Das digitale Notizbuch von Günter Schmatzberger

Gute Trainer

G

Die Kunst eines einer guten Trainerin, eines guten Trainers ist es, ihrem Publikum gut zuzuhören und wirklich auf dessen Fragen einzugehen.

Nicht annehmen, was eine Teilnehmerin meinen könnte, wenn sie etwas fragt oder sagt. Sondern zuhören (und gegebenenfalls nachfragen), was die Teilnehmerin wirklich meint.

Und ausreden lassen.

Ist oft gar nicht so einfach.

Qualifizierung

Q

“Das Training war super, aber machen kann ich nichts damit.”

Was soll das bitte bringen?

Weiterbildung hat nur einen Wert, wenn das Wissen auch verwendet werden kann.

Ziele verfolgen

Z

Eine spannende Unterscheidung von Benjamin Hardy:

Ein Ziel zu verfolgen „weil ich kann“, ist gut. Das macht unser Leben interessant und spannend. Wir wachsen an diesen Herausforderungen, aber wir definieren uns nicht darüber, ob wir diese Ziele erreichen oder nicht. Der Weg ist das Ziel.

Ein Ziel zu verfolgen, weil ich mich sonst minderwertig, nicht “gut genug” fühle, ist schlecht. Wir werden nämlich auch nicht zufrieden sein, wenn wir das Ziel erreicht haben. Weil das Ziel unsere innere Leere nie auffüllen kann. Wir werden uns sofort das nächste Ziel suchen, das uns aber auch nicht glücklich machen wird.

Wir High Achiever sollten uns daher immer wieder fragen: Warum will ich dieses Ziel denn eigentlich erreichen? Weil ich kann, oder weil ich muss?

Moral

M

Wir Betriebswirte tun oft so, als gingen uns ethische und moralische Überlegungen nichts an.

Nach dem Motto: “Wir befriedigen nur einen Bedarf am Markt. Was können wir dafür, wenn die Kunden das haben wollen? Wenn wir es ihnen nicht geben würden, dann würde es jemand anderer machen. Und dann ist es immer noch besser, wir machen den Umsatz und nicht unsere Konkurrenz. So funktioniert nun mal die Marktwirtschaft!”

Aber so leicht können wir es uns nicht machen. Auch wir Betriebswirte stehen nicht über der Moral.

Unsere Handlungen, unsere Angebote, unsere Botschaften haben Nebenwirkungen. Und für die sind wir sehr wohl verantwortlich.

Zuspruch bekommen

Z

Wir Lifestyle Entrepreneure leiden häufig darunter, dass wir in unserem Umfeld wenig Zuspruch bekommen.

Unsere Eltern fragen sich, warum wir nicht lieber einen sicheren Job haben. Unsere Freunde sind großteils selbst Angestellte und können sich beim besten Willen nicht vorstellen, was es bedeutet, selbständig zu sein. Selbst unsere (Ehe-)Partner*innen verstehen oft nicht, warum wir tun, was wir tun.

Umso wichtiger ist es, sich mit anderen Lifestyle Entrepreneure zu umgeben.

Das Gefühl “Ah, ich bin nicht allein!” ist unglaublich wertvoll.

Pessimisten sind lauter

P

Wir Menschen nehmen pessimistische Menschen tendenziell als intelligenter wahr als optimistische.

Eine negative Konzertbesprechung klingt intelligenter als eine positive. Ein Lehrer, der schlechte Noten vergibt, wirkt anspruchsvoller als einer, der eher positiv beurteilt. Ein Unternehmensberater, der vor allem die Fehler aufzeigt, wirkt kompetenter als ein Kollege, der vor allem auf die guten Seiten des Unternehmens fokussiert.

Das ist ein Problem.

Weil wir dadurch nämlich dazu neigen, eher auf die Pessimisten als auf die Optimisten zu hören.

Das Gewohnte

D

Die meisten Menschen wollen nichts Neues ausprobieren. Sie wollen das Gewohnte, das Bekannte, das Vertraute.

Sie wollen, dass ihr Lieblingsessen so schmeckt, wie es immer schmeckt. Sie wollen, dass ihr Lieblingslied so klingt, wie es immer klingt. Sie wollen keine Neuinterpretationen, keine Variationen, keine Veränderungen.

Daran sollten wir Lifestyle Entrepreneure immer denken, wenn wir versuchen, etwas Neues auf den Markt zu bringen. Denn: Die meisten Menschen wollen beim Alten bleiben – selbst wenn unsere Innovation viel besser wäre als das, was sie gewohnt sind.

Nebenwirkungen

N

Es gibt keine Nebenwirkungen.

Es gibt nur Wirkungen.

Wir sind verantwortlich für alle Wirkungen, die wir mit unseren Gedanken, Worten und Werken auslösen.

Nicht nur für die, die uns in den Kram passen.

Unpopulär

U

Das Richtige zu tun, ist manchmal unpopulär. Man stößt damit andere Menschen vor den Kopf.

Damit müssen wir leben. Denn: Was wäre die Alternative?

Million Dollar Ideas

M

Sich mit geeigneten Konzepten die Welt erschließen zu können, ist ungemein wertvoll – nicht nur, aber besonders im Business-Kontext.

Jedes Konzept, mit dem wir uns, unsere Kunden oder „den Markt“ besser verstehen, ist potenziell tausende von Euro wert.

