Tag#Lebensfragen

Glück ist…

G

Eine Arbeit zu machen, die du für sinnvoll hältst.

Diese Arbeit aus einer ehrlich guten Absicht heraus machen.

Die Arbeit so gut zu machen, wie es dir eben gerade möglich ist.

Mit dieser Arbeit anderen Menschen zu helfen.

Für diese Arbeit einen gerechten Lohn zu bekommen.

Das ist Glück.

Teil der Lösung sein

T

Selbst der kleinste Beitrag kann am Ende einen enormen Unterschied machen, wenn es um eine clevere, faire und nachhaltige Lösung geht.

“Ich möchte Teil der Lösung sein” darf nicht nur ein Lippenbekenntnis sein.

Es ist ein Aufruf zum Handeln.

Reden und Zuhören

R

Beides ist wichtig.

Beides ist wertvoll.

Beides hat seine Zeit.

Das größte Problem

D

Ein spannender Gedanke von Silvia Breier:

“Was ist aus der Sicht eines Klienten eine Beratung wert? Ist es der Betrag, den die Stunden in Summe kosten? Oder ist es das Ergebnis, das im Idealfall eine Verbesserung seiner Situation ist? Wenn Sie Ihr größtes Problem gelöst bekämen, was wäre Ihnen das wert?”

Silvia Breier: Geld Macht Gefühle (2017), S. 121

Was es mir wert wäre, wenn ich mein größtes Problem gelöst bekäme? Dafür müsste ich zuerst mal wissen, was mein größtes Problem ist.

Vielleicht ist ja genau das mein größtes Problem…

Projekt-Schulden

P

Ein spannendes Konzept von Seth Godin:

Jedes Mal, wenn wir zu einem neuen Projekt “ja” sagen, machen wir Schulden. Projekt-Schulden, die unser zukünftiges Ich abbezahlen muss.

  • Es mag unser Ego schmeicheln, wenn wir in den Vorstand eines Vereins gewählt werden. Aber die viele Vereinsarbeit, die damit auf uns wartet!
  • Es ist leicht, sich eine Gitarre, Inline Skates oder Jonglierbälle zu kaufen. Aber die Zeit zum Üben, bis man damit umgehen kann!
  • Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr!

Daher müssen wir gut darin werden, “nein” zu. sagen. Denn jedes Mal, wenn wir “ja” sagen, riskieren wir, uns noch weiter zu verschulden.

“Be careful who you owe, because who you owe decides who you will become.” (Seth Godin)

Plötzlich

P

Dinge gehen nie plötzlich schief. Ehen zerbrechen nicht plötzlich, Businesses gehen nicht plötzlich in Konkurs.

Meistens gibt es mehr als genug Warnzeichen.

Wir scheitern, weil wir diese Warnzeichen nicht wahrnehmen. Wir scheitern, weil wir rechtzeitig wahrnehmen (wollen), was wirklich Sache ist.

Wir scheitern, weil wir nicht ernst nehmen, wie ernst es ist.

Moment der Wahrheit

M

Es kommt mit Sicherheit der Moment, wo du einen Fehler machst und du darauf angesprochen wirst.

Dann kommt der Moment der Wahrheit, und du stehst vor der Entscheidung:

Wirst du das Rückgrat haben, den Fehler zuzugeben und den Konsequenzen couragiert ins Auge zu schauen?

Oder wirst du lügen, leugnen und Ausreden suchen, um irgendwie dein Gesicht zu wahren?

Die Entscheidung liegt bei dir. Jeden Tag aufs Neue.

Lebendig

L

Manchmal müssen wir etwas Neues wagen, damit wir uns wieder lebendig fühlen.

Damit wir uns mal wieder richtig g‘spüren.

Riskieren

R

Machmal hat man nur zwei Möglichkeiten: Entweder, etwas zu versuchen mit dem Risiko, dass es nicht gut geht. Oder es gar nicht zu machen.

Lange Zeit war ich überzeugt: Wenn du was machst, dann mach es gscheit – oder gar nicht.

Langsam beginne ich aber umzudenken. Manchmal ist es besser, etwas zu versuchen, als gar nichts zu machen. Ja, es kann schiefgehen. Aber gar nichts zu machen würde die vorhandene Chance zunichte machen, dass es klappt.

Wenn es klappt, hast du gezaubert. Wenn nicht, hast du’s zumindest versucht. Dafür gebührt dir auf jeden Fall Respekt.

Ehrlichkeit (2)

E

Wenn wir wirklich etwas verändern wollen, dann ist Ehrlichkeit notwendig.

Wenn wir zueinander und uns gegenüber nicht ehrlich sind, brauchen wir uns nicht wundern, wenn alles bleibt, wie es ist.

Lang geredet, wenig verstanden

L

Zwei IT-Techniker hatten sich anderthalb Stunden über ein Projekt unterhalten.

Eine Woche später kommt der Projektleiter drauf, dass zwischen den beiden ein Missverständnis entstanden ist und jeder auf die Rückmeldung des anderen wartet. Das Projekt hat dadurch eine Woche an unnötiger Verzögerung aufgerissen.

Nur, weil zwei Menschen lang miteinander reden, heißt das nicht, dass sie einander auch verstanden haben.

Kein Problem

K

Ich selbst habe ja kein Problem damit, aber die Anderen…

Immer dann, wenn wir anderen Menschen ein Problem unterstellen, von dem wir denken, dass uns dieses Problem absolut überhaupt nicht selbst betrifft (Beispiel: falsche Ernährung), dann sind wir auf dem Holzweg.

