Tag#LifestyleBusiness

Hobby zum Business

H

Es ist eines der schönsten und gleichzeitig eines der schwierigsten Gründundungsprojekte, wenn das Hobby zum Business werden soll.

In dem Moment verändern sich nämlich die Spielregeln. Komplett.

Die Kunst ist, die Freude und Leichtigkeit des Hobbys zu bewahren, während professionelle Erlösstrukturen aufgebaut und erhalten werden müssen.

Und das ist alles andere als trivial.

Ab dem ersten Tag

A

Es gibt eine Gemeinsamkeit ganz vieler Lifestyle Businesses, so unterschiedlich ihre Ausrichtung auch sein mag: Alles dauert immer viel länger, als man denkt.

Es ist möglich, aber unwahrscheinlich, von Anfang an von seinem Lifestyle Business leben zu können. Der Anspruch, ein Lifestyle Business aufzubauen, das existenzsichernd ist, ist an sich schon hoch gegriffen.

Der Anspruch, dass das ab dem ersten Tag gelingen muss, ist schlichtweg realitätsfremd.

Neues Problem

N

Ein sehr schlauer Gründer hat heute ein Problem vieler Solopreneure mit der Digitalisierung auf den Punkt gebracht:

„Sie glauben, sie schaffen sich eine neue Einkommensquelle, dabei schaffen sie sich ein neues Problem.“

Wie wahr.

Verrückte Ideen

V

Jeder Lifestyle Entrepreneur braucht zumindest einen Menschen in ihrem/seinem Leben, der/die die mitunter verrückten Ideen, die wir haben, ernst nimmt. Oder zumindest nicht darüber lacht, wenn wir ihm/ihr unseren neuesten Spleen anvertrauen.

Wenn du so einen Menschen in deinem Leben hast: Er/Sie zählt zu deinem wertvollsten Vermögen.

Halt ihn/sie gut fest!

Am Markt willkommen

A

Wer am Markt willkommen ist, braucht sich keine großen Gedanken über Marketing etc. machen. Es reicht, den Stein ins Rollen zu bringen.

Wer am Markt willkommen ist, rollt seinen Stein bergab.

Über sich selbst schreiben

Ü

Ich beobachte immer wieder, wie schwer sich Gründer*innen tun, die „Über mich“-Seite ihrer Website zu schreiben.

Über sich selbst zu schreiben, ist viel schwieriger, als man auf den ersten Blick vielleicht denkt. Wer kennt einen besser als man selbst, also wer sollte besser geeignet sein, über sich selbst zu schreiben?

Das Gegenteil ist der Fall. Selbst sehr geschickte Texter*innen tun sich zehnmal leichter, über andere zu schreiben als über sich.

Obwohl wir bereits unser gesamtes Leben mit uns verbringen, wissen wir im Grunde nichts über uns. Kein Wunder, dass wir dann auch nicht die richtigen Worte finden.

Da ist es meist besser, die „Über mich“-Seite von jemand anderen schreiben zu lassen. Das kommt unserem öffentlichen Ich viel näher als das, was wir dafür halten.

Verkaufen heißt, entscheiden helfen

V

Thomas Saliger sagt: “Ein guter Verkäufer trifft für den Kunden auch mit die Entscheidung.“

Oft ist das größte (und letzte) Hindernis zwischen dem Jetzt und dem zukünftigen Erfolgserlebnis eine Entscheidung, deren Zeit nun gekommen ist.

Wer bei dieser letzten Entscheidung helfen kann, wird nie als aufdringliche Verkäuferin wahrgenommen werden.

Im Gegenteil: Die Kund*innen werden dankbar dafür sein, dass sie den Kauf ermöglicht hat.

Entspannung

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Greg McKeown sagt: Relaxing is a responsibility.

Wenn wir gute Arbeit leisten wollen, ist ausreichend Entspannung eine Notwendigkeit, kein Luxus.

Zersprageln

Z

Eines der größten Probleme von so vielen Lifestyle Entrepreneuren: Dass sie sich zersprageln.

Sie haben so viele Interessen, so viele Ideen, so viele Möglichkeiten… und schießen wie ein Feuerwerk in alle Richtungen, statt Zug in eine Richtung aufzubauen.

Ein Feuerwerk ist vielleicht eine Zeitlang schön anzuschauen, aber auch schnell wieder ausgebrannt.

Schwierige Herausforderungen

S

Die zwei schwierigsten Herausforderungen für Lifestyle Entrepreneure:

  1. Genügend Kunden finden.
  2. Durchhaltevermögen aufbringen, bis die Kunden gefunden sind.

Wertversagen

W

Ein Wort, das mir in der Früh im Halbschlaf eingefallen ist.

