AutorGünter Schmatzberger

Reich werden vs. reich sein

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Das Ziel vieler Selbständiger ist es, mit ihrem Business eines Tages reich zu werden.

Aber um reich zu werden, müssen wir zuerst eines kapieren: Wir sind schon reich. Jede*r Österreicher*in gehört, egal wie hoch oder niedrig das Einkommen ist, zu den Top-1% der reichsten Menschen der Erde.

Was wir hingegen lernen müssen, ist, mit unserem bestehenden Reichtum so umzugehen, damit wir uns auch reich fühlen

Aus Wissen Handlungsanleitungen destillieren

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Nur ganz wenige Menschen wollen deinen Blog-Artikel oder dein Buch lesen. Oder deinen Podcast hören. Oder dein Video anschauen.

Die meisten wollen nur wissen: Sag mir, was ich konkret tun soll. 

Wissen zu konkreten Handlungsanweisungen zu verdichten, das ist die wirkliche Arbeit von Lehrer*innen und wirklich guten Content Creatoren. Das macht kaum wer.

Kaum wer sagt klipp und klar, was zu tun wäre. Die meisten eiern herum. Dabei würden so viele Menschen genau diese Handlungsanleitungen besonders nützlich finden.

Sachensucher

S

“Ich bin ein Sachensucher”, sagt Pippi eines Tages zu Tommy und Annika. “Ein Sachensucher, was ist denn das?”, fragt Tommy. “Einer, der Sachen sucht”, sagt Pippi. “Die ganze Welt ist voll von Sachen, und es ist wirklich nötig, dass jemand danach sucht. Und genau das tun die Sachensucher.”

Astrid Lindgren: Hier kommt Pippi Langstrumpf

Ich bin auch ein Sachensucher.

Vertrauensvolle Mühe

V

Vieles fühlt sich nicht gut an, weil es nicht sofort funktioniert.

Das geht allen Unternehmer*innen so, und da müssen wir durch.

Hab ein bisschen Gottvertrauen. Und bleib dran, bis sich der Erfolg einstellt.

Interessant für die Konkurrenz

I

Eine der wichtigsten Stakeholder-Gruppen deines Unternehmens sind die Konkurrenten. Der Mitbewerb. Die Wettbewerber.

Welches Interesse hat die Konkurrenz an deinem Unternehmen?

Keines, wenn du nicht gut bist.

Was Manager tun

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Es gibt viele Möglichkeiten, über Management nachzudenken und die Tätigkeit von Manager*innen zu definieren.

Ein Zugang, eventuell ein bisschen provokativ:

Als Manager*in eines profitorientierten Unternehmens ist es deine Kern-Aufgabe, über folgende Frage nachzudenken: “Wie komme ich an das Geld der Kunden?”

geschenkt ist noch zu teuer

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Es ist längst nicht mehr so, dass die Leute da draußen dankbar alles nehmen, was sie gratis von dir bekommen könnten.

Der Engpassfaktor ist heute vielfach nicht Geld, sondern Zeit. Das stimmt insbesondere für Info-Produkte wie Blogs, Podcasts, Newsletter, Kurse, Webinare und so weiter.

Viele wollen deine kostenlosen Produkte nicht mal geschenkt. Nicht, weil die Qualität schlecht wäre, sondern weil die Leute keine Zeit haben, deine Angebote zu konsumieren.

Und weil du ihnen nicht klar genug machen konntest, was sie davon hätten, wenn sie sich die Zeit nähmen.

Warum deinen Newsletter niemand liest

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  1. Niemand kennt dich.
  2. Man kennt dich, aber keiner weiß, dass es deinen Newsletter gibt.

Gegen beides kannst du was machen. Mit Engagement, und mit Geld. 

Dumpingpreise

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Es hat noch nie ein Kunde jemals einen Preis gekauft.

Kunden kaufen immer eine Leistung und bewerten diese mit einem Preis.

Daher: Nicht die Kunden machen den Preis, sondern die Anbieter.

Wenn jemand den Markt kaputt macht, dann sind es die Anbieter, die ihre eigenen Kosten nicht kennen und nicht kalkulieren können.

Dankbare und undankbare Themen

D

Auch Amateur-Trainer*innen können z.B. Marketing-Themen so unterrichten, dass sie anschaulich sind. Das liegt daran, dass das Thema an sich spannend ist. Marketing ist ein dankbares Thema.

Aber es braucht echte Profi-Trainer*innen, um Themen wie Buchhaltung anschaulich und unterhaltsam zu vermitteln. Buchhaltung ist ein undankbares Thema.

