Tag#LifestyleBusiness

Spaß im Business (1)

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In seinem Business das zu tun, was einem Spaß macht, hat folgendes Problem:

Den meisten Menschen machen ähnliche Dinge Spaß: Grafiker, Fotograf, Webdesigner, Social Media Marketer, Coach, Trainer, Speaker, Berater…

All die schönen Dinge, wo man mit Menschen zu tun hat und wo man anderen weiterhelfen kann.

Darum ist es auf diesen Märkten auch so voll.

[Danke Roman Kmenta für diesen Hinweis.]

Sympathisch in der Nähe

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Eine Gründerin hat mir heute verraten, wie die meisten Menschen vorgehen, wenn sie eine Psychologin/einen Psychologen für sich suchen:

Sie googeln, was in der Nähe ist. Und dann gehen Sie auf die Website und schauen sich die Fotos an, wer ihnen am sympathischsten ist.

Wir sind schon ziemlich einfach gestrickt.

Was macht mich eigentlich aus?

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Eine Gründer*in sagte unlängst zu mir:

Ich biete so viele Sachen an – aber was macht mich denn eigentlich aus?

Und damit stellt sie die wahrscheinlich schwierigste und gleichzeitig grundlegendste Frage, die man im Zeitalter des Individualismus stellen kann: Wer bin ich eigentlich? Was macht mich besonders?

Auf diese Frage lässt sich halt leider keine endgültige Antwort finden.

Jede Antwort ist eine Momentaufnahme.

Einsamkeit und Wettbewerb

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Ein-Personen-Unternehmen sind oft sehr einsam.

Sie haben wenige Menschen in ihrem Umfeld, mit denen sie sich austauschen können zu ihren Sorgen, aber auch zu den schönen Dingen, die mit der Selbständigkeit verbunden sind. Wenn wir aber zu lange alleine mit uns und unseren Gedanken sind, werden wir ein bisschen wunderlich. Einsamkeit tut uns nicht gut.

Eine Lösung wäre, sich eine Gruppe mit anderen Selbständigen zu suchen und sich regelmäßig zu treffen und auszutauschen.

Doch da lauert schon die nächste Falle: Statt den Austausch, die Inspiration und die Kooperation zu suchen, beginnen viele Selbständige, sich mit den anderen Gruppenmitgliedern zu vergleichen: Warum macht die mehr Umsatz als ich? Warum ist der schon so viel weiter? Wäre seine Geschäftsidee nicht viel besser als meine? Im Vergleich zu der habe ich ja ein Mickey-Mouse-Business! Und so weiter, und so fort.

Statt die Chancen der Gemeinschaft zu nützen, stehen wir uns wieder mal selbst im Weg.

Die Arbeit ist Marketing

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Ein wesentlicher Unterschied zwischen Solopreneuren und klassischen Selbständigen (Freelancer):

Solopreneure haben viel mehr Marketing zu machen (für ihre Produkte) als klassische Selbständige (die oft „weitergereicht“ werden).

Die tägliche Arbeit der Solopreneure ist Marketing.

[Danke Ehrenfried Conta Gromberg für diesen Gedanken.]

Angemessene Handlungen (2)

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Manchmal geht der Schuss auch nach vorne los.

Das können wir uns mitunter nur schwer vorstellen, aber: Möglich wär’s!

Die Kennzahl

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Wenn du gezwungen wärst, dich auf eine einzige betriebswirtschaftliche Kennzahl zu beschränken, um den wirtschaftlichen Erfolg in deinem Business zu messen, dann wäre es diese:

Dein Kontostand.

Deadlines

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Das Problem ist nicht die Größe unserer Ziele.

Das Problem sind die viel zu kurzen Deadlines, die wir uns für diese Ziele setzen! 

[Danke Dan Sullivan für diesen Gedanken.]

Programmierer

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Ich habe einen Programmierer gefragt, wie er es schafft, langfristig exzellente Arbeit abzuliefern.

Er sagt: Er braucht jeden Tag 2-4 Fokus-Stunden. Egal wann.

In 2-4 Stunden pro Tag passiert der Großteil seiner Arbeit.

Gilt wahrscheinlich nicht nur für diesen Programmierer.

Übers Ohr gehauen

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Die meisten Menschen wollen nicht übers Ohr gehaut werden.

Deshalb suchen viele Menschen einen Schutz davor, betrogen zu werden – zumal auf Märkten, auf denen sie sich nicht auskennen. 

Der eigentliche Mehrwert, den die großen Plattformen wie Amazon, Airb’n’b oder GetYourGuide verkaufen, ist das Vertrauen, wahrscheinlich nicht über den Tisch gezogen zu werden.

Wo das Problem liegt

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Das Problem liegt oft nicht (nur) darin, eine Lösung zu finden.

Das Problem beginnt schon dabei zu erkennen, dass man ein Problem hat. Und welches Problem man eigentlich hat.

Damit man nicht versucht, Lösungen zu finden, die gar nicht auf das Problem passen. 

