AutorGünter Schmatzberger

Verkaufsgespräche sind wie Dates

V

Dates laufen dann gut, wenn beide Spaß daran haben. Wenn ein anregendes Spiel zwischen zwei gleichberechtigten Personen entsteht, das in guter Erinnerung bleibt, wenn man danach auseinandergeht.

Dates laufen dann schlecht, wenn einer der beiden verzweifelt und needy rüber kommt. Wenn die Interaktion nicht leichtfüßig ist, sondern verkrampft. Wenn einer “gewinnen” will.

Die besten Dates (Verkaufsgespräche) sind generell die, die man gar nicht braucht. Wenn man gar keinen Erfolg sucht, steigen die Erfolgsaussichten exorbitant.

Wer gar nicht auf Partnersuche ist, wird ausgesprochen attraktiv.

Und wer’s nötig hat, hat es nicht verdient.

Website: Wohnzimmer vs. Verkaufsraum

W

Die Website ist für die meisten Lifestyle Entrepreneure eine schwierige Baustelle: Was soll drauf stehen? Was nicht?

Eventuell kann es helfen, die Website in zwei Aufgabenbereiche zu teilen:

  1. Wohnzimmer: Wir laden auf unserer Website unsere Besucher*innen quasi in unser virtuelles Wohnzimmer ein. Sie sollen sich auf unserer Website willkommen und wohl fühlen, und sie sollen uns in Ruhe kennenlernen können. Kein Stress, keine unnötigen Ablenkungen, sondern freundliche Aufmerksamkeit.
  2. Verkaufsraum: Bestimmte Bereiche unserer Website sollen unsere Besucher*innen dazu einladen, unsere Angebote auszuprobieren und zu kaufen. Wir präsentieren unsere Angebote dort im besten Licht und vermitteln ehrlich und echt, warum und wie unsere Angebote unseren Besucher*innen helfen werden. Hier wollen wir überzeugen, denn hier wollen wir Umsatz machen.

Es lohnt sich mitunter, diese beiden Aufgaben sowohl gedanklich als auch räumlich auf der Website zu trennen.

Vielleicht kann diese Trennung sogar so weit gehen, zwei Websites zu bauen: Eine wohlige Wohnzimmer-Website und eine knackige Verkaufs-Website (Landingpage).

Wissen, was man weiß

W

Es ist ein interessantes Phänomen:

Oft wissen wir gar nicht, was wir alles wissen, bis wir uns mit jemand anderem darüber unterhalten haben.

Das ist auch das Faszinierende an meiner Tätigkeit als Berater: Viele Metaphern, Bilder und Konzepte entstehen bei mir erst während des Gesprächs mit meinen Kund*innen. Ich wusste davor gar nicht, dass diese Gedanken in mir stecken.

Erst dadurch, dass ich sie aussprechen konnte, werden sie für mich greifbar. Erst dann kann ich sie fassen, und erst dann kann ich sie weiter verarbeiten – z.B. hier im Blog.

Zufallskunden (2)

Z

Manchmal passiert es uns Lifestyle Entrepreneuren, dass Kund*innen zu uns kommen, wo wir nicht wirklich wissen, wieso sie uns gefunden haben.

Das ist gut, das ist schön – aber das ist auch gefährlich.

Zufallskund*innen wiegen uns nämlich in einer falschen Sicherheit. Sie machen uns glauben, dass unsere Positionierung eh passt, dass unser Marketing offensichtlich funktioniert, dass unsere Angebote überzeugend sein müssen.

Aber das stimmt nicht. Zufallskund*innen sind uns zugefallen trotz unserer Positionierung, unseres Marketings und unserer Angebote – nicht wegen.

Wenn du also überwiegend mit Zufallskund*innen arbeitest, sollte dir das ein Warnsignal sein.

Integrität

I

Integrität bedeutet nicht (nur), dass du dir deine persönlichen Prinzipien und Werte bewusst machst.

Integrität bedeutet, dass du dich an deine persönlichen Prinzipien und Werte tatsächlich und verlässlich hältst.

Und zwar ganz besonders auch dann, wenn es dir zum Nachteil gerecht.

Bei der Integrität gibt es keine halben Sachen.

Nicht entscheiden können

N

Eine ausgesprochen nützliche Frage, wenn du dich nicht entscheiden kannst:

Welche Entscheidung hast du innerlich schon getroffen, traust du dich aber noch nicht auszusprechen?

Reichtum

R

Reichtum ist keine Zahl.

Reichtum ist ein Gefühl.

Sammelalbum

S

Ein Sammelalbum hat eine erstaunliche Eigenschaft: Es macht die Lücken sichtbar. 

Ohne Sammelalbum sieht man zwar, was man hat, aber man erkennt nicht auf einen Blick, was noch fehlt. Die leeren Stellen im Sammelalbum machen die Lücken jedoch augenscheinlich.

Sammelalben gibt es, im übertragenen Sinn, in vielen Bereichen unseres Lebens. Sie können das Gute fördern oder das Böse. 

Verloren

V

Ich habe meinen Ehering verloren.

Warum?

Weil er mir nicht mehr gepasst hat. Er war zu groß und ist mir irgendwie vom Finger gerutscht, ohne dass ich es gemerkt habe.

Wie lang ich das schon gewusst habe?

Dass er mir nicht mehr ideal passt? Naja, schon länger. Ein paar Jahre, ehrlich gesagt.

Warum ich nicht vorher etwas dagegen unternommen habe?

Tja… Das frage ich mich jetzt auch.

Gute Tage, schlechte Tage

G

An manchen Tagen läuft es einfach nicht rund. So sehr du dich auch bemühst, es ist einfach irgendwie der Wurm drin.

Tags darauf läuft wieder alles wie am Schnürchen.

Obwohl du eigentlich nichts verändert hast.