Wenn wir wirklich etwas verändern wollen, dann ist Ehrlichkeit notwendig.
Wenn wir zueinander und uns gegenüber nicht ehrlich sind, brauchen wir uns nicht wundern, wenn alles bleibt, wie es ist.
Wenn wir wirklich etwas verändern wollen, dann ist Ehrlichkeit notwendig.
Wenn wir zueinander und uns gegenüber nicht ehrlich sind, brauchen wir uns nicht wundern, wenn alles bleibt, wie es ist.
Die Lösung deines Zeit-Problems als Solopreneur ist nicht, dass du auf den Tag wartest oder hoffst, an dem du wie von Zauberhand dann endlich genug Zeit haben wirst für all das, was du noch vor hast.
Dieser Tag wird nie kommen. Nie.
Die Lösung ist folgende:
Mit diesen drei Schritten wirst du vom Hamsterradläufer zum Unternehmer.
Natürlich nehmen wir Kunden, die uns zufällig finden, gerne mit.
Aber wenn der Zufall die Basis der Vertriebsstrategie ist, dann hast du keine Strategie.
Dann lebt dein Unternehmen vom “Prinzip Hoffnung”.
Wenn wir für unsere Kunden ein tolles Angebot schnüren wollen, dann denken wir meist: Okay, was kann ich in mein Angebot noch alles reinpacken, damit meine Kunden sehen, wie wertvoll mein Angebot ist?
Aber: Unsere Kunden wollen nicht unbedingt mehr. Sie wollen besser. Also sollte unsere Frage lauten: Wie kann ich für meine Kunden mein Angebot noch besser und noch besser und noch besser machen?
Weniger ist mehr. Weniger, aber besser.
Wenn wir innovativ sind und ein neues Thema, eine neuartige Methode oder ein noch nie da gewesenes Angebot auf einem Markt bekannt machen wollen, dann stehen wir vor einer großen Herausforderung: Wir müssen unser Thema zuerst mal erklären.
Bevor unsere Kunden kaufen können, müssen sie zuerst verstehen. Wir müssen also wie ein Lehrer unsere Kunden zuerst informieren, worum es bei unserem neuen Thema geht. Wir müssen ihnen erklären, was sie von unserer neuartigen Methode haben. Sie müssen verstehen, warum dieses noch nie da gewesene Angebot genau das ist, was sie immer schon gesucht haben.
Diese “Lehrtätigkeit” ist wahrlich keine einfache Aufgabe. Sie verlangt Überzeugung, Geduld und Durchhaltevermögen.
Umso wichtiger ist es, dass wir uns diese Aufgabe nicht schwerer machen als notwendig. Bedeutet: Dass wir unseren Kunden die Lernaufgabe nicht schwerer machen als nötig.
Beispiel: Wenn wir in Österreich ein neues Beratungsthema etablieren möchten, dann sollten wir es auf Deutsch erklären – nicht auf Englisch. Klar, viele Österreicher sprechen auch Englisch. Aber wer ein neues Thema in einer Fremdsprache erklärt, baut zwei Hürden auf: Neues Thema und fremde Sprache.
Eine Hürde zu überspringen ist schwer genug.
Wenn man sich überlegt, warum Gründungen scheitern, dann fällt einem ein:
Was aber unterschätzt wird: Viele Gründungen scheitern an den Menschen hinter der Gründung. Also an den Gründern selbst. Streit im Gründerteam. Unterschiedliche Zielsetzungen. Gründer verlieren das Interesse. Persönliche Krisen wie Scheidungen oder Krankheit.
Ja, oft sind es betriebswirtschaftliche Fehler, die Unternehmen scheitern lassen.
Aber genauso oft ist es auch einfach das Leben, das sich nicht immer so entwickelt, wie wir es uns wünschen.
Als Faustregel gilt für alle Gründungsprojekte: Es dauert immer länger, als gedacht.
Das bestätigt sich immer und immer und immer wieder, sogar bei kleinen Gründungsprojekten, und bei großen sowieso.
Weh dem, der das ignoriert.