Maschinensemmel oder Handsemmel?

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Eine Kundin wurde unlängst bei unserem Bäcker gefragt, welche Art von Semmeln sie wolle: “Maschinensemmeln oder Handsemmeln?”

Fast reflexartig antwortete die Kundin: “Handsemmeln, bitte.”

Eh klar. So formuliert werden die allermeisten Menschen “Handsemmeln” wählen. Wer will schon was kaufen, das von einer herz- und seelenlosen Maschine gemacht wird, wenn man auch was haben kann, was ein echter Mensch mit echten Händen gemacht hat?

Dabei ist, objektiv gesehen, der Unterschied zwischen Handsemmel und Maschinensemmel wahrscheinlich gar nicht groß. Sie schmecken wahrscheinlich vollkommen gleich. Sie sehen sich wahrscheinlich zum Verwechseln ähnlich.

Und dennoch… Der Grund, warum Handsemmeln teurer sind als Maschinensemmeln, ist genau das Menschliche, das Unperfekte, das Einzigartige.

Dafür sind Kund*innen bereit, einen Aufpreis zu zahlen, obwohl es rational gesehen dafür überhaupt keinen Grund gäbe.

Gründungserfahrung

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Eine Gründerin hat heute sehr treffend zusammengefasst, wie es ist, ihr eigenes Unternehmen zu gründen:

Echt viel Arbeit, aber sehr interessant.

Was ich von “Tina: What’s Love Got to Do With It?” gelernt habe

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  1. Talent: Du brauchst Talent. Du musst wirklich gut sein und Freude haben bei dem, was du tust. Sonst hältst du nicht so lange durch, besonders nicht unter widrigen Umständen.
  2. Harte Arbeit: Du musst hart arbeiten für deinen Erfolg. Es gibt keine Abkürzungen, du musst tun, was notwendig ist. Eyes on the prize. Du musst nicht nur gute, sondern sehr gute Arbeit liefern und den Leuten geben, was sie wollen.
  3. Helfer: Du brauchst Helfer in allen Lebensbereichen, die dir den Weg ebnen. Die dir die Augen öffnen (Freundin Darlene), die dich antreiben (Ike), die dich unterstützen (Mutter) und die dir Möglichkeiten eröffnen, zu denen du allein nicht gekommen wärst (Phil Spector). Du brauchst Leute, die ihr Talent an deines anknüpfen.
  4. A Good Heart: Verliere nicht deine Menschlichkeit. Wenn sich Menschen von Mensch zu Mensch begegnen, dann fügt sich die Welt zusammen (z.B. der Hotel-Direktor, der ihr ein Zimmer gibt).

Übermotiviert

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Es gibt einen Unterschied zwischen motiviert und übermotiviert.

Motivation bringt dich zum Handeln. Motivation führt zu Ergebnissen.

Übermotivation hingegen ist eine Vermeidungsstrategie. Du bist euphorisch, aber in Wirklichkeit lenkst du dich nur ab von Dingen, wo du lieber nicht hinsehen willst.

[Danke Petra Bock für den Gedanken]

Horoskop

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Folgendes Gedankenexperiment:

Wie wäre es, wenn du zu einem Astrologen gehst und für dein Business ein Horoskop erstellen lässt? Oder wenn du dir von einer Wahrsagerin die Zukunft deiner Geschäftsidee voraussagen lässt?

Ist das Ergebnis, das du dort bekommst, wirklich so viel schlechter als das, was du nach langem Hin- und Herübergeben in deinen Businessplan schreibst?

Eines gebe ich dir jedenfalls schriftlich: Die Entscheidungen, die du aufgrund eines Horoskops triffst, sind tausendmal besser als die Entscheidungen, die du nach wochenlangem Grübeln nicht triffst.

Marketing mit-denken

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Ein wiederkehrendes Problem vieler Gründungen ist, dass Marketing ein “afterthought” ist, also Überlegungen zum Marketing erst dann angestellt werden, wenn sonst alles fix-fertig ist.

Das führt zu folgenden Problemen:

  • Ein Gründer überlegt sich ein Geschäftskonzept, das ihm voll taugt – aber passt das Konzept auch auf den Markt? Spricht dieses Konzept auch Kunden an? Ist er mit dem Konzept am Markt überhaupt willkommen?
  • Aber selbst wenn das Geschäftskonzept grundsätzlich angenommen wird: Es reicht nicht, wenn die Leistung gut ist. Sie muss auch schön verpackt sein. Das Angebot muss auch gut aussehen, nicht nur gut funktionieren.
  • Und selbst, wenn der Gründer sich viel Arbeit machen würde mit Corporate Design und nächtelang an seiner Website basteln würde… Wie viel mehr Erfolg könnte er haben, wenn das Corporate Design wirklich professionell gemacht wäre (also von Profis, die ihr Handwerk meisterhaft beherrschen) und richtig, richtig schön aussehen würde?