Tag#PersonalProjects

Projekt-Budgets

P

Jedes meiner Personal Projects hat Wünsche an mich, was meine Aufmerksamkeit und meine Zeit betrifft.

Meine Aufgabe hier und heute (und immer wieder) ist es, diese Wünsche zu koordinieren, abzuwägen und zu einem “Budget” zusammenzufassen: Wer bekommt was? Was kommt zuerst, was später? Was ist jetzt wichtig, was ist nicht (mehr) wichtig? Welche Verluste kann ich mir leisten, welche nicht?

Dabei sind, wie in jedem Budgetierungsprozess, harte Entscheidungen zu fällen. Es ist notwendigerweise ungerecht.

Aber was ist die Alternative?

Fehlendes Problemverständnis

F

Oft tun wir die falschen Dinge, weil wir das Problem gar nicht richtig verstanden haben. 

Wir tun, ohne nachzudenken. Wir nehmen die nächstbeste Scheinlösung. Wir wollen das Problem so schnell wie möglich aus der Welt haben.

Dabei gilt: Je besser du das Problem verstanden hast, desto wahrscheinlicher ist es, dass deine Lösung das Problem tatsächlich löst.

Angemessene Reaktion

A

Du kannst nicht alles kontrollieren in deinem Leben. Auch wenn der Manager in dir sich das so sehr wünscht.

Es geht auch gar nicht darum, alles vorherzusehen und vorauszuplanen.

Es geht darum, dass wir das Vertrauen in uns selbst entwickeln, dass wir zu jeder Zeit angemessen reagieren können werden.

Der Held der Geschichte

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Eine fantastische Frage, die man sich selbst stellen kann, wenn man gerade nicht weiter weiß:

If you were a character in a book,
what would your readers be yelling at you to do?

Eliezer Yudkowsky

Panikmodus

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Unlängst bin ich im ICE gefahren, von St. Pölten nach Wien. Er war voll, kein Sitzplatz zu bekommen, also habe ich mich mir einen Stehplatz gesucht einem Bereich, wo es Ablageflächen für Gepäck und auch Stellplätze für Fahrräder gab.

Ungefähr eine Viertelstunde vor Wien kam dieses ältere Ehepaar und fing an, an ihren Fahrrädern herumzufummeln und diese zum Aussteigen bereit zu machen. Mit dem Effekt, dass die Fahrräder nun im Weg standen und den wenigen Platz noch reduzierten.

Es hat keinen Sinn, mit den Vorbereitungen vor der Zeit zu beginnen. Man tut sich selbst keinen Gefallen. Auch dann nicht, wenn man glaubt, dass die Sache sehr wichtig und dringend ist und man auf keinen Fall dein Ausstieg verpassen will.

Ja, fang rechtzeitig an, dich vorzubereiten. Aber mach dir auch klar, wann die Zeit ist, um noch ein bisschen zu chillen.

Wunschträume

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Meine Tochter (5) hat mir heute von ihrem aktuell größtem Wunschtraum erzählt: Ein Haus mit Garten zu kaufen, um dann einen Hund zu haben.

Das rationale erwachsene Papa-Ich hat daraufhin gemeint, dass die Sache aus meiner Sicht wahrscheinlich so bald nichts werden wird.

Daraufhin hat mir meine Tochter etwas ganz Wichtiges gesagt, das ich nie vergessen sollte:

“Du kannst es nicht wissen, Papa!”

Baumfalke

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Unlängst gelernt im Falknerei- und Greifvogelzentrum Waldreichs:

In der Falknerei wurden und werden verschiedenste Greifvogelarten für unterschiedliche Zwecke ausgebildet und verwendet. Die meisten davon natürlich für die Jagd, aber einer, der Baumfalke, nicht.

Es ist nämlich sehr schwer, mit einem Baumfalken erfolgreich zu jagen. Aber was für ihn spricht, ist seine Schönheit und sein angenehmes Wesen. Man hat ihn einfach zum Spaß geflogen.

Im Englischen heißt der Baumfalke übrigens hobby.

So wurde der Falke zu einem weltweit verwendeten Begriff für eine passionierte, aber profitlose Tätigkeit.

Rechtzeitig

R

Es ist ein interessantes Phänomen: Manche Dinge sind, wenn man sich rechtzeitig um sie kümmert, ganz wenig Arbeit. Easy peasy. Aber wenn man einen bestimmten kritischen Zeitpunkt versäumt, erzeugen sie überproportional viel Arbeit.

