Tag#Lebensfragen

Geld verändert alles

G

Überleg dir mal: Wenn du von jemandem etwas brauchst und ihn/sie um einen Gefallen bitten möchtest…

Wie wäre es, wenn du ihm/ihr anbietest, sie für die Mühe zu bezahlen?

Es muss nicht viel sein, aber Geld verändert die Interaktion nachhaltig. Sobald Geld im Spiel ist, wird alles professioneller. Das Gespräch wird ernsthafter sein, die Qualität der Information wird besser sein, und die Bereitschaft, auch zukünftig zu helfen, erhöht sich schlagartig.

Wenn du bereit bist, für Unterstützung zu bezahlen, wirst du vom Bittsteller zum Kunden. Deine Position verändert sich um 180 Grad.

Kurz: Du wirst professionell.

Brav

B

Wir Österreicher*innen sind sehr brav.

Wir halten uns an die Regeln. Wir haben meist ein schlechtes Gewissen, wenn wir etwas tun, was vielleicht nicht ganz “sauber” sein könnte. Wir wollen keine Scherereien. Wir wollen nichts falsch machen.

Deshalb üben wir mitunter vorauseilenden Gehorsam. Damit blockieren wir uns jedoch, und wir schränken unsere Handlungsspielräume ein.

“Ask for forgiveness, not permission”, sagen die Amerikaner.

Gutes Gespräch

G

Ein gutes Gespräch ist durch nichts zu ersetzen.

Ziele verfolgen

Z

Eine spannende Unterscheidung von Benjamin Hardy:

Ein Ziel zu verfolgen „weil ich kann“, ist gut. Das macht unser Leben interessant und spannend. Wir wachsen an diesen Herausforderungen, aber wir definieren uns nicht darüber, ob wir diese Ziele erreichen oder nicht. Der Weg ist das Ziel.

Ein Ziel zu verfolgen, weil ich mich sonst minderwertig, nicht “gut genug” fühle, ist schlecht. Wir werden nämlich auch nicht zufrieden sein, wenn wir das Ziel erreicht haben. Weil das Ziel unsere innere Leere nie auffüllen kann. Wir werden uns sofort das nächste Ziel suchen, das uns aber auch nicht glücklich machen wird.

Wir High Achiever sollten uns daher immer wieder fragen: Warum will ich dieses Ziel denn eigentlich erreichen? Weil ich kann, oder weil ich muss?

Nebenwirkungen

N

Es gibt keine Nebenwirkungen.

Es gibt nur Wirkungen.

Wir sind verantwortlich für alle Wirkungen, die wir mit unseren Gedanken, Worten und Werken auslösen.

Nicht nur für die, die uns in den Kram passen.

Unpopulär

U

Das Richtige zu tun, ist manchmal unpopulär. Man stößt damit andere Menschen vor den Kopf.

Damit müssen wir leben. Denn: Was wäre die Alternative?

Überfrachten

Ü

Wir neigen dazu, die Dinge zu überfrachten.

Zu viele Input in eine Lehrveranstaltung. Zu viele Kapitel in ein Buch. Zu viel Information in einen Newsletter. Zu viele Aufgaben an einem Tag.

Wir tun uns immer leichter, wenn wir reduzieren, vereinfachen und aufteilen.

Wörter erschaffen

W

Wörter benennen Ideen. Sie geben ihnen einen Namen.

Erst wenn Ideen einen Namen haben, können wir über sie sprechen. Erst dann werden sie real. Erst dann „existieren“ sie.

Im Anfang war das Wort. 

Reich werden vs. reich sein

R

Das Ziel vieler Selbständiger ist es, mit ihrem Business eines Tages reich zu werden.

Aber um reich zu werden, müssen wir zuerst eines kapieren: Wir sind schon reich. Jede*r Österreicher*in gehört, egal wie hoch oder niedrig das Einkommen ist, zu den Top-1% der reichsten Menschen der Erde.

Was wir hingegen lernen müssen, ist, mit unserem bestehenden Reichtum so umzugehen, damit wir uns auch reich fühlen

Sachensucher

S

“Ich bin ein Sachensucher”, sagt Pippi eines Tages zu Tommy und Annika. “Ein Sachensucher, was ist denn das?”, fragt Tommy. “Einer, der Sachen sucht”, sagt Pippi. “Die ganze Welt ist voll von Sachen, und es ist wirklich nötig, dass jemand danach sucht. Und genau das tun die Sachensucher.”

Astrid Lindgren: Hier kommt Pippi Langstrumpf

Ich bin auch ein Sachensucher.

Rückdelegation

R

Manchmal erledigt wer seine Arbeit nicht. Oder nur schlecht. Oder viel zu spät.

