Für alle Berater*innen und Lehrer*innen:
In unserer Kultur geht es immer mehr weg von “Von wem ist das?” hin zu “Wofür ist das gut?“.
Für alle Berater*innen und Lehrer*innen:
In unserer Kultur geht es immer mehr weg von “Von wem ist das?” hin zu “Wofür ist das gut?“.
Notizen zu zwei Videos der Masterclass, die öffentlich zugänglich sind. Disclaimer: Ich bin kein Teilnehmer der Masterclass.
(mehr …)Unlängst habe ich mit einer Gründerin gesprochen, die ohne eigenes Verschulden plötzlich zwei Kunden und damit einen Großteil ihres Umsatzes verloren hat.
Neben den konkreten und ganz praktischen Tipps, wie man mit so einer Situation umgehen kann, war mir eine Botschaft ganz wichtig: Dass sie sich die Zeit nimmt und sich erlaubt, über diesen Verlust traurig zu sein.
Auch wenn wir ganz professionell sind, dürfen wir uns zugestehen, dass wir alle nur Menschen sind. Und die meisten Menschen macht es traurig, wenn sie etwas verlieren.
Und das darf auch so sein. Da müssen wir nicht drüber stehen.
Ich begleite derzeit einen Gründer, dessen Gründungsidee für mein Dafürhalten ein bisschen, nun ja, schwachbrüstig ist.
Ich habe ihn mehrfach darauf angesprochen, er sieht das anders. Denn was für diesen Gründer spricht: Er ist uneingeschränkt determined.
Dieser Mann wird gründen – mit oder ohne mir.
Dann besser mit mir.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass sich jeder Mensch wenigstens einmal im Leben selbständig gemacht haben sollte.
Wenn Menschen länger arbeitslos sind, dann kommen sie häufig irgendwann in die Situation, dass sie endlich wieder aktiv werden wollen. Endlich wieder was arbeiten wollen.
Irgendwas.
Und wenn sich Menschen aus der Arbeitslosigkeit selbständig machen möchten, dann merke ich: Sie wollen endlich was gründen.
Irgendwas.
Meine Notizen zu ausgewählten Vorträgen des Entrepreneurship Summit 2022 in Berlin: Gerald Hüther, Günes Seyfarth, Sven Ripsas, Maren Urner
(mehr …)Der Grund, warum wir nicht vom Denken ins Handeln kommen, ist meistens die Angst.
Und unter Gründer*innen ganz besonders die Angst vor ehemaligen Lehrer*innen und Kolleg*innen.
Was die wohl sagen werden, wenn wir auf einmal hergehen und sagen: So, jetzt bin ich Experte für…
Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich sage “Keine Ahnung!”, wenn ich etwas nicht weiß.
Ich tue das, weil ich mich immer wieder daran erinnern möchte, dass ich nicht der Arroganz vieler Berater*innen verfalle, die glauben, dass sie die Weisheit mit Löffeln gefressen haben.
Aber ich glaube, ich gehe damit ein bisschen zu weit. Es stimmt schon, dass ich vieles nicht weiß. Aber eine Ahnung habe ich schon. Ein Gefühl, eine Tendenz, eine Meinung.
Und das ist meistens auch das, was meine Kund*innen von mir erwarten, wenn sie mir eine Frage stellen.
Ich habe es unlängst wieder ganz stark gemerkt:
Ein großer Nachteil eines digitalen Business wie der Gründungsberatung ist, dass es digital ist. Sprich: Dass es kein sichtbares Produkt gibt. Es gibt nichts, das man angreifen könnte und an dem man den Fortschritt klar vor Augen hätte.
Mir tut es sehr gut, mir dieses haptische Erlebnis trotzdem irgendwie herzustellen. Indem ich mit Moderationskarten arbeite oder den Projektfortschritt mit Kanban-Boards visualisiere. Oder indem ich mir Symbole und Figuren im Raum aufstelle, die digitale Artefakte meines Business repräsentieren.
Wir Menschen haben jahrtausendelang unsere Arbeit mit unseren Händen vollbracht. Das können (und sollen) wir auch im 21. Jahrhundert nicht einfach so ablegen.
Jede*r Gründer*in hat einen Blinden Fleck bei ihrem/seinem Gründungsprojekt.
Dinge, die sie nicht wissen, von denen sie aber (noch) nicht wissen, dass sie sie nicht wissen.
Ich sehe es als meine Aufgabe als Gründungsberater, meine Gründer*innen beim Auffinden dieser Blinden Flecken systematisch zu unterstützen.
Es ist die Aufgabe und das Handwerk von Berater*innen, zum richtigen Zeitpunkt den passenden Rat zu geben.
Aber damit ist es nicht getan. Das Gegenüber muss unseren Rat auch nehmen können. Das hat mit den Worten zu tun, die wir wählen, aber noch viel mehr hat es mit unserer Persönlichkeit zu tun.
Findet uns unser Gegenüber sympathisch, wird es unseren Rat zumeist nehmen können.
Tut es das nicht, wird’s schwierig – egal, wie gut der Rat ist.
Eine der schönsten Besonderheiten an der Gründungsberatung ist für mich, dass ich mitunter von meinen Gründer*innen genauso viel lerne wie sie von mir.
Unlängst hat mir eine Gründerin in einem Nebensatz eine ganz besondere Lebensweisheit mitgegeben:
Das wirklich Wertvolle im Leben entsteht immer durch Interaktion.
Und ich glaube: Sie hat damit vollkommen und uneingeschränkt recht.
Ich will mit meiner Tätigkeit als Gründungsberater BWL und Entrepreneurship für Solopreneure zugänglich machen.
Das bedeutet aber nicht, dass über BWL und Entrepreneurship nicht auch weiterhin kritisch nachdenken werde.
Eine Sammlung von Vorschlägen, “wie Sie als Unternehmer unberechenbare Zeiten erfolgreich meistern”. Einige wirklich gute Gedanken, wenngleich dem Buch für mein Empfinden ein bisschen der Rote Faden fehlt.
(mehr …)Markus Gull lehrt uns, was ein Mentor für seinen Mentee tun kann:
Und, nicht vergessen: Jeder ist ein Mentor!
Glaub nicht, dass deine Gründung besonders herausfordernd ist. Bilde dir nicht ein, dass nur du Schwierigkeiten zu überwinden hast, die unüberwindbar erscheinen. Geh nicht davon aus, dass bei den anderen alles glatt läuft, nur bei dir nicht.
Lass dir von einem Gründungsberater sagen: Irgendwas ist bei jeder*m. Jede*r hat sein*ihr Kreuz zu tragen.
Glaub mir, du würdest mit niemandem tauschen wollen. Also schultere das Kreuz, das zu dir passt, und mach dich auf den Weg – so wie alle anderen auch.
Von meinem UGP-Kollegen Christian Janisch habe ich eine simple, aber kraftvolle Einsicht:
Ein guter Finanzplan ist die logische Folge eines guten Businessplans.
Vorträge am Entrepreneurship Summit 2019, Berlin, 19./20. Oktober 2019
(mehr …)Wenn mir jemand in einem Beratungsgespräch ein gutes Dutzend mal versichert, dass sie die ganze Situation als großes Learning sieht und dass sie die Erfahrung nicht missen möchte und dass sie volles Vertrauen hat, dass schon alles gut werden wird…
Dann frage ich ich: Wen möchtest du hier überzeugen – mich, oder doch eher dich selbst?