen sind diese Fähigkeiten umso wichtiger für uns Lifestyle Entrepreneure des 21. Jahrhunderts.

Der verrückteste Traum

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“Be crazy about what could be cool in your life!”

Das schreibt David Allen uns Lifestyle Entrepreneuren ins Herz.

Wenn wir schon ein eigenes Business wagen, wenn wir schon unserem Traum folgen, wenn wir schon Sinn und Freude in unser Leben bringen wollen…

Warum streben wir dann nicht nach dem absolut Schönsten, Besten, Beglückendsten, Freudvollsten, Erfolgreichsten, das wir uns überhaupt nur vorstellen können? Warum setzen wir dann nicht jede Minute unseres noch verbleibenden Lebens daran, genau diesen verrückten Traum wahr werden zu lassen?

Wenn wir schon einem Traum folgen, dann sollten nicht weniger als den allerschönsten Traum für uns wählen.

Denn worauf wollen wir noch warten?

Nahes und fernes Klauen

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Es ist nichts dagegen zu sagen, dass wir uns gute Ideen von anderen “ausborgen”. Ich meine damit nicht ein plumpes Stehlen von Ideen, sondern sich inspirieren zu lassen und seine eigene Version daraus zu machen – die dann wiederum andere zum Ausborgen anregen kann.

Dabei gibt es aber Folgendes zu beachten: Wenn wir uns Ideen ausborgen von Menschen, die sehr nah an dem sind, was wir selbst auch machen (kurz: von unseren Mitbewerbern), dann werden Menschen, die auch in unserer Nische unterwegs sind, kommen und sagen: “Ah, da schau her, jetzt macht er/sie es genau so wie XY!”

Viel besser ist es, sich seine Ideen von weit weg zu holen. Zum Beispiel aus Branchen, die mit der eigenen überhaupt nichts zu tun haben. Oder von AutorInnen, die gerade nicht besonders en vogue sind. Oder von den alten Klassikern, die eh keiner mehr kennt.

Wer “zu nah” klaut, steht als Imitator da. Wer von “weit weg” klaut, bringt Innovationen in die Nische und ist ein Held.

Hamsterräder

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Es gibt Gründer, die suchen den Weg in die Selbständigkeit als Ausweg aus einer Anstellung, die sie zermürbt hat. „12 Jahre Gastronomie haben mich zerstört“, sagt ein ehemaliger Kellner, der nach Burn-Out seinen eigenen Waffelstand in einem Shopping-Center oder einen Kosmetikladen aufmachen möchte.

Es ist der Wunsch nach Freiheit, nach weniger Stress, nach Selbstbestimmung, der viele Lifestyle Entrepreneure antreibt. Das Problem dabei: Ist ein Waffelstand, der zehn Stunden am Tag an sechs Tagen die Woche geöffnet hat, wirklich weniger stressig – zumal er nur mit zwei Aushilfskräften kalkuliert? Sind eigene Mitarbeiter nicht nur eine andere Form von Stress?

Ist diese angestrebte Lösung wirklich erlösend? Oder wechselt hier nur jemand von einem Hamsterrad in das nächste?

„Die Menschen verwenden ihre Freiheit, um sich ihre eigene Versklavung zu schaffen“, sagt Paolo Coelho.

Pionierarbeit

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Es kommt gar nicht so selten vor, dass wir Lifestyle Entrepreneure auf Unverständnis innerhalb unserer Familie stoßen.

Das äußert sich z.B. in der Frage der Eltern, ob wir denn von allen guten Geistern verlassen sind, dass wir einen sicheren Job aufgeben wollen für die unsichere Existenz als Selbstständige?

Oder es äußert sich dadurch, dass dich beim großen Familientreffen zu Weihnachten niemand nach deinem Business fragt und du das Gefühl hast, dass neun von zehn deiner Verwandten gar nicht genau sagen könnten, was du eigentlich genau machst.

Dieses Unverständnis, dieses Desinteresse oder sogar eine offene Ablehnung zu spüren, ist schmerzhaft. Natürlich empfinden wir das als Hemmnis.

Aber vielleicht liegt es ja gerade an uns, in unserer Familie eine neue Tradition zu begründen und in zweihundert Jahren als der Ahne zu gelten, der damals den Mut hatte, als erste/r den Weg des Lifestyle Entrepreneurship zu gehen und damit zum Vorbild für alle kommenden Generationen zu werden.

Pioniere verdienen ihren Ruhm selten in der Gegenwart, also sollten wir hier auch nicht danach suchen.

Who is it for?

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Ein Gedanke von Derek Sivers: Wenn du Lifestyle Entrepreneur werden willst, aber du keine Ahnung hast, wie dein Lifestyle Business aussehen soll, dann ist der Grund dafür vielleicht folgender:

Du bist dir nicht im Klaren darüber, für wen du dein Lifestyle Business machen willst.

  1. Möglichkeit: Du machst es nur für dich. Dann kannst du völlig ignorieren, was andere über dein Lifestyle Business denken. Du brauchst dir keine Gedanken über Produkt- oder Marketingstrategien machen. Das einzige Kriterium für den Erfolg eines solchen Lifestyle Business: Gibt es dir Sinn, Freude und Motivation? Allerdings ist fraglich, ob du auf diese Weise (genug) Geld verdienen wirst. So ein Lifestyle Business ist näher beim Hobby als bei einem richtigen Unternehmen.
  2. Möglichkeit: Du macht es für jemand anderen, nämlich für deine Kunden. Dann hast du ein Business, und dann ist für dein Business sehr wichtig zu wissen, was deine Kunden von deinem Angebot halten. Es ist wichtig, dass du dir überlegst, wie potenzielle Kunden von deinen Angeboten erfahren. “Der Kunde ist König”, und die Entscheidungen deiner Kunden sind wichtiger als deine eigenen Vorlieben. Dieses Lifestyle Business ist ein ernstzunehmendes Unternehmen, weil es darauf ausgerichtet ist, langfristig (genug) Geld zu erwirtschaften.

So weit, so klar. Aber ich frage mich schon länger, ob es für uns Lifestyle Entrepreneure nicht noch einen “dritten Weg” gibt. Ich glaube, ich bin diesem “dritten Weg” auf der Spur, aber ich kann ihn noch nicht in Worte fassen.

Unternehmergeist

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Unternehmer sind Freigeister.

Wir tun uns schwer mit Menschen, Umständen und Situationen, die unsere Freiheit einschränken. Wir tun uns schwer, wenn wir nicht so können, wie wir wollen. Wir tun uns schwer, wenn wenn wir das Gefühl haben, der “Diener” für andere zu sein und unsere eigenen Projekte darüber zu vernachlässigen.

Mit ein Grund, warum diese Corona-Zeit so herausfordernd für viele Lifestyle Entrepreneure ist.