Productized Service Podcast #172 vom 21. April 2020
(mehr …)Kosten kosten
Sind die Kosten in deinem Business hoch, dann bezahlst du doppelt.
Du bezahlst nicht nur die Euro für den Rechnungsbetrag, du bezahlst auch mit deiner Freiheit. Denn jede einzelne Kostenposition macht dich weniger flexibel und setzt dich ein bisschen mehr unter Druck, den entsprechenden Umsatz zu generieren, um die Kosten tatsächlich auch tragen zu können. Und das Monat für Monat, Jahr für Jahr.
Einer der besten Wege zu mehr Freiheit in deinem Lifestyle Business ist daher, die Kosten deines Business (und deines Privatlebens) so weit wie möglich zu reduzieren.
Weniger Kosten = mehr Freiheit.
Guter Wille
Lewis Hyde sagt sinngemäß: Wenn uns aus irgendeinem Grund die Empathie für etwas oder jemandem fehlt, dann können wir diese fehlende Empathie auch nicht mit gutem Willen wettmachen.
Bloßer guter Wille nimmt dem, was wir tun, jede Lebendigkeit. Wir sind bemüht, aber was wir tun ist künstlich, unnatürlich, starr.
Wenn Energie und Empathie erschöpft sind, hilft selbst ehrlich gemeintes Bemühen nicht weiter
Dan Sullivan: Simplifier vs. Multiplier 🎙
Exponential Wisdom Podcast #89, 21. Juli 2020
(mehr …)Das Geschenk einer guten Idee
Eine gute Geschäftsidee zu haben, ist ein Geschenk des Himmels. Mit diesem Geschenk ist jedoch auch eine Verpflichtung verbunden.
Indem der Empfänger dieses Geschenk annimmt, verpflichtet er sich, die Idee nach besten Kräften in die Welt zu bringen. Er verpflichtet sich, alles zu tun, um diese Idee tatsächlich umzusetzen.
Diese Verpflichtung sollte man nicht leichtfertig eingehen. Die Aufgaben, die damit verbunden sind, sind nicht alle angenehm und einfach. Im Gegenteil: Viele davon werden anstrengend, mühsam und hart sein. Aber all das ist Teil des Geschenks.
Wer nicht bereit ist, das Geschenk einer guten Idee mit all seinen Verpflichtungen anzunehmen, sollte die Idee lieber wieder freigeben, sodass sie jemand anderen finden kann, der ihr tatsächlich gewachsen ist.
Unsicher auf dem Weg
Unsicherheit ist ein ständiger Begleiter von uns Lifestyle Entrepreneuren.
Es ist ja auch klar: Per Definition ist ein Lifestyle Business etwas ganz Individuelles, etwas, das ganz auf uns ausgerichtet ist. Klarerweise gibt es daher auch nicht viele Vorerfahrungen, an die wir uns klammern können. Das meiste, das wir tun, tun wir zum ersten Mal, und natürlich spielt da Unsicherheit mit.
Gegen diese Unsicherheit ankämpfen zu wollen, wäre ein Kampf, den wir nicht gewinnen können, ohne die Freiheiten unseres Lifestyle Business zu verlieren.
Wenn wir Lifestyle Entrepreneure unsicher sind, dann sind wir auf dem richtigen Weg – so paradox das auch klingen mag.
Bastlerhit
Wenn du eine Immobilie als “Bastlerhit” angeboten siehst, weißt du, worauf du dich einlässt: Es wird viel zu tun geben, bis die Sache einigermaßen rund ist – möglicherweise sogar mehr, als du dir jemals ausgemalt hättest. Hinterholz 8 eben.
“Bastlerhits” gibt es nicht nur in der Immobilienbranche. “Bastlerhits” gibt es auch unter Kunden, Lieferanten, Kooperationspartnern und Software-Tools.
Es gilt das Gleiche: Wenn du einen “Bastlerhit” angeboten bekommst, dann überlege dir gut, worauf du dich da einlässt.