Ein Beispiel wäre die Anmeldung von Ferialpraktikanten. Die muss man nämlich bis vor Arbeitsantritt erledigen. Das kann mal leicht online tun. Aber wenn man diese Frist versäumt, dann wird’s sehr mühsam. Nicht nur, dass man nicht regelkonform gehandelt hat, es ist auch sehr schwierig, das wieder ins Lot zu bringen.

Gutes Management zeichnet sich dadurch aus, dass man diese kritischen Zeitpunkte im Auge behält. Denn, sind wir uns ehrlich: Wer hat schon die Zeit, ständig Feuerwehr zu spielen?

Selbstmanagement (Freewriting XXVII)

S

Der ultimative Test, an dem du erkennst, ob du in deinem Business gut organisiert bist oder nicht:

Stell dir vor, ein Termin fällt aus oder ein Meeting ist kürzer als gedacht. Plötzlich hast du 30 Minuten Zeit geschenkt bekommen. Weißt du ohne langes Nachdenken, was du in diesen 30 Minuten tun könntest, das dein Business nach vorne bringt? Kannst du nahtlos an einem deiner Projekte weiterarbeiten? Weißt du, welches Projekt gerade am wichtigsten ist? Oder hast du keine Ahnung, bist völlig orientierungslos und weißt nichts Besseres zu tun, als die Zeit am Handy zu verdaddeln?

Es kommt relativ selten vor, dass wir einige Stunden am Stück an unserem Business arbeiten können. Aber 20 Minuten hier oder 30 Minuten da, das geht schon. Aber dazu ist es notwendig, eine Liste griffbereit zu haben, auf der sich

  • Aufgaben befinden, die in max. 20 Minuten zu erledigen sind
  • die ein klares Ergebnis haben
  • die in der richtigen Reihenfolge (also nach Wichtigkeit) geordnet sind.

Wenn du so eine Liste hast, bist du der Kaiser. Dann kannst du, wenn du Zeit geschenkt bekommst, sofort loslegen und dein Business einen kleinen Schritt weiter bringen.

Hast du diese Liste nicht, brauchst du dich auch nicht wundern, wenn du das Gefühl hast, du trittst auf der Stelle.

Das Schulfest (Freewriting XXIII)

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Über Elternvereine und deren Schulfeste gäbe es sehr viel zu sagen. Wie immer, wenn sich Menschen zusammenfinden, um an einer gemeinsamen Sache (einem “Projekt”) zu arbeiten, passieren allerhand interessante Dinge. Es gibt Gschaftlhuber, fleißige Helfer und vollkommen Desinteressierte. Und es gibt mitunter sogar Saboteure und Wichtigmacher in eigener Sache.

Jedenfalls stehen und fallen solche Projekte mit Menschen, die die Richtung vorgeben. Die Führung übernehmen. Oder auch nicht. Das zeigt sich besonders, wenn das Projekt nicht wie geplant läuft. Denn Führung ist leicht, solange alles gut läuft. Wirklich gute “Leader” erkennt man aber erst in dem Momenten, wo es kriselt. Oder wo es überhaupt kracht.

Wenn so ein Projekt nur ein wenig aus dem Ruder läuft, kann man sagen, es ist halt schlecht organisiert. Ein bisschen Chaos, aber damit können wir meistens ganz gut umgehen. Man improvisiert ein bisschen, und mit etwas gutem Willen kriegt man’s schon irgendwie hin.

Wenn in so einem Projekt hingegen Leadership fehlt, dann lässt sich das praktisch nicht kompensieren. Dann ist das Projekt dem Untergang geweiht.

Adel verpflichtet (Freewriting XIX)

A

Ich glaube fest daran, dass mit einem Geschenk immer auch eine Verpflichtung einhergeht. Das steht wunderbar beschrieben bei Lewis Hyde. Aber es geht dabei nicht nur um Geschenke im klassischen Sinn, sondern auch um Geschenke in Form von Ressourcen, insbesondere Geld und Talente.

Wer ein Talent hat, hat auch die Pflicht, dieses Talent zum Wohle aller einzusetzen. Es wäre falsch, dieses Talent nicht auszuleben oder nur egoistische Ziele damit zu verfolgen.

