Tag#LifestyleBusiness

Wenn’s nicht läuft

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Wenn es in deinem Business und besonders mit dem Umsatz nicht so läuft wie geplant, liegt es wahrscheinlich an einem der folgenden drei Probleme:

  1. Du hast den Bedarf am Markt überschätzt.
  2. Du hast deine Bereitschaft, alles in deinem Business zu tun, was notwendig ist, überschätzt.
  3. Das Timing hat (bisher noch) nicht gepasst.

Love and affection

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Der kanadische Populär-Philosoph Neil Young bringt in einem seiner Songs ziemlich gut auf den Punkt, wie man den langfristigen Erfolg in einem Lifestyle Business messen könnte, und zwar abseits irgendwelcher Kennzahlen:

A little love and affection
In everything you do
Will make the world a better place
With or without you.

Neil Young – Falling From Above

Vergrößerungsglas

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In deiner Selbständigkeit liegt deine ganze Persönlichkeit wie unter einer Lupe vor dir: Deine größten Stärken, deine größten Schwächen — und alles dazwischen.

Du kannst dich hinter nichts verstecken, du kannst dich auf niemanden ausreden.

Deine Selbstständigkeit ist zu 200 % du.

[Danke Bernhard Reingruber für diesen Gedanken.]

Der einfachste Plan

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Der einfachste Plan der Welt ist nicht der Plan, in den du alles, was gut und richtig sein könnte, ungefiltert hineinpackst. Das ist kurzfristig einfach, aber langfristig schwer.

Der einfachste Plan der Welt ist der Plan, aus dem du alles, was nicht “deines” ist, gnadenlos rausstreichst. Das ist kurzfristig schwer, aber langfristig einfach.

Überraschungs-Effekt

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Wenn du aufhörst, dich in deinem Business pausenlos darum zu kümmern, was die anderen denken, wenn du aufhörst es allen recht machen zu wollen, wenn du mit den „Bloß nicht anecken“-Strategien Schluss machst, dann passiert etwas Tolles.

Es stellt sich die von vielen oft gepriesene, aber von kaum jemand tatsächlich gelebte Authentizität ein.

Altersarmuts-Verdacht

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Christian Kern meinte unlängst, dass bei den EPUs und KMUs von heute “nicht viel Geld übrig bleibt, um irgendwie Altersvorsorge zu betreiben”. Er sieht da “eine Altersarmuts-Welle, die da auf uns zu kommt”.

Eine düstere Zukunftsvision. Was kann man da tun, Herr Kern? “Und da ist meine Meinung: Das kann in einem Land wie Österreich nicht sein. Aber damit man sowas vermeiden kann, musst du halt realistisch sagen: Jeder, der kann, muss einfach ein paar Jahre länger bleiben.”

“Länger bleiben” heißt in dem Fall: Später in Pension gehen. Wir werden wohl alle länger arbeiten müssen in Zukunft, auch wenn sich das kaum wer klar sagen traut.

Lifestyle Entrepreneure sind dafür vergleichsweise gut gerüstet. Denn in einem Business, wo Geschäftsmodell und Lebensmodell zusammenpassen und das stimmig zur Person und stimmig zum Markt ist, da arbeitet man gerne ein paar Jahre länger.

Hybride Unternehmen (4)

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Hybride Unternehmen sind KEINE Notlösung!

Jemand, der die Kombination von Anstellung und Selbständigkeit für sich wählt, ist kein gescheiterter Unternehmer. Es ist einfach jemand, der weiß, was für ihn funktioniert und was nicht.

Ein Hybrides Unternehmen ist eine strategische Entscheidung. Es mag weniger glamourös erscheinen als der „Alles-oder-Nichts“-Ansatz, den viele Erfolgsgeschichten propagieren, aber es bietet dir eine realistische und nachhaltige Alternative für deinen unternehmerischen Erfolg.

Hybride Unternehmen (3)

H

Wenn du eine hybride Strategie für dein Business gewählt hast und gerade unter der Belastung deiner Anstellung stöhnst und du das Gefühl hast, dass deine Selbständigkeit viel zu kurz kommt, dann vergiss nicht:

Deine Anstellung bringt dir jeden Tag Geschenke für deine Selbständigkeit. Den Austausch mit anderen Menschen. Trainings- und Übungsmöglichkeiten ohne großes Risiko. Neue Perspektiven. Größere und kleinere Herausforderungen und Wachstumsmöglichkeiten. Und natürlich Geld, das du für deine unternehmerische Weiterentwicklung nutzen kannst.

