Tag#LifestyleBusiness

Einfach

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Was wir gut können, das fällt uns leicht.

Die Falle, die dabei für uns Unternehmer lauert: Wenn wir etwas für einfach halten… Dann ist es doch nichts Besonderes, oder? Dann ist es doch nichts wert! Dann kann ich doch nicht viel dafür verlangen!

Unsere ganz spezielles Talent, unsere ganz besondere Kompetenz ist jedoch seltener, als wir denken – und damit für die meisten unserer Kund*innen ein ausgesprochen wertvolles Gut, für das sie auch bereit sind, zu bezahlen.

Prämie

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Sobald jemand Ziele vorgibt und dafür eine Belohnung ansetzt, wird es Menschen geben, die versuchen, diese Belohnung zu ergattern. Sie werden sehr kreativ werden beim Fischen nach der Belohnung. Ob die intendierten Ziele dadurch erreicht werden, steht auf einem anderen Blatt. Die unerwünschten Nebeneffekte von Belohnungen können nämlich erheblich sein.

Gleichzeitig sollten wir Lifestyle Entrepreneure uns von Belohnungen nicht blenden lassen. Sie sollten niemals das Ziel unserer Anstrengungen sein oder werden. Wenn wir tun, was wir sowieso tun wollen und wir dadurch eine Belohnung quasi “nebenbei” einstreifen können – klar, warum nicht.

Aber eine Belohnung darf allein schon deswegen nicht das Ziel unserer Anstrengung werden, weil es das Ziel von jemand anderem ist, das wir dadurch zu unserem eigenen machen würden.

Kein Einziger

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Gestern hatte meine Website keinen einzigen Besucher. Auch keine Besucherin. Gestern hat meine Website niemanden interessiert.

Es tut gut, immer wieder mal daran erinnert zu werden: Die Welt hat nicht auf dich und deinen Blog gewartet.

Auch wenn’s ein bisschen kränkt.

Unternehmer*in sein vs. sein wollen

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Es genügt nicht, Unternehmer*in sein zu wollen.

Tatsächlich Unternehmer*in zu sein, bedeutet nämlich, sich selbst einzugestehen, wenn man gerade nicht wie eine*r handelt – oder, noch schlimmer, sich selbst einzugestehen, wenn man eigentlich gar kein Business (mehr) hat.

Unternehmer*in zu sein bedeutet, dass das Risiko des Scheiterns real ist. Möchtegern-Unternehmer*innen werden nie in diese Verlegenheit kommen.

Pleiten, Pech und Pannen

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Manchmal ist einfach der Wurm drin.

Manchmal läuft nichts zusammen. Wir sind engagiert und tun, tun, tun… aber es kommt nichts Zählbares dabei heraus. Keine Kunden, keine Aufträge, kein Umsatz. Wir gehen am Morgen motiviert aus dem Haus und stehen am Abend mit leeren Händen da.

Es ist schwer, in diesen Phasen motiviert zu bleiben und nicht das “Pleiten, Pech und Pannen”-Gefühl zu bekommen, das uns an uns selbst zweifeln lässt. Ja, der Kopf weiß, dass wir es nicht persönlich nehmen sollten, aber dieses Gefühl des Selbstzweifels nagt beharrlich an unserem Glauben an uns und unserer Unternehmensidee.

Man sagt, nichts ist motivierender als Erfolg. Leider stimmt auch das Gegenteil.

Brotkrümel

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Wir entwickeln uns weiter, als Menschen und auch als Lifestyle Entrepreneure. Werkzeuge, die uns anfänglich geholfen haben, werden mit der Zeit obsolet. Erkenntnisse, die uns mal in Staunen versetzt haben, werden irgendwann banal. Inspirationen, die wir einst für revolutionär gehalten haben, kommen uns auf einmal sowas von offensichtlich vor.

Deshalb neigen wir dazu, die Artefakte unserer Entwicklungsgeschichte zu entsorgen. Wir brauchen sie nicht mehr, deswegen können sie weg.

