Tag#Lebensfragen

Eine gute Leistung

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An manchen Tagen läuft’s nicht rund.

Kann sein, dass du nicht gut geschlafen hast. Kann sein, dass das Wetter mitspielt. Kann sein, dass dich andere Menschen irritieren. Was auch immer, ist eigentlich egal.

An solchen Tagen ist es schon eine gute Leistung, seine Aufgaben professionell über die Bühne zu bringen und dafür zu sorgen, dass die Karre nicht vollkommen auseinanderfliegt.

Für diese gute Leistung darfst du dir auch an solchen miesen Tagen auf die Schulter klopfen.

Verletzlich bleiben

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Niemand ist gern unsicher, und kaum jemandem taugt es, sich in eine Situation zu begeben, dessen Ausgang ungewiss ist. Weder bei den großen noch bei dein kleinen Dingen des Lebens.

Eine Taktik, mit Unsicherheit und Ungewissheit umzugehen, ist sich abzuschotten. Dem Außen gegenüber hart zu werden und einen Schutzpanzer zu errichten. Nach dem Motto: Was ich nicht an mich heranlasse, das kann mich auch nicht verletzen.

Dabei ist genau diese Taktik der schlechteste Weg, mit unserer Verletzlichkeit umzugehen. Indem wir verletzlich bleiben und uns diese Verletzlichkeit auch erlauben, schützen wir uns am besten vor Schmerz.

Das mag vollkommen paradox klingen. Aber: Probier’s einfach mal aus. Wirst schon sehen spüren.

Mein Vorbild

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Oft weiß man erst zu schätzen, wie viel eine Person geleistet hat, wenn man selber versucht, diesen Job zu erledigen.

Daher, zum Geburtstag: Danke für alles, Vati. Du warst und bist großartig!

Achtung: Verwechslungsgefahr!

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Gründer*innen tun sich oft schwer damit, folgendes auseinanderzuhalten:

  1. Das objektive Risiko
  2. Die subjektive Angst

Das ist nämlich praktisch niemals das Gleiche. Und so fürchten sie sich vor Dingen, die objektiv ein ganz geringes Risiko haben, dass sie überhaupt jemals eintreten. Und sie ignorieren völlig die größten Risikofaktoren in ihrem Business, gegen die sie sofort etwas unternehmen könnten.

Es ist eigentlich verrückt. Aber wir können besser darin werden zu unterscheiden.

Wir können es lernen.

Kurz vor dem Aufgeben

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Ich versuche seit Monaten, einen Termin für einen Gesundheits-Check Junior für meinen Sohn auszumachen. Das ist ein Angebot der SVS, das die SVS auch heftig promotet, das aber, wie ich feststellen musste, nicht leicht zu bekommen ist.

Wie in einem Roman von Kafka werde ich von Pontius nach Pilatus geschickt. Keiner meint es böse, aber jeder kennt nur seinen kleinen Teilbereich und fühlt sich deswegen entweder nicht zuständig oder nicht legitimiert.

Ich habe mir schön öfter gedacht: Günter, lass es einfach bleiben. Es soll nicht sein. Du verschwendest damit nur deine Zeit.

Und tatsächlich ist es keine leichte Entscheidung: Soll ich dran bleiben, weil man nur dann zu was kommt, wenn man nicht aufgibt und hartnäckig bleibt? Oder wären meine Zeit und Energie sinnvoller in andere Projekte investiert?

So gesehen ist es mit dem Gesundheits-Check Junior auch nicht anders als bei jedes Lifestyle Business: Es kommt immer mal der Moment, wo sich die Sinnfrage stellt.

Das Häupl-Pröll-Syndrom

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Es ist großartig, wenn sich jemand über Jahre oder Jahrzehnte mit einer Disziplin, mit einem Fachgebiet, mit einem Thema beschäftigt. Und durch diese intensive Auseinandersetzung zu Meisterschaft gelangt. Meisterschaft in dem Sinn, dass es bei diesem Menschen so aussieht, als wäre es ganz, ganz leicht. Fast spielerisch. Effortless.

Matthias Strolz verdanke ich den Hinweis, dass Meisterschaft aber auch „abreifen“ kann. Nämlich dann, wenn man so lange im “G’schäft” ist, dass die Meisterschaft in Zynismus abgleitet.

Er nennt das in Anlehnung an zwei langjährige österreichische Landespolitiker das „Häupl-Pröll-Syndrom“: Beide große Meister, aber beide haben nicht rechtzeitig erkannt, wann sie abtreten sollten.

Der Held der Geschichte

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Eine fantastische Frage, die man sich selbst stellen kann, wenn man gerade nicht weiter weiß:

If you were a character in a book,
what would your readers be yelling at you to do?

Eliezer Yudkowsky

Freie Ablagefläche

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Ich habe in meinem Schlafzimmer eine Ablagefläche auf meiner Kommode.