Sei dankbar für diese Geschenke und schätze sie auch in der Hitze der Doppelbelastung nicht gering.

[Danke an die Hybride Unternehmerin Christina Putz für diesen Gedanken.]

Hybride Unternehmen (2)

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Hybride Unternehmen sind besonders herausfordernd für Selbständige in lehrenden, helfenden und beratenden Berufen.

Grundsätzlich wäre die Idee ja, ein „Standbein“ (Anstellung) und ein „Schwungbein“ (Selbständigkeit) zu definieren. Das Standbein sollte primär deiner finanziellen Absicherung dienen, während das Schwungbein dir Raum für Kreativität und Wachstum bietet.

Idealerweise wäre das Standbein ein Job, der regelmäßig ein schönes Knödl ins Haus bringt, aber in dem man sich nicht verausgabt. Man will ja auch noch Zeit, Kraft und Energie für die Selbständigkeit haben.

Genau darin tun sich Berater:innen, Therapeut:innen, Trainer:innen etc. schwer. Sie suchen sich meist ein Standbein, das sie auch ein bisschen herausfordert und in dem sie was lernen können. Monotone Tätigkeiten wären ihnen viel zu langweilig.

Also steht er/sie dann da mit zwei helfenden Jobs, einen in der Selbständigkeit und einen in der Anstellung. Und das ist seeeehr anstrengend, weil helfende Jobs die Tendenz haben, übergriffig zu werden und mehr als 100% zu verlangen. Das gilt schon für einen solchen Job, aber umso mehr für zwei Jobs.

Hybride Unternehmen funktionieren nur, wenn wir lernen, sehr strategisch zu denken und klare Rollen zu definieren – und durchzuhalten.

Hybride Unternehmen (1)

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Ein “Hybrides Unternehmen” ist ein Konzept, in dem du als Selbständiger gleichzeitig eine Anstellung hast. Du versuchst, die Vorteile beider Welten zu nutzen und eine optimale Balance zwischen Selbständigkeit und traditioneller Beschäftigung zu finden. 

Hybride Unternehmen haben einen ganz klaren Vorteil: Sie ermöglichen es, die finanzielle Stabilität einer Anstellung mit der Freiheit und den Wachstumschancen der Selbständigkeit zu kombinieren.

Aber aus meiner Erfahrung als Gründungsberater weiß ich auch, dass sie wahrscheinlich die herausforderndste Form der Gründung überhaupt sind. Denn wir kombinieren nicht nur die Vorteile der beiden Welten, sondern auch deren Nachteile.

Deshalb: Wenn du ein Hybrides Unternehmen vor hast: Bitte, in Gottes Namen, lass dir dabei helfen!

EPU und WKO

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Ja, es stimmt, dass die WKO die Interessen von EPU nur sehr dürftig vertritt. Das, was die WKO für EPU unternimmt, halte ich großteils für Ablenkungsmanöver und Inszenierungen, um von den eigentlichen Themen abzulenken. Die WKO könnte viel, viel mehr tun für EPU – und tut es (aus unterschiedlichen Gründen) halt nicht.

Gleichzeitig ist es aber auch so, dass es praktisch unmöglich ist, DIE Interessen von DEN EPU zu vertreten. Ich war selber mal bei einem Meinungsbildungsprozess unter EPU dabei, und ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Unter zehn EPU gab es zehn verschiedene Meinungen, was denn die wichtigsten und dringendsten Themen für EPU wären. EPU sind so wahnsinnig inhomogen.

Was einerseits schön ist, macht eine politische Arbeit (und nichts Anderes ist die Interessensvertretung) unmöglich. Wir EPU stehen uns selber im Weg, weil wir uns nicht einig werden.

Da sind “die Großen” (Unternehmen, Konzerne) viel geschickter. Die sind sich zwar auch nicht immer einig, aber sie haben verstanden, dass ein Kompromiss die Interessen aller weiter bringt als gar keine Einigung.

Kein Wunder, dass der Eindruck entsteht: Die kümmern sich eh nicht wirklich um die Kleinen, sondern hauptsächlich um die Mächtigen.

Ehrgeizige Tagesetappen

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Ein guter Freund von mir war unlängst einige Tage wandern.

