Tag#LifestyleBusiness

Wo das Problem liegt

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Das Problem liegt oft nicht (nur) darin, eine Lösung zu finden.

Das Problem beginnt schon dabei zu erkennen, dass man ein Problem hat. Und welches Problem man eigentlich hat.

Damit man nicht versucht, Lösungen zu finden, die gar nicht auf das Problem passen. 

Maschinensemmel oder Handsemmel?

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Eine Kundin wurde unlängst bei unserem Bäcker gefragt, welche Art von Semmeln sie wolle: “Maschinensemmeln oder Handsemmeln?”

Fast reflexartig antwortete die Kundin: “Handsemmeln, bitte.”

Eh klar. So formuliert werden die allermeisten Menschen “Handsemmeln” wählen. Wer will schon was kaufen, das von einer herz- und seelenlosen Maschine gemacht wird, wenn man auch was haben kann, was ein echter Mensch mit echten Händen gemacht hat?

Dabei ist, objektiv gesehen, der Unterschied zwischen Handsemmel und Maschinensemmel wahrscheinlich gar nicht groß. Sie schmecken wahrscheinlich vollkommen gleich. Sie sehen sich wahrscheinlich zum Verwechseln ähnlich.

Und dennoch… Der Grund, warum Handsemmeln teurer sind als Maschinensemmeln, ist genau das Menschliche, das Unperfekte, das Einzigartige.

Dafür sind Kund*innen bereit, einen Aufpreis zu zahlen, obwohl es rational gesehen dafür überhaupt keinen Grund gäbe.

Gründungserfahrung

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Eine Gründerin hat heute sehr treffend zusammengefasst, wie es ist, ihr eigenes Unternehmen zu gründen:

Echt viel Arbeit, aber sehr interessant.

Was ich von “Tina: What’s Love Got to Do With It?” gelernt habe

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  1. Talent: Du brauchst Talent. Du musst wirklich gut sein und Freude haben bei dem, was du tust. Sonst hältst du nicht so lange durch, besonders nicht unter widrigen Umständen.
  2. Harte Arbeit: Du musst hart arbeiten für deinen Erfolg. Es gibt keine Abkürzungen, du musst tun, was notwendig ist. Eyes on the prize. Du musst nicht nur gute, sondern sehr gute Arbeit liefern und den Leuten geben, was sie wollen.
  3. Helfer: Du brauchst Helfer in allen Lebensbereichen, die dir den Weg ebnen. Die dir die Augen öffnen (Freundin Darlene), die dich antreiben (Ike), die dich unterstützen (Mutter) und die dir Möglichkeiten eröffnen, zu denen du allein nicht gekommen wärst (Phil Spector). Du brauchst Leute, die ihr Talent an deines anknüpfen.
  4. A Good Heart: Verliere nicht deine Menschlichkeit. Wenn sich Menschen von Mensch zu Mensch begegnen, dann fügt sich die Welt zusammen (z.B. der Hotel-Direktor, der ihr ein Zimmer gibt).

Übermotiviert

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Es gibt einen Unterschied zwischen motiviert und übermotiviert.

Motivation bringt dich zum Handeln. Motivation führt zu Ergebnissen.

Übermotivation hingegen ist eine Vermeidungsstrategie. Du bist euphorisch, aber in Wirklichkeit lenkst du dich nur ab von Dingen, wo du lieber nicht hinsehen willst.

[Danke Petra Bock für den Gedanken]

Horoskop

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Folgendes Gedankenexperiment:

Wie wäre es, wenn du zu einem Astrologen gehst und für dein Business ein Horoskop erstellen lässt? Oder wenn du dir von einer Wahrsagerin die Zukunft deiner Geschäftsidee voraussagen lässt?

Ist das Ergebnis, das du dort bekommst, wirklich so viel schlechter als das, was du nach langem Hin- und Herübergeben in deinen Businessplan schreibst?

Eines gebe ich dir jedenfalls schriftlich: Die Entscheidungen, die du aufgrund eines Horoskops triffst, sind tausendmal besser als die Entscheidungen, die du nach wochenlangem Grübeln nicht triffst.

Marketing mit-denken

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Ein wiederkehrendes Problem vieler Gründungen ist, dass Marketing ein “afterthought” ist, also Überlegungen zum Marketing erst dann angestellt werden, wenn sonst alles fix-fertig ist.

Das führt zu folgenden Problemen:

  • Ein Gründer überlegt sich ein Geschäftskonzept, das ihm voll taugt – aber passt das Konzept auch auf den Markt? Spricht dieses Konzept auch Kunden an? Ist er mit dem Konzept am Markt überhaupt willkommen?
  • Aber selbst wenn das Geschäftskonzept grundsätzlich angenommen wird: Es reicht nicht, wenn die Leistung gut ist. Sie muss auch schön verpackt sein. Das Angebot muss auch gut aussehen, nicht nur gut funktionieren.
  • Und selbst, wenn der Gründer sich viel Arbeit machen würde mit Corporate Design und nächtelang an seiner Website basteln würde… Wie viel mehr Erfolg könnte er haben, wenn das Corporate Design wirklich professionell gemacht wäre (also von Profis, die ihr Handwerk meisterhaft beherrschen) und richtig, richtig schön aussehen würde?

