Tag#LifestyleBusiness

Zum Abgewöhnen

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Wer niemanden in seinem familiären Umfeld hat, der selbständig ist, für den ist der Weg in die Selbständigkeit oft keine naheliegende Option. Klar, wenn man keine entsprechenden Vorbilder hat.

Aber es kann auch anders herum sein. Kinder von Eltern, die selbständig sind, steigen mitunter ins Berufsleben ein und sagen: Nie im Leben will ich selbständig sein. Diese Sorgen, dieser Stress, die wenige Zeit… das tue ich mir sicher nicht an.

Das nur als Hinweis, wenn du ein First Generation Entrepreneur bist und glaubst, dass du dadurch einen Startnachteil hättest.

Der Mann an ihrer Seite

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Fußballspieler Georg Teigl sagt über seine Frau, die ein eigenes Business hat:

„Sie ist ein ‚Doer‘ und ich bin eher ein ‚Thinker‘. 
Sie ist eine riesige Bereicherung für mein Leben und sie berührt die Leute mit dem, was sie tut. Momentan ist es auch sehr spannend, mehr dabei zu sein und involviert zu sein mit den Angestellten. Ich bin der Co-Trainer und sie ist der Trainer.
Sie hat ihr eigenes Geld verdient. Ich bin unglaublich stolz, sie an meiner Seite zu haben.

Georg Teigl

Die Unterstützung des Ehepartners ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für ein funktionierendes Unternehmen.

Georg Teigl ist ein gutes Beispiel dafür.

Niemand zum Reden

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Ein Problem, das viele Gründer:innen haben: Sie haben in ihrem Umfeld niemanden, mit dem sie über ihr Business reden können.

Sie haben niemanden, mit dem sie über ihre Sorgen sprechen könnten, weil es in ihrem Familien- und Freundeskreis keine anderen Selbständigen gibt, die diese Sorgen nachvollziehen können.

Aber: Sie haben auch niemanden, mit dem sie ihre Erfolge teilen könnten. Sie freuen sich vielleicht gerade riesig, dass sie einen wichtigen Kunden gewonnen oder einen großen Auftrag gelandet haben. Aber aus Angst vor Neid erzählen sie lieber niemandem davon.

Selbständig zu sein bedeutet häufig auch, viel allein zu sein.

Wichtig oder interessant?

W

Wir müssen unterscheiden können, ob etwas wichtig ist oder ob es interessant ist.

Diese Unterscheidung ist besonders wichtig für Menschen mit einem starken Growth Mindset, z.B. Sensitive Strivers.

Wir glauben nämlich oft, dass alles, was wir interessant finden, auch wichtig ist. Aber das ist ein Aberglaube. Das Wenigste (im Leben, im Business) ist tatsächlich wichtig.

Das Interessante übt aber eine große Faszination auf uns aus. Und gleichzeitig ist es gut möglich, dass wir das wirklich Wichtige gar nicht soooo interessant finden.

Reichtiefe

R

Nicht alles im Leben wird besser, wenn es mehr wird.

Reichtiefe > Reichweite

Mut zum Risiko

M

Echte Differenzierung braucht Mut.

Viele Content Marketer nehmen zu wenig Risiko. Sie trauen sich nicht, eine kontroverse Position einzunehmen. Sie trauen sich nicht, Stellung zu beziehen. Sie trauen sich nicht, auch mal jemanden zu provozieren.

Viele Content Marketer hätten die Chance, durch Differenzierung einen echten Unterschied zu machen – und ziehen den Schwanz ein, wenn sich die Möglichkeit dafür bietet.

Ein Gedicht

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Ein Lifestyle Business ist “wie ein Gedicht, das sich leinwand reimt”.

Alien-Test

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Der Alien-Test funktioniert so:

Ruf jemanden an, dem/der du vertraust.

Lies ihm oder ihr den Text vor, den du gerade geschrieben hast.

Und dann frag ihn/sie: “Klingt das nach mir?”

[Danke Valentina Keserue für den Tipp.]

First Mover Advantage in Österreich

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Wir Österreicher sind ein ängstliches Volk. Sehr vorsichtig. Nur keine Wellen schlagen. Nur nichts riskieren, es könnte ja schief gehen.

Das ist die negative Seite. Die positive: Wer in Österreich etwas wagt, hat meistens den First Mover Advantage. Wer etwas probiert, das schief gehen könnte, hat meistens wenig Konkurrenz zu fürchten.

Wer in Österreich erfolgreich ist, hat schnell Neider. Aber wer in Österreich etwas riskiert, das schief gehen könnte, braucht praktisch keine Angst vor Nachahmern haben.

Denkmöglich

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Damit man ein Lifestyle Business schaffen kann, muss man ein Lifestyle Business überhaupt mal als mögliche Option wahrnehmen.

Als etwas, das “man” tut. Als etwas, das für einen selbst in dieser Situation “möglich” ist. Als etwas, das “normal” ist.

Je mehr Lifestyle Entrepreneure man kennt, desto mehr Vorbilder gibt es, und desto denkmöglicher wird es, selbst ein Lifestyle Business zu starten.

In vielen Teilen der Gesellschaft ist diese Idee aber noch alles andere als angekommen.

Es gibt noch viel zu tun.

Genug

G

Es ist gar nicht so leicht zu sagen: “Danke, ich habe genug. Ich bin zufrieden mit dem, was ich habe. Ich will gar nicht mehr.”

Stell dir vor, du bist mit einer Wandergruppe unterwegs. Ihr wollt bis zum Gipfelkreuz zu marschieren. 200 Meter vor dem vermeintlichen Ziel schaust du dich um und sagst auf einmal: “Ich finde es wunderschön hier. Marschiert ihr nur weiter, aber ich bleibe da. Für mich reicht das vollkommen, ich will gar nicht mehr.”

