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Finanzkapital und Humankapital

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Spannender Gedanke von Scott Galloway:

Es gibt Branchen, die haben ein overinvestment in human capital.  Mit anderen Worten: In diesen Branchen gibt es zu viele Menschen, die ihr Know-How und ihre Arbeitskraft einbringen, sodass der “Marktwert” dieser Menschen und ihrer eingebrachten Leistungen nicht besonders hoch ist.

Das mag vielleicht nur eine fancy Art sein zu sagen: Such dir eine Branche, in der du nicht so viel Konkurrenz hast. Aber bei mir hat in dieser Aussage noch ein weiterer Aspekt resoniert, nämlich den Blickwinkel des Kapitals.

Man sagt ja oft, dass es Solopreneure gut haben, weil sie für den Start ihres Business nicht viel Kapital brauchen. Was man damit eigentlich meint: Sie brauchen nicht viel Finanzkapital (sprich: Geld), um ihr Business zu starten. Aber: Jedes Business braucht Kapital-Investment, und Solopreneure investieren halt ihr Humankapital.

Es gibt also Branchen, in denen steckt viel Finanzkapital, und es gibt Branchen, in denen steckt viel Humankapital. Letztere sind Branchen, die besonders attraktiv für Solopreneure sind.

Schlau wäre aus unternehmerischer Sicht, als Selbständiger in einem Markt (in einer Branche) zu arbeiten, in der es viel Finanzkapital, aber wenig Humankapital gibt. Dann tut man sich wahrscheinlich leicht, Aufträge zu bekommen.

In der Tat arbeiten aber viele Selbständige in Branchen mit wenig Finanzkapital, aber viel Humankapital. Das Problem dabei: Wenn es in einer Branche bereits viel Humankapital gibt, kommt man mit mehr Humankapital nicht weiter. Man bräuchte Finanzkapital, um entscheidende unternehmerische Fortschritte auf diesem Markt zu machen.

Und genau das bringen viele Solopreneure ja per definitionem nicht ein – und schaffen sich damit automatisch das Dilemma, das im schlimmsten Fall im Präkariat endet.

Herausforderungen in der Start-Phase

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In der letzten Zeit habe ich mit vielen Selbständigen über ihre Herausforderungen in der Start-Phase ihres Business gesprochen.

Eine Gründerin hat mich gefragt, was so die größten Gemeinsamkeiten bei allen Gründer:innen sind.

Meine Antwort:

Es sind, auf der Meta-Ebene, im Grunde nur zwei Herausforderungen, die es in der Startphase der Selbständigkeit zu bewältigen gilt:

  1. Herausforderungen des Lernens: Am Anfang der Selbständigkeit muss man ganz viel lernen: Kunden finden, Marketing, Verkaufen, Buchhaltung, Selbstmanagement, Umgang mit Kunden, Expectation Management und vieles, vieles mehr. Lernen ist mühsam, wir sind es oft auch gar nicht mehr gewohnt. Ja, wir sind Experten in unseren Themen, aber Anfänger in der Selbständigkeit und im Unternehmertum. Wir sind oft nicht bereit, Lernerfahrungen zu machen aus Angst vor dem Hinfallen, das zum Lernen dazu gehört.
  2. Herausforderungen des Mensch-Seins: Wir alle haben Ängste. Wir alle haben Stärken und Schwächen. Wir alle haben Talente und Bereiche, mit denen wir uns schwer tun. Wir alle stehen uns manchmal selber im Weg. Wir alle verlieren machmal den Glauben an uns und unsere Geschäftsidee. Wir alle brauchen Ermutigung und Zuspruch und suchen nach Anerkennung.

Diese Herausforderungen haben alle Gründer:innen. In der konkreten Ausformung sind sie vielleicht verschieden, aber niemand hat weniger Herausforderungen zu bewältigen.

Nur andere.

Am Problem vorbei

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Unlängst habe ich ja schon darüber geschrieben, dass ich das Gefühl habe, dass meine Interessenvertretung, die Wirtschaftskammer (WKO), meine Interessen als Solo-Selbständiger gar nicht vertritt.

