Das digitale Notizbuch von Günter Schmatzberger

Mein Jahr 2022 in Zahlen

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Ich habe insgesamt 2.750 Stunden geschlafen. Das sind fast 115 Tage, und damit um zwei weniger als 2021.

Ich war 2022 auf sechs Konzerten, um fünf mehr als 2021. Mein Highlight: The Killers in der Wiener Stadthalle.

Ich habe 39 Bücher gelesen, eine Handvoll weniger als 2021. Mein Lieblingsbuch 2022: Dorie Clark: The Long Game

Ich bin 75 mal gelaufen. 100 mal wäre mein Ziel gewesen.

Ich hatte mit meiner Frau 47 Business Breakfasts, 41 Filmabende und 10 Dates.

Ich war auf einer Hochzeit, keiner Taufe und einem Begräbnis.

Ich habe 713 Liter schwarzen oder grünen Tee getrunken. Der durchschnittliche Österreicher trinkt 33 Liter Tee pro Jahr (allerdings vorwiegend Früchtetee).

Ich habe 1.171 Podcasts gehörtur, durchschnittlich 3,2 pro Tag.

Ich habe leider auch heuer wieder mehr Geld für mein Auto ausgegeben als für Weiterbildung.

Meine Fische haben mich 33,53 Euro gekostet.

Song des Jahres: The Fratellis: Oh Roxy

[Meine Jahre 2021 und 2020]

Leseliste: Bücher, die ich 2022 gelesen habe

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  1. Dorie Clark: The Long Game (Meine Notizen)
  2. Sahra Wagenknecht: Die Selbstgerechten
  3. Wolf Lotter: Strengt euch an! (Meine Notizen)
  4. Michael A. Singer: Die unbändige Seele
  5. Gerald Schöpfer / Günther Witamwas (Hrsg.): Unternehmertum und Gründergeist (Meine Notizen)
  6. George S. Clason: Der reichste Mann von Babylon (Mein Podcast)
  7. Seth Godin: Permission Marketing
  8. Paul Jarvis: Company Of One
  9. Michael Bungay Stanier: The Coaching Habit (Meine Notizen)
  10. Michael Bungay Stanier: The Advice Trap (Meine Notizen)
  11. Peter Drucker: The Effective Executive
  12. Ichiro Kishimi/Fumitake Koga: Du bist genug
  13. Markus Brunnermeier: Die resiliente Gesellschaft (Meine Notizen)
  14. Andreas Herzog: Mit Herz und Schmäh (Meine Notizen)
  15. Jordan B. Peterson: Beyond Order (Meine Notizen)
  16. Bjørn Thorsten Leimbach: Männlichkeit genießen! (Meine Notizen)
  17. Jessica Hagy: How to be interesting (Meine Notizen)
  18. Gottfried Epp: Positive Self-Leadership (Meine Notizen)
  19. Oscar Wilde: Das Gespenst von Canterville
  20. Wolf Lotter: Zusammenhänge (Meine Notizen)
  21. Austrofred: Alpenkönig und Menschenfreund
  22. August Höglinger: Macht und Verantwortung (Meine Notizen)
  23. Petra Bock: Mindfuck (Meine Notizen)
  24. Derek Sivers: How to live (Meine Notizen)
  25. Austrofred: Ich rechne noch in Schilling
  26. John Stepper: Working Out Loud (Meine Notizen)
  27. Cal Newport: Deep Work (Meine Notizen)
  28. Markus Hengstschläger: Die Lösungsbegabung (Meine Notizen)
  29. Oliver Burkeman: 4000 Wochen (Meine Notizen)
  30. Ben Furman: Ich schaffs!
  31. Evi Hartmann: Ihr kriegt den Arsch nicht hoch! (Meine Notizen)
  32. Günter Faltin: Kopf schlägt Kapital
  33. Derek Sivers: Anything You Want (Meine Notizen)
  34. Seth Godin: This Is Marketing
  35. Catharina Bruns: Work is not a job
  36. Alois Prinz: Der erste Christ (Meine Notizen)
  37. David Goodhart: Kopf Hand Herz (Meine Notizen)
  38. Garrett B. Gunderson: Killing Sacred Cows (Meine Notizen)
  39. Agatha Christie: Wunderbare Weihnachten

[Meine Leseliste 2021]

Nicht sehr beliebt

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Die Wirtschaftskammer lässt gerade darüber abstimmen, welche vier Webinare 2023 angeboten werden sollen. Hier der Zwischenstand:

Man beachte die letzten drei Plätze: Finanzen und Verkaufen.

Meiner Meinung nach wären das die wichtigsten Themen in der Liste. Und eben auch die unbeliebtesten.

[Bis 10. Jänner 2023 kannst du hier das Ergebnis noch korrigieren.]