Es meint ein typisches Problem von Solopreneuren: Es nicht zu schaffen, in den Augen der Kund:innen ein genügend wichtiges Problem zu lösen und damit genügend Wert zu erzeugen, damit sich die Kund:innen gerne von ihrem Geld trennen.

Non-profit

N

Unter Solopreneuren gibt es wohl keine Non-Profit-Organisationen.

Welchen Sinn hätte das auch? Einzelunternehmer*innen haben ja nichts anderes als ihren Gewinn, um sich ihr privates Leben zu finanzieren. Von irgendwas müssen sie ja leben.

Ein Solo-Business, das keinen Gewinn erwirtschaftet, hilft niemandem.

Verkaufen

V

Unlängst in einem Podcast gehört: “Du solltest kein Unternehmen aufsetzen, wenn du nicht bereit bist, verkaufen zu lernen.”

Ich finde, da ist was dran. Es geht nämlich nicht darum, dass du verkaufen kannst, sondern darum, dass du bereit bist, es zu lernen.

Leiwand

L

Unlängst meinte ein Gründer zu mir: “Mit Ihnen zu reden, erinnert mich dran, wie leiwand meine Geschäftsidee eigentlich ist!”

Passt!

Einsam

E

Es ist eine Begleiterscheinung des Solopreneur-Seins, dass wir mit unserem Business immer wieder mal allein sind: Mit den Entscheidungen, mit den Sorgen, aber auch mit den Erfolgen.

Aber es ist eine besondere Herausforderung der aktuellen Umstände, dass mehr Solopreneure denn je einsam sind.

Das Alleinsein haben wir gewählt, die Einsamkeit nicht.

Varianten von “mühsam”

V

Ja, es gibt Kunden, mit denen zu arbeiten mühsam ist. Aber es ist auch mühsam, geniale Kunden mit der Lupe suchen zu müssen. Und es ist mühsam, einen leiwanden Kunden zu haben, der aber nicht zahlt.

Unter Umständen ist unsere einzige Freiheit zu wählen, welches “mühsam” wir auf uns nehmen wollen.

Empfehlungen

E

Ich kann nur empfehlen, was ich verstanden habe.

Wenn du mir nicht mit einfachen und klaren Worten sagen kannst, was du mit deinem Lifestyle Business genau machst, welche Probleme du konkret löst und welche Hilfe ich genau von dir haben kann… wie soll ich es mir dann merken?

Und wie soll ich in dem Moment, in dem ich dich weiterempfehlen könnte, in Sekundenschnelle dein Angebot korrekt abrufen, wenn ich es in Wahrheit nie ganz verstanden habe?

Es wird nicht klappen.

Indem wir zu kompliziert sind, vergeben wir uns viele Chancen.

USP

U

Eine USP ist nur dann eine USP, wenn sie von den Kund*innen auch als solche erkannt wird. Die Kund*innen müssen die vermeintliche Einzigartigkeit eines Unternehmens auch als Einzigartigkeit wahrnehmen!

In Wahrheit definieren wir Lifestyle Entrepreneure also nicht selbst unsere USP, sondern unsere Kund*innen “verleihen” uns eine USP – und sei es nur, weil sie sonst niemand vergleichbaren kennen oder sie die Konkurrenzangebote noch nie ausprobiert haben.

Es kann also gut sein, dass unsere eigene Wahrnehmung unserer USP sich erheblich unterscheidet von dem, was unsere Kund*innen als USP wahrnehmen.

Die Wahrheit liegt in dem Fall aber eindeutig bei den Kund*innen!

Obduktionsbericht

O

Ein Gedankenexperiment:

Versetz dich ein paar Jahre in die Zukunft und stell dir vor, deine Geschäftsidee ist grandios gescheitert. Alles, was schief gehen konnte, ist schief gegangen. Es ist nichts übrig außer unzufriedene Kunden. Wenn sie deinen Namen hören, stellen sich ihnen alle Haare auf.

Überleg dir (allein oder mit Personen deines Vertrauens):

  • Was ist passiert, dass alles so schief gehen konnte?
  • Warum haben die Kunden deine Produkte gehasst?
  • Welche kapitalen Management-Fehler hast du begangen?

Zu viert

Z

Ich bin Lifestyle Entrepreneur, ich bin Solopreneur, und ich bin es gerne.

Und doch bin ich nicht alleine. Ich habe meine Familie.

Wir sind zu viert.