Tag#Marketing

Networking, das funktioniert

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Networking ist für viele Gründer*innen und Solopreneure ein schwieriges Thema. Man mag’s meist nicht nicht machen, weil sich die gängigen Networking-Formate sehr künstlich anfühlen und im Endeffekt Zeitverschwendung sind.

Eine Gründerin hat mir unlängst erzählt, dass Sie jedoch ihren eigenen Zugang zum Networking gefunden hat. Sie spielt begeistert Tennis, und sie hat sich jetzt für die Hobbyliga angemeldet. Damit wird ihr jede Woche ein*e neue*r Gegner*in zugeteilt, gegen den*die sie spielen darf. Natürlich lernt man sich dabei auch ein bisschen kennen, und hat neben der gemeinsamen Liebe zum Tennis vielleicht auch den einen oder anderen beruflichen Anknüpfungspunkt. Und wenn nicht, macht’s auch nichts, das Tennisspielen ist ja an und für sich schon wertvoll.

Ich denke, dass in dieser kleinen Geschichte das Geheimnis der erfolgreichen Netzwerker*innen auf den Punkt kommt: Sie haben ihren ganz persönlichen, ihren ganz eigenen Zugang zum Networking gefunden, der dafür sorgt, dass Networking für sie nicht eine unnatürliche Zeitverschwendung ist, sondern ihnen sogar Spaß macht.

Sales-Aufwand

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Meine Erfahrung: Es ist in der Regel nicht einfacher, kleinere (= billigere) Produkte zu verkaufen als große (= teure).

Der Sales-Aufwand für ein 5.000-Euro-Produkt ist nicht fünfmal so hoch wie für ein 1.000-Euro-Produkt. Ich würde sogar sagen, der Aufwand ist annähernd gleich hoch.

Wenn du also denkst, es wäre eine gute Idee, “kleinere” Produkte in dein Portfolio aufzunehmen, weil sich die leichter verkaufen… wahrscheinlich nicht.

Das Ende des Content-Marketing?

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Ein spannender Gedanke:

KI wie ChatGPT könnten viele Webseiten und Blogs überflüssig machen. Deren Content wird zwar gebraucht, aber sie werden nicht mehr besucht werden.

Die KI wird alle Antworten geben, und wo die KI ihre Antworten eigentlich her hat, wird die Wenigsten interessieren. Der eigentliche Autor und der ursprüngliche Kontext der Information werden völlig in den Hintergrund geraten – wenn nicht sogar komplett ignoriert.

Das könnte eine erhebliche Bedrohung bedeuten für viele Geschäftsmodelle im Bereich des Content-Marketing, wie wir es heute kennen.

Auf Umwegen

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Viele Lifestyle Entrepreneure wollen auf keine Fall salesy wirken. Ja nicht zu marktschreierisch. Ja nicht zu aufdringlich.

Deswegen halten sie sich oft vornehm zurück, wenn es darum geht, über sich zu sprechen. Oder, ganz konkret, auf der Website zu einem kostenlosen Erstgespräch aufzufordern.

Diese vornehme Zurückhaltung hat aber zur Folge, dass sie es ihren potenziellen Kund*innen unnötig schwer machen, sich von ihnen die Hilfe zu holen, die sie ja eigentlich suchen.

Statt den Menschen, die bei uns Hilfe suchen, klar zu sagen, was wir für sie tun und wie sie mit uns arbeiten können, schicken wir sie auf unnötige Umwege, damit wir nur ja nicht zu aufdringlich wirken.

Es ist paradox. Weil wir damit das Gegenteil dessen erreichen, was wir eigentlich wollen.

Produkte anders denken

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Ein Produkt ist nicht einfach ein Produkt. Verschiedene Produkte erfüllen verschiedene Funktionen.

Josef Zotter erklärt das wunderbar anhand seiner Schokolade-Kreationen:

Bei uns gibt es ein Sortimentssplitting. Viele Menschen lieben bestimmte Geschmacksrichtungen: Marzipan, Nougat, Milchschokolade. Ein Drittel unseres Sortiments entspricht diesen Geschmäckern. Das sind die Cashcows. Ein Drittel sind Variationen, die vor dem Durchbruch stehen. Wenn ein Kunde zehn Schokoladen kauft, dann nimmt er meist neun etablierte und eine experimentelle Sorte. Wenn er diese gut findet, wächst sie in das Sortiment. Ein Drittel sind schräge Kreationen. Die kauft keiner, aber genau über diese wird geredet. Gute Produkte brauchen gute Geschichten.

Josef Zotter Interview in auto touring, Dezember 2022

Unvergleichlich

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Wenn wir mit unserem Lifestyle Business etwas Einzigartiges schaffen wollen, etwas, das nur wir schaffen können…

Warum vergleichen wir uns dann unablässig mit anderen?

Erfolgreich im www

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Unlängst in brand eins gelesen:

Zahl der Websites weltweit, in Milliarden…………………………………………… 2
Anteil der Webinhalte, die nicht wahrgenommen werden, in Prozent……. 45

Das heißt: Wenn du auch nur einen einzigen Besucher auf deiner Website, eine einzige Leserin deines Newsletters oder einen einzigen View deines YouTube-Videos hast, gehörst du schon zu den Erfolgreichen im Internet.

Angst vor der Sichtbarkeit

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Einerseits wünschen wir uns nichts so sehr, als dass wir für das, was uns am Herzen liegt und wofür wir jeden Tag mit ganzem Einsatz arbeiten, gesehen und gelobt werden.

