Tag#LifestyleBusiness

Konkurrenzkampf

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Der Konkurrenzkampf tobt meist am heftigsten innerhalb einer Gruppe von Gleichartigen.

Ganz typisch: Solopreneure sehen andere Solopreneure als ihre Konkurrenten. Und verkennen dabei, dass die wahren Konkurrenten, die ihnen das Leben wirklich schwer machen, ganz andere Kaliber wären.

Buchhändler haben auch lange andere Buchhändler für ihre Konkurrenz gehalten, bis sie begriffen haben, dass der wirklich gefährliche Konkurrent Amazon ist.

Wir Solopreneure sollten viel, viel mehr zusammenarbeiten, um gegen unsere gemeinsamen Feinde bestehen zu können.

7 Jahre

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Die Zahl 7 ist eine besondere Zahl, seit biblischen Zeiten.

Auch für Lifestyle Businesses scheint sich folgende Daumenregel herauszukristallisieren:

Es dauert sieben Jahre, bis sich echter Erfolg einstellt. Sieben Jahre konsequentes Dranbleiben. Sieben Jahre voller Einsatz. Sieben Jahre Glaube und Hoffnung.

In diesen sieben Jahren entsteht etwas – unsichtbar, wie ein Myzel unter der Erde. Und dann, nach sieben Jahren, poppen auf einmal die Schwammerl auf – scheinbar aus dem Nichts, an unerwarteten Stellen.

Nach sieben mageren Jahren kommt die Zeit der Ernte.

Der erste Job

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Das Problem des ersten Jobs nach der Schule oder nach dem Studium:

So, wie es in diesem Unternehmen läuft, hält man für normal. Man lernt einen bestimmten Weg kennen, wie ein Unternehmen geführt wird, wie Kund*innen behandelt werden, welche Ansprüche an die Mitarbeiter*innen gestellt werden – und denkt, dass man das “eben so macht”.

Man kommt oft gar nicht drauf, dass es auch anders (und besser) gehen würde.

Schulden

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Fast jede dritte Person, die in Österreich eine Schuldnerberatungsstelle aufsucht, hatte vorher ein eigenes Unternehmen.

Ein eigenes Unternehmen zu gründen, bedeutet, Risiko einzugehen. Auch finanziell.

Diese Tatsache soll uns nicht ängstigen. Aber wir sollten sie auch nicht ignorieren.

Verbindlichkeit

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Eine der größten Herausforderungen für Freelancer ist die Verbindlichkeit ihrer Kund*innen – oder, besser gesagt, die mangelnde Verbindlichkeit.

Den Kund*innen “nachzulaufen”, ist Teil des Geschäfts: Informationen einzuholen, Entscheidungen einzufordern, Rechnungen einzumahnen. Gehört alles dazu.

Wenn du aber das Gefühl hast, dass deine Kund*innen ganz besonders unverbindlich sind, dann lohnt sich folgende Frage:

Wie verbindlich bist du denn selbst?

Indem du deine eigene Verbindlichkeit erhöhst, erhöhst du über die Zeit ganz automatisch auch die Verbindlichkeit deiner Kund*innen.

Wie kannst du erwarten, dass deine Kund*innen verbindlich sind, wenn du selbst ständig dein Wort brichst?

Zeitersparnis

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Zeit ist die knappste Ressource des 21. Jahrhunderts – nicht Geld.

Eine gute Möglichkeit, als Solopreneure Erfolg zu haben, ist daher, wenn wir anderen Menschen dabei helfen können, Zeit zu sparen.

Josh Kaufman nennt das Hassle Premium.

No-Name

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Ja, am Anfang bist du ein No-Name.

Aber: Auch als No-Name kannst du von den Besten lernen. Auch als No-Name kannst du an exzellenten Angeboten arbeiten. Auch als No-Name kannst du eine klare Strategie haben, wie du irgendwann kein No-Name mehr bist.

Es ist deine Entscheidung, was du aus deinem No-Name-Status machen willst.

Förderungen (2)

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Zur Zeit gibt es in Österreich einige Förderungen für Unternehmen, die wegen Corona und Lockdowns in Schwierigkeiten geraten sind.

Das ist gut. Und es ist keine Schande, als Solopreneur diese Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie uns zusteht.

Um gleichzeitig nicht zu vergessen: Die beste Förderung ist die, die du gar nicht brauchst.