In der Bibel heißt es: Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.* Das drückt für mich sehr prägnant aus, worum es geht: Nimm die Privilegien, die du bei deiner Geburt bekommen hast, als Geschenke an. Und dann geh mit diesen Geschenken verantwortungsvoll um. Pass auf auf sie, entwickle sie weiter, und tu Gutes damit.

Und: Genauso großzügig, wie du deine eigenen Geschenke mit anderen teilst, darfst du zugreifen, wenn andere Menschen dir ihre Geschenke anbieten und mit dir teilen wollen.

Geben und Nehmen, der Blutkreislauf des guten menschlichen Zusammenlebens.

[*Hinweis für alle Solopreneure: Umsonst meint hier nicht gratis!]

Viel zu viel vor (Freewriting II)

V

Heute war wieder (mal) so ein Tag, an dem ich viel mehr vor hatte, als ich geschafft habe.

Nicht, dass mich das überraschend treffen würde. Im Prinzip war mir schon heute Morgen klar, dass sich all die Dinge, die ich auf meine To-Do-Liste gesetzt habe, niemals ausgehen können. Völlig illusorisch. Und doch habe ich keine Aufgaben gestrichen, sondern bin nach dem Prinzip Hoffnung vorgegangen: Irgendwie könnte es ja doch sein, dass sich irgendwie doch irgendwie alles irgendwie ausgehen könnte. Wunder gescheh’n.

Natürlich ist kein Wunder eingetreten, wie soll es auch. Ich hätte zwei, ach, was sage ich… ich hätte drei bis vier Wunder gebraucht. Und so kam alles, wie es kommen musste: Am Ende des Tages stehe ich vor einer nahezu unerledigten Aufgabenliste.

Was ich mich jetzt frage: Wenn mir das ohnehin schon in der Früh klar war, dass dieses Ergebnis am Abend rauskommen würde… Wieso hatte ich dann nicht den Mut anzuerkennen, was Sache ist und gleich die richtigen Konsequenzen zu ziehen? Gleich von Anfang an Aufgaben zu verschieben oder (noch besser!) zu streichen? Warum überfrachte ich meinen Tag mit Aufgaben, obwohl ich weiß, dass diese Taktik noch nie zum Erfolg geführt hat. Noch nie!

Ist es wirklich mein unerschütterlicher Glaube an die kleinen Wunder des Lebens, oder lüge ich mich hier regelmäßig selbst an?

Tunnelblick

T

Woran ich merke, dass ich gerade überlastet bin?

Wenn ich eine eigentlich sehr gute Idee am liebsten nicht hören möchte, weil ich keine Lust, keine Kraft und keine Energie habe, mich mit der Idee auseinanderzusetzen und darüber nachzudenken.

Dringend Zeit für eine Pause.

Zukunft gestalten

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Der Zukunftsforscher Matthias Horx hat unlängst etwas sehr Spannendes gesagt:

Die Zukunft ist eine Frage des Selbstbewusstseins.
Es ist eine Frage, wie hart du dich in den Wind stellst.

Matthias Horx

Wir stehen unserer Zukunft nicht machtlos gegenüber. Wir können sie zwar nicht bis ins Detail planen und vorherbestimmen, aber wir können uns entscheiden, mit welcher Haltung wir ihr entgegentreten.

Und die Haltung, die wir wählen, wird unsere Zukunft formen.

Garten

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Ich wohne in einer Mietwohnung ohne eigenen Garten.

Und dennoch kann ich mir meinen eigenen “Garten” wählen. Irgendetwas in meinem Leben, um das ich mich mit genauso viel Liebe und care kümmere wie ein Gärtner um seinen Garten. 

Jeder Mensch sollte so einen “Garten” haben, dem er sich mit aller Hingabe widmet. 

[Danke Nick Offerman für diesen blühenden Gedanken.]

Gabe The Bass Player

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Mein großes Vorbild für meinen daily blog ist ja Seth Godin. Und wie mich hat Seth Godin auch noch andere Menschen inspiriert, ihre Gedanken jeden Tag in Blog-Form zu teilen.

Einer davon ist Gabe Anderson aka Gabe The Bass Player. In seinen Blogs geht es um die Musik, um Bands, um Songs — kurz, um wunderbare Metaphern für das Leben.

Große Empfehlung! (Lesetipp)