Dafür ist mir jetzt ein Beleg in die Hände gefallen. Das Wirtschaftsparlament hat im Mai 2024 darüber abgestimmt, welche Themen die WKO Niederösterreich in Zukunft vorantreiben soll.

Insgesamt standen 31 Anträge zur Abstimmung. Von diesen 31 Anträgen wurden 19 angenommen und 12 abgelehnt. Von den angenommenen Anträgen waren ganze 3 für mich als EPU relevant (5.6, 5.8, 5.26). Weitere 3 wären für mich relevant gewesen, wurden aber abgelehnt (5.20, 5.24, 5.27).

Das heißt: Nur 20 % der eingebrachten Einträge waren überhaupt relevant für EPU wie mich, und 91 % der angenommenen Anträge bringen für EPU keine spürbare Verbesserungen.

Warum wird darüber unter den 75.000 EPU in Niederösterreich nicht gesprochen?

Es kann ja nicht sein, dass das sonst keinem auffällt?!

Mitbewerber sind auch nur Menschen

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Überschätze deine Mitbewerber:innen nicht.

Unterschätze sie nicht, aber mach sie auch nicht größer, als sie sind.

Sie sind genauso Menschen wie du. Sie sind genauso unsicher wie du. Sie tun sich an manchen Tagen genauso schwer wie du. Sie haben mehr zu kämpfen, als du glaubst. Sie haben auch keine Zauberformeln und irren sich genauso oft wie du (vielleicht sogar öfter). Auch sie tun sich schwer, dranzubleiben. Auch sie haben Tage, wo sie sich fragen, warum sie sich das überhaupt antun.

Du brauchst dich vor deinen Mitbewerber:innen nicht verstecken. Wirklich nicht.

Steig mutig und selbstbewusst in die Arena!

Willst du wirklich aufsteigen?

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Ein Problem, wenn du Aufstiegs-Ambitionen hast:

Sobald du dich festgelegt hast und entsprechend zu handeln beginnst, kann man dir dabei zuschauen, ob du es schaffst oder ob du scheiterst.

Sobald du über dein Ziel in der Öffentlichkeit zu sprechen beginnst, bekommst du vereinzelte Unterstützung, aber auch ungebetene Ratschläge und mitunter sogar Häme mit auf den Weg.

Und das ist alles nicht angenehm. Kein Wunder, dass du dir manchmal denkst: Bin ich wirklich sicher, dass ich aufsteigen will? Ist es nicht eh ganz angenehm in der 2. Liga – und wesentlich bequemer?

Ambitionierte Ziele haben immer das Risiko in sich, dass man sie nicht erreicht. Das geht der Admira so, das geht mir so, das geht jedem so.

Aber was ist die Alternative? Zufrieden in der 2. Liga?

Aufstiegs-Ambitionen

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Die Admira sagt, sie will in der nächsten Saison den Aufstieg schaffen. Das sei alternativlos.

Wenn du sagst, du willst aufsteigen, dann musst du auch einen Kader zusammenstellen, mit dem ein Aufstieg möglich ist. 

Dafür wird es nötig sein, dass du Geld in die Hand nimmst.

Nicht unvernünftig viel Geld. Es geht nicht darum, das Geld zum Fenster hinaus zu werfen. Aber es geht darum, an den richtigen Stellen zu investieren, um bisherige Schwächen der Mannschaft zu kompensieren und die Mannschaft insgesamt schlagkräftiger zu machen. 

Genug Geld, um dem Ziel Aufstieg eine realistische Chance zu geben.

Wenn es tatsächlich alternativlos ist, dann musst du es ernst meinen. Und wie ernst du es meinst, wird man auch an deiner Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ablesen können.

Autodrom

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Wenn du ins Autodrom einsteigst mit dem Ziel, nur ja mit keinem anderen Auto zusammenzustoßen…

Warum bist du dann überhaupt ins Autodrom eingestiegen?

Çay

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Ich weiß sehr wohl, wie man den schwarzen Tee in der Türkei richtig trinkt: Ein bisschen vom sehr starken Tee in der einen Kanne ins Glas, mit heißem Wasser aus der anderen Kanne aufgießen. Dann (viel) Zucker dazu, aber keine Milch.