Kein Fokus

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Letztens meinte ein Gründer:

Mein Fokus ist B2B und B2C.

Dieser Fokus ist, natürlich, gar kein Fokus.

Wer alles bietet, bietet gar nichts.

Arbeit nur, wenn sie anstrengend ist

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Eine der größten Missverständnisse, die alle Gründer*innen hinter sich lassen müssen, wenn sie als Lifestyle Entrepreneure erfolgreich sein wollen:

Arbeit ist nicht nur dann Arbeit, wenn sie anstrengend ist.

Unsere Arbeit als Lifestyle Entrepreneure ist vielschichtig. Zu unserer Arbeit gehört z.B. auch nachdenken. Oder lernen. Oder entspannen. Oder mit Gleichgesinnten reden.

Diese Tätigkeiten sind oft nicht anstrengend. Im Gegenteil, wir empfinden sie als lustvoll.

Deshalb glauben wir dann oft, dass das gar keine richtige Arbeit war, weil es eben nicht mühsam war. Und doch waren diese Tätigkeiten wertvoll.

Wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir uns innerlich bestrafen, wenn uns unsere Arbeit Freude macht und leicht fällt.

Bildhauer oder Gärtner

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Manche Projekte müssen wir angehen wie Bildhauer.Ein Bildhauer hat eine klare Vorstellung davon, was er aus dem Marmorblock machen möchte, und er hämmert so lang an dem Stein herum, bis das raus kommt, was er sich vorgestellt hat.

Andere Projekte hingegen bedürfen der Pflege eines Gärtners. Ein Gärtner lässt die Pflanzen in seinem Garten wachsen und beschränkt sich darauf, hie und da mal ein bisschen was zurechtzuschneiden, zu gießen und zu düngen, das Unkraut auszurupfen und generell darauf zu achten, dass alles so gut wie möglich gedeiht – nämlich ganz natürlich, ohne ein bestimmtes Ergebnis vor Augen zu haben.

Braucht dein Projekt, das gerade in einer Sackgasse steckt, einen Bildhauer oder einen Gärtner?

Website: Wohnzimmer vs. Verkaufsraum

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Die Website ist für die meisten Lifestyle Entrepreneure eine schwierige Baustelle: Was soll drauf stehen? Was nicht?

Eventuell kann es helfen, die Website in zwei Aufgabenbereiche zu teilen:

  1. Wohnzimmer: Wir laden auf unserer Website unsere Besucher*innen quasi in unser virtuelles Wohnzimmer ein. Sie sollen sich auf unserer Website willkommen und wohl fühlen, und sie sollen uns in Ruhe kennenlernen können. Kein Stress, keine unnötigen Ablenkungen, sondern freundliche Aufmerksamkeit.
  2. Verkaufsraum: Bestimmte Bereiche unserer Website sollen unsere Besucher*innen dazu einladen, unsere Angebote auszuprobieren und zu kaufen. Wir präsentieren unsere Angebote dort im besten Licht und vermitteln ehrlich und echt, warum und wie unsere Angebote unseren Besucher*innen helfen werden. Hier wollen wir überzeugen, denn hier wollen wir Umsatz machen.

Es lohnt sich mitunter, diese beiden Aufgaben sowohl gedanklich als auch räumlich auf der Website zu trennen.

Vielleicht kann diese Trennung sogar so weit gehen, zwei Websites zu bauen: Eine wohlige Wohnzimmer-Website und eine knackige Verkaufs-Website (Landingpage).

Zufallskunden (2)

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Manchmal passiert es uns Lifestyle Entrepreneuren, dass Kund*innen zu uns kommen, wo wir nicht wirklich wissen, wieso sie uns gefunden haben.

Das ist gut, das ist schön – aber das ist auch gefährlich.

Zufallskund*innen wiegen uns nämlich in einer falschen Sicherheit. Sie machen uns glauben, dass unsere Positionierung eh passt, dass unser Marketing offensichtlich funktioniert, dass unsere Angebote überzeugend sein müssen.

Aber das stimmt nicht. Zufallskund*innen sind uns zugefallen trotz unserer Positionierung, unseres Marketings und unserer Angebote – nicht wegen.

Wenn du also überwiegend mit Zufallskund*innen arbeitest, sollte dir das ein Warnsignal sein.