Wir Selbständige haben meist eh Spaß an unserer Arbeit. Das ist nicht das Problem.
Jetzt brauchen wir nur noch Erfolg.
Wir Selbständige haben meist eh Spaß an unserer Arbeit. Das ist nicht das Problem.
Jetzt brauchen wir nur noch Erfolg.
Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei. Denn:
Diese komplexe Welt, in der wir leben, erlaubt uns nicht mehr, dass wir alle Dinge alleine machen und alle Fragen selber beantworten.
Hubertus Porschen, Mut zur Gründung Podcast vom 22. September 2022
Einmal kam eine Studentin zur schriftlichen Prüfung, die hatte nichts zum Schreiben dabei. Und auch ihren Taschenrechner hatte sie vergessen.
Dafür mag es ein Dutzend Gründe geben, und ich will nicht urteilen.
Aber eines steht für mich fest: Echte Profis kümmern sich darum, dass sie ihr Werkzeug zur Hand haben, wenn sie es brauchen.
Als ich unlängst beim Spielen Letzter geworden bin, meinte meine vierjährige Tochter, ich sei damit “Nulltbester”.
Tolles Reframing. 😁
Ein Buch, das mir nicht besonders in Erinnerung geblieben ist. Aber meinen Notizen nach zu urteilen, stehen gescheite Dinge drinnen.
(mehr …)Wir Selbständige sind meist ziemlich streng mit uns selbst. Mitunter sogar gnadenlos.
Wir gönnen uns kaum Pausen oder Müßiggang. Wir wollen immer noch und noch ein Projekt umsetzen. Mit dem Erfolg, den wir haben, sind wir selten zufrieden. Und wenn’s mal nicht gut läuft, sind wir schnell mit Selbstvorwürfen zur Stelle.
Wie wäre es, wenn wir öfter mal mit einem milden Auge auf uns sehen würden?
Wäre es möglich, dass es uns dann nicht nur besser geht, sondern sich auch der Erfolg leichter einstellen würde?
Das ist meistens keine nützliche Frage. Und auch keine faire.
Mit dir ist alles in Ordnung. Kann schon sein, dass du einen Fehler gemacht hast. Dass du eine Situation falsch eingeschätzt hast. Dass du einen Moment unaufmerksam warst. Dass du dich geirrt hast.
Das kann alles passieren, das gehört (leider) zum Leben dazu. Wo gehobelt wird, fallen Späne.
Aber nichts davon kann dich in Frage stellen.
In öffentlich geförderten Unterstützungsprogrammen für Gründer*innen (wie das UGP des AMS Wien) bewegen wir uns als Berater*innen ständig zwischen den Rollen Bürokrat und Sozialarbeiter:
Wie viel ist standardisiert, wie viel ist individuell? Was lässt sich „digitalisieren“, wozu braucht es „den Menschen?“ Was ist möglich, und was geht einfach nicht?
Das ist auch eine zentrale Konfliktlinie in vielen Gründungsprojekten: Wie passt die eigene Individualität in die standardisierten Formen, mit denen wir uns das gesellschaftliche Zusammenleben organisieren?
“Wenn Sie in Ihrem Unternehmen etwas falsch machen, haben Sie dafür die Konsequenzen zu tragen!”, sagt die Dame von der WKO beim Gründer*innen-Workshop.
Und genau darum geht es vielen Gründer*innen in der Gründungsphase: Nur ja keine Fehler machen mit Gewerbe, Finanzamt oder Sozialversicherung.
Für diese Menschen ist die wertvollste Beratungsleistung, Orientierung zu geben im Gründungs- und Behördendschungel und sie da unbeschadet durchzubringen.
Dabei geht es beim Gründen doch eigentlich um etwas ganz, ganz anderes…
Wir Gründungsberater*innen müssen uns immer wieder kritisch mit der Frage auseinandersetzen:
Was passiert eigentlich nach der Gründung?
Haben wir als Gründungsberater*innen dafür auch noch Verantwortung, oder sagen wir: Nach mir die Sintflut?
Du brauchst Augen für die Omen und Ohren für die Engel, die dir jeden Tag begegnen.
Glaub nicht, dass sie nicht existieren, nur weil du sie nicht wahrnimmst.
Kann es sein, dass du gekidnappt wurdest von deinen Zweifeln, Sorgen und Ängsten?
Kann es sein, dass das Einzige, was deine Freiheit beschränkt, in Wahrheit dein Bedürfnis nach Sicherheit ist?
Kurz, kurzweilig, ungewöhnlich, inspirierend.
(mehr …)Eine wunderbar offene Autobiografie.
(mehr …)Das meiste von dem, was ich meinen Gründer*innen sage, wissen sie eh selber.
Ich muss sie nur daran erinnern, weil sie gerade darauf vergessen haben.
Neidlos den Erfolg von anderen anzuerkennen, fällt uns schwer.
Es gelingt uns nur, wenn wir das Wettbewerbsdenken aufgeben und uns daran erinnern, dass wir Menschen nicht gegeneinander spielen, sondern dass jeder Mensch sein ganz eigenes Spiel spielt.
Dadurch kann jeder gewinnen, ohne dass ein anderer verlieren muss.
Spätestens in der Selbständigkeit muss die eigene Beziehung zum Geld aufgearbeitet werden.
Sonst geißeln dich deine falschen Glaubenssätze zum Thema Geld dein ganzes unternehmerisches Leben lang.
Unlängst habe ich einen neuen Begriff kennengelernt: Micro-Entrepreneurship
Es ist die Idee, dass immer mehr Menschen in immer mehr Bereichen des Lebens unternehmerisch tätig werden. Nicht unbedingt in ihren eigenen kleinen Unternehmen oder als Selbständige, sondern auch als Mikro-Unternehmer in ihren Karrieren, Netzwerken und Gemeinschaften.
Micro-Entrepreneurship ähnelt der Idee des Zivilkapitalismus insofern, als Entrepreneurship hier nicht mehr nur den großen Unternehmen vorbehalten bleibt, sondern jeder Bürger und jede Bürgerin für sich unternehmerisch tätig werden kann. Eine Demokratisierung des Entrepreneurship also, ganz im Sinne eines Citizen Entrepreneurship.
Ich bin davon überzeugt, dass Micro-Entrepreneurship eines der großen Themen der nächsten Zeit ist.
[Danke Philipp Maderthaner für diesen Hinweis.]
So, wie in großen Unternehmen die Verantwortung wie eine heiße Kartoffel hin- und hergeschoben wird, genauso tun wir Solopreneure es in unserem eigenen EPU.
Wir nehmen uns um die wirklich wichtigen Problem nicht an. Wir treffen keine Entscheidung und hoffen, dass sich das Problem irgendwie von selbst löst. Wir kümmern uns einfach nicht um die wirklich wichtigen Dinge.
Stattdessen sind wir geschäftig. Wir sind die ganze Zeit am Tun, aber: Was haben wir am Ende des Tages wirklich geschafft?
Wir kriegen nichts weiter, aber wir sind trotzdem in einem Erschöpfungsprozess.
Wir empfinden Arbeit dann als besonders mühsam, wenn wir durchgetaktet und fremdbestimmt sind.
Je höher der Grad an Autonomie, desto weniger fühlt sich unser Tun wie Arbeit an.