Tag#LifestyleBusiness

Plan A

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Was, wenn es sowas wie einen „Plan B“ gar nicht gibt, gar nicht geben kann?

Wenn alles schief geht, wenn nichts so funktioniert wie gedacht und man sich völlig neu orientieren muss… Was, wenn auch das immer noch der Plan A für dich ist, den das Leben für dich vorgesehen hat?

Play to win

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Die Idee von “play to win” ist (im Business) folgende: Wenn du siehst, dass du mit deiner Unternehmung keinen Erfolg haben wirst, dann musst du konsequent damit aufhören und etwas Neues versuchen.

Wenn du merkst, dass du nicht gewinnen kannst, dann hör auf zu spielen und spiel ein anderes Spiel, in dem die Chancen besser stehen.

Dabei sehe ich ein Problem: Wir Lifestyle Entrepreneure definieren meist nur sehr ungenau, was mit “Erfolg” und “gewinnen” eigentlich gemeint ist:

  • Machst du dein Business nur für dich, völlig unabhängig davon, ob du damit Gewinn machst oder nicht?
  • Machst du dein Business in erster Linie für andere, weil sie brauchen, was du anbietest?
  • Machst du dein Business allein dafür, um damit Geld zu verdienen und Gewinn zu machen?

Klar: Je nachdem, wofür und für wen du dein Business machst, definieren sich auch “Erfolg” und “gewinnen” entsprechend.

Bei uns Lifestyle Entrepreneuren ist es aber meistens so, dass unser Business ein Mix aus allen drei Motiven ist: Wir machen das, was wir lieben, damit andere etwas davon haben und damit wir damit Geld verdienen.

Mit dieser Motiv-Verquickung sind eine Vielzahl von Problemen verbunden. Eines davon: Wie können wir jemals feststellen, ob wir “gewinnen”? Und ein weiteres: Wenn wir drauf kommen, dass wir mit unserem Lifestyle Business kein Geld verdienen… dann fällt es uns schwer, das Business loszulassen und was Neues zu versuchen – weil unser Herz dran hängt.

Vielleicht ist “play to win” auch das völlig falsche Konzept, um über Lifestyle Businesses nachzudenken. Vielleicht lässt sich ein Lifestyle Business gar nicht “gewinnen”.

Schlechte Erfahrungen

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Das wirklich Schlechte an schlechten Erfahrungen ist allein, wenn man nichts daraus lernt.

Wenn man aus dem ersten Mal nichts lernt, dann stehen die Chancen gut, dass es auch ein zweites Mal passiert.

[Danke Dan Sullivan für die Inspiration.]

Kein Schwein

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Heute sprach ich mit einer Gründerin über Sinn und Unsinn von Newslettern. Ihr Urteil: “Es interessiert doch kein Schwein, was da irgendjemand herumphilosophiert.” Wenn überhaupt, dann öffnet sie einen Newsletter nur, um schnell abzuchecken, ob irgendwas Nützliches für sie drinnen ist. Wenn nicht: Delete.

Ich glaube, sie hat vollkommen recht. Niemand braucht einen Newsletter, der “more of the same” bringt. Einen Newsletter, der lustlos geschrieben ist. Einen Newsletter, den man nicht einmal selbst lesen würde, bekäme man ihn von jemand anderem zugesendet.

Wenn schon Newsletter, dann sollte der Anspruch sein, dass man ihn vermissen würde, wäre er nicht mehr da.

Der richtige Preis

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Eines der Themen, das ich am häufigsten mit meinen Gründer*innen bespreche: Der richtige Preis für die Angebote/Produkte/Dienstleistungen.

Es scheint eines der mit Abstand schwierigsten zu lösenden unternehmerischen Probleme zu sein. Das liegt unter anderem daran, dass es keine direkte Beziehung zwischen Preis, Wert und Nutzen gibt und dass unser Gehirn sehr irrational auf Preise reagiert. Der richtige Preis ist also ebenso sehr ein psychologisches wie ein rechnerisches Problem.