Aber nicht so schnell! Die sichtbaren Zwischenschritte unseres Entwicklungsprozesses werden sehr wohl noch gebraucht! Vielleicht nicht von uns, aber sehr wohl noch von unseren Kund*innen. Diese Artefakte wirken wie Brotkrümel, mit deren Hilfe uns jene nachfolgen können, die sich auf den gleichen Weg machen wollen wie wir.

Status

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Viel öfter als nicht, steht uns unser Statusdenken im Weg. “Ich kann doch nicht… Was werden die Anderen denken? Wie schaut denn das aus? Was macht das denn für einen Eindruck?”

Es ist egal, was es für einen Eindruck macht. Wenn es das Richtige ist, dann ist es das Richtige – und dann ist völlig egal, was andere Menschen darüber denken.

Abgesehen davon: Wir überschätzen maßlos, wie viele Gedanken sich Andere über uns machen. Die meisten Menschen sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um überhaupt wahrzunehmen, was in unserem Leben passiert.

Influencer

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Die unternehmerische Leistung von (erfolgreichen) Influencer*innen wird regelmäßig unterschätzt.

Die meisten Menschen haben überhaupt keine Vorstellung davon, wie viel Arbeit es bedeutet, einen Social-Media-Kanal professionell zu betreiben. Also einer Strategie zu folgen, regelmäßig (und nicht nur bei Lust und Laune) kreativen Content zu liefern und die steigenden Qualitätserwartungen des Publikums konsistent zu erfüllen.

Ich gebe zu: Auch ich habe das lange unterschätzt und Influencer*innen ein bisschen belächelt. Ich habe mich geirrt, aber sowas von.

[Was mich eines Besseren belehrt hat: klick]

Erfolgreich geirrt

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Mit dem Erfolg ist es nicht so einfach. Erfolg ist ein zweischneidiges Schwert.

Wir denken oft, dass alles, was erfolgreich ist, auch gleichzeitig gut ist. Nach dem Motto: Der Erfolg gibt dir recht. Aber das ist nicht so, da muss man aufpassen.

Man kann nämlich auch sehr erfolgreich das Falsche machen – und keinem fällt es auf.

Ein bisschen Liebe

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Ein bisschen Liebe bei dem, was wir Lifestyle Entrepreneure in unserem Business tun, kann einen großen Unterschied machen.

Ich bekomme bei meinen Gründungsberatungen leider auch sehr viel Liebloses zu sehen. Texte, Websites, Designs usw., die zwar ihren Zweck erfüllen, aber auch nicht viel mehr.

Ein bisschen Liebe könnte alles verändern. Dinge, die mit Liebe gemacht sind… Das ist spürbar, das ist sichtbar. Und wenn wir diese Liebe selber nicht aufbringen können, dann sind wir aufgerufen jemanden zu finden, der/die das kann.

Business braucht Leidenschaft!?

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Es stimmt schon: Jedes Business – und ganz besonders jedes Lifestyle Business – braucht die Leidenschaft ihrer Gründer*innen, die mit Herzblut bei der Sache sind und die auch an ihre Geschäftsidee glauben, wenn es sonst keiner tut.

Aber da gibt es einen fatalen Irrtum, dem ich immer wieder begegne – nämlich dem Glauben: “Wenn ich etwas mit Leidenschaft tue, dann kommt das Geld ganz von selbst.”

Das stimmt einfach nicht. Das ist naiv. Ja, Leidenschaft ist wichtig, aber sie ist nur einer von drei essenziellen Bausteinen, die deinen Geschäftserfolg ausmachen:

  1. Leidenschaft
  2. Menschen mit Problembewusstsein, die dein Angebot gut finden.
  3. Diese Menschen müssen eine Zahlungsbereitschaft mitbringen.

Wenn nur einer dieser drei Bausteine fehlt, bricht dein Geschäftsmodell wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

Besserer Tee

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Ich trinke seit vielen Jahren viel und gerne Tee. Schwarztee vor allem, aber auch grünen.