Wenn Gründer*innen mir mit leuchtenden Augen erzählen, dass Sie etwas völlig Neuartiges machen werden und dass es keine Konkurrenz gibt, reagiere ich meist skeptisch.
Es gibt keine Konkurrenz? Okay, aber warum gibt es keine Konkurrenz?
Meistens aus einem von zwei Gründen:
Wenn es Konkurrenz gibt, ist das also ein gutes Zeichen, kein schlechtes.
Weil: Wo es Konkurrenz gibt, da gibt es auch Kunden.
Als Daumenregel gilt bei jedem Gründungsprojekt: Dort, wo die größte Angst ist, lohnt es sich, besonders gut hinzusehen.
Und: Sehr wahrscheinlich ist es so, dass genau dort, wo die größte Angst ist, der richtige Weg für dich ist.
Folge der Angst.
Eine Gründerin, eine junge, sehr talentierte Animation Artist, hat in ihrem Zimmer eine Wall Of Progress. Dorthin hat sie über die Jahre ihre Zeichnungen aufgehängt, quasi als Zeitreise durch ihre künstlerische Entwicklung.
Auf dieser Wall Of Progress wird in beeindruckender Weise sichtbar, wie viel sie über die Jahre dazugelernt hat und wie viel besser sie geworden ist. Aber sie macht das nicht für die Außenwelt, für ihre Kunden und Fans, sondern einzig und allein für sich selbst.
Jedes Mal, wenn sie mit ihrer Arbeit hadert und nicht zufrieden ist, wenn sie denkt, wie limitiert ihre Fähigkeiten sind, kann sie auf ihrer Wall Of Progress sehen, wie weit sie über die Jahre gekommen ist und wie viel besser sie bereits ist als am Anfang.
Wir Lifestyle Entrepreneure sind selten zufrieden mit uns und unserer Arbeit. Wir sehen das Verbesserungspotenzial (das es zweifellos gibt) oft viel deutlicher als den Fortschritt, den wir bereits gemacht haben. Damit hadern wir, und das ist schade.
Eine Wall Of Progress würde uns allen gut tun.
Es lohnt, sich unter seinen Vorbildern als Lifestyle Entrepreneur auch einige zu suchen, die Meister*innen im Verkaufen sind.
Unternehmer, die gut und gern und viel verkaufen, verdienen unseren Respekt. Viel zu oft werten wir sie jedoch ab, nach dem Motto: Denen geht es ja nur um’s Geld!
Um’s Geld sollte es aber auch uns gehen. Nicht nur um’s Geld, versteht sich. Aber auch. Deshalb finde ich es eine gute Idee, sich von Meister-Verkäufer*innen etwas abzuschauen.
Weil: Ohne Umsatz kein Business. Ohne Moos nix los.
„Meine Aufgabe in den nächsten Wochen wird es sein, mit den richtigen Leuten einen Kaffee trinken zu gehen“, sagte unlängst ein Gründer zu mir.
Und es stimmt: Mindestens so wichtig wie gute Arbeit zu leisten ist es, Beziehungen zu pflegen, damit diese gute Arbeit auch wirksam werden kann.
Kaffee trinken zu gehen ist eine Chef-Aufgabe.
Jesus sagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist. (Joh 6,65)
Jesus weiß, dass es Menschen gibt, die nie oder nur schwer Zugang zu ihm finden werden.
Jesus weiß, dass er niemandem helfen kann, der nicht bereit ist dazu – selbst wenn dieser Jemand die Hilfe von Jesus dringend brauchen könnte.
Jesus weiß, dass er nicht die ganze Welt auf einmal retten kann.
Warum sollte es uns Lifestyle Entrepreneuren, uns Edupreneuren, uns Beratern und Lehrerinnen anders gehen als Jesus?
Jeder Beruf, jede Aufgabe setzt Wissen und Können voraus. Im Deutschen nennt man das Handwerk, auf Englisch heißt das (mit einer etwas anderen, noch treffenderen Bedeutung) craft.