Undankbares Thema + Profi-Trainer = dankbares Publikum

Rückdelegation

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Manchmal erledigt wer seine Arbeit nicht. Oder nur schlecht. Oder viel zu spät.

Diese Fälle kommen dann gerne zu Menschen, die dafür bekannt sind, dass sie verlässliche und gute Problemlöser sind. Die den Ruf haben, Retter in der Not zu sein.

Wenn du so ein Retter-Typ bist, darfst du dir aber auch erlauben, das Problem an die Person zurückzudelegieren, die es verursacht hat. Du kannst und du musst dich nicht um alles kümmern. Und schon gar nicht musst du den Kopf hinhalten für Fehler, die du gar nicht begangen hast.

Nimm den Menschen nicht ihre Verantwortung weg.

Überraschungserfolg

Ü

Vor fünf Monaten habe ich für meine Studierenden ein Erklärvideo zum Thema “Cash Flow Rechnung” aufgenommen. Pandemiebedingt war damals kein Präsenzunterricht möglich, also waren Erklärvideos das zweitbeste Mittel der Wahl für meine Studierenden.

Weil das Video sowieso schon aufgenommen war, dachte ich mir: Ist ja egal, stellst du es halt auf YouTube, vielleicht kann es ja auch sonst noch jemand brauchen.

Gestern wurde das Video zum tausendsten Mal aufgerufen. 1000 Views in fünf Monaten, das hätte ich mir nie gedacht. Ganz ohne Werbung, komplett ohne Promotion. Rein organisch.

Für mich wieder mal ein Beweis dafür, wie schlecht ich darin bin, den Erfolg oder Misserfolg meines Contents vorauszusagen. Meine besten Blog-Artikel verpuffen im Nichts, dafür werden vermeintlich unscheinbare Videos wie dieses zum Renner.

Als ob ich dafür noch einen Beweis gebraucht hätte.

Neid

N

Neid ist ein guter Indikator dafür, was uns wirklich wichtig ist im Leben. Unsere Werte sind entscheidend dafür, worauf wir neidisch sind.

Da, wo wir Neid verspüren, dort finden wir auch Sinn.

“No Bullshit”-Beratung

&

Die Idee: Ich berate dich offen und ehrlich, ohne versteckte Agenda. Ich sage, was ich mir denke, auch wenn es für dich vielleicht unbequem ist. Ich habe einzig dein Bestes im Blick und halte nicht zurück.

“No Bullshit”-Beratung ist nicht selbstverständlich, auch wenn sie es sein sollte.

Vater

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Mein Vater wird heute 70 Jahre alt.

Unter all meinen Helden, denen ich mein Leben lang dankbar sein werde, sind meine Eltern wahrscheinlich die größten. Und mein Vater ist mir mit seiner Bescheidenheit, seiner Ruhe, seiner Großzügigkeit ein großes Vorbild. Er sich nie unterkriegen hat lassen, und dafür hat er meinen höchsten Respekt.

Vielen Dank für alles, Vati!

Positionierung (2)

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Die richtige Positionierung am Markt zu finden, ist für viele Gründer*innen eine große Herausforderung.

Dabei ist es ganz einfach.

Ein Gründer hat es unlängst so auf den Punkt gebracht:

“Positionierung heißt, dass ich endlich weiß, was ich will.”

Selbsternannte Experten

S

Selbsternannte “Experten” sind oft diejenigen, die noch am meisten zu lernen haben. Die Meinung mit Wissen verwechseln. Die sich ihrer Wissenslücken gar nicht bewusst sind.

Also keine Angst davor, diese selbsternannten Experten zu beraten oder zu unterrichten.

Sie werden von dir mehr lernen, als sie dachten.

Blinde Flecken

B

Auch sehr gute Unternehmensberater*innen können sich nicht selbst zu ihrem Business beraten.

Weil sie ihre blinden Flecken nicht sehen. Sie sehen das wahre Problem gar nicht, deswegen können sie es auch nicht selbst lösen.

Jeder gute Berater braucht daher selbst gute Berater, um weiterhin gut zu bleiben.

Müde

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Setz keine Termine am Ende des Tages an, in denen Aufgaben verteilt und Zuständigkeiten festgelegt werden.

Wenn du müde bist, lässt du dich zu leicht breitschlagen.

Wie viel BWL?

W

Und? Wie viel BWL, glaubst du, braucht denn dein Unternehmen?

10 Deka?
Drei Viertel?
Die Mindestsicherung?
Matura-Level?

Oder so viel wie möglich?

So viel wie nötig? Wie viel ist denn nötig?

Wie viel ist genug?

Wie viel ist zu wenig?