Diese Fälle kommen dann gerne zu Menschen, die dafür bekannt sind, dass sie verlässliche und gute Problemlöser sind. Die den Ruf haben, Retter in der Not zu sein.

Wenn du so ein Retter-Typ bist, darfst du dir aber auch erlauben, das Problem an die Person zurückzudelegieren, die es verursacht hat. Du kannst und du musst dich nicht um alles kümmern. Und schon gar nicht musst du den Kopf hinhalten für Fehler, die du gar nicht begangen hast.

Nimm den Menschen nicht ihre Verantwortung weg.

Neid

N

Neid ist ein guter Indikator dafür, was uns wirklich wichtig ist im Leben. Unsere Werte sind entscheidend dafür, worauf wir neidisch sind.

Da, wo wir Neid verspüren, dort finden wir auch Sinn.

Vater

V

Mein Vater wird heute 70 Jahre alt.

Unter all meinen Helden, denen ich mein Leben lang dankbar sein werde, sind meine Eltern wahrscheinlich die größten. Und mein Vater ist mir mit seiner Bescheidenheit, seiner Ruhe, seiner Großzügigkeit ein großes Vorbild. Er sich nie unterkriegen hat lassen, und dafür hat er meinen höchsten Respekt.

Vielen Dank für alles, Vati!

Wenn’s uns angeht

W

Die Schwester meiner Oma hat mit zunehmendem Alter immer schlechter gehört. Im Stillen vertraute sie meiner Oma eines Tages an:

Ich höre nichts mehr von dem, was die alle reden.
Aber wenn es mich angeht, werden sie’s mir schon sagen.

Ich denke, das gilt auch für uns in der “always on”-Welt von Social Media, Livetickern und Breaking News. Wir brauchen nicht alles hören, was da draußen gesagt wird.

Und wenn es uns wirklich angeht, werden wir es auch auf anderem Weg erfahren.

Glück ist…

G

Eine Arbeit zu machen, die du für sinnvoll hältst.

Diese Arbeit aus einer ehrlich guten Absicht heraus machen.

Die Arbeit so gut zu machen, wie es dir eben gerade möglich ist.

Mit dieser Arbeit anderen Menschen zu helfen.

Für diese Arbeit einen gerechten Lohn zu bekommen.

Das ist Glück.

Teil der Lösung sein

T

Selbst der kleinste Beitrag kann am Ende einen enormen Unterschied machen, wenn es um eine clevere, faire und nachhaltige Lösung geht.

“Ich möchte Teil der Lösung sein” darf nicht nur ein Lippenbekenntnis sein.

Es ist ein Aufruf zum Handeln.

Reden und Zuhören

R

Beides ist wichtig.

Beides ist wertvoll.

Beides hat seine Zeit.

Das größte Problem

D

Ein spannender Gedanke von Silvia Breier:

“Was ist aus der Sicht eines Klienten eine Beratung wert? Ist es der Betrag, den die Stunden in Summe kosten? Oder ist es das Ergebnis, das im Idealfall eine Verbesserung seiner Situation ist? Wenn Sie Ihr größtes Problem gelöst bekämen, was wäre Ihnen das wert?”

Silvia Breier: Geld Macht Gefühle (2017), S. 121

Was es mir wert wäre, wenn ich mein größtes Problem gelöst bekäme? Dafür müsste ich zuerst mal wissen, was mein größtes Problem ist.

Vielleicht ist ja genau das mein größtes Problem…

Projekt-Schulden

P

Ein spannendes Konzept von Seth Godin:

Jedes Mal, wenn wir zu einem neuen Projekt “ja” sagen, machen wir Schulden. Projekt-Schulden, die unser zukünftiges Ich abbezahlen muss.

  • Es mag unser Ego schmeicheln, wenn wir in den Vorstand eines Vereins gewählt werden. Aber die viele Vereinsarbeit, die damit auf uns wartet!
  • Es ist leicht, sich eine Gitarre, Inline Skates oder Jonglierbälle zu kaufen. Aber die Zeit zum Üben, bis man damit umgehen kann!
  • Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr!

Daher müssen wir gut darin werden, “nein” zu. sagen. Denn jedes Mal, wenn wir “ja” sagen, riskieren wir, uns noch weiter zu verschulden.

“Be careful who you owe, because who you owe decides who you will become.” (Seth Godin)

Plötzlich

P

Dinge gehen nie plötzlich schief. Ehen zerbrechen nicht plötzlich, Businesses gehen nicht plötzlich in Konkurs.

Meistens gibt es mehr als genug Warnzeichen.

Wir scheitern, weil wir diese Warnzeichen nicht wahrnehmen. Wir scheitern, weil wir rechtzeitig wahrnehmen (wollen), was wirklich Sache ist.

Wir scheitern, weil wir nicht ernst nehmen, wie ernst es ist.