Aber: Wenn ich Çay trinke, dann lasse ich den Zucker weg. Ich mag den intensiven Teegeschmack, das Bittere, und für mich passt Zucker da überhaupt nicht dazu. (Zitrone eher schon.)

Dafür ernte ich unter Türk:innen meistens ein mitleidiges Lächeln oder sogar fassungsloses Kopfschütteln.

Mache ich diese Çay-Sache jetzt falsch? Bin ich deswegen eine Çay-Banause?

Ich sage: Im Gegenteil. Durch diese kleine Adaption habe ich es mir möglich gemacht, Çay genauso gerne zu trinken wie die Türken.

Die eigene Interpretation finden. Darum geht’s.

Und das Kopfschütteln aushalten.

Frühstücksbuffet

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Unlängst, im Urlaub mit meiner Familie:

Ein Hotel mit riesigem Frühstücksbuffet. Es gibt alles, was man sich vorstellen kann – und noch mehr.

Dieses Frühstücksbuffet ist voller ungesunder Versuchungen. Es ist verdammt schwer, diszipliniert zu bleiben und das Richtige für sich zu tun.

[Ersetze Frühstücksbuffet gerne durch die Social-Media-Plattform deiner Wahl.]

Einfach einen Brief geschrieben

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Vor vielen Jahren, bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Jugendarbeitslosigkeit in Zagreb…

Salvatore aus Rom erzählt mir folgende Geschichte:

Er arbeitet an einem Sozialprojekt, wo sie mit Jugendlichen ein Haus völlig neu bauen. Zur Gestaltung der Fassade hat er sich gedacht, dass er den Grafitti-Künstler Millo einladen möchte, die Fassade zu gestalten.

Das Geld dafür hat er sich bei privaten Sponsoren geholt.

Und dem Künstler hat er einfach einen Brief geschrieben und gefragt, ob er das machen würde. Der hat geantwortet, dass er zuerst noch Projekte in Moskau, in San Francisco und Johannesburg abschließen muss, aber dann kommt er vorbei.

Wer fragt, dem wird gegeben.

Communities

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Was mir aktuell auffällt: Der neueste Trend im Online-Marketing sind Communities. Nach dem Motto: Ich habe genug von Social Media, ich mache mir jetzt meine eigene Plattform, wo ich meine Audience versammle und wo wir uns über alles Mögliche austauschen können.

Im Prinzip ist die Idee ja nicht neu. Wer in den frühen 2000er-Jahren im World Wide Web aktiv war, kennt auch ein Forum. Online-Foren waren immer schon ein Treffpunkt für Gleichgesinnte, und einige davon funktionieren heute noch genauso gut wie damals – z.B. zwei von meinen Lieblingen: Austrian Soccer Board und Greasy Lake.

Es gibt also nichts Neues unter der Sonne. Aber wie immer bei solchen Hypes gibt es Coaches und Berater, die sich auf das Thema draufstehen und versuchen, damit Geld zu verdienen – z.B. hier oder hier.

Das ist per se überhaupt nichts Schlechtes. Das passt schon so. Denn schließlich können Communities ja für den einen oder die andere Solopreneur:in wirklich eine super Idee sein.

Problematisch wird es aus meiner Sicht bei den Verkaufsargumenten dieser Coaches. Nämlich dann, wenn mit der FOMO (“fear of missing out“) von Menschen “gespielt” wird. Nach dem Motto: Communities sind der neueste Trend im Marketing. Spring schnell auf den Zug auf, bevor es alle machen. Die ersten werden überproportional von diesem Trend profitieren. Oder willst du schon wieder einen Megatrend versäumen wie damals Instagram oder TikTok?

FOMO ist mächtig, und mit FOMO-Argumenten wird man immer verkaufen können. Aber wenn das Marketing nur aus FOMO besteht – oder überhaupt das ganze Geschäftsmodell auf FOMO basiert –, dann werden die Grenzen dessen überschritten, was ich unter menschlichem Unternehmertum verstehe.