Löwenzahn-Gefühle

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Unlängst gehört bei Jagoda Marinic:

Löwenzahn-Gefühle sind die Gefühle, die sich rauspressen wie Löwenzahn durch den Asphalt.

All das, was wir nicht unterdrücken können, selbst wenn wir es wollen. 

Verschlafen

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Ein italienischer Bischof hat die Weihnachtsmesse verschlafen, die er eigentlich zelebrieren wollte. Nach dem Abendessen wollte er sich kurz ausruhen und hat versehentlich den Wecker auf 10:50 statt 22:50 gestellt.

Als er drauf kam, war es zu spät. Ein Kollege musste den Gottesdienst für ihn leiten.

Als er verspätet zur Messe erschien, entschuldigte er sich bei der versammelten Gemeinde und sagte: “Wir dürfen uns nicht vor unseren eigenen Schwächen erschrecken.”

Was für ein wunderbarer Satz!

Mögen alle Menschen, die gerade im Begriff sind, sich selbständig zu machen, vor ihren eigenen Schwächen nicht erschrecken, welche die Selbständigkeit gnadenlos aufdecken wird.

[Quelle: orf.at]

Enttäuschend

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Es ist schwierig, jemanden zu enttäuschen.

Selbst dann, wenn es wie bei mir in der Gründungsberatung besser ist, jetzt eine Erwartung zu enttäuschen, als später ein böses Erwachen folgen zu lassen.

Es schmerzt sichtlich das Ego meiner Kund*innen, und es ist nicht angenehm, diesen Schmerzen zuzusehen.

Eine Arbeit professionell und verantwortungsvoll zu tun, hat auch seine schwierigen Momente.

Erfolgreich im www

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Unlängst in brand eins gelesen:

Zahl der Websites weltweit, in Milliarden…………………………………………… 2
Anteil der Webinhalte, die nicht wahrgenommen werden, in Prozent……. 45

Das heißt: Wenn du auch nur einen einzigen Besucher auf deiner Website, eine einzige Leserin deines Newsletters oder einen einzigen View deines YouTube-Videos hast, gehörst du schon zu den Erfolgreichen im Internet.

Alle Jahre wieder

A

Alle Jahre wieder kommt das Christuskind

Auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.

Das ist keine Kleinigkeit.

Alle Jahre wieder.

Transferkompetenz

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Ein Konzept in der Theorie zu hören und zu verstehen, ist relativ leicht.

Aber dieses Konzept auf den eigenen Kontext zu übertragen, ist eine eigene Kompetenz.

Das gilt für meine Studierenden, aber auch für alle Gründer*innen.

Angst vor der Sichtbarkeit

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Einerseits wünschen wir uns nichts so sehr, als dass wir für das, was uns am Herzen liegt und wofür wir jeden Tag mit ganzem Einsatz arbeiten, gesehen und gelobt werden.

Gleichzeitig haben wir auch Angst vor der Sichtbarkeit.

Was, wenn ich da raus gehe, und keiner will mich?

Alternativen

A

Häufig geht es in verantwortungsvoller Beratung und Lehre nicht darum, was richtig und falsch ist.

Nicht mal um besser oder schlechter.

Nur darum, dem Gegenüber zu zeigen, dass es auch Alternativen zu dem gibt, was er bisher kennt. 

Wem “gehört” ein Solo-Business?

W

Auf den ersten Blick ist das eine absurde Frage.

Aber gehört ein Solo-Busienss wirklich nur dem Solopreneur?

Oder gehört es nicht auch (zumindest teilweise) der Gesellschaft, die in den Solopreneur mit Steuergeldern investiert hat? Was ist jeder Solopreneur der Gesellschaft “schuldig” für die Ausbildung, Förderungen, öffentlichen Servicestellen, Infrastruktur etc.? Hat er damit nicht auch gegenüber der Gesellschaft die Verantwortung, mit seinem Business etwas Positives zum großen Ganzen beizutragen?

Oder wird diese “Schuld” eh dadurch getilgt, dass er (nicht wenig) Steuern und Sozialversicherung zahlt?

Die 7 unsichtbaren Profit-Killer

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  1. Drama (unter Geschäftspartnern, in der Beziehung, im eigenen Kopf)
  2. Mitarbeiter und Führung
    1. Fehlende Planung und Steuerung der Aufträge und Auftragsabwicklung
    2. Fehlende Standards und Prozesse
    3. “Blindleistung”: Leistung, die erbracht wird, aber nichts bringt.
  3. Geschäftsmodell stirbt schleichend (Digitalisierung, Fachkräftemangel, Gesetzgebung)
  4. Sprunghaftigkeit: „Wir sind nicht in der Profession „Schnell und hektisch reich werden“.“ Unsere Businesses sind langfristig profitabel.
  5. Bauen auf fremdem Land — Betrifft natürlich unsere Social-Media-Präsenzen, aber auch Lernplattformen haben einen Lockin-Effekt! Caveat emptor!
  6. Mehr ist besser. Be everywhere. Jack of all trades. „Dann walzt du dich platt!“
  7. Große Ereignisse im Leben, die dich ablenken — und die du unterschätzt: z.B. Nachwuchs, Kindererziehung, pflegebedürftige Eltern, Krankheit, Scheidung.

