Ein Business, das läuft Podcast # 187 vom 10. August 2021
(mehr …)Verkaufen ist im Lieferumfang dabei
Als Unternehmer*in ist es deine Aufgabe, deine Angebote zu verkaufen. Punkt.
Eh klar, könnte man sagen. Tatsächlich liegt hier jedoch in vielen Solo-Businesses der Hund begraben. Die Produkte herzustellen, das ist leiwand. Aber dann herzugehen und zu sagen: “Seht her, ich hab da was gemacht. Wer will es haben?” – das erfordert Mut. Das ist unangenehm. Das ist etwas, was die meisten lieber nicht tun würden.
Aber es hilft nichts: Verkaufen gehört zum Unternehmersein dazu. Ohne Verkauf kein Umsatz, und ohne Umsatz kein Business.
Es gibt tausend verschiedene Möglichkeiten, deine Angebote an die Frau oder an den Mann zu bringen. Du hast die freie Wahl, dir davon eine auszusuchen, die am besten zu dir passt und somit deinen persönlichen Verkaufsstil zu wählen.
Du kannst dir also aussuchen, wie du es machst. Aber ob du es machst, das steht nicht zur Diskussion.
Jedenfalls dann nicht, wenn du es ernst meinst mit deinem Business.
Von nichts kommt nichts.
Erfolgsfall
Wir gehen davon aus, dass es eine Zeit dauern wird, bis wir mit unserem Business Erfolg haben. Und das ist grundsätzlich auch eine vernünftige Annahme, weil meistens dauert es tatsächlich seine Zeit.
Aber: Wir sollten auch darauf vorbereitet sein, dass wir vom Start weg Erfolg haben. Für die kleine, aber nicht ausgeschlossene Chance, dass wir viral gehen. Zumindest ein bisschen vorbereitet.
Wenn dich heute wer fragen würde: “Und, was kann ich bei dir kaufen?” – Hättest du eine ganz konkrete Antwort?
Stärken und Schwächen
Es gibt drei Stufen von unternehmerischen Kompetenzen:
Schwächen: Jene vernachlässigten Bereiche deines Unternehmens, die potenziell dafür sorgen können, dass dein Unternehmen untergeht. Die kritischen Erfolgsfaktoren des Unternehmertums, die du einfach nicht gut genug drauf hast, um auf deinem Markt Erfolg zu haben.
Gut genug: Jene (vielen) Bereiche deines Unternehmens, die nicht perfekt laufen, aber immerhin so gut, dass sie dich und deinen Erfolg nicht behindern.
Stärken: Jene (wenigen) Bereiche, in denen du wirklich besser (und zwar viel besser) bist als andere Anbieter am Markt. Das, was dich besonders macht. Das, warum deine Kund*innen wirklich bei dir kaufen.
Abstieg
Mein Lieblings-Fußballverein, Admira Wacker, muss in die 2. Liga absteigen. Der Trainer, Andreas Herzog, fand nach dem entscheidenden letzten Spiel folgende selbstkritische Worte:
Wir waren in der ersten Halbzeit einfach nicht präsent genug und das ist eigentlich das Traurige an der ganzen Geschichte. Wenn du in so einem wichtigen Spiel nach 30 Minuten im Endeffekt keine entscheidenden Zweikämpfe gewonnen hast, da kannst vorher und nachher immer reden, dich hinstellen und auf schlau tun. Aber am Platz werden die richtigen Entscheidungen getroffen oder eben die falschen und die haben wir in den letzten fünf Wochen zu viel gemacht. Jetzt sind wir dafür bestraft worden.”
Die Wahrheit liegt auf dem Platz, heißt eine alte Fußball-Weisheit.
Und das trifft auch für uns Lifestyle Entrepreneure zu: Wir können reden, was wir wollen. Entscheidend ist, was wir (nicht) entscheiden und was wir (nicht) tun.
Wirklich helfen
Viele Lifestyle Entrepreneure sind von dem Wunsch beseelt, anderen Menschen mit ihrem Lifestyle Business wirklich zu helfen. Davon, einen echten Unterschied zu machen im Leben anderer und ein Stückchen dazu beizutragen, dass die Welt insgesamt besser wird.
Dabei haben wir meist eine sehr klare Vorstellung davon, welche Probleme wir zu lösen imstande sind und um welche Probleme wir uns kümmern wollen.
Manchmal kommen wir allerdings drauf, dass die Probleme der Menschen, denen wir helfen wollen, sich deutlich von den Problemen unterscheiden, die wir glauben, dass sie haben. Deren Probleme sind gar nicht unsere Probleme!
Dann stehen wir einer schwierigen Entscheidung: Bleiben wir bei unserem Problemlösungsangebot und warten wir darauf, dass die Menschen mit den richtigen Problemen zu uns kommen? Oder tun wir, was für eine wirkliche Hilfe notwendig ist und lösen die tatsächlichen Probleme unserer Kund*innen – auch wenn wir dafür aus unserer Komfortzone raus müssen?
Wirklich zu helfen bedeutet, dass wir dort anpacken, wo unsere Hilfe gerade gebraucht wird – und nicht dort, wo es uns am besten passen würde.
Verliebt
Verlieb dich nicht so sehr in deine eigenen Ideen, dass du sie nicht mehr loslassen kannst.
[Danke Gordon Schönwälder für diesen Hinweis.]
Interessant genug?
