Es ist nie diese eine Sache, die ein Lifestyle Business erfolgreich macht.
Es ist immer ein Gesamtkonzept.
Ein Gesamtkunstwerk.
Es ist nie diese eine Sache, die ein Lifestyle Business erfolgreich macht.
Es ist immer ein Gesamtkonzept.
Ein Gesamtkunstwerk.
Die Schwester meiner Oma hat mit zunehmendem Alter immer schlechter gehört. Im Stillen vertraute sie meiner Oma eines Tages an:
Ich höre nichts mehr von dem, was die alle reden.
Aber wenn es mich angeht, werden sie’s mir schon sagen.
Ich denke, das gilt auch für uns in der “always on”-Welt von Social Media, Livetickern und Breaking News. Wir brauchen nicht alles hören, was da draußen gesagt wird.
Und wenn es uns wirklich angeht, werden wir es auch auf anderem Weg erfahren.
Eine Arbeit zu machen, die du für sinnvoll hältst.
Diese Arbeit aus einer ehrlich guten Absicht heraus machen.
Die Arbeit so gut zu machen, wie es dir eben gerade möglich ist.
Mit dieser Arbeit anderen Menschen zu helfen.
Für diese Arbeit einen gerechten Lohn zu bekommen.
Das ist Glück.
Betriebswirtschaftlich gesprochen, ist Qualität nichts anderes als die optimale Befriedigung der Bedürfnisse der Kunden. Nicht mehr, und nicht weniger.
Nur: Die Kundenbedürfnisse sind halt sehr, sehr unterschiedlich.
Um Qualität liefern zu können, muss man deshalb zuerst die Bedürfnisse der Kunden wirklich gut kennen.
Es ist ein hilfreicher Gedanke, den sich FH-Lehrende immer wieder vergegenwärtigen sollten:
Es ist die Lehrveranstaltung der Studierenden, nicht meine.
Und es schadet auch nicht, die Studierenden immer wieder mal daran zu erinnern.
Manchmal glauben wir, dass wir uns verstellen oder Teile unserer Persönlichkeit verstecken müssen, um bei unseren potenziellen Kund*innen besser anzukommen. Um bestimmte Vorurteile nicht zu bedienen, um bestimmte Angriffsflächen nicht zu bieten.
Aber das ist ein Vorhaben, mit dem wir nie fertig würden. Wie viel von uns können wir denn verstecken, ohne dass wir aalglatt werden? Denn: Wer will denn überhaupt mit Menschen zu tun haben, die gar keine Ecken und Kanten haben?
Und: Was sind das denn für Menschen, die uns wegen bestimmter Merkmale oder Eigenschaften ablehnen? Wollen wir so jemanden denn überhaupt als Kunden haben?
Wer nicht mag, wer wir sind, möge weiterziehen. Es gibt bestimmt auch für ihn ein passendes Angebot da draußen.
Aber uns bis zur Unkenntlichkeit zu verstellen, ist keine Lösung. Für niemanden, schon gar nicht für uns selbst.
Weil das finanzielle Risiko zu groß ist.
Weil unsere Kinder unter der Selbständigkeit leiden würden.
Weil ein eigenes Unternehmen zu viel Stress bedeuten würde.
Weil ich noch so viel lernen muss.
Weil ich nicht weiß, ob ich in drei Monaten genügend Kunden haben werde.
Es ist okay. Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen für die Entscheidung, doch kein eigenes Unternehmen zu gründen.
Die Hauptsache ist, dass du eine Entscheidung triffst. Mit der Entscheidung ist dieses Kapitel für dich abgeschlossen, und es wird Platz für neue Möglichkeiten in deinem Leben.
Ein New-Age-Klassiker. Hat mich nicht vom Hocker gerissen.
(mehr …)Selbst der kleinste Beitrag kann am Ende einen enormen Unterschied machen, wenn es um eine clevere, faire und nachhaltige Lösung geht.
“Ich möchte Teil der Lösung sein” darf nicht nur ein Lippenbekenntnis sein.
Es ist ein Aufruf zum Handeln.
Beides ist wichtig.
Beides ist wertvoll.
Beides hat seine Zeit.
Die Menschen haben es satt, oberflächliche, aalglatte Werbetexte zu hören und zu lesen.
Die Menschen haben es satt, für dumm verkauft zu werden.
Die Menschen haben es satt, systematisch belogen zu werden.
Die Menschen sehnen sich nach Ehrlichkeit, nach echtem Interesse und nach echten Begegnungen mit wahrhaftigen Menschen.
Kann dein Lifestyle Business das bieten?
Großzügig zu sein, macht ungeheuer attraktiv.
Eine der besten Investitionen in das eigene Lifestyle Business ist es, großzügig sein Wissen mit anderen zu teilen, ohne sofort den eigenen Vorteil im Auge zu haben.
Der ROI davon ist unvergleichlich.
Es ist ein Trade-off, der viele Solopreneure ihr ganzes Unternehmerleben lang begleitet:
Einerseits ist es notwendig, Aufträge anzunehmen, die kurzfristig Geld bringen. Ein positiver Cash Flow ist notwendig, sonst geht das Unternehmen unter – eher früher als später.
