AutorGünter Schmatzberger

Subventionen

S

Wenn du regelmäßig zu niedrige Preise verlangst, dann ist das, wie wenn du mit deinem Geld die Unternehmen deiner Kund*innen subventionierst.

Bist du dir sicher, dass du das willst?

[Danke Maggie Patterson für diesen Blickwinkel.]

Nicht nachlassen

N

Am Ende eines Projekts, am Ende eines Auftrags, am Ende einer Beziehung… Wenn man weiß, dass es keine Verlängerung geben wird, dass das Ende endgültig ist und dass sich die Zukunft anderswo abspielt…

Dann ist es herausfordernd, den Schlendrian nicht einreißen zu lassen und alles noch professionell zu Ende zu bringen.

Profis lassen nicht nach, auch wenn sie bereits mit einem Fuß aus der Tür sind.

Hochpreis-Strategie

H

Hochpreis-Strategie? Von mir aus. 

Aber vergiss nicht: Kein Kunde der Welt möchte sich veräppelt fühlen!

Eine Hochpreis-Strategie braucht viel, viel Nachdenken, einen extrem hohen Wert und ein sehr, sehr gutes Konzept.

Fata Morgana

F

Egal, wie es auf Social Media aussieht:

Das Business läuft bei niemandem so glatt, wie es vielleicht aussieht.

Wunschträume

W

Meine Tochter (5) hat mir heute von ihrem aktuell größtem Wunschtraum erzählt: Ein Haus mit Garten zu kaufen, um dann einen Hund zu haben.

Das rationale erwachsene Papa-Ich hat daraufhin gemeint, dass die Sache aus meiner Sicht wahrscheinlich so bald nichts werden wird.

Daraufhin hat mir meine Tochter etwas ganz Wichtiges gesagt, das ich nie vergessen sollte:

“Du kannst es nicht wissen, Papa!”

Marketing verlernen

M

Wenn Gründer*innen mit dem Marketing für ihre Angebote starten wollen, ist häufig der erste Schritt, dass sie zuerst mal alles vergessen, was sie über Marketing zu wissen glauben.

Weil das, was sie bisher als Marketing kennengelernt haben, ist meistens wenig hilfreich für die eigene Inszenierung und Vermittlung ihrer eigenen Angebote.

Dafür haben Gründer*innen die einzigartige Chance, mit unvoreingenommenem Blick auf der grünen Wiese den einfachsten Marketingplan der Welt zu entwickeln.

Keine Schuld

K

Eine der letzten Fragen, die sich die meisten Menschen stellen, wenn etwas schief gegangen ist:

“Was hätte ich anders machen können?”

Unrund

U

Das ist wohl eine passende Beschreibung für das Meiste im Leben.

Das ganze Leben ist unrund.

It’s not a bug, it’s a feature.

Langstrecke

L

Ein Lifestyle Business ist ein Marathon, kein Sprint.

Deshalb ist ein wirklich resilientes Lifestyle Business konsequent auf die Langstrecke ausgerichtet.

Denn wir haben nur dieses eine Leben.

Hanteln heben

H

Unlängst habe ich meinem Sohn (7) Folgendes über das Hanteltraining erklärt:

Es geht nicht darum, eine sehr schwere Hantel einmal zu heben.

Es geht darum, eine relativ leichte Hantel mehrmals hintereinander zu heben – und das über Wochen und Monate.

Stärke kommt nicht von einer einmaligen großen Anstrengung, sondern davon, die “Mühen der Ebene” zu bewältigen.

Entrepreneurship Education

E

Entrepreneurship Education bedeutet im Grunde nichts anderes als zu lernen, eigene Ideen zu haben und diese auch umsetzen zu können.

So verstanden ist Entrepreneurship ein Prozess, eine Methode und eine Haltung.

[Danke Johannes Lindner für diesen Gedanken.]

Unternehmerischer Mut

U

Unternehmerischer Mut ist nicht das Ergebnis eines großen strategischen Wurfes.

Mut ist die Summe von vielen kleinen mutigen Entscheidungen, jeden Tag. 

Druck genug

D

Bei meiner Arbeit im Unternehmensgründungsprogramm des AMS Wien habe ich in den letzten vier Jahren eines ganz deutlich gemerkt:

Es reicht der Druck, den sich die Gründer*innen selbst machen.

Da brauche ich als Berater nicht noch zusätzlichen Druck aufbauen.

Gscheit machen

G

Man muss als Unternehmer nicht unbedingt was Neues machen.

Sondern: Etwas so machen, wie es eigentlich gehört.

Da liegt Riesenpotenzial drinnen.

Flughöhe

F

Wenn man jemanden länger nicht getroffen hat, ist es gar nicht so leicht, ins Gespräch zu kommen. Es hat sich in der Zwischenzeit zwar viel getan, aber dann auch wieder doch nicht viel Interessantes, das erzählenswert wäre.

Es ist eine Frage der Flughöhe.

Auf sehr hoher Flughöhe sind Gespräche mitunter schwierig, weil sie notwendigerweise oberflächlich sind. Wenn man sich regelmäßiger trifft, ist die Flughöhe niedriger und die Gespräche werden interessanter.

Zumindest geht es mir so.

Künstler vs. Unternehmer

K

In meiner Gründungsberatung erlebe ich immer wieder Gründer*innen, deren Geschäftsidee irgendwo zwischen Künstler und Unternehmer angesiedelt ist. Fotograf*innen oder Designer*innen oder Theaterpädagog*innen fallen mir als Beispiele ein.

In dem Moment, wo eine künstlerische Tätigkeit auf einen unternehmerischen Kontext stößt, entstehen Reibungsflächen. Weil Kunst und Unternehmertum, das ist zwar verwandt, aber doch auch sehr unterschiedlich.

Gründer*innen, die sich als Künstler*innen begreifen, haben es meist schwer in der Marktwirtschaft. Weil eben die Spielregeln des Business andere sind als in der Kunst.

Ein Beispiel: Ein Künstler schafft zuerst seine Werke und schaut dann, wie/ob er Käufer dafür findet. Ein guter Unternehmer handelt nur, wenn er dafür auch einen Auftrag hat, also wenn er einigermaßen sicher weiß, dass er Käufer haben wird.

Ein anderes Beispiel: Ein Künstler schafft seine Werke aus sich selbst heraus, wenn ihn “die Muse küsst”. Ein guter Unternehmer braucht keine Musenküsse, um seine Aufträge qualitätsvoll abzuwickeln. Er handelt professionell.

Man sieht schon aus diesen wenigen Beispielen, dass da zwei ganz verschiedene Denkschulen aufeinander treffen.

Wer sich in beiden Welten, in der Welt der Künstler und der Welt der Unternehmer, kompetent bewegen kann, dem stehen jedoch ungeahnte Türen offen.

Selbstvermarktung

S

Ich glaube, dass es unter vielen Solopreneuren ein Missverständnis gibt, wenn es um ihr Marketing geht.

Es geht nicht darum, dass Solopreneure sich selbst vermarkten.

Es geht darum, dass sie ihr Angebot vermarkten.

Aber das persönlich.