Schlafwandeln

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Vielleicht kennst du das: Der Wecker läutet, du musst früh aufstehen. Viel früher als gewohnt, und entsprechend müde bist du noch.

Es sind die gleichen Aufgaben, die du nun vor dir hast, wie du sie jeden Morgen erledigst: Anziehen, frühstücken, Bad. Es ist nicht anders wie immer, und dennoch fällt dir jeder Schritt viel schwerer. Es ist, als wäre Blei an den Füßen und dein Hirn noch in einer dicken Daunendecke eingewickelt.

An solchen Morgen ist es schon eine Riesenleistung, wenn du es schaffst, in langsamem Tempo einen Schritt nach dem anderen zu erledigen. Nichts zu vergessen. Keine groben Schnitzer zu machen.

An anderen Tagen wird es wieder leichter gehen. Aber heute…

Heute ist der Kampf, den es zu gewinnen gilt, die Selbstverständlichkeiten zu bewältigen.

Das Problem lieben

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Als Berater ist es total wichtig, dass man gerne Lösungen findet. Dass man gemeinsam mit den Kund:innen versucht, eine Herausforderung, die blockiert, in etwas zu verwandeln, dass Kraft und Mut zum Weitergehen macht.

Aber mindestens genauso wichtig ist es, dass man das Problem liebt.

Ich als Gründungsberater mag es sehr, mit meinen Gründer:innen gemeinsam nachzudenken, wie sie ihr Business voranbringen können. Es ist einfach großartig, wenn wir gemeinsam Lösungen entwickeln.

Aber was mich an der Gründungsberatung in Wirklichkeit reizt, ist das Problem, das es zu lösen gilt. Nämlich: Wie findet man eine Gründungsidee, die stimmig zur Person und stimmig zum Markt ist (wie Günter Faltin sagen würde)? Und wie schaffen wir es, diese Geschäftsidee tatsächlich erfolgreich in die Welt zu bringen?

Ich liebe dieses Problem. Es macht mir Spaß, darüber nachzudenken. Es macht mir Spaß, darüber zu sprechen. Es macht mir Spaß, darüber zu lesen.

Und deshalb wird die Gründungsberatung für mich niemals langweilig werden.

[Danke Gabe Anderson für diesen Gedanken.]

Netzwerk bringt’s

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Spannende Hypothese von Corinna Hintenberger:

Je besser ein:e Gründer:in vor der Selbständigkeit schon vernetzt ist (innerhalb der Branche, im aktuellen Job, in Vereinen, in der Nachbarschaft, in der Gemeinde etc.), desto schneller wird er/sie erfolgreich in der Selbständigkeit.

Ich glaube: Sie hat vollkommen recht.

Leicht ist schwer

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Eigenartigerweise tun wir uns oft viel leichter mit schwer als mit leicht.

Wenn im Business etwas leicht geht, werden wir misstrauisch. Wo ist der Haken? Ist das nicht zu gut, um wahr zu sein?

Wenn im Business etwas leicht geht, dann denken wir uns: Ich habe mich nicht genug angestrengt. Nächstes Mal muss ich mich mehr ins Zeug legen!

Wenn im Business etwas leicht geht, dann folgern wir: Aha, wenn das so leicht war, dann geht da noch viel, viel mehr!

Wenn jedoch im Business etwas schwer geht, dann ist alles so, wie wir es gewohnt sind. Dann ist alles in Ordnung. Dann hinterfragen wir die Umstände ganz selten.

Dabei wäre gerade die Leichtigkeit ein ausgesprochen verlässlicher Indikator dafür, dass es genau so passt, wie es ist.

[Danke Oliver Burkeman für diesen Gedanken.]

Investitionskompetenz

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Die meisten von uns haben gelernt, wie man Geld verdient.

Den meisten von uns fällt es auch nicht schwer, dieses Geld wieder auszugeben in unserer konsumorientierten Welt.

Die glücklichen unter uns haben gelernt, mit ihrem Einkommen auszukommen und sogar noch ein bisschen was sparen. Der Notgroschen für die schlechte Zeiten.