Eine „million dollar idea“ hat stets ihren Ausgangspunkt in einem Menschen, der ein Konzept kapiert hat. 

Überfrachten

Ü

Wir neigen dazu, die Dinge zu überfrachten.

Zu viele Input in eine Lehrveranstaltung. Zu viele Kapitel in ein Buch. Zu viel Information in einen Newsletter. Zu viele Aufgaben an einem Tag.

Wir tun uns immer leichter, wenn wir reduzieren, vereinfachen und aufteilen.

Wörter erschaffen

W

Wörter benennen Ideen. Sie geben ihnen einen Namen.

Erst wenn Ideen einen Namen haben, können wir über sie sprechen. Erst dann werden sie real. Erst dann „existieren“ sie.

Im Anfang war das Wort. 

Mehr Gewinn

M

Bist du selbständiger Dienstleister und mit deinem Gewinn nicht zufrieden? Dann hast du drei Möglichkeiten, ihn zu erhöhen:

  1. Deine Auslastung erhöhen. Sprich: Mehr arbeiten. Mehr Klientengespräche. Mehr Trainingstage. Mehr Beratungsstunden.
  2. Deinen Preis erhöhen. Gleich viel arbeiten, aber deine Arbeitszeit teurer verkaufen.
  3. Deine Kosten senken. Je weniger du ausgibst (für dein Business), desto mehr bleibt dir als Gewinn übrig.

Das war’s. Mehr kannst du nicht tun. Wenn dir keine dieser drei Möglichkeiten recht ist, wird dein Gewinn bleiben, wie er ist – oder weniger werden. Aber höher wird er sicher nicht.

Grade des Verstehens

G

Bei der Mathematik-Nachhilfe für meine Nichte war wunderbar zu beobachten:

Es ist relativ leicht, das Wie zu erklären. Das Verfahren, den Rechengang, das Rezept. Wie man etwas machen soll, um zum richtigen Ergebnis zu kommen, ist noch relativ leicht zu vermitteln und zu kapieren.

Aber das Warum einer Rechnung zu verstehen, das ist ein ganz anderes Kaliber. Zu verstehen, was da eigentlich passiert, wenn man einen Rechengang ausführt, quasi hinter die Kulissen zu schauen und den Dingen auf den Grund zu gehen, das fällt sowohl Lehrern als auch Schülern schwer.

Und so kommt es, dass wir alle Tag für Tag sehr pflichtbewusst und präzise Dinge tun, von denen wir keine Ahnung haben, warum.

Genialer Gedanke

G

Manchmal hört man scheinbar nebenbei einen Satz – und plötzlich löst sich ein Knoten im Kopf, den man lange mit sich herumgetragen hat. Von einem Moment auf den anderen, wie von Zauberhand.

Natürlich ist das kein Zufall. Ein Wort kann nur etwas auslösen, wenn derjenige, der es hört, zuhört – und versteht.

Aber es gibt kaum etwas Beglückenderes als das Gefühl, endlich klar zu sehen.

Vorangehen

V

Die meisten Menschen sind gerne bereit, sich einer guten Idee oder einer lohnenden Initiative anzuhängen. Die meisten Menschen machen gerne wo mit.

Die wenigsten Menschen machen sich jedoch die Mühe, eine gute Idee zu verwirklichen oder eine lohnende Initiative zu setzen.

Wir brauchen Menschen, die vorangehen.

Geh voran.

Reich werden vs. reich sein

R

Das Ziel vieler Selbständiger ist es, mit ihrem Business eines Tages reich zu werden.

Aber um reich zu werden, müssen wir zuerst eines kapieren: Wir sind schon reich. Jede*r Österreicher*in gehört, egal wie hoch oder niedrig das Einkommen ist, zu den Top-1% der reichsten Menschen der Erde.

Was wir hingegen lernen müssen, ist, mit unserem bestehenden Reichtum so umzugehen, damit wir uns auch reich fühlen

Aus Wissen Handlungsanleitungen destillieren

A

Nur ganz wenige Menschen wollen deinen Blog-Artikel oder dein Buch lesen. Oder deinen Podcast hören. Oder dein Video anschauen.

Die meisten wollen nur wissen: Sag mir, was ich konkret tun soll. 

Wissen zu konkreten Handlungsanweisungen zu verdichten, das ist die wirkliche Arbeit von Lehrer*innen und wirklich guten Content Creatoren. Das macht kaum wer.

Kaum wer sagt klipp und klar, was zu tun wäre. Die meisten eiern herum. Dabei würden so viele Menschen genau diese Handlungsanleitungen besonders nützlich finden.

Sachensucher

S

“Ich bin ein Sachensucher”, sagt Pippi eines Tages zu Tommy und Annika. “Ein Sachensucher, was ist denn das?”, fragt Tommy. “Einer, der Sachen sucht”, sagt Pippi. “Die ganze Welt ist voll von Sachen, und es ist wirklich nötig, dass jemand danach sucht. Und genau das tun die Sachensucher.”

Astrid Lindgren: Hier kommt Pippi Langstrumpf

Ich bin auch ein Sachensucher.

Vertrauensvolle Mühe

V

Vieles fühlt sich nicht gut an, weil es nicht sofort funktioniert.

Das geht allen Unternehmer*innen so, und da müssen wir durch.

Hab ein bisschen Gottvertrauen. Und bleib dran, bis sich der Erfolg einstellt.