Wolf Lotter schreibt: “Die Mühen der Ebenen bestehen darin, herauszufinden, was wir wollen.” Das ist aus seiner Sicht gefordert in einer “neuen Leistungsgesellschaft”: Nicht mehr Fleiß, nicht mehr Disziplin, nicht mehr Durchhaltevermögen – sondern Klarheit.
Ich sehe das täglich in der Beratung. Solopreneure kommen mit Umsatzproblemen, mit Positionierungsfragen, mit Marketingthemen. Aber wenn wir graben, liegt darunter fast immer dieselbe ungeklärte Frage: Was will ich eigentlich? Nicht: Was sollte ich wollen. Nicht: Was wäre klug. Nicht: Was erwarten andere von mir. Sondern: Was will ich.
Das ist die härteste Prüfung im Solopreneurship. Denn diese Frage kann dir niemand beantworten. Kein Berater, kein Coach, kein Podcast. Du musst sie selbst klären. Und zwar nicht einmal, sondern immer wieder. Weil sich die Antwort ändert, wenn du dich veränderst.
Viele Solo-Businesses scheitern nicht am Markt. Sie scheitern an dieser ungeklärten inneren Frage. Sie rennen los, ohne zu wissen wohin. Sie bauen Business auf fremden Fundamenten.
Und wundern sich dann, warum es sich falsch anfühlt, obwohl sie doch alles “richtig” gemacht haben.