Wir Gründungsberater*innen müssen uns immer wieder kritisch mit der Frage auseinandersetzen:
Was passiert eigentlich nach der Gründung?
Haben wir als Gründungsberater*innen dafür auch noch Verantwortung, oder sagen wir: Nach mir die Sintflut?
Wir Gründungsberater*innen müssen uns immer wieder kritisch mit der Frage auseinandersetzen:
Was passiert eigentlich nach der Gründung?
Haben wir als Gründungsberater*innen dafür auch noch Verantwortung, oder sagen wir: Nach mir die Sintflut?
Du brauchst Augen für die Omen und Ohren für die Engel, die dir jeden Tag begegnen.
Glaub nicht, dass sie nicht existieren, nur weil du sie nicht wahrnimmst.
Kann es sein, dass du gekidnappt wurdest von deinen Zweifeln, Sorgen und Ängsten?
Kann es sein, dass das Einzige, was deine Freiheit beschränkt, in Wahrheit dein Bedürfnis nach Sicherheit ist?
Das meiste von dem, was ich meinen Gründer*innen sage, wissen sie eh selber.
Ich muss sie nur daran erinnern, weil sie gerade darauf vergessen haben.
Neidlos den Erfolg von anderen anzuerkennen, fällt uns schwer.
Es gelingt uns nur, wenn wir das Wettbewerbsdenken aufgeben und uns daran erinnern, dass wir Menschen nicht gegeneinander spielen, sondern dass jeder Mensch sein ganz eigenes Spiel spielt.
Dadurch kann jeder gewinnen, ohne dass ein anderer verlieren muss.
Unlängst habe ich einen neuen Begriff kennengelernt: Micro-Entrepreneurship
Es ist die Idee, dass immer mehr Menschen in immer mehr Bereichen des Lebens unternehmerisch tätig werden. Nicht unbedingt in ihren eigenen kleinen Unternehmen oder als Selbständige, sondern auch als Mikro-Unternehmer in ihren Karrieren, Netzwerken und Gemeinschaften.
Micro-Entrepreneurship ähnelt der Idee des Zivilkapitalismus insofern, als Entrepreneurship hier nicht mehr nur den großen Unternehmen vorbehalten bleibt, sondern jeder Bürger und jede Bürgerin für sich unternehmerisch tätig werden kann. Eine Demokratisierung des Entrepreneurship also, ganz im Sinne eines Citizen Entrepreneurship.
Ich bin davon überzeugt, dass Micro-Entrepreneurship eines der großen Themen der nächsten Zeit ist.
[Danke Philipp Maderthaner für diesen Hinweis.]
Spätestens in der Selbständigkeit muss die eigene Beziehung zum Geld aufgearbeitet werden.
Sonst geißeln dich deine falschen Glaubenssätze zum Thema Geld dein ganzes unternehmerisches Leben lang.
So, wie in großen Unternehmen die Verantwortung wie eine heiße Kartoffel hin- und hergeschoben wird, genauso tun wir Solopreneure es in unserem eigenen EPU.
Wir nehmen uns um die wirklich wichtigen Problem nicht an. Wir treffen keine Entscheidung und hoffen, dass sich das Problem irgendwie von selbst löst. Wir kümmern uns einfach nicht um die wirklich wichtigen Dinge.
Stattdessen sind wir geschäftig. Wir sind die ganze Zeit am Tun, aber: Was haben wir am Ende des Tages wirklich geschafft?
Wir kriegen nichts weiter, aber wir sind trotzdem in einem Erschöpfungsprozess.
Wir empfinden Arbeit dann als besonders mühsam, wenn wir durchgetaktet und fremdbestimmt sind.
Je höher der Grad an Autonomie, desto weniger fühlt sich unser Tun wie Arbeit an.
Schönheit ist wichtig.
Wenn etwas schön ist, dann ist es uns weniger wurscht.
Meine Kund*innen in der Gründungsberatung haben tausende Fragen rund um die Selbständigkeit und die Gründung.