Gleichzeitig haben wir auch Angst vor der Sichtbarkeit.

Was, wenn ich da raus gehe, und keiner will mich?

Schwimmschule

S

Warum Schwimmschulen funktionieren:

Niemand will seinem Kind das Schwimmen beibringen.

Aber jeder will, dass sein Kind schwimmen kann.

Eine super Präsentation

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Was laut Eugen Gerein eine großartige Präsentation von einer guten unterscheidet:

  1. Storytelling. Der rote Faden. 
  2. Emotionen werden angesprochen. 
  3. Sendungsbewusstsein. Dass man dafür brennt, und dass man wirklich etwas zu sagen hat. 

Drei Missverständnisse

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Unlängst hat meine Frau versucht, mir ein Problem mit der Betreuung unserer Tochter im Kindergarten zu erklären.

Es hat drei Anläufe gebraucht, bis ich kapiert habe, was eigentlich Sache ist.

Das Ungewöhnliche daran ist nicht, dass ich meine Frau dreimal falsch verstanden habe.

Das Ungewöhnliche ist, dass ich es bemerkt habe.

Wenigstens

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Was man zu dieser unsäglichen Nachtzug-Fahrt von Berlin an Wien allerdings auch sagen muss:

Das Personal im Zug war ausgesprochen professionell und bemüht, im Rahmen ihrer beschränkten Möglichkeiten für die Passagiere das Beste aus der Sache zu machen.

Und meine Reklamation bei den ÖBB wurde innerhalb von 24 Stunden bearbeitet und der Schaden anstandslos gutgeschrieben.

Hier haben es die ÖBB sogar geschafft, meine Erwartungen zu übertreffen.

Camo App

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Camo ist eine App, mit der man sein Handy zu einer tipp-topp Videokamera machen und eine Vielzahl von Einstellungen vornehmen kann.

Unlängst hat Apple sein Betriebssystem iOS 16 vorgestellt. Damit werden viele Funktionen, welche die Camo App bisher kostenpflichtig angeboten hat, ins Standardrepertoire eines iPhones aufgenommen (“Continuity Camera”) – ohne zusätzliche Kosten für die Kund*innen.

Die Frage stellt sich also: Warum soll ich für eine App bezahlen, wenn ich fast alle Funktionen auch gratis haben kann?

Und wie reagiert Reincubate, der Hersteller der Camo App, darauf? In beeindruckender Weise.

Ganz offen, verständlich und transparent wird das Thema auf der Website angesprochen. Alle Fragen, die sowieso in den Köpfen der User*innen herumschwirren, werden gut nachvollziehbar beantwortet. Ehrlich und informativ, im Sinne besten Kund*innnen-Services. Natürlich streicht Reincubate die Vorzüge der eigenen App hervor, aber sie verschweigen auch nicht, was “Continuity Camera” unter iOS 16 kann.

Ich denke, das ist genau die richtige Strategie in dieser existenzbedrohenden Situation für Camo: Offen, ehrlich und sympathisch zu kommunizieren. Nicht manipulierend, nicht überredend, sondern möglichst überzeugend. Darauf vertrauend, dass die User*innen die richtige Entscheidung für sich treffen werden.

Wird es gelingen, dadurch alle Kund*innen zu halten? Nein, sicher nicht. Aber es wird gelingen, einige Kund*innen zu halten, die der Camo App gerade wegen dieser sympathischen Art den Vorzug geben, obwohl sie vieles davon woanders gratis haben könnten.

Lieblos

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Dein Angebot ist total wichtig. Es bringt auf den Punkt, womit du anderen Menschen helfen willst und kannst. Womit du, ja, die Welt ein Stück weit besser machen möchtest.

Aber ich sehe so viele lieblos gestaltete Angebote. Wenig durchdacht. Handgestrickt. Nicht professionell. Kaum mehr als unbedingt notwendig. Kraftlos kommuniziert.

Und das finde ich ewig schade. Wenn wir der Welt schon etwas von uns anbieten, warum nicht mit der ganzen Hingabe, zu der wir fähig sind?

Sympathisch in der Nähe

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Eine Gründerin hat mir heute verraten, wie die meisten Menschen vorgehen, wenn sie eine Psychologin/einen Psychologen für sich suchen:

Sie googeln, was in der Nähe ist. Und dann gehen Sie auf die Website und schauen sich die Fotos an, wer ihnen am sympathischsten ist.

Wir sind schon ziemlich einfach gestrickt.

Die Arbeit ist Marketing

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Ein wesentlicher Unterschied zwischen Solopreneuren und klassischen Selbständigen (Freelancer):

Solopreneure haben viel mehr Marketing zu machen (für ihre Produkte) als klassische Selbständige (die oft „weitergereicht“ werden).

Die tägliche Arbeit der Solopreneure ist Marketing.

[Danke Ehrenfried Conta Gromberg für diesen Gedanken.]

Übers Ohr gehauen

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Die meisten Menschen wollen nicht übers Ohr gehaut werden.

Deshalb suchen viele Menschen einen Schutz davor, betrogen zu werden – zumal auf Märkten, auf denen sie sich nicht auskennen. 

Der eigentliche Mehrwert, den die großen Plattformen wie Amazon, Airb’n’b oder GetYourGuide verkaufen, ist das Vertrauen, wahrscheinlich nicht über den Tisch gezogen zu werden.