Zeit ist die knappste Ressource des 21. Jahrhunderts – nicht Geld.
Eine gute Möglichkeit, als Solopreneure Erfolg zu haben, ist daher, wenn wir anderen Menschen dabei helfen können, Zeit zu sparen.
Josh Kaufman nennt das Hassle Premium.
Zeit ist die knappste Ressource des 21. Jahrhunderts – nicht Geld.
Eine gute Möglichkeit, als Solopreneure Erfolg zu haben, ist daher, wenn wir anderen Menschen dabei helfen können, Zeit zu sparen.
Josh Kaufman nennt das Hassle Premium.
Ja, am Anfang bist du ein No-Name.
Aber: Auch als No-Name kannst du von den Besten lernen. Auch als No-Name kannst du an exzellenten Angeboten arbeiten. Auch als No-Name kannst du eine klare Strategie haben, wie du irgendwann kein No-Name mehr bist.
Es ist deine Entscheidung, was du aus deinem No-Name-Status machen willst.
Zur Zeit gibt es in Österreich einige Förderungen für Unternehmen, die wegen Corona und Lockdowns in Schwierigkeiten geraten sind.
Das ist gut. Und es ist keine Schande, als Solopreneur diese Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie uns zusteht.
Um gleichzeitig nicht zu vergessen: Die beste Förderung ist die, die du gar nicht brauchst.
Letztens meinte ein Gründer:
Mein Fokus ist B2B und B2C.
Dieser Fokus ist, natürlich, gar kein Fokus.
Wer alles bietet, bietet gar nichts.
Eine der größten Missverständnisse, die alle Gründer*innen hinter sich lassen müssen, wenn sie als Lifestyle Entrepreneure erfolgreich sein wollen:
Arbeit ist nicht nur dann Arbeit, wenn sie anstrengend ist.
Unsere Arbeit als Lifestyle Entrepreneure ist vielschichtig. Zu unserer Arbeit gehört z.B. auch nachdenken. Oder lernen. Oder entspannen. Oder mit Gleichgesinnten reden.
Diese Tätigkeiten sind oft nicht anstrengend. Im Gegenteil, wir empfinden sie als lustvoll.
Deshalb glauben wir dann oft, dass das gar keine richtige Arbeit war, weil es eben nicht mühsam war. Und doch waren diese Tätigkeiten wertvoll.
Wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir uns innerlich bestrafen, wenn uns unsere Arbeit Freude macht und leicht fällt.
Manche Projekte müssen wir angehen wie Bildhauer.Ein Bildhauer hat eine klare Vorstellung davon, was er aus dem Marmorblock machen möchte, und er hämmert so lang an dem Stein herum, bis das raus kommt, was er sich vorgestellt hat.
Andere Projekte hingegen bedürfen der Pflege eines Gärtners. Ein Gärtner lässt die Pflanzen in seinem Garten wachsen und beschränkt sich darauf, hie und da mal ein bisschen was zurechtzuschneiden, zu gießen und zu düngen, das Unkraut auszurupfen und generell darauf zu achten, dass alles so gut wie möglich gedeiht – nämlich ganz natürlich, ohne ein bestimmtes Ergebnis vor Augen zu haben.
Braucht dein Projekt, das gerade in einer Sackgasse steckt, einen Bildhauer oder einen Gärtner?
Die Website ist für die meisten Lifestyle Entrepreneure eine schwierige Baustelle: Was soll drauf stehen? Was nicht?
Eventuell kann es helfen, die Website in zwei Aufgabenbereiche zu teilen:
Es lohnt sich mitunter, diese beiden Aufgaben sowohl gedanklich als auch räumlich auf der Website zu trennen.
Vielleicht kann diese Trennung sogar so weit gehen, zwei Websites zu bauen: Eine wohlige Wohnzimmer-Website und eine knackige Verkaufs-Website (Landingpage).
Manchmal passiert es uns Lifestyle Entrepreneuren, dass Kund*innen zu uns kommen, wo wir nicht wirklich wissen, wieso sie uns gefunden haben.
Das ist gut, das ist schön – aber das ist auch gefährlich.
Zufallskund*innen wiegen uns nämlich in einer falschen Sicherheit. Sie machen uns glauben, dass unsere Positionierung eh passt, dass unser Marketing offensichtlich funktioniert, dass unsere Angebote überzeugend sein müssen.
Aber das stimmt nicht. Zufallskund*innen sind uns zugefallen trotz unserer Positionierung, unseres Marketings und unserer Angebote – nicht wegen.
Wenn du also überwiegend mit Zufallskund*innen arbeitest, sollte dir das ein Warnsignal sein.