Danach hat er mir erzählt, dass er bei diesem Wanderurlaub gelernt hat, die Tagesetappen nicht zu ehrgeizig zu planen. Selbst, wenn der Wanderweg gut ausgeschildert ist – es passiert immer was, das Zeit kostet. Also: Nicht zu viel vornehmen.

Und jetzt wirf mal einen Blick auf deine To-Do-Liste für heute.

Wie ehrgeizig ist deine Tagesetappe?

Selbst Pumuckl

S

Die Studierenden meiner Kostenrechnungs-Lehrveranstaltung an der FH St. Pölten hatten die Aufgabe, Erklärvideos zu Begriffen aus der Kostenrechnung zu produzieren.

In einem dieser Videos hat eine Studentin einen Satz gesagt, der mit Kostenrechnung direkt nichts zu tun hat, aber der das Dilemma vieler Lifestyle Entrepreneure im Marketing einfängt:

Selbst Pumuckl hat Hater!

Auch wenn wir die besten Absichten haben: Wir können es nicht allen Recht machen.

Das müssen wir endlich kapieren.

Geniale Strategie

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Wenn man keine Ziele hat, kann man auch nicht scheitern.

Ist ja eine geniale Strategie! /s

Überkorrektur

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Wenn wir vor etwas Angst haben – und Ängste sind bei der Gründung und in der Selbständigkeit ein ständiger Begleiter –, dann versuchen wir natürlich, alles zu unternehmen, damit diese Angstsituation nicht eintritt.

Mitunter passiert es dabei aber, dass wir damit überkorrigieren bzw. überkompensieren. In der Absicht, das Risiko zu minimieren, schießen wir über das Ziel hinaus und treffen Gegenmaßnahmen, die in keiner vernünftigen Relation mehr zur Bedrohung stehen: Ein übermäßig großer Sicherheitspolster, ein dreifach abgeschliffener Marketing-Text oder elf Feedbacks, wenn auch drei gereicht hätten.

Überkorrekturen bringen ihre eigenen Herausforderungen mit sich, nicht zuletzt deshalb, weil Überkorrektur sehr teuer ist. Oft tatsächlich im finanziellen Sinn, aber sicher in emotionaler Hinsicht.

Schau, dass du in deinem Risikomanagement Überkorrekturen aufdeckst und auf ein vernünftiges Maß reduzierst.

Das macht Ressourcen und Energie frei für das, worum es dir eigentlich geht.

Jegliches Vertrauen verloren

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Wenn du dich lang genug mit einem Problem herumgeschlagen hast, ohne eine Lösung zu erreichen, kommt der Moment, wo du sagt: Ich mag nimmer!

In diesem Moment hast du jegliches Vertrauen verloren: Das Vertrauen in deine Fähigkeiten, das Problem zu lösen. Das Vertrauen, dass der nächste notwendige Schritt die Mühe wert ist. Das Vertrauen, dass du zeitnah zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommst.

Das ist natürlich, und das ist verständlich. Manchmal muss man einfach loslassen, wenn sich der Aufwand nicht mehr lohnt.

Schwierig ist diese Herangehensweise allerdings im Verkauf: Wie oft willst du es versuchen, bis du das Vertrauen verlierst – in dein Produkt, in deine Fähigkeiten, in deine Zielgruppe?

Wie viele Tiefschläge kannst du einstecken, bis du endgültig liegen bleibst?

Erfolg vs. Entwicklung

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Was ist dir in deinem Lifestyle Business gefühlt wichtiger:

Der Erfolg, also dass du mit deiner Selbständigkeit ein bestimmtes Ergebnis erreichst, z.B. Umsatz- oder Gewinnziele, eine bestimmte Anzahl von Kund:innen oder eine gewisse Größe oder Status?

Oder die Entwicklung, also die Erfahrungen, die du in deiner Selbständigkeit machst. Das Lernen, das Wachsen, die Schritte vorwärts und die Schritte zurück?

Eines schließt das andere nicht aus, aber jeder von uns hat eine intuitive Präferenz. Manche sind eher ergebnisorientiert, manche eher entwicklungsorientiert.

Wenn du herausgefunden hast, wozu du eher tendierst, hast du möglicherweise viel gelernt über deine intuitive Herangehensweise an dein Business – und darüber, was dich eigentlich motiviert.

[P.S: Ich habe mal einen recht leiwanden Podcast gemacht über den Unterschied zwischen Ergebnisprojekten und Beziehungsprojekten. Der schlägt in die gleiche Kerbe. Eine Hörempfehlung, wenn dich diese Frage näher interessiert.]