Es liegt aber auch daran, dass wir Unternehmer nur die Preise verlangen (können), die wir uns selbst erlauben. Der richtige Preis ist also immer auch die Frage nach dem eigenen Selbstwert und der subjektiv empfundenen Kompetenz, mit der man seinen Kund*innen gegenübertritt.

Die Frage nach dem richtigen Preis ist also zuallererst eine Frage der Glaubenssätze und erst an zweiter Stelle eine Excel-Formel.

Probleme formulieren

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Ein Weg zum Erfolg: Das Problem deiner Kunden besser formulieren, als es deine Kunden selbst könnten.

Es ist eine Sache, ein Gefühl dafür zu haben, dass etwas schiefläuft. Eine ganz andere Sache ist es allerdings, dieses Unbehagen in Worte fassen zu können und auf den Punkt zu bringen. Genau diese Fähigkeit zeichnet echte Expert*innen aus.

Wenn du es also schaffst, das Problem deiner Kund*innen wirklich zu verstehen und das auch in der Sprache deiner Kund*innen klar und überzeugend zu formulieren, dann fühlen sich deine Kund*innen verstanden. Und von Menschen, von denen man sich verstanden fühlt, lässt man sich auch gerne helfen.

Genau so kann die Sogwirkung entstehen, die du dir für dein Lifestyle Business wünscht.

Arbeit und Freizeit

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“Du arbeitest auch, wenn du nicht arbeitest.” Das ist ein Vorwurf, den wir Lifestyle Entrepreneure gerne mal zu hören bekommen.

Natürlich könnten wir in unserer Freizeit auch Netflix sehen, sinnlos im Internet surfen oder Social Media spielen – also das machen, was andere Menschen so als ihre Freizeit bezeichnen.

Aber wir können einfach auch das tun, was wir in unserem Lifestyle Business tun wollen – egal, ob wir das jetzt als Arbeit oder als Freizeit bezeichnen.

Der Fluch der Begeisterung

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Ein Kollege von mir meinte heute zu einem Gründer: „Nur, weil du eine Eingebung hast, heißt das noch lange nicht, dass das der richtige Weg ist.“

Oft genug verlieben wir uns in eine Idee und werden von Wogen der Begeisterung erfasst. Und wie das halt so ist, wenn man verliebt ist: Man sieht die Welt nicht mehr 100% objektiv. Stichwort: Rosarote Brille.

Da hilft es, mit anderen Menschen – und speziell mit möglichen Kund*innen – zu reden und sich so wieder ein bisschen Bodenhaftung zu holen. Sonst kann es sein, dass der Liebeskummer sehr schmerzhaft wird.

Es geht zu langsam!

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Ungeduld ist ein Gefühl, das viele Gründer*innen begleitet. Die Youtube-Abonnenten werden nicht schnell genug mehr, die Newsletter-Liste wächst nicht rasch genug, beim Webinar waren nicht so viele Teilnehmer*innen wie erwartet.

Wir Unternehmer*innen unterschätzen regelmäßig, wie lange der Beziehungsaufbau mit unseren Kund*innen dauert. Wie viel wir investieren müssen, bis es zu einem Return On Investment kommt. Wie viel Zeit vergehen kann, bis unsere Kund*innen (endlich) kaufen.

Wenn alles einfach und schnell ginge, würde ja jede*r Unternehmer*in werden.

Flow

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Du weißt, dass deine Arbeit Sinn hat, wenn du dir am Ende deines Arbeitstages denkst: Was? Schon wieder vorbei? Wo ist die Zeit hin?

Solche Flow-Gefühle in seiner Arbeit zu erleben, ist ein Geschenk. Es ist ein Privileg und gleichzeitig der Auftrag, so viel wie möglich von dieser Arbeit zu tun.

Haben wir dieses Flow-Gefühl erleben dürfen, sind wir quasi verpflichtet, unsere Arbeit, unser Business, ja unser ganzes Leben darauf auszurichten, nie wieder etwas anderes zu tun.

Hammer und Nagel

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Als Gründungsberater beobachte ich folgendes Phänomen immer wieder: Die Leute nehmen sich zu viel vor – nämlich zu viel gleichzeitig.

