Was laut Eugen Gerein eine großartige Präsentation von einer guten unterscheidet:
- Storytelling. Der rote Faden.
- Emotionen werden angesprochen.
- Sendungsbewusstsein. Dass man dafür brennt, und dass man wirklich etwas zu sagen hat.
Was laut Eugen Gerein eine großartige Präsentation von einer guten unterscheidet:
Kein Mensch braucht ein Lernvideo, in dem das Offensichtliche erklärt wird.
Unlängst hat meine Frau versucht, mir ein Problem mit der Betreuung unserer Tochter im Kindergarten zu erklären.
Es hat drei Anläufe gebraucht, bis ich kapiert habe, was eigentlich Sache ist.
Das Ungewöhnliche daran ist nicht, dass ich meine Frau dreimal falsch verstanden habe.
Das Ungewöhnliche ist, dass ich es bemerkt habe.
Ich habe unlängst Dame gespielt – zum ersten Mal seit ca. 30 Jahren.
Mein Gegner hat mir die Spielregeln kurz erklärt, ich konnte mich leidlich gut erinnern, und damit ging’s auch schon los. Und was soll ich sagen: Ich habe meinen Gegner vernichtet.
Also Revanche. Und was soll ich sagen: Ich war siegessicher, an der Grenze zur Überheblichkeit. Daher habe ich viele kleine Fehler gemacht, war unkonzentriert und … mein Gegner hat kurzen Prozess mit mir gemacht.
Mein Learning: Man soll seinen Gegner nie unterschätzen – auch wenn er erst sechs Jahre alt ist.
In unserem Streben nach Freiheit und Unabhängigkeit neigen wir Lifestyle Entrepreneure manchmal dazu, das Rad neu erfinden zu wollen.
Wir wollen uns alles selbst beibringen. Wir wollen uns unsere Strategien und Prozesse selbst erarbeiten.
Dabei ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass andere den Weg bereits gegangen sind, den wir einschlagen wollen. Sie haben die Erfahrungen (und Fehler) schon gemacht, die uns noch bevor stehen.
Und trotzdem wollen wir das Rad neu erfinden. Weil wir beratungsresistent sind. Oder zu stolz, um um Rat zu fragen. Oder zu knausrig, um in Expertenwissen zu investieren. Oder alles gleichzeitig.
Unsere Selbständigkeit wird aber nicht dadurch leichter, dass wir es uns schwer machen.
[Danke Stefanie Kneisz für den Gedanken.]
Es hat überhaupt keinen Sinn, einen Workshop oder eine Lehrveranstaltung zu überziehen.
Sobald die offizielle Endzeit erreicht ist, schalten die Teilnehmer*innen geistig ab. Jeden Satz, den ich danach noch sage, geht ins Leere. Alles, was dann noch folgt, ist das reinste Selbstgespräch.
Ich kann genauso gut gleich aufhören zu reden, auch wenn ich mit meinem Stoff noch nicht “durch” bin.
Denn selbst wenn vielleicht noch alle anwesend sind, ist eh schon keiner mehr da.
Wenn jemand so perfekt wirkt, wenn alles so durchdacht ist, alles so gut gemeint ist, alles Gesagte so gescheit ist…
… dann wirkt das bald mal ein bisschen full on.
Da entsteht beim Gegenüber leider mehr Abwehrhaltung als Sympathie.
Schönheit ist wichtig.
Wenn etwas schön ist, dann ist es uns weniger wurscht.
Betriebswirtschafts-Lehre braucht nicht nur Fachexpertise, sondern auch ein volles Herz. ♥️
Ein sehr spannender Zugang zu jeder Form von Beratung, gelernt von Timo Heinz:
Lass jeden Menschen besser zurück, als du ihn vorgefunden hast.
Lang hat’s nicht gedauert, bis meine Vorhersage eingetroffen ist:
„Schwer umsetzbar“ erscheint den Pädagoginnen und Pädagogen auch die Implementierung von 13 fächerübergreifenden Themen in den Unterricht. Diese reichen von „Entrepreneurship Education“, „informatische“ und „interkulturelle Bildung“ über „reflexive Geschlechterpädagogik“ und „Gleichstellung“ bzw. „Sexualpädagogik“ bis zu „Verkehrsbildung“ und „Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung“.