Aber die wenigsten unter uns haben gelernt, wie man Geld richtig ausgibt. Also wann es sinnvoll ist, Geld in die Hand zu nehmen und zu investieren. Nicht konsumieren, sondern investieren.

Doch gerade wir Lifestyle Entrepreneure brauchen ein investing mindset, wenn wir uns ein nachhaltiges Business aufbauen wollen. Wir müssen wissen, wofür es sich lohnt, Geld auszugeben und was wir uns sparen können.

Die meisten von uns haben das nie gelernt.

Ich würde das gerne ändern.

Das will ich auch!

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Unlängst bin ich (auf LinkedIn) auf eine Unternehmerin gestoßen, die ein halbes Jahr in Berlin und die andere Hälfte des Jahres auf Fuerteventura arbeitet.

Und ich habe mir gedacht: Das will ich auch!

Diese Unternehmerin sagt, sie macht einen Umsatz von 500.000 Euro pro Jahr.

Und ich habe mir gedacht: Das will ich auch!

Neid ist wirklich ein verlässlicher Begleiter. Aber er ist ein schlechter Ratgeber. Den Winter auf Fuerteventura zu verbringen, klingt zwar gut, aber in Wirklichkeit müsste ich dafür meine Kinder für ein halbes Jahr aus der Schule nehmen. Oder ein halbes Jahr ohne sie verbringen. Und beides würde ich aber sowas von überhaupt nicht wollen.

Und 500.000 Euro Umsatz? Ja, eh. Aber die 3 Mitarbeiter:innen und 8 Freelancer:innen, die diesen Umsatz möglich machen, möchte ich nicht haben.

Genau hier liegt die ewige Herausforderung im Lifestyle Business: Immer beim eigenen Lifestyle zu bleiben. Was willst du wirklich? Was passt zu deiner Persönlichkeit, deiner Familie, deinen Bedürfnissen am besten?

Und sich nicht ablenken oder blenden zu lassen von den lifestyle choices, die andere Selbständige für sich treffen.

Bleib bei dir.

Der falsche Bruder

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Unlängst ist bei Dinamo Bukarest etwas passiert, das würde man nicht glauben:

Der Verein engagiert einen neuen Spieler aus Guinea-Bissau, der früher bei Barcelona gespielt hat. Monate später kommt ein Journalist drauf: Moment mal, da stimmt was nicht! Und tatsächlich: Der Ex-Barcelona-Spieler ist nie in Rumänien angekommen, er hat seinen minder talentierten Zwillingsbruder geschickt! Und diese “falsche” Zwillingsbruder spielt seither bei der Mannschaft, ohne dass es jemandem aufgefallen wäre.

Kurios, wenn man die Geschichte so hört (sofern sie überhaupt stimmt. Und wenn es einen nicht betrifft). Und man denkt sich vielleicht: Was sind denn das für Deppen, dass die das nicht merken?

Aber Vorsicht, bevor du urteilst. Bist du dir sicher, dass du in deinem eigenen Leben, in deinem eigenen alles siehst, was offensichtlich nicht stimmen kann?

Oder gibt es auch bei dir Dinge, die du gar nicht so genau sehen willst?

Anständig

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Unlängst bin ich (wieder) auf folgenden Hinweis von Stefanie Stahl gestoßen:

„Lege dir bei allen Überlegungen […] immer wieder die Frage vor, ob das, was du tust oder auch was du unterlässt, anständig ist.”

Stefanie Stahl: Das Kind in dir muss Heimat finden, S. 171

Anstand… kein sehr moderner Begriff, und keine Kategorie, die man sofort mit “der Wirtschaft” in Verbindung bringen würde.

Und dennoch ist das, was “anständig” ist, ein verlässlicher Wegweiser in jedem Lifestyle Business.

Anstand führt nämlich zum Erfolg. Wenn nicht kurzfristig, dann langfristig.

Denn wer am Ende seines Lebens sagen kann: Ich habe stets so gehandelt, dass es anständig war, der wird nichts zu bereuen haben.

Und das ist der ultimative Erfolg.