Tag#LifestyleBusiness

Unreiner Reim

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Ein reiner Reim ist, wenn zwei Silben sich perfekt reimen: Hund – rund, Berg – Zwerg, Worte – Torte.

Ein unreiner Reim ist, wenn die Reimsilben nur annähernd übereinstimmen: Tür – vier, Größe – Getöse, reimen – scheinen.

Ein Lifestyle Business ist idealerweise „ein Gedicht, das sich leiwand reimt“, wie Wolfgang Ambros sagt.

Wie viele unreine Reime akzeptierst du in deinem Lifestyle Business?

Kernkompetenzen und Sekundärleistungen

K

Wir Lifestyle Entrepreneure haben in unserem Lifestyle Business meist eine Kernkompetenz, in der wir wirklich gut sind. Das ist in der Regel unser Produkt, unser Angebot, unsere ganz besondere Leistung. Unser Ziel ist es, mit dieser Kernkompetenz Geld zu machen.

Unsere Achillesferse sind aber die vielen Sekundärleistungen, die ein erfolgreiches Business ebenfalls leisten muss: Marketing, Vertrieb, Networking, Strategie, Entwicklung usw.

Dadurch, dass wir in den Sekundärleistungen so abfallen, bringen wir uns um die Früchte unserer Kernkompetenz.

[Danke an Daniel Wagner für das Konzept.]

Märkte, Kapitalismus, Industrialismus

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Ein großes Problem von uns Lifestyle Entrepreneuren ist, dass wir den Unterschied zwischen Märkten, Kapitalismus und Industrialismus nicht kennen. Dadurch schütten wir das Kind mit dem Bade aus.

Im Kapitalismus geht es um Freiheit und Wahlmöglichkeiten – und Märkte. Märkte kümmern sich darum, dass Bedürfnisse erkannt werden und so effektiv wie möglich befriedigt werden.

Im Industrialismus geht es um immer bessere Produktivität, um immer billigere Produkte, um die Macht über Märkte – mit allen negativen Nebeneffekten von Sklaverei über Umweltverschmutzung und Korruption bis Monopolstreben.

Wirklich freie Marktwirtschaften sind die größten Freunde von uns Lifestyle Entrepreneuren, weil sie Freiheit und Wahlmöglichkeiten ermöglichen. Aber weil wir Märkte ständig mit Industrien verwechseln, lehnen wir ab, was uns eigentlich helfen würde.

[Mehr dazu in Seth Godins brillanter Podcast-Folge]

Nicht wie gewünscht

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Etwas funktioniert nicht wie gewünscht. Warum?

  1. Die Idee war schlecht.
  2. Die Idee war gut, aber die Umsetzung war schlecht.

Meistens liegt’s nicht an der Idee.

Wo anfangen?

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Die meisten Content-Marketer fragen sich: Wo ist meine Zielgruppe? – und erstellen dann Content danach.

Das ist unter Umständen der falsche Zugang. Wahrscheinlich ist es am Anfang besser, dort zu starten, wo du dich am wohlsten fühlt. Wenn du gerne redest, dann nimm einen Podcast auf. Wenn du gerne schreibst, dann schreib einen Blog. Wenn du gerne auf der Bühne stehst, dann nimm Youtube-Videos auf.

Das ist der Lifestyle Entrepreneur-Zugang: Er ist “egoistisch”, nicht opportunistisch – auch nicht richtiger oder falscher. Es muss zuerst für dich passen, sonst kannst du es nicht durchhalten. Du kannst “the long game” nur spielen, wenn das Spiel zu dir passt.

Was nicht heißt, dass du im Verlauf des Spieles nicht deine Kompetenzen erweitern und auch auf andere Spielfelder wechseln kannst. 

Sicherheit gesucht

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Wir Lifestyle Entrepreneure sehnen uns immer wieder nach Experten, die uns sagen, ob eine bestimmte Idee gut ist oder nicht. Ob ein neues Produkt gute Erfolgschancen haben wird oder nicht. Ob unsere Marketingidee bei den Kund*innen gut ankommen wird oder nicht.

Die bittere Wahrheit ist: Niemand hat die Glaskugel, die diese Antworten liefern würde.

Es wird immer unser unternehmerisches Risiko bleiben, die Antworten selbst herausfinden zu müssen – indem wir es einfach versuchen und schauen, was passiert.

Und daraus lernen.

Teamwork

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Es gibt immer Menschen in deinem Umfeld, die bereit sind anzupacken. Menschen, die mit dem Status Quo nicht zufrieden sind und gerne etwas verändern würden. Oft wissen sie aber nicht, wo sie anfangen sollen.

Diese Menschen brauchst du nur anzusprechen. Gut möglich, dass sie sich freuen, mit dir zusammenzuarbeiten und die Welt zu verändern.