Business Gladiators Unplugged #82, 6. Oktober 2021
(mehr …)Eventual Millionaire Podcast, 25. November 2014
(mehr …)Eine ausgesprochen nützliche Frage, wenn du dich nicht entscheiden kannst:
Welche Entscheidung hast du innerlich schon getroffen, traust du dich aber noch nicht auszusprechen?
Ein Sammelalbum hat eine erstaunliche Eigenschaft: Es macht die Lücken sichtbar.
Ohne Sammelalbum sieht man zwar, was man hat, aber man erkennt nicht auf einen Blick, was noch fehlt. Die leeren Stellen im Sammelalbum machen die Lücken jedoch augenscheinlich.
Sammelalben gibt es, im übertragenen Sinn, in vielen Bereichen unseres Lebens. Sie können das Gute fördern oder das Böse.
An manchen Tagen läuft es einfach nicht rund. So sehr du dich auch bemühst, es ist einfach irgendwie der Wurm drin.
Tags darauf läuft wieder alles wie am Schnürchen.
Obwohl du eigentlich nichts verändert hast.
Productized Service Podcast #222, 30. August 2021
(mehr …)Meine Beobachtung: Die allermeisten Menschen sind hilfsbereit. Sie helfen gerne.
Das Problem ist jedoch, dass sie sich meistens nicht überlegen, was “Hilfe” in dem konkreten Fall überhaupt bedeutet.
Sie gehen nach folgender Heuristik vor: Was würde mir in so einem Fall helfen? Und wenn es mir hilft, dann wird es wohl auch jedem anderen helfen.
Stimmt halt leider nicht.
Bevor wir daher aus besten Absichten das tun, was wir selbst für hilfreich halten, sollten wir fragen:
Wie kann ich dir am besten helfen?
Oder: Was kann ich für dich tun?
Überleg dir mal: Wenn du von jemandem etwas brauchst und ihn/sie um einen Gefallen bitten möchtest…
Wie wäre es, wenn du ihm/ihr anbietest, sie für die Mühe zu bezahlen?
Es muss nicht viel sein, aber Geld verändert die Interaktion nachhaltig. Sobald Geld im Spiel ist, wird alles professioneller. Das Gespräch wird ernsthafter sein, die Qualität der Information wird besser sein, und die Bereitschaft, auch zukünftig zu helfen, erhöht sich schlagartig.
Wenn du bereit bist, für Unterstützung zu bezahlen, wirst du vom Bittsteller zum Kunden. Deine Position verändert sich um 180 Grad.
Kurz: Du wirst professionell.
Was Werbe-Fachmann Mariusz Jan Demner immer wieder beobachtet:
„Sehr viele Unternehmen, sehr viele Marketingleute wollen zwar mutige Dinge und herausragende, aber in Wirklichkeit… Kaum sind sie ein bisschen herausragender als die Mitbewerber – was du meistens bist, indem du auffällst, und du fällst nicht mit Gemütlichkeit und Einschlafen auf – dann scheuen sie wieder ein bisschen zurück.“
Auch wir Lifestyle Entrepreneure haben allzu oft Angst vor unserer eigenen Courage.
Was für Neugründer*innen sehr ernüchternd ist – speziell dann, wenn sie als Angestellte sehr erfahren und kompetent waren:
Wer ein Unternehmen gründet, wer sich selbständig macht, startet komplett von Neuem. Als Lehrling.
Es gibt viel umzulernen, dazuzulernen, und zu verlernen. Und das dauert. Das geht nicht von heute auf morgen, und das ist frustrierend.
Wer Erfolg haben möchte, braucht die Geduld und die Demut, diesen Lernprozess zuzulassen.
Auch in der Selbständigkeit ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Es ist unmöglich, als Neugründer*in Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und in die Geschäftsidee zu haben. Vertrauen entstünde nämlich aus der Erfahrung, dass in der Vergangenheit diese Geschäftsidee funktioniert hat. Dass man in der Vergangenheit bereits die Herausforderung der Selbständigkeit bereits gemeistert hat.
Woher soll dieses Vertrauen kommen, wenn man es zum ersten Mal macht?
Was Neugründer*innen jedoch brauchen, ist den Glauben. Den Glauben an die eigene Geschäftsidee. Den Glauben daran, dass man diese Herausforderung bewältigen wird.
Zu glauben bedeutet, an etwas festzuhalten, weil man kein Vertrauen haben kann.
Wir Österreicher*innen sind sehr brav.
Wir halten uns an die Regeln. Wir haben meist ein schlechtes Gewissen, wenn wir etwas tun, was vielleicht nicht ganz “sauber” sein könnte. Wir wollen keine Scherereien. Wir wollen nichts falsch machen.
Deshalb üben wir mitunter vorauseilenden Gehorsam. Damit blockieren wir uns jedoch, und wir schränken unsere Handlungsspielräume ein.
“Ask for forgiveness, not permission”, sagen die Amerikaner.