Tag#Marketing

Verkaufen ist im Lieferumfang dabei

V

Als Unternehmer*in ist es deine Aufgabe, deine Angebote zu verkaufen. Punkt.

Eh klar, könnte man sagen. Tatsächlich liegt hier jedoch in vielen Solo-Businesses der Hund begraben. Die Produkte herzustellen, das ist leiwand. Aber dann herzugehen und zu sagen: “Seht her, ich hab da was gemacht. Wer will es haben?” – das erfordert Mut. Das ist unangenehm. Das ist etwas, was die meisten lieber nicht tun würden.

Aber es hilft nichts: Verkaufen gehört zum Unternehmersein dazu. Ohne Verkauf kein Umsatz, und ohne Umsatz kein Business.

Es gibt tausend verschiedene Möglichkeiten, deine Angebote an die Frau oder an den Mann zu bringen. Du hast die freie Wahl, dir davon eine auszusuchen, die am besten zu dir passt und somit deinen persönlichen Verkaufsstil zu wählen.

Du kannst dir also aussuchen, wie du es machst. Aber ob du es machst, das steht nicht zur Diskussion.

Jedenfalls dann nicht, wenn du es ernst meinst mit deinem Business.

Von nichts kommt nichts.

Dein Markt

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Damit dein Marketing greifen kann und Effekte erzielt, musst du deinen Markt definiert haben.

Viele definieren ihren Markt entweder gar nicht, und wenn dann zu unpräzise und vor allem zu groß.

Wir müssen unseren Markt so eng fassen, dass wir die Chance haben, ihn mit unseren Marketing-Signalen innerhalb kürzester Zeit nicht nur zu erreichen, sondern zu durchdringen.

Erst wenn wir das geschafft haben, können wir daran denken, unseren Markt Schritt für Schritt zu erweitern.

[Danke Philipp Maderthaner für den Hinweis.]

Schweigen im Walde

S

Es ist mitunter schon frustrierend, wenn man tut und tut und tut – und es kommt einfach nichts zurück.

Aber: Die Leute haben einfach den Kopf voll.

Es ist deine Aufgabe, das Heft in der Hand zu haben und immer wieder Akzente zu setzen.

Reichtiefe

R

Nicht alles im Leben wird besser, wenn es mehr wird.

Reichtiefe > Reichweite

Mut zum Risiko

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Echte Differenzierung braucht Mut.

Viele Content Marketer nehmen zu wenig Risiko. Sie trauen sich nicht, eine kontroverse Position einzunehmen. Sie trauen sich nicht, Stellung zu beziehen. Sie trauen sich nicht, auch mal jemanden zu provozieren.

Viele Content Marketer hätten die Chance, durch Differenzierung einen echten Unterschied zu machen – und ziehen den Schwanz ein, wenn sich die Möglichkeit dafür bietet.

Kauderwelsch

K

Als Nebenerwerbs-Sprachwissenschaftler wundere ich mich immer wieder darüber, wie umständlich sich viele Betriebswirte ausdrucken. Wobei… “Umständlich” ist eh noch nett ausgedrückt. Oft ist es schlicht unverständlich.

Ein Beispiel gefällig?

Eine Expertin für die Optimierung von Geschäftsmodellen versucht zu erklären, warum das Geschäftsmodell so wichtig ist für ein Unternehmen:

Seit jeher verändert sich unsere Welt. In den letzten Monaten hat das Tempo durch die Pandemie einen Gang zugelegt. Umso wichtiger ist es, dass sich Unternehmen zukunftsorientierte ausrichten. Grundsätzlich steckt hinter jedem Unternehmen ein Geschäftsmodell. Manchmal ist es bewusst formuliert, meist wird es unbewusst administriert. Es ist aber unabdingbar, sich mit dem Ist-Stand auseinanderzusetzen und die Hauptbereiche eines Geschäftsmodells im Detail zu betrachten. So erkennen Unternehmer die zentrale Funktionsweise und die Erfolgsfaktoren. Mit einem bewusst ausgearbeiteten Geschäftsmodell differenziert man sich vom Mitbewerb und befriedigt die Kundenbedürfnisse besser. Damit kann das Kerngeschäft gestärkt und darauf aufbauend, Neues entwickelt werden.

Ich kann mir schon vorstellen, was die Dame eigentlich sagen will. Ich kann mir aus dieser Aussage schon zusammenreimen, worum es ihr geht. Nicht zuletzt deswegen, weil ich schon vorher gewusst habe, was ein Geschäftsmodell ist und warum ohne Geschäftsmodell kein Unternehmenserfolg möglich ist.

Aber: Warum in aller Welt macht man es den Leser*innen so schwer? Warum versteckt man ganz wichtige Botschaften hinter Buzzwords und in aufgeblähten Sätzen? Wem, bitte, soll das nützen?

Den Leser*innen sicher nicht. Aber auch der Expertin und ihrem Beratungsangebot nicht.

Denn wer, bitte, kauft etwas, das er nicht versteht?

Hidden Agenda

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Es gibt Content Creator, die felsenfest behaupten, es geht ihnen in erster Linie darum, “Wert zu schaffen” für ihre Community.

Dabei geht es ihnen in Wirklichkeit vor allem darum, dieser Community etwas zu verkaufen.