[Danke Maik Pfingsten für diese erkenntnisreiche Zusammenstellung.]

Über die Bande spielen

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Wolf Lotter sagt, dass in Unternehmen viel „über die Bande gespielt“ wird: Man spricht die Sachen nicht direkt an, sondern redet darum herum. Die Elefanten im Raum werden nicht direkt adressiert, sondern man spielt ein Theater, wo es eher um Selbstdarstellung, Gesichtswahrung und Fehlervermeidung geht.

Dass das nicht besonders hilfreich ist, dürfte klar sein. Eigentlich ist es sogar völlig kontraproduktiv. Trotzdem ist es ganz oft gelebte Praxis.

Mir fällt aber auf, dass immer mehr Menschen da nicht mehr mitmachen wollen. Sie haben das Über-Bande-Spielen satt. Sie wollen ehrliche Gespräche führen über die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Auf Augenhöhe, und von Mensch zu Mensch.

Das macht mir Mut.

Gelungener Unterricht

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Ich finde, Wirtschafts- und Finanzbildung an Schulen ist ein wichtiges Thema, und ich habe auch schon ein paar Mal darüber gebloggt (z.B. hier und hier).

In einem Podcast hat Bettina Fuhrmann, Leiterin des Instituts für Wirtschaftspädagogik an der WU Wien, drei Kriterien genannt, die aus ihrer Sicht guten Wirtschaftsunterricht ausmachen:

  1. Ausreichend Unterrichtszeit
  2. Kompetente Lehrende
  3. Gute Unterrichtsmaterialien

Das ist einleuchtend, und jedes dieser Kriterien ist gut und wichtig.

Aber ich frage mich: Was ist mit den Schüler*innen?

Sind motivierte und interessierte Schüler*innen nicht genauso wichtig für gelungenen Unterricht – zumal Lehren und Lernen zwei Seiten der gleichen Medaille und ein Prozess der Ko-Kreation sind?

Oder brauchen wir die Schüler*innen nicht weiter berücksichtigen, weil wir in Schulen davon ausgehen können, dass sie “eh da” sind und ihnen ohnehin nichts anderes übrig bleibt, als das hinzunehmen, was sie von ihren Lehrer*innen vorgesetzt bekommen?

Grenzüberschreitung

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Es kommt Gott sei Dank sehr selten vor, aber manchmal überschreitet jemand mir gegenüber die Grenzen der guten Kinderstube und des Respekts.

Dabei ist es aus meiner Sicht völlig unerheblich, ob das absichtlich geschieht oder aus reiner Gedankenlosigkeit.

Wichtig ist mir dabei nur, dass ich gelernt habe, diese Menschen damit nicht durchkommen zu lassen, sondern dass ich freundlich, aber deutlich zu sage:

“Bitte, wo samma denn? So geht niemand mit mir um!”

Minderung

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Solange die Zeichen auf Wachstum stehen, dreht sich im Wirtschaftsleben alles um Expansion und Skalierung.

Wenn sich im Wirtschaftssystem die Zeichen jedoch auf Minderung (“Nullwachstum”) drehen, dann ändern sich auf die unternehmerischen Aufgaben.

In Zeiten der Minderung ist es besonders wichtig, in die Substanz des Unternehmens zu investieren. Also: In die Beziehungen zu den Kund*innen, besonders zu den Stammkund*innen.

Oder in die Frage: Wie schaffe ich es, so einen exzellenten Job zu machen, dass ich für meine Schlüsselpartner unverzichtbar bleibe oder werde?

[Danke Philipp Maderthaner für diese Gedanken.]

Schwimmschule

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Warum Schwimmschulen funktionieren:

Niemand will seinem Kind das Schwimmen beibringen.

Aber jeder will, dass sein Kind schwimmen kann.

Selbständige Migrant*innen

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Ich habe immer gedacht, der Anteil von Gründer*innen und Selbständigen wäre unter Migrant*innen besonders hoch — aus Mangel an Alternativen am Arbeitsmarkt, und weil die Selbständigkeit eine Möglichkeit ist für sozialen Aufstieg.

Aber das stimmt (zumindest in Österreich) nicht, sagt eine aktuelle Studie des IHS im Auftrag des Integrationsfonds. Migrant*innen sind weniger häufig selbständig als Österreicher*innen.

Wieder was gelernt!