Jeden Tag sage ich mindestens einem Gründer/einer Gründerin, dass es besser ist, sich auf eine Idee wirklich zu konzentrieren und alle Energie da reinzulegen, als zwei oder drei Ideen gleichzeitig zum Laufen bringen zu wollen.

Stell dir vor, du hast einen Hammer. Was ist gescheiter: Mit dem Hammer mit voller Kraft auf einen Nagel zu schlagen oder zu versuchen, drei gleichzeitig einzuschlagen?

PS: Erst heute habe ich wieder einen Unternehmer an das Hammer-Prinzip erinnert – nämlich mich selbst.

Besser als erwartet

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Was bedeutet es eigentlich, wenn der Kunde sagt: “Das war viel besser als erwartet.”?

Natürlich freut man sich. Es ist schön, einen zufriedenen Kunden zu haben.

Aber: Was sagt das über das Unternehmen/Produkt aus? Sehr viel erwartet scheint sich der Kunde nicht zu haben. Warum eigentlich nicht?

Ohne Kunden kein Business

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Die Gleichung ist ziemlich einfach:

  1. Ohne Kunden kein Umsatz.
  2. Ohne Umsatz kein Gewinn.
  3. Ohne Gewinn kein Business

Oder, kurz gesagt: Ohne Kunden kein Business. Dann kann es immer noch ein lohnendes Hobby sein, aber es ist eben kein Unternehmen.

Immer wieder erstaunlich, wie viele „UnternehmerInnen“ diese Tatsache lieber ignorieren wollen.

Unternehmer sind risikoscheu!

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Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass man als Unternehmer sehr risikoaffin sein muss. Das Gegenteil ist der Fall: Die erfolgreichsten Unternehmer scheuen das Risiko wie der Teufel das Weihwasser.

Wenn man ein Unternehmen aufbaut, sollte es das Ziel jedes Gründers sein, ein Geschäftskonzept zu entwickeln, das sicher funktionieren wird. Das bedeutet, dass vor der Gründung die wesentlichen Annahmen des Geschäftskonzept intensiv überprüft und getestet werden müssen. Wohlgemerkt: VOR der Gründung, nicht nach der Gründung!

Gründen bedeutet nicht, mit irgendeiner Idee ins kalte Wasser zu springen. Gründen bedeutet, mit gut abgesicherten Annahmen ein Unternehmen aufzubauen, dass zu einem selbst passt und gleichzeitig zur Gesellschaft. Das bedeutet viel Nachdenk-Arbeit, und das braucht Zeit, und das braucht Muße – das genaue Gegenteil von Risiko.

Feuer der Begeisterung

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Wenn das Feuer der Begeisterung nicht in uns brennt, wenn wir selbst nicht überzeugt sind von unserem Business, wenn Zweifel an uns nagen… der Kunde wird das spüren.

Und der Kunde wird uns diese Zweifel bestätigen, immer und immer wieder. Es ist ein Teufelskreis.

Darum ist es so immens wichtig, gerade für Lifestyle Entrepreneure, dass wir uns wohl fühlen in unserer Haut, dass wir an das glauben, was wir tun. Wie sollen wir jemanden anzünden, wenn wir selbst nicht brennen?

Endlichkeit

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„Vor Kurzem ist mein Papa gestorben“, sagte letztens eine Gründerin zu mir auf meine Frage, warum sie gerade jetzt gründen möchte, nachdem sie so lange überlegt hatte.

Der Tod eines geliebten Menschen hält uns vor Augen, dass auch wir nicht ewig leben werden.

Wenn du also immer schon ein Unternehmen gründen wolltest: Worauf willst du noch warten? Fang heute an. Auch in deinem Leben wird es keine Nachspielzeit geben.

Jeder ist egoistisch

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Jeder Mensch ist egoistisch. Selbst die Menschen, die dich mögen, sind egoistisch.

Wenn du als Lifestyle Entrepreneur das ignorierst, tust du das zu deinem eigenen Schaden.