Tag#LifestyleBusiness

Gute Karten

G

Wer gute Karten hat, hat das Spiel noch lange nicht gewonnen.

Wer schlechte Karten hat, hat das Spiel noch lange nicht verloren.

Entscheidend ist, wie kompetent wir unser Spiel spielen.

Wie es gelernt ist

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Viele der Strategien, mit denen wir neue Herausforderungen angehen, verwenden wir schon seit unserer Kindheit. Unverändert.

Was wir in unserer Kindheit als erfolgreiche Strategie erfahren haben, das wenden wir auch als Erwachsene noch gerne an. Womit wir als Kind wiederholt gescheitert sind, davor scheuen wir auch als Erwachsene noch zurück.

Das Problem dabei: Wir sind keine Kinder mehr.

Zeit für ein Strategie-Update!

Die erstbeste Idee

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Viele Unternehmer*innen geben sich mit ihrer erstbesten Idee zufrieden: Sie haben einen Einfall und setzen diesen um.

Dabei ist die erste Idee gerade mal der Startpunkt für das weitere Nachdenken. Auf die erste Idee folgt die zweite Idee, auf die zweite dann die dritte, darauf die vierte, die fünfte… und die achte ist dann vielleicht die Idee, die wirklich spannend ist, die wirklich nützlich ist, die wirklich merkbar anders ist als das, was die Mitberwerber*innen zigfach schon machen.

Es lohnt sich, zwei- oder dreimal um die Ecke zu denken, um nicht das Naheliegende mit dem Nonplusultra zu verwechseln.

Ernstfall

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Wenn der Ernstfall eingetreten ist, müssen schnelle Lösungen her.

Kaiser ist der, der diese schnellen Lösungen liefern (oder mitunter auch nur versprechen) kann.

Es lohnt daher, deinen Kunden einen Schritt voraus zu denken.

Anschlussfähig

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Es ist eine gute Idee, hervorragende Produkte zu schaffen, welche die hervorragenden Produkte Anderer hervorragend ergänzen.

So wird das eigene Produkt zur logischen Fortsetzung der Produkte eines Anderen. Beide Angebote werden dadurch aufgewertet. Win-Win.

Wer anschlussfähige Produkte entwickeln kann, tut sich leichter beim Vermarkten.

Risiko

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Landläufig besteht die Meinung, als Unternehmer müsse man großen Mut zum Risiko haben.

Meiner Beobachtung nach ist das Gegenteil der Fall: Erfolgreiche Unternehmer*innen sind sehr risikoscheu. Sie versuchen, durch sorgfältiges Nachdenken, umsichtige Planung und frühzeitiges Testen jedes unnötige Risiko zu vermeiden.

Risiko ist für Amateure.

Das beste Marketing

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Das beste Marketing überhaupt ist, konsequent und wahrnehmbar nützlich für andere zu sein.

Mehr braucht es nicht.

Aber das ist eh anspruchsvoll genug.

Digitalisierung

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Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass sich viele Lifestyle Entrepreneure daran gemacht haben, ihre Angebote zu “digitalisieren”: Trainer*innen haben Online-Kurse und Webinare entwickelt, Berater*innen bieten nun Online-Beratung an etc.

Roman Kmenta hat dazu einen spannenden Gedanken: Das Problem in der Corona-Krise ist nicht die Digitalisierung von Angeboten, die bisher face-to-face stattgefunden haben. Das Problem ist die Verschiebung in den Prioritäten der Kund*innen.

Es nützt nichts, Produkte zu digitalisieren, die momentan einfach keine Priorität bei den Kund*innen haben. Wenn’s eng wird, beschränken sie sich auf das Notwendige.

Die Herausforderung ist also in erster Linie, zum Notwendigen zu gehören – und erst in zweiter Linie die Digitalisierung.

Offene Türen

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Eine Gründerin hat mir erzählt, dass sie vor ein paar Wochen ihre Arbeitszimmertür aufgemacht hat – und seither offen gelassen hat.

Sie hat damit symbolisch die Tür zu ihrem Business geöffnet. Die Tür ist nun offen, und die Gelegenheiten, Ideen und Kunden können nun hereinkommen.

Mut

M

Man bewundert gerne die Menschen, die den Mut haben, sich mit ihrer Gründungsidee selbständig zu machen.