Schon klar, das eine muss das andere nicht ausschließen. Aber: Wenn jemand eine hidden agenda hat, wenn jemand das eine behauptet und in Wirklichkeit etwas Anderes will, dann spüren wir das. Wir können die Zwiespältigkeit zwischen den Zeilen lesen.

Besser wäre, den Menschen klar zu sagen, was man will.

Problemsprache vs. Sehnsuchtssprache (3)

P

Wenn wir über die Probleme und Sehnsüchte unserer Kund*innen sprechen, und das in ihren eigenen Worten, dann denken und handeln wir empathisch.

Seth Godin nennt das practical empathy:

To make a difference, we need the practical empathy to realize that the other person doesn’t know what you know, doesn’t believe what you believe and might not want what you want. We have to move from where we are and momentarily understand where they are.

Seth Godin

Es geht nicht darum, was wir denken. Es geht nicht darum, was wir (mit unserem Expertenwissen) für das Problem halten. Es geht nicht mal darum, dass wir eine Lösung haben, die unseren Kund*innen hilft.

Zuerst mal geht es darum, dass wir unseren Kund*innen aus ehrlichem Herzen sagen können: “Ich verstehe dich. Ich verstehe deinen Kummer, und ich kenne deine Träume. Ich sehe dich, und ich nehme dich ernst.”

Problemsprache vs. Sehnsuchtssprache (2)

P

Unsere Kund*innen verstehen uns besser, wenn wir es schaffen, uns in ihren Worten auszudrücken.

Wenn du in der Problemsprache über die Sorgen deiner Kund*innen sprichst, dann sprich exakt in ihren Worten. Beschreibe den Schmerz genau so, wie sie ihn beschreiben.

Wenn du in der Sehnsuchtssprache über die Träume deiner Kund*innen sprichst, dann sprich exakt in ihren Worten. Beschreibe ihre Wünsche genau so, wie sie sie beschreiben.

Du brauchst hier überhaupt nicht kreativ sein. Du musst nur genau zuhören (und dir Notizen machen).

Problemsprache vs. Sehnsuchtssprache (1)

P

Es gibt zwei “Sprachen”, mit denen wir zu unseren Kund*innen sprechen können:

Problemsprache: Wir sprechen das an, was im Leben unserer Kund*innen gerade nicht passt. Den Schmerz, die Scham, die Fehler. In aller Klarheit und Deutlichkeit. Wir nennen beim Namen, was schief läuft und erzeugen dadurch den Wunsch, es in Zukunft besser zu machen (“weg von”-Motivation).

Sehnsuchtssprache: Wir malen unseren Kund*innen aus, was sein könnte. Wir beschreiben in bunten Farben ihre Träume, Wünsche und Sehnsüchte. Wir sagen ihnen, dass es nicht so sein muss, wie es gerade ist, sondern dass ein besseres Leben möglich ist: mehr Erfolg, mehr Freiheit, mehr Zufriedenheit (“hin zu”-Motivation).

Es ist wichtig, dass wir beide Sprachen fließend beherrschen. Denn jede Sprache hat seine Zeit und seine Zuhörer*innen.

Manche suchen billig

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Es gibt Kund*innen, die suchen die billigste Lösung, egal ob sie gut ist oder nicht.

Und es gibt Kund*innen, die suchen die beste Lösung, egal ob sie billig ist oder nicht.

Wähle weise.

“Über mich”-Seite

&

Worum geht es auf deiner “Über mich”-Seite?

Um dich?

Oder darum, was für deine Besucher drin ist in deiner Geschichte?

Hoffnungen

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Wenn Menschen deine Produkte oder Dienstleistungen kaufen, dann sind damit Hoffnungen verbunden.

Die Hoffnung, dass sich ihr Leben dadurch verbessert. Die Hoffnung, dass sie dadurch erfolgreicher werden. Die Hoffnung, dass sie weniger traurig oder einsam werden.

Kennst du die Hoffnungen deiner Kund:innen?

Und: Wie gut kannst du diese Hoffnungen erfüllen?

Unter die Haut

U

Auf allen Märkten werden so viele oberflächliche Gespräche geführt. Davon brauchen wir nicht mehr. Die kann keiner mehr hören.

Wie wäre es, wenn du deine Gespräche am Markt nicht länger an der Oberfläche führen würdest, sondern eine Schicht tiefer? Da, wo es wirklich zu kribbeln beginnt. Da, wo wir tatsächlich was spüren.

Was wir brauchen – und was sich unsere Kund*innen eigentlich auch sehnlichst wünschen würden –, sind Gespräche, die unter die Haut gehen.

Alles anbieten

A

Es ist für Lifestyle Entrepreneure gar nicht einfach herauszufinden, was das optimale Angebot für die Zielgruppe ist.

Weithin hört man den Rat, sehr fokussiert zu sein. Eine Nische zu bedienen. Lieber wenig anzubieten, das aber in hoher Qualität – und hochpreisig.

Dieser Rat ist auch grundsätzlich okay. Und dennoch kann es sein, dass manchmal das genaue Gegenteil der bessere Zugang ist.

Nämlich: Alles Mögliche anzubieten. Keine Einschränkung zu treffen, nicht zu fokussieren.

Sondern zu warten, was die Kund*innen sagen. Was die Kund*innen auswählen. Zu schauen, was gut ankommt und was nicht. Mehr von dem machen, das nachgefragt wird, und Zug um Zug das weglassen, was niemanden interessiert.

Go with the flow. Das ist keine schlechte Strategie.