31 Jahre gibt’s das schon

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Noch eine Beobachtung aus dem Urlaub:

Die Kinder lieben die Minidampfbahn im Waldviertel. Und jedes Mal, wenn wir dort sind, denke ich mir: Gewaltig, was hier praktisch im Nirgendwo dasteht. Respekt vor diesem Unternehmergeist!

Heuer ist mir durch einen Nebensatz des Betreibers bewusst geworden, dass es dieses Unternehmen bereits seit mehr als dreißig Jahren gibt. Was hier zu sehen ist, ist nicht von heute auf morgen entstanden, sondern hat sich Stück für Stück über drei Jahrzehnte aufgebaut. 

Wir sehen meist nur das Ergebnis und vergessen darüber, wie jedes noch so große Unternehmen entsteht: drip by drip, wie Seth Godin sagt. 

Am Anfang haben sie sich noch bemüht

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Wir haben Urlaub gemacht bei einem Bio-Bauernhof im Waldviertel. Freundliche Leute, saubere Zimmer, tadelloses Frühstück.

Und dennoch fällt mit freiem Auge auf, dass mit den Jahren ist ein bisschen der Schlendrian eingerissen sein dürfte. Nichts Schlimmes, aber dort und da ist zu sehen, dass den Gastgebern der Anfangselan ausgegangen ist und auf Kleinigkeiten nicht mehr so viel Wert gelegt wird. Es wird getan, was zu tun ist, aber auch nicht viel mehr. 

Wie gesagt: Es gibt nicht wirklich was zu beanstanden, der Betrieb klappt reibungslos. 

Und trotzdem: Mit der Alltagsroutine ist der Zauber verloren gegangen, der aus einem Urlaubsort etwas Besonderes macht. 

Hinauf, hinunter

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Mein Onkel Florian hat eine interessante Beobachtung gemacht:

Durch das E-Bike fällt es auch ungeübten Radfahrern recht leicht, selbst sehr hohe Berge zu erklimmen. Das Problem ist aber, dass sie sich dafür beim Runterfahren komplett verausgaben – weil auch das Runterfahren sehr anstrengend ist und ihnen das E-Bike dabei nicht mehr hilft. 

So geht es mitunter auch uns Lifestyle Entrepreneuren: Wir wünschen uns, dass wir eine Abkürzung zum Erfolg hätten. Aber wenn wir den Erfolg dann haben, ist längst nicht gesagt, dass wir ihn auch derschnaufen. 

Angstsparen

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Es gibt sicher viele gute Gründe, sein Geld zu sparen. Weil man eine größere Investition vor hat, oder weil man das Glück hat, weniger Geld zu brauchen, als man zur Verfügung hat.

Aber Sparen aus der Angst heraus, dass gerade schlechte Zeiten anbrechen und einem sonst über kurz oder lang das Geld ausgehen wird, ist eine fragwürdige Motivation.

Und wird auch nur zweifelhafte Erfolge bringen, denn: Wer aus Angst beginnt zu sparen, beginnt auch damit aufzuhören zu leben.

Schätze heben

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Chancen und Belohnungen winken nur denjenigen, die in Zeiten von Unklarheit und Unsicherheit aktiv werden, Verantwortung übernehmen und Neues ausprobieren.

Den Passiven, den Faulen bleibt womöglich nur die neidvolle Nachsicht. 

Privatärzte

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Privatärzte sind nicht deswegen besser als Kassenärzte, weil sie die besseren Ärzte wären.

Die Inszenierung des Privatarztes macht den Unterschied.

Die Adresse in der Innenstadt, das goldene Türschild am Eingang, das schwere Ledersofa im Wartezimmer, die klassische Musik im Hintergrund, die Krawatte des Arztes und nicht zuletzt die teure Honorarnote – all das trägt zum Behandlungserfolg bei. Weil sie Kompetenz erwecken und das Vertrauen signalisieren: Hier bin ich in guten Händen.

Diese “Nebensächlichkeiten” sind das, was Seth Godin Placebos nennt.

Placebos wirken. Und wie!

Gründen wie Tarzan

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Das funktioniert so:

Du schwingst dich von Liane zu Liane. Mit der Liane, die dir am nächsten ist, startest du los.

Und dann schwingst du dich Liane um Liane weiter. Immer in dem Vertrauen, dass die nächste Liane rechtzeitig auftauchen wird.

Natürlich hast du keine Ahnung, wo du fünf Lianen später landen wirst.

Aber irgendwo musst du mal anfangen.

[Danke Anne Scoular für diesen Gedanken.]

Thinking Technology

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Ein neues Konzept, das dir hilft, die Welt ein bisschen besser zu verstehen.

Ein neues Tool, das dir hilft, deine Arbeit ein bisschen besser zu erledigen.

Ein gutes Gespräch, das dir hilft, deine Gedanken ein bisschen besser zu ordnen.

All das ist Thinking Technology.

[Danke Shannon Waller für diesen Gedanken.]

Latenz

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Veränderungen haben immer eine gewisse Latenz-Zeit. Soll heißen: Es dauert eine gewisse Zeit, bis die Auswirkungen einer Veränderung sichtbar und spürbar werden.

Das müssen wir immer im Kopf behalten, wenn wir uns denken: “Was soll’s, hat mal wieder nicht funktioniert. Lass ich wieder bleiben.”