Aber erst seit vor Tagen habe ich begonnen, mich wirklich für Tee zu interessieren. Ich habe gelernt, wo Tee herkommt, wie er verarbeitet wird, was guten Tee ausmacht und wie unterschiedlich Tee an verschiedenen Orten der Welt getrunken wird. Es ist eine faszinierende Welt, die Welt des Tees.

Daraus habe ich für mich folgenden Schluss abgeleitet: Je mehr wir über eine Sache wissen, desto weniger wurscht wird uns diese Sache. Wir geben uns nicht mehr mit dem Erstbesten zufrieden, weil wir lernen, das Gute vom Schlechten zu unterscheiden. Es ist, als würden uns die Augen geöffnet – endlich.

Zu sehen und zu verstehen, hilft uns dabei, bessere Entscheidungen zu treffen – für unser Lifestyle Business, aber auch für unser Leben insgesamt. So wertvoll!

[Tipp: Der Zauber des Tees, Dokumentation auf Youtube]

Intellektuelle Herausforderung

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Die Gründung eines Lifestyle Business ist (auch) eine intellektuell spannende und anregende Aufgabe.

Es ist ein Projekt, das komplex genug ist, um den Verstand über einen längeren Zeitraum herauszufordern. Es sind Kreativität und Logik und Problemlösungskompetenz gleichermaßen gefordert. Kurz: Es macht einfach Spaß, über sein eigenes Lifestyle Business nachzudenken.

Die Gefahr dabei: Dass es beim Nachdenken darüber bleibt. Dass die vielen Gedanken und guten Ideen nie den Weg ans Licht der Umsetzung finden.

Ja, ein Lifestyle Business ist eine spannende intellektuelle Herausforderung – aber nicht nur.

Bühnen

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Auch wenn du kein Schauspieler oder keine Sängerin bist, hast du als Lifestyle Entrepreneur viele Bühnen, auf denen du auftrittst.

Deine Website ist eine dieser Bühnen. Wie du dich auf auf deiner Website präsentierst, wie du sie inszenierst und welche Rolle du dir dabei auf den Leib schreibst… das alles wird von deinem Publikum wahrgenommen.

Wie geht es dir denn, wenn du an deine Website denkst? Bist du stolz auf diese Bühne und eine Performance darauf? Oder wäre es längst an der Zeit, die Requisiten abzustauben und ein aktuelleres Stück auf deinen Spielplan zu setzen?

Mühlrad

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Bis ein Mühlrad in Schwung kommt, dauert es eine Weile. Das geht nicht von heute auf morgen.

Wenn das Mühlrad aber erst einmal läuft, dann wirkt es fast mühelos und spielerisch. Es schaut überhaupt nicht mehr nach Arbeit aus.

Wenn das Wasser aber plötzlich versiegt, dann passiert etwas Interessantes: Der Antrieb ist zwar weg, aber das Mühlrad läuft noch ein bisschen weiter wie zuvor – als ob nichts geschehen wäre.

Das ist eine gefährliche Illusion: Auch im Business merken wir oft erst, dass das Wasser schon lange nicht mehr fließt, wenn unser Mühlrad gänzlich zum Stehen gekommen ist.

Keiner rennt, keiner pennt

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Im amerikanischen Militär gibt es angeblich den Ausdruck “no hurry, no pause”. Gemeint ist damit, dass der beste Weg zum Ziel ist, stetig weiterzugehen. Nicht zu hetzen, aber auch keine Pausen einzulegen. Mein Bruder hat das übersetzt mit: “Keiner rennt, keiner pennt”. Sehr passend.

Ich denke, dieser Gedanke kann auch für uns Lifestyle Entrepreneure sehr hilfreich sein. Unsere Lifestyle Businesses sind “long games“, die sich am besten dadurch verwirklichen lassen, wenn wir konsequent an ihnen arbeiten, ohne aber Druck aufzubauen.

Don Miguel Ruiz hat diesen Gedanken wunderschön ausgedrückt:

„Die Wahrheit ist, dass es keine Rolle spielt, wie lange es dauert. Wir haben keine Eile, aber wir dürfen auch keine Zeit verlieren.”