Andererseits gäbe es da dieses wichtige Projekt oder Produkt, das zwar kurzfristig nichts einbringt, aber das langfristig enorm großes Potenzial hätte. Aber im Moment verlangt es Entwicklungszeit von uns, die wir leider (noch) nicht bezahlt bekommen.
Worum sollen wir uns eher kümmern? Um den kurzfristigen Umsatz oder um die langfristige Investition? Wie halten wir beides in Balance?
Es bleibt unsere Aufgabe als Unternehmer*innen, täglich von Neuem eine weise Entscheidung zu treffen.
Ich habe einige Künstler*innen unter meinen Kunden in der Gründungsberatung.
Besonders sie tun sich schwer mit Ablehnung und Misserfolgen. Weil in ihren Kunstwerken so viel von ihrer eigenen Persönlichkeit, von ihrem Herzblut und ihrer Weltsicht drinnen steckt, nehmen sie jede Form von Ablehnung sehr persönlich. Natürlich.
Es nützt wenig, ihnen zu versichern, dass nicht sie als Künstler*in per se oder gar sie als Mensch abgelehnt werden. Das wissen sie eh selber. Zumindest theoretisch, im Kopf.
Der Schmerz, den sie spüren, ist echt. Er lässt sich nicht wegargumentieren. Er bleibt „part of the game“, wenn man seine Kunst zum Business machen möchte.
Künstler*innen können vielleicht lernen, mit dem Schmerz der Ablehnung umzugehen. Ganz weggehen wird er jedoch nie.
Ein spannender Gedanke von Silvia Breier:
“Was ist aus der Sicht eines Klienten eine Beratung wert? Ist es der Betrag, den die Stunden in Summe kosten? Oder ist es das Ergebnis, das im Idealfall eine Verbesserung seiner Situation ist? Wenn Sie Ihr größtes Problem gelöst bekämen, was wäre Ihnen das wert?”
Silvia Breier: Geld Macht Gefühle (2017), S. 121
Was es mir wert wäre, wenn ich mein größtes Problem gelöst bekäme? Dafür müsste ich zuerst mal wissen, was mein größtes Problem ist.
Vielleicht ist ja genau das mein größtes Problem…
Ein spannendes Konzept von Seth Godin:
Jedes Mal, wenn wir zu einem neuen Projekt “ja” sagen, machen wir Schulden. Projekt-Schulden, die unser zukünftiges Ich abbezahlen muss.
Daher müssen wir gut darin werden, “nein” zu. sagen. Denn jedes Mal, wenn wir “ja” sagen, riskieren wir, uns noch weiter zu verschulden.
“Be careful who you owe, because who you owe decides who you will become.” (Seth Godin)
Dinge gehen nie plötzlich schief. Ehen zerbrechen nicht plötzlich, Businesses gehen nicht plötzlich in Konkurs.
Meistens gibt es mehr als genug Warnzeichen.
Wir scheitern, weil wir diese Warnzeichen nicht wahrnehmen. Wir scheitern, weil wir rechtzeitig wahrnehmen (wollen), was wirklich Sache ist.
Wir scheitern, weil wir nicht ernst nehmen, wie ernst es ist.
Als Lehrender stehe ich schriftlichen Prüfungen bei meinen Studierenden zwiespältig gegenüber.
Einerseits anerkenne ich sie als bewährte Möglichkeit, eine Form von Leistung abzuprüfen und so zu einer Beurteilung der Studierenden zu kommen (was ja eine meiner Aufgaben als Lehrender ist).
Andererseits hadere ich immer wieder mit der Tatsache, dass diese Form von Leistungsfeststellung vollkommen praxisfern ist. Im alltäglichen Berufsleben verlangt niemand mehr, dass man sich anderthalb Stunden hinsetzt und schriftlich Fragen beantwortet oder die richtigen Kästchen ankreuzt. Da kommt es auf ganz andere Fähigkeiten an.
Wie alles im Leben sind auch schriftliche Prüfungen ein Trade-off zwischen dem Wünschenswerten und dem Machbaren. Meine Lösung, mein Zugang ist nicht perfekt, aber ich tue mein Bestes.
So bezeichnete ein Gründer unlängst die extrem wichtige strategische Aufgabe aller Selbständigen und Unternehmer*innen, regelmäßig und rechtzeitig dafür zu sorgen genug Zeit zu haben, die eigenen Batterien wieder aufzuladen.
Wunderbar am Punkt. Genau darum geht’s.
Es kommt mit Sicherheit der Moment, wo du einen Fehler machst und du darauf angesprochen wirst.
Dann kommt der Moment der Wahrheit, und du stehst vor der Entscheidung:
Wirst du das Rückgrat haben, den Fehler zuzugeben und den Konsequenzen couragiert ins Auge zu schauen?
Oder wirst du lügen, leugnen und Ausreden suchen, um irgendwie dein Gesicht zu wahren?
Die Entscheidung liegt bei dir. Jeden Tag aufs Neue.