Häufig übersehen wird der Mut jener Menschen, die ihre Gründungsidee wieder aufgeben, weil sie erkannt haben, dass sie nicht wie geplant funktioniert. Der Mut des Loslassens.

Ich verneige mich vor beiden.

Vernünftige Größe

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Nicht zu kleinteilig anbieten. Der Akquise-Aufwand ist für eine Einzelsitzung oft genauso groß wie für einen Zehnerblock.

Vernünftige Pakete schnüren. Gut überlegen, wofür es sich auch auszahlt, Akquise zu machen.

Ein Netzwerk aufbauen. Nicht alles allein machen versuchen. Unabhängig und flexibel bleiben und sich gleichzeitig in gepflegte Abhängigkeiten begeben.

David gegen Goliath

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Es überrascht mich immer wieder, mit wie viel Gleichgültigkeit, Verlogenheit und Zynismus große Konzerne bei ihren Kund*innen durchkommen.

Genau hier liegt auch die Chance für uns “kleine” Solopreneure: Wir haben gegen diese Goliaths den Vorteil, dass wir uns um unsere Kund*innen wirklich kümmern können. Dass sie uns nicht gleichgültig sind. Dass wir sie nicht anlügen werden. Dass sie uns am Herzen liegen und dass wir sie das auch authentisch spüren lassen können.

Wir setzen der Wurstigkeit der Großen unsere große Menschlichkeit entgegen.

Alles sehr kompliziert

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Wir Lifestyle Entrepreneure machen uns unser Business oft komplizierter als nötig.

Wir tun das, weil wir glauben, dass es nicht einfach geht. Wer Erfolg haben will, muss sich schließlich sehr anstrengen und hart arbeiten, oder?

Dabei könnten wir uns auch erlauben, dass es leicht gehen darf. „What would it look like if it were easy?“, würde Tim Ferriss fragen.

Biss

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Wenn in deinem Lifestyle Business “der Biss fehlt”, dann kann das einen von zwei Gründen haben:

  1. Das Lifestyle Business, von dem du dachtest, dass es die Erfüllung deiner Träume wäre, ist doch nicht so toll wie gedacht. Du hast dich geirrt und das Interesse daran verloren.
  2. Das Lifestyle Business, von dem du dachtest, dass es die Erfüllung deiner Träume wäre, hat tatsächlich das Potenzial dazu abzuheben. Dazu müsstest du allerdings einige wirklich schwierige Entscheidungen treffen, eine Menge harte Arbeit auf dich nehmen und generell raus aus deiner Komfortzone. Und das macht dir Angst.

Beide Gründe sind legitim, beide Gründe sind okay.

Wichtig ist nur, dass du für dich herausfindest, welcher davon auf dich zutrifft. Dann kannst du nämlich die richtigen Konsequenzen ableiten.

Und dann kommt wahrscheinlich auch der Biss wieder zurück.

Überraschungspaket

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Heute brachte mir der Postler ein Überraschungspaket von meinem lieben Kollegen Joachim – vollgefüllt mit meinen Lieblingstees, Dragee Keksi, dunkler Schokolade und anderen süßen Freuden.

Das Paket kam völlig unerwartet als Dankeschön für einen Gefallen. Ich war ganz aus dem Häuschen und habe allen voller Freude davon erzählt.

Ein Dankeschön, wo ich es nicht erwartet habe. Eine Kleinigkeit, die keine Kleinigkeit ist. Sowas bleibt in Erinnerung. Sehr lange.

Wir spenden einen Baum!

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Manche “Social Enterprises” spenden einen Baum, wenn man was bei ihnen kauft.

Ich halte davon nichts. Ich finde, Kundengeld zum Bäumepflanzen zu verwenden ist eine einfache, ziemlich unkreative und letztlich faule Auslegung dessen, was Social Enterprises ausmacht.

Wenn ich einen Baum gepflanzt haben wollte, dann habe ich zahlreiche Möglichkeiten, das zu tun. Ich brauche kein Unternehmen, das mich in dieser Hinsicht bevormundet.

Im Gegenteil: Ich erwarte von einem Unternehmen – und besonders von einem, das sich “sozial” auf die Fahnen heftet –, dass es sich sehr ernsthaft überleget, wie es 100% meines Geldes so einsetzt, dass es immer besser wird, immer bessere Produkte anbietet und durch seine unternehmerische Tätigkeit die Welt mehr und mehr verändert– und nicht durch irgendeinen Baum, der irgendwo gepflanzt wird.