Probleme, die wir anderen unterstellen, sind meistens unsere eigenen.

Wie in der Schule

W

Beim SCS Run gab es, wie vor jedem Lauf, ein animiertes Aufwärmprogramm. Ich stand dabei, wie immer passiv etwas abseits und hörte, wie ein Mit-Läufer meinte: „Schau, das ist wie in der Schule: Die Motivierten sind vorne und machen mit, und hinten sind die Faulen.“

Besser konnte man die Szenerie nicht zusammenfassen. Denn es war wirklich wie in der Schule.

Auch, wenn wir als Erwachsene schon lange aus der Schule draußen sind, verhalten wir uns oft immer noch genauso wie die Buben und Mädchen in der vierten Klasse.

Wir haben das ja auch jahrelang trainiert.

Dankbarkeit

D

Dankbarkeit ist keine Kategorie im Geschäftsleben, davon bin ich überzeugt.

Dankbarkeit ist eine der wichtigsten Kategorien im Leben, davon bin ich überzeugt.

Es liegt an uns Lifestyle Entrepreneuren, diesen Widerspruch aufzulösen.

Wertschätzung

W

Wertschätzung ist ein absoluter Wert. Entweder man ist wertschätzend, oder man ist nicht wertschätzend.

Man kann nicht selektiv wertschätzend sein, also in manchen Situationen schon und in manchen Situationen nicht. Oder zu manchen Menschen wertschätzend, zu anderen nicht. Oder wertschätzend im Berufsleben, aber nicht im Privatleben.

Das ist wie schwanger sein: Man kann nicht ein bisschen schwanger sein. Entweder, man ist schwanger, oder man ist es nicht. Genauso ist es mit der Wertschätzung.

Wertschätzung, die selektiv ist, ist keine Wertschätzung. Das ist Sympathie. Oder Vorliebe. Oder Kalkül.

Aber niemals Wertschätzung.

Niemand will ein Verlierer sein

N

Am Wochenende war mein fünfjähriger Sohn bei seinem ersten Fußballspiel. Ich habe ihm erklärt, zu welcher Mannschaft wir helfen und wer unser Gegner ist. Ich habe auch versucht zu erklären, dass wir unseren Gegner nicht hassen, aber dass wir trotzdem wollen, dass unsere Mannschaft gewinnt.

Lange stand es null zu null, bis zehn Minuten vor Schluss der Gegner in Führung ging. Mein Sohn meinte daraufhin zu mir, dass er ab jetzt lieber zum Gegner halten möchte, nicht mehr zu unserer Mannschaft. Er wollte nicht zu den Verlieren gehören.

Ich habe ihm erklärt, dass das so nicht geht. Dass man zu seiner Mannschaft auch dann halten muss, wenn sie verliert. Weil beim nächsten Mal gewinnen sie ja vielleicht wieder.

Was bei einem Kind vielleicht drollig wirkt, begegnet uns auch im Business: Niemand will ein Verlierer sein, und niemand will zu den Verlierern gehören. Da werden skrupellos die Seiten gewechselt. Da werden munter Prinzipien über Bord geworfen.

Treue auch in Momenten der Niederlage ist leider keine Kategorie im Business.

Die Großen

D

Es ist eine gute Idee, sich an den Größten und Besten und Erfolgreichsten einer Branche zu orientieren. Welchen Sinn hätte es denn, sich die Mittelmäßigkeit als Messlatte zu nehmen?

Es ist eine schlechte Idee, sich an den Größten und Besten und Erfolgreichsten einer Branche zu orientieren. Welchen Sinn hätte es denn, sich mit Unternehmen zu messen, die fünf oder zehn Schritte weiter sind auf ihrem Unternehmensweg als man selbst?

Es ist alles nicht so einfach…

Trust Issues

T

Wir Solopreneure tun uns oft schwer, anderen Menschen zu vertrauen.

Daran sollten wir arbeiten.

Herumdrücken

H

Wenn wir jemanden an unserer Seite haben, der erkennt, wenn wir uns die Latte zu niedrig legen, ist das unglaublich wertvoll.

Genauso wertvoll ist es, jemanden zu haben, der erkennt, wenn wir uns herumdrücken: um eine Entscheidung, um klare Worte, um eine Festlegung.

Herumdrücken ist leicht zu erkennen – nur nicht für uns selbst.

Pain Point Liste

P

Wir alle haben Ängste, Sorgen und Nöte. Wir sind alle nur Menschen.

Sich diesen “pain points” zu stellen, sich diese einzugestehen und alle mal auf Papier zu bringen, ist eine heroische Leistung.

So eine “Pain Point Liste” kann im ersten Moment demoralisierend wirken. Wie soll man mit so vielen Sorgen nur klar kommen, erst recht als Unternehmer?

Andererseits zeigt die Pain Point Liste auch schwarz auf weiß, wo die wichtigsten Aufgaben liegen. Da, wo der Schmerz am größten ist, gilt es zuerst zu handeln. Risikomanagement bedeutet nichts anderes, als wohl überlegt und planvoll dafür zu sorgen, dass die Pain Points möglichst wenig Schmerzen bereiten.

Und übrigens: Auch unsere Kunden haben Pain Points. Wenn wir dabei helfen können, die Schmerzen unserer Kunden zu lindern, werden sie uns dafür lieben.