Spätestens in der Selbständigkeit muss die eigene Beziehung zum Geld aufgearbeitet werden.
Sonst geißeln dich deine falschen Glaubenssätze zum Thema Geld dein ganzes unternehmerisches Leben lang.
Spätestens in der Selbständigkeit muss die eigene Beziehung zum Geld aufgearbeitet werden.
Sonst geißeln dich deine falschen Glaubenssätze zum Thema Geld dein ganzes unternehmerisches Leben lang.
So, wie in großen Unternehmen die Verantwortung wie eine heiße Kartoffel hin- und hergeschoben wird, genauso tun wir Solopreneure es in unserem eigenen EPU.
Wir nehmen uns um die wirklich wichtigen Problem nicht an. Wir treffen keine Entscheidung und hoffen, dass sich das Problem irgendwie von selbst löst. Wir kümmern uns einfach nicht um die wirklich wichtigen Dinge.
Stattdessen sind wir geschäftig. Wir sind die ganze Zeit am Tun, aber: Was haben wir am Ende des Tages wirklich geschafft?
Wir kriegen nichts weiter, aber wir sind trotzdem in einem Erschöpfungsprozess.
Wir empfinden Arbeit dann als besonders mühsam, wenn wir durchgetaktet und fremdbestimmt sind.
Je höher der Grad an Autonomie, desto weniger fühlt sich unser Tun wie Arbeit an.
Schönheit ist wichtig.
Wenn etwas schön ist, dann ist es uns weniger wurscht.
Vortrag an der DeGUT 2022, 14. Oktober 2022, Berlin
(mehr …)Als Unternehmer*in musst du 100 % Verantwortung für deine Entscheidungen, dein Handeln und deine Situation übernehmen.
Aber nicht 120 %.
[Danke Bernhard Reingruber für diesen Gedanken.]
Ungeduld ist (meistens) unproduktiv.
Die Meisterschaft liegt darin, Ungeduld produktiv zu machen.
[Danke Timo Heinz für den Gedanken.]
Wenn man auf der Straße Musik macht, gilt ein ganz einfaches Gesetz:
Der Hut lügt nicht.
[Danke Joey Kelly für diesen Gedanken.]
Joey Kelly ist kein Fan von DJ Bobo. Er sagt:
DJ Bobo ist der Beweis, dass wir kein Talent brauchen.
Aber, was Joey Kelly gleichzeitig und voller Respekt sagt:
Auf der Bühne muss man echt sagen: Der Typ hat Leidenschaft. Er gibt 110%. Und er arbeitet 500 Tage im Jahr.
DJ Bobo ist nicht begnadet. Aber was er aus seinem Potenzial macht, das ist Weltklasse.
Noch ein Gedanke von Roman Kmenta:
Etwas gerne zu tun und Spaß dabei zu haben, reicht nicht. Man muss auch gut darin sein.
Manche Selbständige haben zwar viel Spaß an ihrer Arbeit, sind aber einfach nicht gut darin.
So wird das nix mit dem Erfolg.
In seinem Business das zu tun, was einem Spaß macht, hat folgendes Problem:
Den meisten Menschen machen ähnliche Dinge Spaß: Grafiker, Fotograf, Webdesigner, Social Media Marketer, Coach, Trainer, Speaker, Berater…
All die schönen Dinge, wo man mit Menschen zu tun hat und wo man anderen weiterhelfen kann.
Darum ist es auf diesen Märkten auch so voll.
[Danke Roman Kmenta für diesen Hinweis.]
Eine Gründerin hat mir heute verraten, wie die meisten Menschen vorgehen, wenn sie eine Psychologin/einen Psychologen für sich suchen:
Sie googeln, was in der Nähe ist. Und dann gehen Sie auf die Website und schauen sich die Fotos an, wer ihnen am sympathischsten ist.
Wir sind schon ziemlich einfach gestrickt.
Eine Gründer*in sagte unlängst zu mir:
Ich biete so viele Sachen an – aber was macht mich denn eigentlich aus?
Und damit stellt sie die wahrscheinlich schwierigste und gleichzeitig grundlegendste Frage, die man im Zeitalter des Individualismus stellen kann: Wer bin ich eigentlich? Was macht mich besonders?
Auf diese Frage lässt sich halt leider keine endgültige Antwort finden.
Jede Antwort ist eine Momentaufnahme.
Ein-Personen-Unternehmen sind oft sehr einsam.
Sie haben wenige Menschen in ihrem Umfeld, mit denen sie sich austauschen können zu ihren Sorgen, aber auch zu den schönen Dingen, die mit der Selbständigkeit verbunden sind. Wenn wir aber zu lange alleine mit uns und unseren Gedanken sind, werden wir ein bisschen wunderlich. Einsamkeit tut uns nicht gut.
Eine Lösung wäre, sich eine Gruppe mit anderen Selbständigen zu suchen und sich regelmäßig zu treffen und auszutauschen.
Doch da lauert schon die nächste Falle: Statt den Austausch, die Inspiration und die Kooperation zu suchen, beginnen viele Selbständige, sich mit den anderen Gruppenmitgliedern zu vergleichen: Warum macht die mehr Umsatz als ich? Warum ist der schon so viel weiter? Wäre seine Geschäftsidee nicht viel besser als meine? Im Vergleich zu der habe ich ja ein Mickey-Mouse-Business! Und so weiter, und so fort.
Statt die Chancen der Gemeinschaft zu nützen, stehen wir uns wieder mal selbst im Weg.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen Solopreneuren und klassischen Selbständigen (Freelancer):
Solopreneure haben viel mehr Marketing zu machen (für ihre Produkte) als klassische Selbständige (die oft „weitergereicht“ werden).
Die tägliche Arbeit der Solopreneure ist Marketing.
[Danke Ehrenfried Conta Gromberg für diesen Gedanken.]
Manchmal geht der Schuss auch nach vorne los.
Das können wir uns mitunter nur schwer vorstellen, aber: Möglich wär’s!
Wenn du gezwungen wärst, dich auf eine einzige betriebswirtschaftliche Kennzahl zu beschränken, um den wirtschaftlichen Erfolg in deinem Business zu messen, dann wäre es diese:
Dein Kontostand.
Das Problem ist nicht die Größe unserer Ziele.
Das Problem sind die viel zu kurzen Deadlines, die wir uns für diese Ziele setzen!
[Danke Dan Sullivan für diesen Gedanken.]
Ich habe einen Programmierer gefragt, wie er es schafft, langfristig exzellente Arbeit abzuliefern.
Er sagt: Er braucht jeden Tag 2-4 Fokus-Stunden. Egal wann.
In 2-4 Stunden pro Tag passiert der Großteil seiner Arbeit.
Gilt wahrscheinlich nicht nur für diesen Programmierer.
Die meisten Menschen wollen nicht übers Ohr gehaut werden.
Deshalb suchen viele Menschen einen Schutz davor, betrogen zu werden – zumal auf Märkten, auf denen sie sich nicht auskennen.
Der eigentliche Mehrwert, den die großen Plattformen wie Amazon, Airb’n’b oder GetYourGuide verkaufen, ist das Vertrauen, wahrscheinlich nicht über den Tisch gezogen zu werden.