Wir müssen unser Handwerk exzellent beherrschen, wenn wir unseren Kund*innen wirklich helfen wollen. Wer sein Handwerk nicht beherrscht, ist ein Pfuscher.
Eine Trainerin muss wissen, wie sie Wissen zugänglich macht. Ein Berater muss nicht nur beraten, sondern auch zuhören können. Eine Elementarpädagogin muss Kinder nicht nur mögen, sondern auch wissen, wie man altersgerecht mit ihnen umgeht.
Selbstverständlich, oder? Nein, keineswegs.
Es wimmelt nur so von Pfuschern. Und das schadet leider auch den wirklichen Könnern.
Nur, weil du dich im Fitness-Studio verausgabst, heißt das nicht, dass fitter geworden bist.
Nur, weil du Bewegung machst, heißt das nicht, dass du weißt, wie du deinen Körper richtig verwendest.
Der Unterschied ist ein Lernprozess: Der Weg vom “irgendwelche Dinge irgendwie tun” hin zu “die Dinge richtig tun” und “die richtigen Dinge tun”.
Dieser Unterschied ist ein Quantensprung im Lernen.
Ein gewaltiger Lernsprung.
Eigentlich müssten wir am dankbarsten sein für jene Kunden, Projekte oder Aufträge, die besonders herausfordernd sind. Die anstrengend sind. Die mühsam sind. Weil wir dabei am meisten lernen können. Wir wachsen tatsächlich mit der Aufgabe.
Aber das ist nicht immer leicht. Weil mühsame Kunden bleiben auch dann mühsam, wenn wir viel von ihnen lernen können.
Gerade dann.
Dankbarkeit ist keine Kategorie im Geschäftsleben, davon bin ich überzeugt.
Dankbarkeit ist eine der wichtigsten Kategorien im Leben, davon bin ich überzeugt.
Es liegt an uns Lifestyle Entrepreneuren, diesen Widerspruch aufzulösen.
Am Wochenende war mein fünfjähriger Sohn bei seinem ersten Fußballspiel. Ich habe ihm erklärt, zu welcher Mannschaft wir helfen und wer unser Gegner ist. Ich habe auch versucht zu erklären, dass wir unseren Gegner nicht hassen, aber dass wir trotzdem wollen, dass unsere Mannschaft gewinnt.
Lange stand es null zu null, bis zehn Minuten vor Schluss der Gegner in Führung ging. Mein Sohn meinte daraufhin zu mir, dass er ab jetzt lieber zum Gegner halten möchte, nicht mehr zu unserer Mannschaft. Er wollte nicht zu den Verlieren gehören.
Ich habe ihm erklärt, dass das so nicht geht. Dass man zu seiner Mannschaft auch dann halten muss, wenn sie verliert. Weil beim nächsten Mal gewinnen sie ja vielleicht wieder.
Was bei einem Kind vielleicht drollig wirkt, begegnet uns auch im Business: Niemand will ein Verlierer sein, und niemand will zu den Verlierern gehören. Da werden skrupellos die Seiten gewechselt. Da werden munter Prinzipien über Bord geworfen.
Treue auch in Momenten der Niederlage ist leider keine Kategorie im Business.
Alle Visionen, die du für dein Lifestyle Business hast, sind okay. Keine Vision ist an sich besser als die andere. Keine Vision ist automatisch erfolgsversprechender. Keine Vision ist zu unrealistisch, um sie nicht wahr machen zu können.
Einziges Kriterium aus betriebswirtschaftlicher Sicht: Dein Cash Flow muss dir erlauben, deine Visionen zu verfolgen.
Solange der Cash Flow passt, also solange, bildlich gesprochen, der Blutkreislauf deines Lifestyle Business in Schwung ist, darfst du träumen so viel du willst.
Warum sollte das, was bei Nintendo oder Nike oder Nissan funktioniert, nicht auch bei dir funktionieren?
Ernst gemeinte Frage.
Was kannst du als “kleiner” Lifestyle Entrepreneur von den Großen in deiner Branche lernen?
Und was nicht?