Lehrerkritik an neuen Lehrplänen, orf.at Artikel vom 20. September 2022
Da wird wohl nix Gscheits raus kommen. Schade.
Das ist ein Konzept aus der Spagyrik: Zuerst werden die Einzelteile aus der Pflanze herausgelöst (in 3 Schritten), und dann werden die reinen Einzelteile wieder zusammengemischt. So wieder zusammengesetzt, entsteht etwas, das viel potenter ist als das originale Gemisch.
So ähnlich ist es bei mir auch: Ich seziere zuerst die BWL, löse die einzelnen Konzepte heraus, bilde sie in möglichst reiner Form ab – damit ich sie gut verstehe und auseinander halten kann.
Und dann setze ich sie für meine Schüler*innen in neuer Form zusammen, um eine neue, viel potentere Wirksamkeit zu erreichen.
Was ich heute von der Langen Nacht der Museen über BWL-Unterricht gelernt habe:
Das Erfolgsrezept der Langen Nacht der Museen ist, dass sie nachts stattfindet. Es muss nachts sein, denn: Durch die Nacht wird der Museumsbesuch zu etwas Eigenen. Er erinnert dadurch möglichst wenig an einen “normalen” Besuch im Museum.
Das ist wichtig, weil ein Museumsbesuch wird meistens als „anstrengend“ empfunden. Weil man sich auseinandersetzen muss, weil man überlegen und lesen und wahrnehmen muss.
In der Nacht jedoch gelten andere Regeln. Die strengen Regeln des Museums sind aufgehoben, und im Museum geht es ein bisschen anders, ein bisschen lockerer zu. Das Museum ist anders, obwohl die Ausstellungsstücke immer noch die gleichen sind.
Für den BWL-Unterricht könnte das bedeuten: Je weniger mein BWL-Unterricht an den BWL-Unterricht in der Schule erinnert, desto besser.
[Danke Annette Meier für den Gedanken.]
Mein Sohn hat heute seinen ersten Schultag.
Wir werden von nun an beide viel zu lernen haben.
Ein Buch, das Mut macht, nicht im stillen Kämmerlein vor sich hin zu arbeiten, sondern seine Arbeit mit anderen zu teilen. Aus der Denkschule Seth Godins und der Gabenökonomie.
(mehr …)Selbstmanagement. Digital. #244 vom 31. Oktober 2018
(mehr …)Stephan A. Jansen spricht in brand eins von einer “Bildung-Wende” und fragt: Erfordert der leichtere Zugang zu Wissen eine radikal andere Didaktik?
Auch für Solopreneure ist eigentlich alles Wissen vorhanden, auf Knopfdruck.
Was bräuchten sie, um dieses Wissen für sich in den Dienst stellen zu können?
Hat diese Frage überhaupt etwas mit Didaktik zu tun? Oder scheitert es zuvor an ganz anderen Dingen?
Ich finde es ausgesprochen motivierend, etwas gefragt zu werden.
Das liegt vermutlich an meinem Naturell als Lehrer. Als Lehrer muss ich es ja mögen, etwas gefragt zu werden, sonst habe ich meinen Beruf verfehlt. Und nicht zuletzt fühle ich mich auch ein bisschen wichtig, wenn ich was erklären kann.
Hin und wieder bekomme ich aber auch eine Frage der anderen Art. Nämlich eine Frage, die eigentlich ein Hinweis darauf ist, dass eine Erklärung von mir nicht hilfreich war. Gar nicht so selten deswegen, weil die Erklärung ganz einfach falsch war. Weil ich einen Fehler gemacht habe.
So sehr mich die Fragen motivieren, wo ich “glänzen” kann, so sehr sind jene Fragen wertvoll, die mich daran erinnern, dass ich auch manchmal einen Blödsinn rede.
Ein neues Konzept, das dir hilft, die Welt ein bisschen besser zu verstehen.
Ein neues Tool, das dir hilft, deine Arbeit ein bisschen besser zu erledigen.
Ein gutes Gespräch, das dir hilft, deine Gedanken ein bisschen besser zu ordnen.
All das ist Thinking Technology.
[Danke Shannon Waller für diesen Gedanken.]
Modern Wisdom Podcast #501, 18. Juli 2022
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