Überlege es dir gut.
Chris Ducker: Rise Of The Youpreneur (2018) 📙
Es war für mich nicht viel fundamental Neues dabei. Aber einige gute Anregungen und Reminder trotzdem. Wobei: Eine Inspiration war allerdings fundamental und den Preis des Buches alleine wert!
(mehr …)Ausruhigen
Meine zweijährige Tochter hat unlängst in unserem Urlaub gemeint, dass wir uns nach dem Spielen „ausruhigen“ müssen.
Sie hat völlig recht: Ausruhen bedingt, dass es ruhig wird – im Außen und im Innen gleichermaßen.
Ruhigen Urlaub allerseits!
Nein sagen
Wenn wir unsere Arbeit gerne machen, dann machen wir sie gut. Wenn wir unsere Arbeit gut machen, dann entstehen Gelegenheiten. Und wenn sich Gelegenheiten ergeben, dann ich es wichtig, die besten Gelegenheiten auszuwählen.
Wenn wir auswählen müssen (oder dürfen, je nach Perspektive), dann müssen/dürfen wir auch “nein” sagen zu vielen Gelegenheiten – auch zu sehr guten Gelegenheiten.
Wenn wir nicht (genug) nein sagen, dann werden wir über kurz oder lang unsere Arbeit nicht mehr gerne machen. Sie ist dann auch nicht mehr so gut, und die Gelegenheiten nehmen von selbst ab.
Übrig bleiben die Gelegenheiten, zu denen wir von Anfang an hätten “nein” sagen sollen.
Einfach
Was wir gut können, das fällt uns leicht.
Die Falle, die dabei für uns Unternehmer lauert: Wenn wir etwas für einfach halten… Dann ist es doch nichts Besonderes, oder? Dann ist es doch nichts wert! Dann kann ich doch nicht viel dafür verlangen!
Unsere ganz spezielles Talent, unsere ganz besondere Kompetenz ist jedoch seltener, als wir denken – und damit für die meisten unserer Kund*innen ein ausgesprochen wertvolles Gut, für das sie auch bereit sind, zu bezahlen.
Roman Kmenta: Kundenverlust durch Spezialisierung 🎙
Ein Business das läuft Podcast #135, 28. Juli 2020
(mehr …)Prämie
Sobald jemand Ziele vorgibt und dafür eine Belohnung ansetzt, wird es Menschen geben, die versuchen, diese Belohnung zu ergattern. Sie werden sehr kreativ werden beim Fischen nach der Belohnung. Ob die intendierten Ziele dadurch erreicht werden, steht auf einem anderen Blatt. Die unerwünschten Nebeneffekte von Belohnungen können nämlich erheblich sein.
Gleichzeitig sollten wir Lifestyle Entrepreneure uns von Belohnungen nicht blenden lassen. Sie sollten niemals das Ziel unserer Anstrengungen sein oder werden. Wenn wir tun, was wir sowieso tun wollen und wir dadurch eine Belohnung quasi “nebenbei” einstreifen können – klar, warum nicht.
Aber eine Belohnung darf allein schon deswegen nicht das Ziel unserer Anstrengung werden, weil es das Ziel von jemand anderem ist, das wir dadurch zu unserem eigenen machen würden.
Kein Einziger
Gestern hatte meine Website keinen einzigen Besucher. Auch keine Besucherin. Gestern hat meine Website niemanden interessiert.
Es tut gut, immer wieder mal daran erinnert zu werden: Die Welt hat nicht auf dich und deinen Blog gewartet.
Auch wenn’s ein bisschen kränkt.
Unternehmer*in sein vs. sein wollen
Es genügt nicht, Unternehmer*in sein zu wollen.
Tatsächlich Unternehmer*in zu sein, bedeutet nämlich, sich selbst einzugestehen, wenn man gerade nicht wie eine*r handelt – oder, noch schlimmer, sich selbst einzugestehen, wenn man eigentlich gar kein Business (mehr) hat.