Job

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Spannender Gedanke von Seth Godin:

Wie wäre es, wenn du nicht einfach nur deinen Job machen würdest, sondern es darauf anlegst, deinen Job ganz neu zu erfinden?

Technische vs. kreative Probleme

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Technische Probleme löst man dadurch, dass man sich hinsetzt und die Arbeit erledigt, auch wenn es mühsam ist. Beispiel: Einen Liquiditätsplan erstellen.

Kreative Probleme löst man auch durch Nachdenken, aber man kann sie nicht abarbeiten. Es ist wie ein Tanz: Man versucht dies, man versucht das, und irgendwann kommt plötzlich die Lösung. Meist dann, wenn man gar nicht damit gerechnet hat. Beispiel: Einen Slogan für sein Business entwickeln.

Wichtig ist, dass wir erkennen, wann wir ein technisches und wann ein kreatives Problem vor uns haben.

Im Kurs verstecken

I

Ein Kurs ist ein großartiger Ort, um sich zu verstecken.

Man hört doch immer wieder, wie notwendig es ist, sich ständig weiterzubilden, auf dem Laufenden zu bleiben, über den Tellerrand hinauszuschauen. Was könnte also besser sein, als möglichst viel Zeit für die eigene Weiterbildung zu investieren?

Es gibt etwas, das tatsächlich viel besser ist: Seine Zeit damit zu verbringen, das Gelernte auch wirklich auf sein eigenes Lifestyle Business umzulegen, anzuwenden und in die Tat umzusetzen – statt sich Hals über Kopf in den nächsten Kurs zu flüchten.

Fahrplan

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Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Und manchmal weiß man vor lauter To Dos gar nicht, mit welchem man anfangen soll.

Sich einen Fahrplan zu erstellen, ganz klassisch nach dem Wichtig-Dringend-Prinzip, ist in diesem Fall die smarteste Herangehensweise.

Zuerst der Plan, dann die Action.

Arbeit

A

“Das Produkt ist gut, weil es war eine wahnsinnige Arbeit.”

Leider ist es nicht so einfach. Nur weil man viel Zeit investiert hat, muss das Ergebnis noch lange nicht gut sein.

Man kann auch sehr viel Arbeit in einen Irrtum investieren.

Unternehmer glauben

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Wir Lifestyle Entrepreneure glauben daran, dass wir mit unserem Lifestyle Business Erfolg haben werden.

Daran zu glauben, bedeutet auch, dass immer ein Stück Restzweifel dabei ist. Und es stimmt ja auch: Wir haben keine Gewissheit. Wir wissen nicht, wann und ob sich der Erfolg einstellen wird.

Aber genau darin liegt ja die eigentliche Leistung von uns Unternehmer*innen: Weil wir nicht wissen, weil wir keine Gewissheit haben, glauben wir an unser Unternehmen.

Denn wenn der Erfolg sicher wäre, dann bräuchte es uns Unternehmer*innen nicht. Dann würden es alle machen.

Kleine vs. große Unternehmen

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Ein Solo-Unternehmen ist nicht einfach nur eine kleine Mini-Version eines großen Unternehmens.

Ein Solo-Unternehmen funktioniert (wenn es funktionieren soll) ganz, ganz anders. Ein Solo-Unternehmen muss nach anderen Spielregeln spielen als die Großen. Wenn es versucht, es mit den Großen aufzunehmen, wird es entweder ignoriert oder platt gewälzt.

Solo-Unternehmen haben nur eine Chance: Sich auf ihre Stärken zu konzentrieren und das zu machen, was die Großen nicht tun können oder wollen.

Lange und kurze Wege

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Handelsübliche BWL-Bücher sind für Solopreneure, die sich in Sachen Wirtschaftskompetenz aufschlauen wollen, völlig ungeeignet.

Das Problem ist nicht, dass in den Büchern etwas Falsches drinnen stünde. Der Inhalt ist schon okay, aber er ist viel zu theoretisch, zu umständlich und zu langatmig aufbereitet. Der Weg zur konkreten Lösung, zur hilfreichen Handlungsanweisung ist viel zu lang.

Solopreneure brauchen kurze Wege. Sie können sich viele Umwege einfach nicht leisten.

Gay Hendricks: Lebe dein Leben, bevor es andere für dich tun: Mehr wagen und über sich selbst hinauswachsen (2010) 📙

G

Diesem Buch mangelt es etwas an Kohärenz, aber es ist ein Panoptikum an interessanten Perspektiven und Sichtweisen. Das Konzept der „oberen Limits” (im Original: upper limit challenge) finde ich genial und lässt sich hervorragend im Alltag beobachten. Andere Konzepte wie die “Einstein-Zeit” waren mir etwas zu steil. Der Titel ist dem Buch wenig dienlich, weil er sehr generisch ist und auf die besonderen Juwelen des Buches nicht eingeht.

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