Wie werden die anderen in der Gruppe reagieren? Werden sie sagen: “Ja, hast recht!”, oder werden sie versuchen, dich zu überreden weiter zu gehen, denn: “So kurz vor dem Ziel willst du aufgeben?”

Es ist nicht leicht, sein eigenes “Genug” zu finden.

Und es ist genauso schwer, sein “Genug” vor den Erwartungen Anderer zu verteidigen.

Hidden Agenda

H

Es gibt Content Creator, die felsenfest behaupten, es geht ihnen in erster Linie darum, “Wert zu schaffen” für ihre Community.

Dabei geht es ihnen in Wirklichkeit vor allem darum, dieser Community etwas zu verkaufen.

Schon klar, das eine muss das andere nicht ausschließen. Aber: Wenn jemand eine hidden agenda hat, wenn jemand das eine behauptet und in Wirklichkeit etwas Anderes will, dann spüren wir das. Wir können die Zwiespältigkeit zwischen den Zeilen lesen.

Besser wäre, den Menschen klar zu sagen, was man will.

Nebenjob

N

Eine Gründerin hat mir erzählt, dass sie eine “Online-Heldin” hat. Ihre Heldin macht genau das, was sie auch gerne machen möchte – sehr professionell, und bereits seit einigen Jahren.

Allerdings hat ihre Online-Heldin einen Nebenjob. Jetzt zweifelt meine Gründerin: Wenn nicht mal ihre Heldin in dieser Nische ein Vollzeit-Business aufbauen kann, wie soll sie es dann schaffen?

Nun gut, das ist die eine Sichtweise. Die andere wäre: Ob deine Heldin einen Nebenjob hat oder nicht, hat möglicherweise gar nichts damit zu tun, wie ertragreich deine Nische ist. Vielleicht hat sie den Nebenjob ja nicht, weil sie muss, sondern weil sie will.

Und: Vielleicht ist es Zeit für eine Staffelübergabe. Zeig deiner Heldin, was du kannst und wie du es besser machst. Und vielleicht wirst dann du zu ihrer Heldin.

Absteigen

A

Eine gute Freundin hat sich beruflich in eine Sackgasse manövriert.

Ihr Unternehmen läuft nicht. Sie strampelt und tut, aber es bärt an allen Ecken und Enden. Und es ist überhaupt keine Besserung in Sicht, im Gegenteil.

Alle sehen es, nur sie selbst will es nicht wahrhaben. Sie will nicht loslassen, weil sie keine sein will, die einfach aufgibt. Sie hat noch nie aufgegeben.

Es spricht natürlich für sie, dass sie sich in schwierigen Zeiten nicht unterkriegen lassen will.

Aber wenn das Pferd tot ist, muss man absteigen.

Fantastisch!

F

Stell dir mal vor, was alles möglich wäre, wenn du keine Angst hättest!

Problemsprache vs. Sehnsuchtssprache (3)

P

Wenn wir über die Probleme und Sehnsüchte unserer Kund*innen sprechen, und das in ihren eigenen Worten, dann denken und handeln wir empathisch.

Seth Godin nennt das practical empathy:

To make a difference, we need the practical empathy to realize that the other person doesn’t know what you know, doesn’t believe what you believe and might not want what you want. We have to move from where we are and momentarily understand where they are.

Seth Godin

Es geht nicht darum, was wir denken. Es geht nicht darum, was wir (mit unserem Expertenwissen) für das Problem halten. Es geht nicht mal darum, dass wir eine Lösung haben, die unseren Kund*innen hilft.

Zuerst mal geht es darum, dass wir unseren Kund*innen aus ehrlichem Herzen sagen können: “Ich verstehe dich. Ich verstehe deinen Kummer, und ich kenne deine Träume. Ich sehe dich, und ich nehme dich ernst.”

Problemsprache vs. Sehnsuchtssprache (2)

P

Unsere Kund*innen verstehen uns besser, wenn wir es schaffen, uns in ihren Worten auszudrücken.

Wenn du in der Problemsprache über die Sorgen deiner Kund*innen sprichst, dann sprich exakt in ihren Worten. Beschreibe den Schmerz genau so, wie sie ihn beschreiben.

Wenn du in der Sehnsuchtssprache über die Träume deiner Kund*innen sprichst, dann sprich exakt in ihren Worten. Beschreibe ihre Wünsche genau so, wie sie sie beschreiben.

Du brauchst hier überhaupt nicht kreativ sein. Du musst nur genau zuhören (und dir Notizen machen).

Problemsprache vs. Sehnsuchtssprache (1)

P

Es gibt zwei “Sprachen”, mit denen wir zu unseren Kund*innen sprechen können:

Problemsprache: Wir sprechen das an, was im Leben unserer Kund*innen gerade nicht passt. Den Schmerz, die Scham, die Fehler. In aller Klarheit und Deutlichkeit. Wir nennen beim Namen, was schief läuft und erzeugen dadurch den Wunsch, es in Zukunft besser zu machen (“weg von”-Motivation).

Sehnsuchtssprache: Wir malen unseren Kund*innen aus, was sein könnte. Wir beschreiben in bunten Farben ihre Träume, Wünsche und Sehnsüchte. Wir sagen ihnen, dass es nicht so sein muss, wie es gerade ist, sondern dass ein besseres Leben möglich ist: mehr Erfolg, mehr Freiheit, mehr Zufriedenheit (“hin zu”-Motivation).

Es ist wichtig, dass wir beide Sprachen fließend beherrschen. Denn jede Sprache hat seine Zeit und seine Zuhörer*innen.