Aber: Jede Gründerin und jeder Gründer hat ihre oder seine ganz spezielle Frage, an der sie sich während des gesamten Gründungsprozesses (und häufig noch weit danach) abarbeiten.
Solange diese eine ganz spezielle und ganz individuelle Frage nicht gelöst ist, läuft das Werkl nicht rund.
Die Herausforderung dabei ist, diese eine ganz spezielle Frage überhaupt mal zu identifizieren und in Worte fassen zu können.
Echte Gründungsberatung beginnt erst da, wo Kunde und Berater diese eine ganz spezielle Frage herausgefunden haben.
Wohlgemerkt: Die Frage, nicht die Antwort darauf.
[Danke Sheila Kalenda für diesen Gedanken.]
Als Unternehmer*in musst du 100 % Verantwortung für deine Entscheidungen, dein Handeln und deine Situation übernehmen.
Aber nicht 120 %.
[Danke Bernhard Reingruber für diesen Gedanken.]
Statt: Warum ist dir das passiert?
Frag besser: Wie ist dir das passiert?
Ist viel produktiver.
[Danke Bernhard Reingruber für diesen Gedanken.]
Ungeduld ist (meistens) unproduktiv.
Die Meisterschaft liegt darin, Ungeduld produktiv zu machen.
[Danke Timo Heinz für den Gedanken.]
Man kennt das von Kindern:
Wenn sie etwas Neues angehen, dann klappt das natürlich am Anfang nicht ganz reibungslos. Es dauert eine Zeit, bis sie Sicherheit gewinnen. Und bis dahin kann man ihnen beim Hineinwachsen zusehen. Das ist mitunter lustig, manchmal schmerzhaft, aber jeder würde sagen: Gehört dazu!
Irgendwann auf dem Weg zum Erwachsenen scheinen sich aber die Regeln zu ändern. Auch Erwachsene wachsen immer noch in ihre Rollen und Aufgaben hinein, aber die Beobachter, die um sie herum stehen, sind wesentlich weniger verständnisvoll, wenn dabei Unsicherheiten auftreten und Fehler passieren.
Dabei müsste man auch als Erwachsener noch sagen können: Schau her, ich wachse! Was gibt’s da zu lachen? Was gibt’s da blöd zu reden?
Nicht zuletzt auch zum gnadenlosesten Kritiker überhaupt – dem eigenen, inneren.
Es gibt bei uns einen Eisverkäufer, der hat sehr gutes Eis. Aber ich habe öfter den Eindruck, dass ihm seine Kund*innen ziemlich auf die Nerven gehen.
Spezialwünsche lehnt er zunächst ab, dann erfüllt er sie doch, aber so grantig und vorwurfsvoll, dass der Kunde sie am liebsten gar nicht geäußert hätte.
Wenn sich Kinder bei ihm ein Eis holen, dann ärgert er sich, wenn sie seine Sitzgelegenheiten anpatzeln (was bei Kindern ja durchaus mal vorkommen kann).
Beim Eis geht es nicht nur um den Geschmack, sondern auch um das Gefühl. Jede einzelne Eiskugel ist ein kleiner Urlaub.
Aber wer will schon Urlaub machen bei einem Grantscherm?
Wenn man auf der Straße Musik macht, gilt ein ganz einfaches Gesetz:
Der Hut lügt nicht.
[Danke Joey Kelly für diesen Gedanken.]
Das Ketchupflaschen-Prinzip:
Lange kommt gar nix, dann alles auf einmal.
[Danke Stefan Ilsanker für den Gedanken.]
Betriebswirtschafts-Lehre braucht nicht nur Fachexpertise, sondern auch ein volles Herz. ♥️
Joey Kelly ist kein Fan von DJ Bobo. Er sagt:
DJ Bobo ist der Beweis, dass wir kein Talent brauchen.
Aber, was Joey Kelly gleichzeitig und voller Respekt sagt:
Auf der Bühne muss man echt sagen: Der Typ hat Leidenschaft. Er gibt 110%. Und er arbeitet 500 Tage im Jahr.
DJ Bobo ist nicht begnadet. Aber was er aus seinem Potenzial macht, das ist Weltklasse.