Ist deine Idee interessant genug, dass andere Menschen angeregt mit dir darüber reden?
Oder ist deine Idee sogar so interessant, dass andere Menschen dafür Geld ausgeben?
Blöde Idee
Wenn du eine gute Idee hast, und dann kommt jemand anderer und sagt: “Das ist eine blöde Idee!” – Wie reagierst du?
Sagst du: “Okay, dann lassen wir’s”, und lässt dir den Nipf nehmen?
Oder sagst du: “Ich will es aber trotzdem probieren, weil es mir wichtig ist.”
Dein Markt
Damit dein Marketing greifen kann und Effekte erzielt, musst du deinen Markt definiert haben.
Viele definieren ihren Markt entweder gar nicht, und wenn dann zu unpräzise und vor allem zu groß.
Wir müssen unseren Markt so eng fassen, dass wir die Chance haben, ihn mit unseren Marketing-Signalen innerhalb kürzester Zeit nicht nur zu erreichen, sondern zu durchdringen.
Erst wenn wir das geschafft haben, können wir daran denken, unseren Markt Schritt für Schritt zu erweitern.
[Danke Philipp Maderthaner für den Hinweis.]
Zum Abgewöhnen
Wer niemanden in seinem familiären Umfeld hat, der selbständig ist, für den ist der Weg in die Selbständigkeit oft keine naheliegende Option. Klar, wenn man keine entsprechenden Vorbilder hat.
Aber es kann auch anders herum sein. Kinder von Eltern, die selbständig sind, steigen mitunter ins Berufsleben ein und sagen: Nie im Leben will ich selbständig sein. Diese Sorgen, dieser Stress, die wenige Zeit… das tue ich mir sicher nicht an.
Das nur als Hinweis, wenn du ein First Generation Entrepreneur bist und glaubst, dass du dadurch einen Startnachteil hättest.
Der Mann an ihrer Seite
Fußballspieler Georg Teigl sagt über seine Frau, die ein eigenes Business hat:
„Sie ist ein ‚Doer‘ und ich bin eher ein ‚Thinker‘.
Georg Teigl
Sie ist eine riesige Bereicherung für mein Leben und sie berührt die Leute mit dem, was sie tut. Momentan ist es auch sehr spannend, mehr dabei zu sein und involviert zu sein mit den Angestellten. Ich bin der Co-Trainer und sie ist der Trainer.
Sie hat ihr eigenes Geld verdient. Ich bin unglaublich stolz, sie an meiner Seite zu haben.
Die Unterstützung des Ehepartners ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für ein funktionierendes Unternehmen.
Georg Teigl ist ein gutes Beispiel dafür.
Roman Kmenta: Werde zum Problemsucher 🎙
Ein Business das läuft #164, 2. März 2021
(mehr …)Niemand zum Reden
Ein Problem, das viele Gründer:innen haben: Sie haben in ihrem Umfeld niemanden, mit dem sie über ihr Business reden können.
Sie haben niemanden, mit dem sie über ihre Sorgen sprechen könnten, weil es in ihrem Familien- und Freundeskreis keine anderen Selbständigen gibt, die diese Sorgen nachvollziehen können.
Aber: Sie haben auch niemanden, mit dem sie ihre Erfolge teilen könnten. Sie freuen sich vielleicht gerade riesig, dass sie einen wichtigen Kunden gewonnen oder einen großen Auftrag gelandet haben. Aber aus Angst vor Neid erzählen sie lieber niemandem davon.
Selbständig zu sein bedeutet häufig auch, viel allein zu sein.
Wichtig oder interessant?
Wir müssen unterscheiden können, ob etwas wichtig ist oder ob es interessant ist.
Diese Unterscheidung ist besonders wichtig für Menschen mit einem starken Growth Mindset, z.B. Sensitive Strivers.
Wir glauben nämlich oft, dass alles, was wir interessant finden, auch wichtig ist. Aber das ist ein Aberglaube. Das Wenigste (im Leben, im Business) ist tatsächlich wichtig.
Das Interessante übt aber eine große Faszination auf uns aus. Und gleichzeitig ist es gut möglich, dass wir das wirklich Wichtige gar nicht soooo interessant finden.
Reichtiefe
Nicht alles im Leben wird besser, wenn es mehr wird.
Reichtiefe > Reichweite
Mut zum Risiko
Echte Differenzierung braucht Mut.
Viele Content Marketer nehmen zu wenig Risiko. Sie trauen sich nicht, eine kontroverse Position einzunehmen. Sie trauen sich nicht, Stellung zu beziehen. Sie trauen sich nicht, auch mal jemanden zu provozieren.
Viele Content Marketer hätten die Chance, durch Differenzierung einen echten Unterschied zu machen – und ziehen den Schwanz ein, wenn sich die Möglichkeit dafür bietet.
Ein Gedicht
Ein Lifestyle Business ist “wie ein Gedicht, das sich leinwand reimt”.
Melody Wilding: Succeed If You’re Empathic and Driven 🎙
Modern Wisdom Podcast #315, 1. Mai 2021
(mehr …)Alien-Test
Der Alien-Test funktioniert so:
Ruf jemanden an, dem/der du vertraust.
Lies ihm oder ihr den Text vor, den du gerade geschrieben hast.
Und dann frag ihn/sie: “Klingt das nach mir?”
[Danke Valentina Keserue für den Tipp.]