Mir ist wichtig, dass auf dieser Ablagefläche nicht zu viel herumliegt. Idealerweise liegt gar nichts drauf. Ich mag einfach den Anblick von leerer Fläche, von freiem Platz.

Solche freien Ablageflächen sind aber unglaublich anziehend – nämlich für Menschen, die mit ihren eigenen Ablageflächen nicht auskommen. So wird meine Kommode regelmäßig gekapert und mit Dingen belegt, die gar nicht die meinen sind.

So ist es auch im Leben: Für einen Großteil des Lärms in unserem Leben sind wir selbst verantwortlich. Wir können ihn lauter oder leiser drehen.

Aber ganz still wird es nie werden. Weil wir nicht allein auf der Welt sind.

Der Wert liegt im Aufhören

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Manchmal entsteht für deine Kunden der größte Wert dann, wenn du aufhörst, etwas zu tun.

Wie im Fall einer Bekannten. Sie hat gekündigt und sich in der gleichen Branche selbständig gemacht. Ihre (ehemaligen) Kunden waren heilfroh zu hören, dass sie nun direkt mit ihr zusammenarbeiten können und nicht mehr mit ihrem ehemaligen Chef, der recht ein Ungustl war.

Es lohnt sich also immer zu schauen, welchen Ballast wir abwerfen können und von welchen Hemmschuhen wir uns trennen können, damit wir noch nützlicher sind für unsere Kund*innen.

Müde (2)

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Du bist müde. Die Hälfte deiner Emotionen kannst du ignorieren, weil es nicht deine Emotionen sind. Es ist dein Geist, der dir Emotionen vorgaukelt – weil er eben müde ist.

Hör einfach nicht hin. Was morgen, wenn du ausgeschlafen ist, davon noch da ist, das kannst du dir genauer ansehen.

Traue deinen Gefühlen nicht, wenn du müde bist. 

Mein Sohn sieht klar

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Mein Sohn fragte mich unlängst, ob ich beim nächsten Mal beim Eis-Greissler in Krumbach mit ihm mit dem Milchshaker fahre.

Ich sage: Das muss ich mir vor Ort anschauen. Und dann überlege ich es mir, ob ich damit fahre.

Er sagt: Nein, Papa! Zuerst fahren, dann überlegen!

Guter Einstieg

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Eine nützliche Grundannahme vor schwierigen Gesprächen:

Wahrscheinlich haben wir in Wirklichkeit eh alle das gleiche Ziel.

Wie die Hunde

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Es kann sein, dass uns Menschen Abschiede leichter fallen würden, wenn wir uns verabschiedeten wie Hunde.

Weil: Hunde verabschieden sich nicht. Sie freuen sich, wenn jemand kommt, aber sie sagen nicht tschüss. Sie gehen einfach weiter.

[Danke Oliver Kimmel für diesen Hinweis.]

Eric Clapton steigt aus

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Als Eric Clapton bei den Yardbirds ausstieg, dachte er, ohne ihn würde es die Band zerreißen. Schließlich war er einer der besten Gitarristen der damaligen Zeit.

Die Yardbirds hat es aber nicht zerrissen. Im Gegenteil: Sie haben Jeff Beck engagiert und waren mit ihm erfolgreicher als mit Clapton.

Egal, wie gut du bist: Bilde dir nie ein, dass eine Organisation nicht ohne dich auskommt. Kurzfristig mag der Schmerz zwar groß sein, aber die Organisation wird es überleben.

Und mitunter geht es ihr ohne dich sogar besser.

Nicht nachlassen

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Am Ende eines Projekts, am Ende eines Auftrags, am Ende einer Beziehung… Wenn man weiß, dass es keine Verlängerung geben wird, dass das Ende endgültig ist und dass sich die Zukunft anderswo abspielt…

Dann ist es herausfordernd, den Schlendrian nicht einreißen zu lassen und alles noch professionell zu Ende zu bringen.

Profis lassen nicht nach, auch wenn sie bereits mit einem Fuß aus der Tür sind.

Keine Schuld

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Eine der letzten Fragen, die sich die meisten Menschen stellen, wenn etwas schief gegangen ist:

“Was hätte ich anders machen können?”

Unrund

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Das ist wohl eine passende Beschreibung für das Meiste im Leben.

Das ganze Leben ist unrund.

It’s not a bug, it’s a feature.

Entrepreneurship Education

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Entrepreneurship Education bedeutet im Grunde nichts anderes als zu lernen, eigene Ideen zu haben und diese auch umsetzen zu können.

So verstanden ist Entrepreneurship ein Prozess, eine Methode und eine Haltung.

[Danke Johannes Lindner für diesen Gedanken.]

Unternehmerischer Mut

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Unternehmerischer Mut ist nicht das Ergebnis eines großen strategischen Wurfes.

Mut ist die Summe von vielen kleinen mutigen Entscheidungen, jeden Tag.