Unternehmer*in zu sein bedeutet, dass das Risiko des Scheiterns real ist. Möchtegern-Unternehmer*innen werden nie in diese Verlegenheit kommen.
Pleiten, Pech und Pannen
Manchmal ist einfach der Wurm drin.
Manchmal läuft nichts zusammen. Wir sind engagiert und tun, tun, tun… aber es kommt nichts Zählbares dabei heraus. Keine Kunden, keine Aufträge, kein Umsatz. Wir gehen am Morgen motiviert aus dem Haus und stehen am Abend mit leeren Händen da.
Es ist schwer, in diesen Phasen motiviert zu bleiben und nicht das “Pleiten, Pech und Pannen”-Gefühl zu bekommen, das uns an uns selbst zweifeln lässt. Ja, der Kopf weiß, dass wir es nicht persönlich nehmen sollten, aber dieses Gefühl des Selbstzweifels nagt beharrlich an unserem Glauben an uns und unserer Unternehmensidee.
Man sagt, nichts ist motivierender als Erfolg. Leider stimmt auch das Gegenteil.
Brotkrümel
Wir entwickeln uns weiter, als Menschen und auch als Lifestyle Entrepreneure. Werkzeuge, die uns anfänglich geholfen haben, werden mit der Zeit obsolet. Erkenntnisse, die uns mal in Staunen versetzt haben, werden irgendwann banal. Inspirationen, die wir einst für revolutionär gehalten haben, kommen uns auf einmal sowas von offensichtlich vor.
Deshalb neigen wir dazu, die Artefakte unserer Entwicklungsgeschichte zu entsorgen. Wir brauchen sie nicht mehr, deswegen können sie weg.
Aber nicht so schnell! Die sichtbaren Zwischenschritte unseres Entwicklungsprozesses werden sehr wohl noch gebraucht! Vielleicht nicht von uns, aber sehr wohl noch von unseren Kund*innen. Diese Artefakte wirken wie Brotkrümel, mit deren Hilfe uns jene nachfolgen können, die sich auf den gleichen Weg machen wollen wie wir.
Status
Viel öfter als nicht, steht uns unser Statusdenken im Weg. “Ich kann doch nicht… Was werden die Anderen denken? Wie schaut denn das aus? Was macht das denn für einen Eindruck?”
Es ist egal, was es für einen Eindruck macht. Wenn es das Richtige ist, dann ist es das Richtige – und dann ist völlig egal, was andere Menschen darüber denken.
Abgesehen davon: Wir überschätzen maßlos, wie viele Gedanken sich Andere über uns machen. Die meisten Menschen sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um überhaupt wahrzunehmen, was in unserem Leben passiert.
Influencer
Die unternehmerische Leistung von (erfolgreichen) Influencer*innen wird regelmäßig unterschätzt.
Die meisten Menschen haben überhaupt keine Vorstellung davon, wie viel Arbeit es bedeutet, einen Social-Media-Kanal professionell zu betreiben. Also einer Strategie zu folgen, regelmäßig (und nicht nur bei Lust und Laune) kreativen Content zu liefern und die steigenden Qualitätserwartungen des Publikums konsistent zu erfüllen.
Ich gebe zu: Auch ich habe das lange unterschätzt und Influencer*innen ein bisschen belächelt. Ich habe mich geirrt, aber sowas von.
[Was mich eines Besseren belehrt hat: klick]
Erfolgreich geirrt
Mit dem Erfolg ist es nicht so einfach. Erfolg ist ein zweischneidiges Schwert.
Wir denken oft, dass alles, was erfolgreich ist, auch gleichzeitig gut ist. Nach dem Motto: Der Erfolg gibt dir recht. Aber das ist nicht so, da muss man aufpassen.
Man kann nämlich auch sehr erfolgreich das Falsche machen – und keinem fällt es auf.